Lippentriller wie funktioniert das

Ansatzfragen, Welche Methode ist die beste,
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Lippentriller wie funktioniert das

Beitrag von Wachtel » Mittwoch 13. Februar 2008, 13:35

gude ich hätte mal ne frage wie funktioniert eigendlich der lippentriller

buddy
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Re: Lippentriller wie funktioniert das

Beitrag von buddy » Mittwoch 13. Februar 2008, 14:21

Charles Colin: 100 Warm ups oder Charles Colin: Lip Flexibilities üben :lol:
Anders ausgedrückt, Du nimmst eine Naturton-Bindung, z.B: ||:c''-e''-c''-e'':|| und bindest mit Metronom im 4/4-Takt je einen Takt als Viertel, Achtel, Achteltriole und Sechzehntel. Es kommt natürlich auf die saubere Ausführung an, also langsam anfangen.
Eine praktische Anwendung spielt Bobby Shew in seinem Solo über Minuano (e''-g'').

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Re: Lippentriller wie funktioniert das

Beitrag von Hochwälder » Mittwoch 13. Februar 2008, 14:38

Hi Wachtel,
das ist nicht so einfach zu erklären.
Muss man m.M.n., wie so vieles, gezeigt bekommen.
Auf jeden Fall wird er überwiegend mit der Zunge (durch schnelles Heben und Senken des Zungenrückens, ohne Kiefereinsatz) gemacht.
Dazu gibt es einige Übungen, zuerst ohne Instrument, später mit.

Ich finde die Burba' sche Anleitung auf der DVD gut.
Und auch hier gilt üben, üben, üben.
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Re: Lippentriller wie funktioniert das

Beitrag von Dobs » Mittwoch 13. Februar 2008, 14:41

Hochwälder hat geschrieben:Auf jeden Fall wird er überwiegend mit der Zunge (durch schnelles Heben und Senken des Zungenrückens, ohne Kiefereinsatz) gemacht.
Nein, 'nicht auf jeden Fall' und auch nur, wenn man der Schule folgt, daß die Zunge überhaupt einen Einfluss auf die Tonhöhe hat.
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Re: Lippentriller wie funktioniert das

Beitrag von Hochwälder » Mittwoch 13. Februar 2008, 14:59

Dobs hat geschrieben:Nein, 'nicht auf jeden Fall' und auch nur, wenn man der Schule folgt, daß die Zunge überhaupt einen Einfluss auf die Tonhöhe hat.
O.K. nicht auf "jeden" Fall.

Aber wie funktioniert ein Lippentriller ohne Zungeneinsatz?
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Re: Lippentriller wie funktioniert das

Beitrag von buddy » Mittwoch 13. Februar 2008, 15:11

Ich kann mich Dobs nur anschließen.
James Stamp hat es aus gutem Grund unterlassen, allzu genaue technische Anweisungen zu geben, obwohl er seine Schüler in Person vor sich hatte. Per Fernkurs und ohne Kenntnis des bereits vorhandenen Ansatzes und der bereits eingeübten Techniken des Schülers halte ich es für besonders problematisch.

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Re: Lippentriller wie funktioniert das

Beitrag von dozen73 » Mittwoch 13. Februar 2008, 15:20

Ich bekomme einen Lippentriller (klassisch) auch nur mit Zungeneinsatz hin. Hilfreich ist hierbei, wenn man an Vokale denkt: a-i oder e-i....je nach Tonhöhe. Dabei hebt und senkt sich der Zungenrücken automatisch. Man kann das erstmal "trocken" üben, indem man einen Ton auf den Vokal "e" pfeifft und dann zum "i" bindet.

Desto schneller man das macht, umso näher kommt man dann dem Lippentriller.

Eine andere Art des Lippentrillers ist der "Shake". Dieser ist auch ohne Zungeneinsatz möglich, indem man das Instrument auf eine bestimmte Art "schüttelt". Ich persönlich spiele den Shake allerdings aus einer Mischung aus Zungeneinsatz + schütteln.

Gruß, dozen73
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Re: Lippentriller wie funktioniert das

Beitrag von Hochwälder » Mittwoch 13. Februar 2008, 15:23

buddy hat geschrieben:Charles Colin: 100 Warm ups oder Charles Colin: Lip Flexibilities üben :lol:
Anders ausgedrückt, Du nimmst eine Naturton-Bindung, z.B: ||:c''-e''-c''-e'':|| und bindest mit Metronom im 4/4-Takt je einen Takt als Viertel, Achtel, Achteltriole und Sechzehntel. Es kommt natürlich auf die saubere Ausführung an, also langsam anfangen.
buddy hat geschrieben:Per Fernkurs und ohne Kenntnis des bereits vorhandenen Ansatzes und der bereits eingeübten Techniken des Schülers halte ich es für besonders problematisch.
Was denn jetzt, zuerst Anleitungen geben, die jetzt jedoch äußerst problematisch per Ferndiagnose zu vermitteln sind. :schock:

Und was passiert jetzt beim Lippentriller ohne Zungeneinsatz?
Ich lasse mich gerne belehren. :) Man lernt nie aus.
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Re: Lippentriller wie funktioniert das

Beitrag von buddy » Mittwoch 13. Februar 2008, 15:52

@Hochwälder
Ich sehe einen Unterschied darin, eine Übung zu beschreiben, mit der sich Wachtel auf der Grundlage seiner bisherigen Trompetentechnik die Frage beantworten kann oder eben physische Vorgänge, deren Ausführung sich zwangsläufig unserer Kontrolle entzieht. Wie gesagt, es lohnt sich dazu James Stamp und natürlich Jean-Christophe Wieners "How To Play James Stamp's..." zu lesen.

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Re: Lippentriller wie funktioniert das

Beitrag von tubicen » Mittwoch 13. Februar 2008, 16:26

Tag zusammen,

ein Lippentriller funktioniert m.M.n. nur mit Zungeneinsatz. Ohne die Vokalfärbundg (ai ai ai ai), also das Heben der Zunge, wird man eine so schnelle Lippenbindung (und ein Lippentriller ist nichts anderes als eine Lippenbindung)wahrscheinlich nicht hinbekommen, weil man die Spannung und die Luftgeschwindigkeit nicht so schnell und kontrolliert ändern kann, wie man die Zunge auf und abbewegen kann.
Ich könnte mir vorstellen, dass man eine gewisse Geschwindigkeit ohne die Zunge erreichen kann, aber einen Triller?
Und das "Shaken" ist doch genau dasselbe, das Bewegen des Instrumentes ist doch nur Show dabei oder irre ich mich? :mrgreen:

MfG
Christian

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Re: Lippentriller wie funktioniert das

Beitrag von dozen73 » Mittwoch 13. Februar 2008, 16:49

tubicen hat geschrieben: Und das "Shaken" ist doch genau dasselbe, das Bewegen des Instrumentes ist doch nur Show dabei oder irre ich mich? :mrgreen:
MfG
Christian
Grundsätzlich ist beides ein Lippentriller. Allerdings ist der gewünschte Klangunterschied entscheidend.

Da das Shaken unsauberer sein darf (soll ?) als ein Lippentriller im klassischen Sinne, ist das Schütteln des Instruments hierfür hilfreich (für mich jedenfalls). Wenn ich bei einer Big - Band Nummer einen Shake spielen muss, dann sollte der auch einen gewissen "Stil" haben - und hierfür klingt (mein) Lippentriller (ohne schütteln) einfach nicht genug nach "Big-Band-Sound". Ich kenne aber auch Trompeter, die sowohl Shake als auch einen klassischen Lippentriller (na ja, den ja sowieso :wink: )ohne schütteln spielen können und der Klang dem jeweiligen Repertoire entspricht.

Lippentriller klassisch = sauber / klar ----> ohne schütteln
Shake = darf unsauberer klingen / "Big - Band - Sound"

Davon abgesehen erleichtert mir das Schütteln den Shake auch in der technischen Ausführung. Richtig erklären kann ich das leider auch nicht....

LG, dozen73
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Re: Lippentriller wie funktioniert das

Beitrag von Dobs » Mittwoch 13. Februar 2008, 16:55

Warum heisst der Shake, Shake, wenn dabei nicht geschüttelt wird?
Warum heisst der Lippentriller nicht Zungentriller?
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Re: Lippentriller wie funktioniert das

Beitrag von SICKATTIC » Mittwoch 13. Februar 2008, 17:04

Warum heist ein Mundstück nicht Lippenstück und was, wenn sich die Leute damals noch gar nicht so im klaren waren was sie eigentlich beim Zungentriller gemacht haben und ihn (weil sie nach veralteter Technik spielten) Lippentriller genannt haben.
Was wenn die Engländer/Aermikaner anders shaken als die Deutschen? Und was wenn man viel besser ohne zu shaken den Effekt des shakens erreichen kann, als mit shaken? Ist das dann immer noch ein Shake?
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Re: Lippentriller wie funktioniert das

Beitrag von Maria » Mittwoch 13. Februar 2008, 17:07

Hallo!

Also ich hab den Lippentriller ohne Zungeneinsatz gelernt, einfach mit den schon beschriebenen bindeübungen, wenn du die gut beherscht und bei den 16teln das tempo steigerst bekommt man mit der zeit (üben üben üben :D ) den Lippentriller.

Was ich mich jetzt frage wie sol das mit der Zunge funktionieren?

lg maria

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Re: Lippentriller wie funktioniert das

Beitrag von tubicen » Mittwoch 13. Februar 2008, 17:12

SICKATTIC hat geschrieben:Warum heist ein Mundstück nicht Lippenstück und was, wenn sich die Leute damals noch gar nicht so im klaren waren was sie eigentlich beim Zungentriller gemacht haben und ihn (weil sie nach veralteter Technik spielten) Lippentriller genannt haben.
Was wenn die Engländer/Aermikaner anders shaken als die Deutschen? Und was wenn man viel besser ohne zu shaken den Effekt des shakens erreichen kann, als mit shaken? Ist das dann immer noch ein Shake?

All diese Fragen werden wir heute Abend klären, Aiman Abdallah wird sich wieder in die Abgründe menschlichen Seins hinabwagen und bei Galileo Mystery all diese Fragen aufdecken, oder etwa nicht? Vielleicht sind die Templer Schuld? Fragen über Fragen, Heute 20.15 Uhr auf P** Sie***.... :ironie:


@Maria: Vielleicht benutzt du die Zunge ohne es zu merken...?

Gruß,

Christian

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