Das erste mal bei FMB zu Besuch

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Blechnase
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Das erste mal bei FMB zu Besuch

Beitrag von Blechnase » Donnerstag 16. Januar 2020, 09:07

Ich war vor Weihnachten das erste Mal bei FMB und habe gedacht, ich schreibe mal einen kurzen Erfahrungsbericht. Kompaktfazit: der Laden ist super.

Mein ursprüngliches Anliegen war, die Anschlaggummis meiner Basstrompete durch ordentliches Material zu ersetzen und einen neuen Übungsdämpfer zu besorgen. Hat beides geklappt, aber natürlich habe ich den Tag auch genutzt, um diverses Blech zu testen.

Da meine Basstrompete zwar ganz solide ist, aber auch so einige Hakeligkeiten hat, habe ich damit angefangen, eventuelle Ersatzmodelle zu testen. Die Bilanz ist wie folgt: ausser Cerveny (die ich nicht mag) hatte FMB an dem Tag das Schagerl Wunderhorn und die Melton 129 da. Die Melton ist zwar klein und kompakt, aber grade dadurch für meine Hände kaum zu halten; das Ding rutscht immer irgendwie. Ausserdem ist das Ding unterhalb des tiefen C eigentlich unspielbar. Fällt aus.

Die Schagerl (die Version mit den aufgestellten Ventilen) spricht super an, hat einen super Klang und intoniert wirklich gut. Allerdings (Entschuldigung, wenn ich das so hart formuliere) wurde die Ergonomie von einem Dreijähringen entworfen. Für mich ist das Teil im wahrsten Sinne des Wortes "unhaltbar". Da bekommt man nach drei Minuten einen Krampf. Fällt auch aus.

OK, weiter gings mit Flügelhorn: Der klare Gewinner ist das B&S FBX. Habe mir echt überlegt, das Ding mit zu nehmen, aber ein versilbertes Flh geht gar nicht und lackiert war grade aus. Das Horn ist top, der Trigger ist (endlich einmal!) nicht zu hoch, sondern genau richtig angesetzt, es kling nach Horn und nicht nach dumpfer Trompete, Ansprache und Intonation sehr gut. Sogar in der hohen Lage (die nicht meine Kernkompetenz ist) spielt sich das Instrument sehr, sehr gut. Heisser Tip!

Fast so gut hat mir das Yamaha Shew gefallen, nur der Sound war mir etwas zu wenig Flh. Aber sonst auch da eine sehr positive Beurteilung, gute Ventile, gute Ansprache und Intonation.

Nicht so gefallen haben mir die anderen B&S, insbesondere eine Vintage Version des Brochon, war irgendwie komisch und nicht so richtig hornig. Gar nicht gut fand ich das Adams F1 mit Rotmessingbecher und angesetztem Neusilber"kranz". Das Ding sieht zwar cool aus, kling aber sehr eindimensional (immer gleich) und eigentlich eher wie eine obertonlose Trompete. Eindeutig nicht meins.

Die Trompeten boten die grösste Auswahl und testen konnte ich: Bach 43LT, 43LR, Conn Vintage 1, Yamaha LA, Yamaha Moschberger, Yamaha 8310Z, diverse B&S Challenger I und II, Adams A4, B&S DBX und MBX.

Die Yam LA und Yam Moschberger habe ich schnell aussortiert, sehr aggressiv und ein bisschen schepperig, ausserdem schwer in der Ansprache. Challenger I und II stellen keine wirkliche Verbesserung gegen meine Bach 43 dar, spielten sich eher schwerer. Bei DBX und MBX gilt in etwa das gleiche.

Die Yamaha 8310Z war eine Überraschung, weil ich die schon davor ein paar Mal anspielen konnte und bisher eigentlich sehr gut fand. An dem konkreten Tag hat sie mich allerdings nicht überzeugt: ging etwas schwer los, ich hatte Probleme mit dem Slotting usw. Eigentlich komisch; das muss ich nochmal überprüfen.

So, damit blieben Bach 43LT und 43LR, die ich (haha) wieder sehr gut fand (ich muss dazu sagen, dass ich die 37er gar nicht mag und daher von vornherein ausgeschlossen hatte). Ich hätte mich nicht zwischen den beiden entscheiden können - beide spielten sich sehr ähnlich und ich habe mich spontan (nach 30 Jahren Bach 43GH vermutlich nicht so überraschend) gut zurecht gefunden und wohl gefühlt. Ob die beiden jetzt besser als mein aktuelles Instrument sind, ist eine andere Frage ...

The winner of the day ist (neben dem B&S FBX) die Conn Vintage 1. Top horn, astreine Ansprache, liegt sehr gut in der Hand, intoniert besser als die Bach, der Sound ist etwas breiter und ist nicht so kompakt, aber sehr sauber und klar. Ich kann mir gut vorstellen mit dem Ding erfolgreich Big Band, Rock & Funk, aber auch Combo zu spielen. Die Ventile sind aufgrund des kurzen Weges eine Gewöhnungssache; das gilt auch für die Fingerringe, wo ich Haken und Sattel gewöhnt bin. Das sind aber Details.

Und die Adams A4? Nein. Ganz wie beim F1 klingt das Horn für mich nicht. Sehr toter und unflexibler Sound. Ergonomisch allerdings sehr angenehm, das Zusatzgewicht merkt man nicht. Da bleibe ich aber doch lieber bei meinen konventionelleren Modellen.

Fazit: FMB ist top, ein Besuch lohnt auf jeden Fall. B&S FBX und Conn Vintage 1 sind meine Empfehlung des Tages.
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Re: Das erste mal bei FMB zu Besuch

Beitrag von Blechnase » Freitag 17. Januar 2020, 06:39

Nachtrag: bin heute früh auf den Artikel vom Trumpetscout gestossen: http://trumpetscout.de/bergeron-vs-mosc ... eview=true

In teressant, wie gleich wir beide die Yamaha LA und Moschberger beurteilen.
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