Von Drehventil auf Perinet

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tobias1411
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Von Drehventil auf Perinet

Beitrag von tobias1411 » Dienstag 26. November 2019, 21:07

Hallo zusammen,

wie im Titel schon zu lesen, wechsle ich gerade von einer Drehventil-Trompete auf eine Perinet (Yamaha 8335G).
Aktuell bin ich auf der Suche nach einem neuen Mundstück.
Auf der DV spiel ich ein Breslmair V/G2H/L.
Möchte auf der Perinet einen helleren Klang haben, daher war mein erster Ansatz kleiner und seichter. Sollte jedoch eher ein Allrounder als ein klassisches Lead Mundstück sein.

Habe bis jetzt schon einiges getestet:

Bach L551 5S: War mir zu Lead-mäßig
Bruno Tilz Hablowetz 65-21 USA: Rand zu breit/ Luft geht nicht weg
Denis Wick 1C (hätte eigentlich ein 4C sein sollen) zu tief/ Rand eher flach ist mir jedoch zu ähnlich zum Jetzigen
Denis Wick 4X: Rand passt nicht/ Luft geht nicht weg
Denis Wick USA 5C: Rand gut/ Klang schön / eventuell zu viel Widerstand
Denis Wick MM4C: Toll/ Bisschen tief / Rand nicht ideal
Marcinkiewicz E8.4 Bobby Shew 1.75: Klang schön / Durchmesser zu klein
Marcinkiewicz 9: Durchmesser zu klein
Marcinkiewicz E9.3 Rick Braun: Zu viel Widerstand / Durchmesser auch hier zu klein (hätte besser schauen müssen)
Schilke 10B4: Zu klein / Zu viel Widerstand
Yamaha Bobby Shew Jazz: Klang schön / Rand eventuell zu rund / insgesamt sehr gut
Yamaha Allen Vizzutti: Rand sehr gut / zu seicht
Stork Vacchiano Trumpet 3D: Klang schön / Rand flacht außen sehr ab / insgesamt sehr gut
Stork Studio Master Trumpet LDS6: ähnlich Stork 3D obwohl seichter / insgesamt sehr gut

Meine fünf Favoriten davon waren: Denis Wick MM4C & USA 5C, beide Stork und das Yamaha Shew.

Hab auch noch eine paar Yamahas probiert, jedoch bei fast allen zu viel Widerstand und der Rand ist nicht ideal.
Bach 3C/7C hab ich auch kurz angespielt kann leider nicht wirklich viel dazu sagen, müsste ich länger probieren.

Es würde mich sehr freuen, wenn sich jemand mit der Materie auskennt und mich bei meiner Suche unterstützen kann. Für Empfehlungen bin ich immer offen.

MfG Tobias

blechfan
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Re: Von Drehventil auf Perinet

Beitrag von blechfan » Dienstag 26. November 2019, 21:53

Hallo Tobias,
wenn Du beim Breslmair den V-Rand spielst, solltest Du mit dem Bach 3C eigentlich gut klarkommen können.
Ich spiele Breslmair VC1-Rand auf DV und auf der Perinet Bach 3C, ebenfalls auf einer 8335G. Ich komme bestens klar mit dieser Kombi, empfinde das Bach 3C als guten Allrounder. Würde Dir also empfehlen, das 3C ausgiebiger zu testen. Guten Erfolg!
Gruß blechfan

Singvögelchen
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Re: Von Drehventil auf Perinet

Beitrag von Singvögelchen » Dienstag 26. November 2019, 22:32

So viele verschiedene Mundstücke habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht durchprobiert. Da muss man doch verrückt werden...

Warum wechselt man von einer Drehventil auf eine Pumpe?
Ich hab ja beides auf Lager, mit meinem Breslmaier Mundstück bringe ich aber beide Systeme zum Klingen.
Liebe Grüße vom Singvögelchen!


"Blas schön rein, dann kommts schön raus!"

blechfan
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Re: Von Drehventil auf Perinet

Beitrag von blechfan » Dienstag 26. November 2019, 22:39

Singvögelchen hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 22:32
mit meinem Breslmaier Mundstück bringe ich aber beide Systeme zum Klingen.
Tja, ein guter Pilot fliegt auch mit dem Küchentisch ...
Wir Amateure leben von der Hoffnung, das bestmögliche Material würde uns das Spielen erleichtern - was es zum Teil auch tut. :wink:

tobias1411
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Re: Von Drehventil auf Perinet

Beitrag von tobias1411 » Mittwoch 27. November 2019, 07:25

blechfan hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 21:53
Würde Dir also empfehlen, das 3C ausgiebiger zu testen.
Gruß blechfan
Vielen Dank, werde ich probieren.
Singvögelchen hat geschrieben:
Dienstag 26. November 2019, 22:32
So viele verschiedene Mundstücke habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht durchprobiert. Da muss man doch verrückt werden...

Warum wechselt man von einer Drehventil auf eine Pumpe?
Ich hab ja beides auf Lager, mit meinem Breslmaier Mundstück bringe ich aber beide Systeme zum Klingen.
Auf die Pumpe bin ich zufällig gekommen, war eigentlich schon immer Drehventil-Fan, jedoch schadet es sicher nicht seinen Horizont zu erweitern.
Das Breslmair funktioniert auch bei mir auf Perinet, aber ich möchte doch einen größeren Unterschied im Klang zu meiner DV-Kombination.

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Trumpetjörgi
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Re: Von Drehventil auf Perinet

Beitrag von Trumpetjörgi » Mittwoch 27. November 2019, 11:42

Und warum behälst Du nicht den Rand un wählst eine andere Kessel/Stängel Kombi vom Breslmair.

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Re: Von Drehventil auf Perinet

Beitrag von MS.98 » Mittwoch 27. November 2019, 14:37

Hm, du schreibst, dass du ein Allround-Mundstück suchst. Diese Anforderung erfüllt m.E. kein einziges der von dir getesteten Mundstücke. Viele Davon sind ultra flach...
Ich würde mich eher in dem Bereich Bach 1 1/2 C; Schilke 13/14; Tilz MB 3 umsehen.

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Re: Von Drehventil auf Perinet

Beitrag von doc_trumpet » Donnerstag 28. November 2019, 16:53

... kann ich trumpetjoergi uneingechränkt zustimmen !!!!

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Re: Von Drehventil auf Perinet

Beitrag von tobias1411 » Freitag 29. November 2019, 13:49

Trumpetjörgi hat geschrieben:
Mittwoch 27. November 2019, 11:42
Und warum behälst Du nicht den Rand un wählst eine andere Kessel/Stängel Kombi vom Breslmair.
War mein erster Gedanke, hab mit einigen Kollegen gesprochen und diese meinten alle, dass sie mir nicht dazu raten würden. (Auch zur Perinet-Serie von Breslmair nicht)
MS.98 hat geschrieben:
Mittwoch 27. November 2019, 14:37
Hm, du schreibst, dass du ein Allround-Mundstück suchst. Diese Anforderung erfüllt m.E. kein einziges der von dir getesteten Mundstücke. Viele Davon sind ultra flach...
Ich würde mich eher in dem Bereich Bach 1 1/2 C; Schilke 13/14; Tilz MB 3 umsehen.
Allround war vielleicht die falsche Bezeichnung, ich suche ein Mundstück welches sich klanglich von meiner Drehventil-Kombi unterscheidet, jedoch nicht ganz in den Lead-Bereich fällt.
doc_trumpet hat geschrieben:
Donnerstag 28. November 2019, 16:53
... kann ich trumpetjoergi uneingechränkt zustimmen !!!!
Vielen Dank für den Input, wenn ich in nächster Zeit nichts finde, werde ich auch Breslmair probieren.

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Re: Von Drehventil auf Perinet

Beitrag von gozilla » Samstag 30. November 2019, 08:53

Trumpetjörgi hat geschrieben:
Mittwoch 27. November 2019, 11:42
Und warum behälst Du nicht den Rand un wählst eine andere Kessel/Stängel Kombi vom Breslmair.
Ich würde zunächst nur mal den Stängel Wechseln...ist auch finanziell die beste Lösung.
Denke Du könntest mit einem 4er oder einem P Stängel glücklich werden.
Ich hab auch schon den L Stängel auf Pumpe gespielt allerdings dann mit einem 3er Kessel etwas den C oder den G3S
Gruß G

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Re: Von Drehventil auf Perinet

Beitrag von heckelbach » Montag 2. Dezember 2019, 11:30

...kann mich dem nur anschließen, aber:
Auf der Perinet passen für mich nur die engeren Stengel.
Ich finde den B am besten passend.

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Re: Von Drehventil auf Perinet

Beitrag von MS.98 » Montag 2. Dezember 2019, 14:11

Ich frage mich, ob deine Instrumentenwahl dann überhaupt so glücklich war... du willst deiner Yamaha offenbar einen Sound aufzwingen, den die Trompete eigentlich nicht hergibt. Die 8335G ist für den symphonischen Bereich entwickelt worden und ist von seiner Machart/Materialauswahl auf dunklen und vollen Klang ausgelegt. Daher ist es kein Wunder, wenn der Klangunterschied zu deiner Drehventil gering ist...

Wieso wechselst du denn überhaupt und welche Literatur willst du spielen? Bevor du diese Fragen nicht klar beantwortet hast, kann man dir wohl kaum einen sinnvollen Rat geben.

tobias1411
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Re: Von Drehventil auf Perinet

Beitrag von tobias1411 » Dienstag 3. Dezember 2019, 09:24

gozilla hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 08:53

Ich würde zunächst nur mal den Stängel Wechseln.
heckelbach hat geschrieben:
Montag 2. Dezember 2019, 11:30
...kann mich dem nur anschließen, aber:
Vielen Dank für die Tipps, werde ich mir genauer ansehen.
MS.98 hat geschrieben:
Montag 2. Dezember 2019, 14:11
Ich frage mich, ob deine Instrumentenwahl dann überhaupt so glücklich war... du willst deiner Yamaha offenbar einen Sound aufzwingen, den die Trompete eigentlich nicht hergibt. Die 8335G ist für den symphonischen Bereich entwickelt worden und ist von seiner Machart/Materialauswahl auf dunklen und vollen Klang ausgelegt. Daher ist es kein Wunder, wenn der Klangunterschied zu deiner Drehventil gering ist...

Wieso wechselst du denn überhaupt und welche Literatur willst du spielen? Bevor du diese Fragen nicht klar beantwortet hast, kann man dir wohl kaum einen sinnvollen Rat geben.
Genau dafür ist mMn ein Mundstück teilweise zuständig, um den Klang zu verändern.

Ich wechsle hauptsächlich weil ich Lust darauf habe und wie schon oben erwähnt, um meinen Horizont zu erweitern.
Literatur: Symphonische Blasmusik, traditionelle Blasmusik, Filmmusik, ab und zu auch BigBand also relativ vielseitig.

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