Big breath, chest up

Wie kann ich die Atmung verbessern ? Wie wichtig ist die Atmung für das Trompetespielen ?
Hier gibt es die Antworten auf solche Fragen.

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Hassel
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Big breath, chest up

Beitrag von Hassel »

Hallo,

hat sich jemand mit der Atemtechnik von Claude Gordon "big breath, chest up" beschäftigt und kann ein paar Worte dazu verlieren?
Was ist der Sinn dahinter? Wie soll das heben der Brust aussehen?, gibt es vielleicht Bilder oder Videos hierzu? Erreiche ich hierdurch keine Verspannungen? Wie ist dies mit den Atemübungen von Burba (Brust hebt sich nur bei max. Einatmung) vereinbar?

Hoffe jemand kann zu dem Thema etwas sagen, vielleicht hat diese Technik jemand gelernt?!?!
Singvögelchen
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Re: Big breath, chest up

Beitrag von Singvögelchen »

Hassel hat geschrieben:Wie soll das heben der Brust aussehen?
Du wirst bestimmt noch andere Antworten bekommen, aber das Brustheben ist nicht sonderlich schwer. Du musst ein Gefühl für dein Brustbein bekommen, der Knochen bzw. Knorpel genau zwischen deinen Rippenbögen oberhalb vom Solarplexus. Dieses Teil kann man auch ohne intensive Atmung gezielt aufstellen, in Verbindung mit einer intensiven Atmung ist es aber noch wirkungsvoller, Stichwort: "stolz geschwellte Brust" bzw selbstbewusste Körperhaltung in Führungskräfteseminaren.
Und diese intensive Atmung im oberen Bereich ist wesentlicher (oft vernachlässigter) Bestandteil der "Vollatmung", die für Blechbläser, Sänger und Sportler so wichtig ist.
Liebe Grüße vom Singvögelchen!


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Perplex
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Re: Big breath, chest up

Beitrag von Perplex »

Nach Claude Gordon soll man im Prinzip alles vergessen, was man bisher über die Atmung weiß bzw. gemeint hat zu wissen. Man soll einfach einen tiefen Atemzug nehmen und dabei immer eine aufrechte Haltung beibehalten. Brust raus, Schultern zurück. Diese Haltung soll auch während des Ausatmens beibehalten werden, die Brust soll sich dabei also nicht absenken. Das hat den Effekt, dass beim Ausatmen nicht nur die vorderen Muskeln verwendet werden, sondern auch die Muskeln am Rücken.
Anfangs mag das vielleicht durchaus zu Verspannungen führen, da eine wirklich aufrechte Körperhaltung einfach nicht mehr sehr weit verbreitet ist, was unter anderem den schönen Bürojobs zu verdanken ist. Wenn man die aufrechte Haltung allerdings zur Gewohnheit werden lässt, was auch das Ziel sein soll, geht alles sehr entspannt.
Wenn du gut Englisch verstehst kann ich auch das Buch von Claude Gordon "brass playing is no harder than deep breathing" empfehlen.
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