Neues Flügelhorn - aber welches ?

Welches sind die besten ?

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dozen73
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Neues Flügelhorn - aber welches ?

Beitrag von dozen73 » Sonntag 9. Oktober 2016, 17:11

Hallo zusammen,

ich möchte mir ein neues Flügelhorn kaufen und würde mich über eure Tipps und Ratschläge sehr freuen. Bisher spiele ich bei 90% aller Mucken Trompete, was sich aber voraussichtl. Anfang nä. Jahres ändern wird. Bisher hat mir für die wenigen "Flügelhorneinsätze" mein altes Yamaha 631 vollkommen gereicht. Allerdings lässt dort mittlerweile die Maschine sehr zu wünschen übrig und davon abgesehen möchte ich mir gerne ein höherwertiges Flügelhorn mit Drehventilen "handmade" von einem Meisterbetrieb zulegen.

Einsatzgebiet ist Polka, Walzer, Marsch. Hauptsächlich böhmisch (ca. 75%), ab und zu mährsich und auch mal ein Medley von ABBA usw. Das Ganze sowohl in 7er Besetzung, als auch im größeren Blasorchester.

Folgende Eigenschaften sind mir bei dem neuen Instrument besonders wichtig:

- Intonation
- leichte Ansprache in jeder Lage
- in der höheren Lage so wenig Kraftaufwand wie möglich (bei der 7er Kombo 1. Flügelhorn alleine, dann eine lange Mucke...ihr wisst was ich meine :wink: )
- klanglich flexibel: siehe Einsatzgebiet (tendenziell aber mehr in Richtung weich, voll, kernig. Nicht zu hell, spitz)

Über folgende Instrumentenbauer habe ich mich hier und im Internet - soweit wie möglich - informiert und kommen in die engere Auswahl:

- Krinner
- Jestädt
- Baumann
- Haagston/Brassego
- Worischek

Hat jemand von euch Erfahrungen mit einem oder mehreren Flügelhörnern der aufgeführten Instrumentenbauer ?

Welche Maschine würdet ihr warum bevorzugen ? Zirnbauer oder Meinlschmidt oder eine andere ?
Was die Oberfläche betrifft schwanke ich zwischen versilbert mit vergoldetem Druckwerk oder vergoldet matt.

Da es auch hin und wieder vorkommt, dass ich zwischen Trompete und Flügelhorn bei einzelnen Titeln wechseln muss, wären ähnliche Blaseigenschaften (nicht das Gewicht!) von Vorteil. Daher hier eine kurze Beschreibung meiner Trompete:

Zur Zeit spiele ich auf einer modifizierten Bach Strad. LR-180-72 Heavy, Streben entfernt, Becher Sterlingsilber. Diese hat eine unglaublich leichte Ansprache und sehr wenig Widerstand, hat aber auch ein ziemlich hohes Gewicht. Ich blase mit viel Luft und komme nicht gut mit Instrumenten zurecht, die einen starken Widerstand haben. Ich bekomme dann immer das Gefühl, als ob ich die Luft nicht loswerde und ein "Stau" entsteht.

Vielen Dank für eure Hilfe im voraus,

dozen73
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Jamer
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Re: Neues Flügelhorn - aber welches ?

Beitrag von Jamer » Montag 10. Oktober 2016, 00:52

Ich würd auf jedenfall noch Dowids aus München, Oberrauch (Modell Rosengarten) aus Südtirol sowie Kordick aus Passau mit in deine Auswahl nehmen. Für mich gibt es am Markt derzeit keine besseren Drehventilflügelhörner als von den genannten Herstellern und ich hab in der Vergangenheit viel getestet - auch die von dir aufgelisteten.

Mein persönlicher Favorit ist derzeit das "Austria Flügelhorn F" von Kordick mit Kupfer. Für mich bietet dieses Flügelhorn den besten, vollsten und wärmsten Flügelhornsound mit toller Intonation und Ansprache - darüber hinaus ist der Schallbecher nicht überdrüber riesig und somit kann man sich an der 1. Stimme auch durchsetzen.

Das Modell "Rosengarten"von Oberrauch ist definitiv auch ein Test werd. In Punkto Sound und Intonation hängt es dem Kordick-Flügelhorn kaum nach - es ist halt ein größeres Teil mit einem 160er Becher vorne dran - die Frage ist halt wie durchsetzungstark man damit dann spielen kann.

Und Dowids is mit seinen Flügelhörnern sowiso der Geheimtipp schlechthin. Dort gibt es ein tolles bewährtes Baukastensystem wo man sich sein Instrument aussuchen kann. Ich empfehle immer die weite Mensur.

Alle drei Hersteller bauen Topinstrumente und sind sicher auch zugänglich für Sonderwünsche. Ich denke hier kann man bei keinem was falsch machen.

Jamer

Ps.: noch ein kleiner Tipp: wenn du Probleme mit Trompeten hast, die einen größeren Widerstand haben, dann würd ich eher weit mensurierte Flügelhörnet nehmen und die Bohrung sollte auch nicht zu eng sein - was bei Drehventilflügelhörnern im deutsch/österreichischen Bereich eh kaum der Fall ist.

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Re: Neues Flügelhorn - aber welches ?

Beitrag von mijoh1211 » Montag 10. Oktober 2016, 12:55

Habe bei meinem letzten Besuch bei Weimann sein Drehventil Modell mit aufgestelltem Ventilblock gespielt.
Überragend wäre mein Urteil.

Grüße
mijoh

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Re: Neues Flügelhorn - aber welches ?

Beitrag von mijoh1211 » Dienstag 7. März 2017, 08:03

Moin,
ist es zwischenzeitlich zu einem neuen Flügelhorn gekommen?
Habe auf Facebook übrigens Fotos vom Weimann Vertical Modell gefunden:
https://m.facebook.com/photo.php?fbid=3 ... &source=54
Grüße
mijoh

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Re: Neues Flügelhorn - aber welches ?

Beitrag von Sandu » Dienstag 7. März 2017, 08:53

Krinner würde ich auf jeden Fall in Betracht ziehen.
Ist, gerade wenn man ansonsten hauptsächlich auf der Trompete unterwegs ist, ein sehr schönes Instrument, das keinerlei Umstellungsschwierigkeiten bereitet.

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Re: Neues Flügelhorn - aber welches ?

Beitrag von mijoh1211 » Dienstag 7. März 2017, 09:11

Gefällt mir auch sehr gut.
Beim Vertical von Weimann gefällt mir halt, dass es halt nicht ganz so nach ausschließlich Blasmusik aussieht ????

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Re: Neues Flügelhorn - aber welches ?

Beitrag von DaTrumpet » Dienstag 7. März 2017, 14:04

Mein Geheimtipp ist auch ein Dowids Flügelhorn oder das Klaus Martens Modell "Horaffia", das wurde nochmal überarbeitet und hat jetzt eine super leichte Ansprache :gut:

http://www.martens-blasinstrumente.de/m ... n-horaffia


Ich habe mich damals im Vergleich zwischen altem Horaffia und Dowids G91 für das Dowids entschieden. Am 1. Flügelhorn muss man aber schon mit einem flacheren Mundstück arbeiten, damit man noch gut durchkommt.

Beim Horaffia ist das anders, dafür ist das Dowids G91 wandlungsfähiger :)

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Re: Neues Flügelhorn - aber welches ?

Beitrag von Löwe » Montag 29. Januar 2018, 14:16

Warum nicht gleich das beste - Melton MWF12

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Re: Neues Flügelhorn - aber welches ?

Beitrag von Trompi » Dienstag 22. Oktober 2019, 15:22

...welches ist es geworden 'dozen73' ?

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Re: Neues Flügelhorn - aber welches ?

Beitrag von dizzyoliver » Dienstag 22. Oktober 2019, 17:24

Leute, wenn er alle hier genannten Firmen erst mal probespielen wollte, dürfte er kaum heute schon eine Antwort haben für euch. Habt mal noch etwas Geduld.
Was ein richtiger Musiker sein will,der muss auch eine Speisekarte komponieren können (Richard Strauss)

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Re: Neues Flügelhorn - aber welches ?

Beitrag von blechfan » Mittwoch 23. Oktober 2019, 11:19

Trompi hat geschrieben:
Dienstag 22. Oktober 2019, 15:22
...welches ist es geworden 'dozen73'
dizzyoliver hat geschrieben:
Dienstag 22. Oktober 2019, 17:24
Leute, wenn er alle hier genannten Firmen erst mal probespielen wollte, dürfte er kaum heute schon eine Antwort haben für euch. Habt mal noch etwas Geduld.
Na ja, bis auf das Melton waren die Empfehlungen im März 2017 abgeschlossen, da könnte nach über 30 Monaten doch schon mal ein Zwischenergebnis vorliegen.
Aber vielleicht ist "dozen73" (Nomen est Omen?) ja so jung, dass er oder sie sich noch viele Testjahre leisten kann.
In meinem Alter ginge das nicht mehr, sofern ich noch drauf spielen wollte ... :shock:

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Re: Neues Flügelhorn - aber welches ?

Beitrag von dizzyoliver » Mittwoch 23. Oktober 2019, 23:41

Stimmt. Mir ist die Schrift zu klein geworden. Sorry. Seitdem mir beim rechten Auge 60 % fehlen, passieren mir leider solche Fehler, denn es lässt sich leider nicht mehr mit der Brille ausgleichen.
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