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Re: Plexiglasscheibe

Verfasst: Montag 22. Februar 2010, 12:49
von Elvis
Wie sieht es denn bei Euch mit "In-Ear-Monitoring" aus? Wäre das eine Alternative? Oder scheidet das aus Kostengründen aus?

Re: Plexiglasscheibe

Verfasst: Montag 22. Februar 2010, 13:18
von Dobs
Elvis hat geschrieben:Wie sieht es denn bei Euch mit "In-Ear-Monitoring" aus? Wäre das eine Alternative? Oder scheidet das aus Kostengründen aus?
Im Prinzip wäre das eine denkbare Lösung, zumindest mittelfristig. Kann ich bei eigenem Mikro und in Ear Monitoring díe Lautstärke meiner Trompete immer individuell regeln oder hängt das noch von anderen Faktoren ab? Ich frage deshalb, weil es am Samstag offenbar nicht möglich war einzelne Instrumente aus dem Bläsersatz auf dem Bodenmonitor zu verstärken, sondern nur den Bläsersatz insgesamt lauter oder leiser zu stellen.

Re: Plexiglasscheibe

Verfasst: Montag 22. Februar 2010, 13:37
von Bixel
Dobs hat geschrieben: Kann ich bei eigenem Mikro und in Ear Monitoring díe Lautstärke meiner Trompete immer individuell regeln oder hängt das noch von anderen Faktoren ab?
Das ist eine Frage der Anzahl der vorhandenen Monitorwege.
Diese (Anzahl) reicht in der Regel nicht aus für ein individuelles Monitoring.

Ich habe InEar-Monitoring mehrere Tage lang unter optimalen Bedingungen getestet - und es dann sein lassen.
Ich höre (im BigBand-Kontext auf großen Bühnen) die mir besonders wichtigen Signale - Hi-Hat, Keyboard, Bass - über meine individuell regelbare Wedge (Bodenmonitor) und mich selbst nur über die Scheibe.

Mich stören beim InEar-Monitoring besonders die eigene Knochenleitung und die sehr eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten mit Kollegen auf der Bühne.
Außerdem nervt mich das "Gefummel".

Wer wichtig aussehen will, wird aber nicht darauf verzichten wollen.
Ich kenne einige Kollegen, die darauf schwören.

:wink:
.

Re: Plexiglasscheibe

Verfasst: Montag 22. Februar 2010, 13:38
von Elvis
Dobs hat geschrieben:
Elvis hat geschrieben:Wie sieht es denn bei Euch mit "In-Ear-Monitoring" aus? Wäre das eine Alternative? Oder scheidet das aus Kostengründen aus?
Im Prinzip wäre das eine denkbare Lösung, zumindest mittelfristig. Kann ich bei eigenem Mikro und in Ear Monitoring díe Lautstärke meiner Trompete immer individuell regeln oder hängt das noch von anderen Faktoren ab? Ich frage deshalb, weil es am Samstag offenbar nicht möglich war einzelne Instrumente aus dem Bläsersatz auf dem Bodenmonitor zu verstärken, sondern nur den Bläsersatz insgesamt lauter oder leiser zu stellen.
Gute Frage, da hat der Mischer wahrscheinlich Eure Mikros alle auf einen Kanal gelegt und komplett abgemischt ?! dann ist das nicht möglich. Ist auch manchmal nicht möglich da z uwenig Kanäle vorhanden. Ich bin da aber zu wenig Technik-freak. Ist dann schon eine Frage für Tonstudio-Forum - falls es das gibt. :-) Ich erinnere mich da an das Musiker-Board.

Ansonsten müsste sich der eine oder andere TF-user in unseren Reihen mit dem Thema auskennen.

Re: Plexiglasscheibe

Verfasst: Dienstag 27. Juni 2017, 11:48
von Dobs
Es gibt jetzt offenbar eine neue Clip-On Variante, die das akustische Monitoring erleichtern soll, die - wie mir scheint - dem Jericho Sound Assist nachempfunden ist:

http://www.selfiesound.net/selfiesound/?lang=en

Der Preis erscheint mir recht hoch, aber ich bin neugierig, vor allen Dingen, weil die Reflektionsfläche im Gegensatz zu dem Sound Assist grösser zu sein scheint und vermuten lässt, daß man sich mit dem Ding besser hört. Ich habe in der Vergangenheit stationäre Plexiglasscheiben ausprobiert aber fand und finde es immer schwierig im Kontext einer Soul/Funk Band den Schallbecher permanent gerade auf die Scheibe zu richten. Ich würde mir von diesem Selfie Sound mehr Bewegungsfreiheit erhoffen, bei annähernd gleichem Monitoreffekt. Wenn das Gewicht dieses Gadgets das Horn nicht zu kopflastig macht, könnte das eine interessante Alternative. Falls ich mich dazu entschliessen kann, 80 EUR (plus 26 EUR Versand aus Italien (!))für eine Plastikscheibe auszugeben, werde ich einen Kauf wagen und dann hier berichten,

Re: Plexiglasscheibe

Verfasst: Mittwoch 28. Juni 2017, 09:16
von Trumpetier001
Das Teil sieht interessant aus. Könnt mir aber vorstellen das es doch sehr kopflastig wird.

Spiel jetzt auch schon längere Zeit mit der Scheibe am Pult. Hab jedoch kein Mikrofon durchgeführt sondern spiel mit Clipmikro. Man ist damit zwar flexibel, aber eben bei der Choreografie im Satz recht eingeschränkt. Und für den Zuhörer/-schauer siehts schon etwas futuristisch aus :Hä: :D :mrgreen:

Re: Plexiglasscheibe

Verfasst: Mittwoch 28. Juni 2017, 10:25
von duden
Dobs hat geschrieben:Es gibt jetzt offenbar eine neue Clip-On Variante, die das akustische Monitoring erleichtern soll, die - wie mir scheint - dem Jericho Sound Assist nachempfunden ist:

http://www.selfiesound.net/selfiesound/?lang=en

Der Preis erscheint mir recht hoch, aber ich bin neugierig, vor allen Dingen, weil die Reflektionsfläche im Gegensatz zu dem Sound Assist grösser zu sein scheint und vermuten lässt, daß man sich mit dem Ding besser hört. Ich habe in der Vergangenheit stationäre Plexiglasscheiben ausprobiert aber fand und finde es immer schwierig im Kontext einer Soul/Funk Band den Schallbecher permanent gerade auf die Scheibe zu richten. Ich würde mir von diesem Selfie Sound mehr Bewegungsfreiheit erhoffen, bei annähernd gleichem Monitoreffekt. Wenn das Gewicht dieses Gadgets das Horn nicht zu kopflastig macht, könnte das eine interessante Alternative. Falls ich mich dazu entschliessen kann, 80 EUR (plus 26 EUR Versand aus Italien (!))für eine Plastikscheibe auszugeben, werde ich einen Kauf wagen und dann hier berichten,

Was machst Du, wenn Du einen Dämpfer brauchst?

Re: Plexiglasscheibe

Verfasst: Donnerstag 29. Juni 2017, 11:04
von Dobs
duden hat geschrieben:Was machst Du, wenn Du einen Dämpfer brauchst?
Ich würde dieses Tool überwiegend in einer lauten Founk & Soul Band einsetzen, da brauchte ich - bisher - noch nie einen Dämpfer. Ansonsten, zumindest ein Straight scheint - den Bildern nach zu urteilen - zu passen, ein kleiner Harmon möglicherweise.

Re: Plexiglasscheibe

Verfasst: Dienstag 6. März 2018, 20:06
von dunbia
Dobs hat geschrieben:Falls ich mich dazu entschliessen kann, 80 EUR (plus 26 EUR Versand aus Italien (!))für eine Plastikscheibe auszugeben, werde ich einen Kauf wagen und dann hier berichten,
hast Du bereits....??
interessierte mich.
Dank und Gruss

Re: Plexiglasscheibe

Verfasst: Mittwoch 7. März 2018, 10:30
von Dobs
Habe ich tatsächlich. Allerdings habe ich es bisher nur im Proberaum ausprobiert. Es funktioniert m. E. relativ gut. Die Reflektion ist natürlich nicht so stark, wie beim Spielen gegen eine vollflächige Plexiglasscheibe, aber ich höre mich in jedem Fall besser. Das Ding macht die Trompete auch nicht kopflastig. Schwierig ist in der Tat Dämpferspiel, also für Big Band m. E. unbrauchbar. Und man muß damit leben, eine alternative Abstell-/Ablegemöglichkeit zu dem typischen Trompetenkegel zu finden. Der K&M Haken, der am Notenständer befestigt werden kann, funktioniert (aber nur bei stabilen Notenständern zu empfehlen, nicht die kleinen dünnen Drahtgestelle). Für jemanden , der sich das Geld sparen möchte, ist so eine Scheibe mit etwas handwerklichem Geschick sicher auch selbst herstellbar.

Re: Plexiglasscheibe

Verfasst: Freitag 9. März 2018, 10:47
von moppes
Hallo,

in Ear-Monitoring in der preiswerten individual Variante?

1: Der Mischer stellt einen Standard-Mix zur Verfügung (i.d.R. alles oder sogar dass, was in der PA nach vorne geht)
2: Man greift sein eigene Signal ab - z.B. hier mit http://www.rolls.com/product.php?pid=PM351
3: mit dem PM351 kann man dann auch das externe Signal aus (1) zumischen und auf die Ohren geben.
Nachteil ist aber, dass der eigene Sound auf den Ohren zwar klar und eindeutig aber halt ungewohlt (effektfrei) ist. Knochentrocken und man hört jeden Fehler ...

Bei mehreren Bläsern kann man dann einen Splitter und einen Kopfhörerverstärker mit mehreren Kanälen verwenden (Der muss halt pro Ausgang ein individual Signal auf Main legen können - können die meisten Geräte).

Grüße
Peter

P.S.: Wir haben bei einer Band mittlerweile die große Lösung mit einem eigenen digitalen Rackmixer, der jeden mit einem Kanal versorgt und wo jeder sich sein Zeug über eine App selbst mischen kann. Ist natürlich teurer als die Lösung oben aber seit dem nicht mal mehr die leisesten Ansätze von Pfeifen oder müden Ohren.