Die grosse Mundstückfrage

Welches wofür / für welchen Zweck

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Flügelhörnchen 1
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Die grosse Mundstückfrage

Beitrag von Flügelhörnchen 1 » Donnerstag 12. August 2010, 21:58

Hallo ihr dem Blechverfallene :D

Ich lese nun schon seit einiger Zeit hier im Forum und habe schon viel interessante und nützliche Infos erhalten.
Nun komme ich aber trotz Suchfunktion nicht recht weiter mit meinem Latein....
Also: Ich habe von meiner besseren Hälfte ein OLDS Ambassador Kornett geschenkt bekommen - ohne Mundstück.
Und nun die Frage aller Fragen: Welches Mundstück??? Muss es unbedingt ein Kornettmundstück sein oder kann ich auch eines meiner Flügelhornm. (Denis Wick 4BFL & J. Klier 3D) nehmen? Vom Schaft her passen Beide. Auch die Bohrung zu einem vergleichbaren Kornettm. würde einigermassen hinkommen .
Manch einer spielt ja auch ein Trompetenm. aber ich bevorzuge doch eher den hornigen Klang .

Meine Frage in Kürze: Muss bzw. sollte es ein Kornettm. sein oder geht auch Flügelhornm.??? Ich sehe ehrlicherweise keinen grossen Unterschied, aber ich bin ja nur ein Flügelhörnchen :) :)

Sag schonmal Danke

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JohnD
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Re: Die grosse Mundstückfrage

Beitrag von JohnD » Donnerstag 12. August 2010, 22:36

Hi, würde sagen, das ist eine Geschmackssache. Irgendwo ist man mit dem Kornett in der Lage, Wanderer zwischen den Welten zu sein.
Als Flügelhornist kommst Du ja mit einem tiefen Mst. zurecht. Generell sollte das Kornett sicherlich ein hornartigeres Mundstück als die Trp. haben. Die Bach Mst. entsprechen übrigens fast Trompetenmst., kann man mal machen, wenn man zu faul ist, auch noch ne Trp. mitzuschleppen.
Wenn Du eines der besseren Olds erwischt hast, geht das Teil auch mit einem relativ gro0en Mst. relativ gut und zielsicher los, habe auch so ein altes Teil. Die Schwankungen in der Bespielbarkeit dieser Modelle sind aber enorm, will damit gar nicht sagen: Jeweils besser oder schlechter. Nur eben recht unterschiedllich.
Die aus den 60ern mit dem Trigger am 3. Zug haben mir am besten gefallen.
Als Bonus erhält man mit den groß gebohrten Olds-Teilen auch noch ein Instrument, das auf Wunsch ziemlich krawallig rüberkommen kann... :D
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Re: Die grosse Mundstückfrage

Beitrag von Sandu » Freitag 13. August 2010, 08:55

Ich würde es doch auch vom Einsatzgebiet abhängig machen.
In was für einer Konstellation benutzt du denn das Kornett?
In einer Brassband hättest du m.M.n. mit einem Flgh-Mundstück Probleme mit der klanglichen Bandbreite.

Willst du es eher individuell einsetzen, dann spiel einfach was Dir gefällt.

Ansonsten kann ich dir nur das Denis Wick 4b (oder 4, wenns tiefer sein soll) Kornettmundstück empfehlen. Ich hatte auch schon davor ein 4BFL fürs Flügelhorn.
Ich glaube, dass dir die Kornettmundstücke immer noch tief genug sind.

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Re: Die grosse Mundstückfrage

Beitrag von FlüTro » Freitag 13. August 2010, 11:11

Man muss sich auch nicht zu sehr auf ein MP fixieren.
Die teuren sind nicht besser als die preiswerten.
2 - 4 MP mit etwas unterschiedlichen Eigenschaften sind auch ein Weg.
Peter

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Re: Die grosse Mundstückfrage

Beitrag von wernertrp » Freitag 13. August 2010, 11:43

Ich komme mit vielen Mundstücken zurecht,
wenn sie in den Bereichen Kesseldurchmesser z.B. Bach 3C bis Schilke 17 liegen.
Kesseltiefe darf nicht zu flach sein.
Die Bohrung darf nicht über 4,0 liegen.
Der Rand darf nicht scharf sein.

(wie auch immer flacher Kessel oder scharfer Rand zu definieren sei ?)
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Re: Die grosse Mundstückfrage

Beitrag von Flügelhörnchen 1 » Freitag 13. August 2010, 13:11

Hallo und danke für Eure Antworten!

Eigentlich bestättigt Ihr ja meine eigenen Überlegungen zum Thema. Werde es erstmal mit den Flügelhornmundstücken probieren, da ich das Kornett ja auch erst ganz kurze Zeit habe. Spielen werde ich es voraussichtlich auch nur so für mich.
Ich glaube nicht,dass ich mit dem Kornett in meinem ökom.Bläserkreis reinpasse. Da ist das Flügelhorn schon besser.
Gebaut ist das Kornett laut Seriennr. (54XXX) anfang der 50er. Einen Trigger hat es nicht - ist ja auch nur das Schülermodel von OLDS , das Ambassador.

Nochmals vielen Dank!!!!!

Grüsse

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Re: Die grosse Mundstückfrage

Beitrag von Nedsolaud » Sonntag 15. August 2010, 20:35

Der Schaftdurchmesser eines Kornettmundstückes ist etwas kleiner als das beim (amerik.) Flügelhorn. Letztlich aber gehört auch das Kornett zu den Hornartigen und 'soll' vom Posthorn abstammen. Von den Mundstücken selbst ist bei meinen JK's die Bohrung 4,4 - 3,6 gleich den Flügelhornmundstücken, ebenso die V-Form.
Der einzige Unterschied den ich erkennen kann ist also der Schaftdurchmesser und somit der Übergang von Mundstück zu Mundrohr, der ja wiederum anders als beim Flügelhorn wie eine Trompetenmundstückzwinge aufgebaut ist und somit dieser Übergang durchaus eine gewisse Rolle für die Intonation spielt.
Sachgemäß muss man also sagen, dass ein Flügelhornmundstück letztlich nicht passt.
Ich kann mich irren, aber mir fällt nichts ein was gegen den Einsatz in einem Bläserkreis, oder PC sprechen sollte. Ich rate oft für Kinder mit einem Kornett anzufangen, da die es leichter halten können und die Töne etwas leichter ansprechen. Ich kenne auch einige Frauen in PC's die lieber Kornett spielen. (Dies natürlich nur wenn Kuhlos Erben nicht kpl. auf trompetenartigen Sound umgestiegen sind und ausgehend von einem B-Kornett.)

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Re: Die grosse Mundstückfrage

Beitrag von Wynton » Montag 16. August 2010, 13:08

Die Spielcharakteristik eines Kornetts unterscheidet sich m.E. von der eines Flügelhorns. Ich habe seinerzeit auf Flügelhorn begonnen, bekam die Trp. dazu und habe mir schließßlich vor 12 Jahren ein Cornet zugelegt. Da gehört schon eine gewisse Einspielzeit dazu. Ich habe auf einem kleinen Kornett-Mundstück begonnen und bin jetzt auf einem Bach 1 Crnt. Die gleiche Größe habe ich auch als Flh.-Ausführung, das sind aber völlig unterschiedliche Mundstücke. Klar, hängt es davon ab, was man möchte. Viele Trompeten-Solos kann man im Verein hervorragend mit einer Kombi Kornett+Flh.Mundstücl spielen und jeder ist begeistert von dem großen Ton. Das Crnt. geht aber erst so richtig ab, wenn man die für sich ideale Größe des Crnt.-Mundstückes gefunden hat. Dann klingt es offen, hell und brillant. Ich frage mich oft, ob ich neben der Trompete das Cornet noch brauche. Spiele ich dann darauf, erhalte ich stets die Antwort. Es ist ein ganz anderer Sound zu dem, was man aus den Vereinen so kennt. Hört man sich die Brass-Bands von der Insel an und bekommt die Kinn-Lade wieder in Normalstellung, ist man sich auch gewiss, dass hier keine Flügelhorn-Mundstücke Schuld an der hellen Brillanz sind.

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