Deutsche Konzerttrompe Kühnl & Hoyer

Welches sind die besten ?

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CATSFreak
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Deutsche Konzerttrompe Kühnl & Hoyer

Beitrag von CATSFreak » Donnerstag 15. November 2018, 14:36

Hallo zusammen,

nachdem ich hier viele interessante Themen "mitnehmen" konnte, möchte ich euch auch mal kurz was zum Lesen mitgeben :mrgreen: :

Letzten Samstag machte ich mich mal wieder auf den Weg nach Burgebrach zum großen "T".
Dort trieb ich mich wieder stundenlang in der Brass-Abteilung rum und erstand auch ein paar Zubehörteile für meine Instrumente (Handschutz, Reinigungsmaterial u.a.).
Als ich mich bei den Flügelhörnern ausgetobt hatte (das Schilke Perinet-FH hat mich tatsächlich beeindruckt), wollte ich fast schon gehen, als ich noch einen Schlenker zu den "Brezen" machte.
Zielsicher, wie nur ich es kann, griff ich, bei ca. 15 verfügbaren Modellen, natürlich sofort zur teuersten Variante, die dort nicht weggeschlossen standen.

Eine Kühnl & Hoyer Orchestra 1105 Trompete.

Ich spielte die ersten Töne und... Wow!!! Was für ein Klang; dabei eine Leichtigkeit des Spielens, die ich noch nicht mal von meiner B1 kannte.
Kurzum, ich war total geplättet und ernsthaft versucht, mein Konto für dieses wunderbare Stück Musikinstrumentenbau-Handwerk zu plündern.

Anscheinend werde ich aber erwachsen :narr: :narr: und daher hat -diesmal- die Vernunft gesiegt.

Ich bin interssiert, ob andere Leute diese Trompete auch schon gespielt haben (oder ihr Eigen nennen) und wie sie damit zurecht kommen.
Ich freue mich auf einige interessante Erfahrungsberichte.

Viele Grüße
Markus
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RFaust
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Re: Deutsche Konzerttrompe Kühnl & Hoyer

Beitrag von RFaust » Donnerstag 15. November 2018, 15:25

Hallo Markus,

ich habe eine K & H B-Trompete Modell 6010 als Zweitinstrument neben meiner Bach Strad. Mt. Vernon. Sie wird eigentlich nur benutzt wenn vom Dirigenten ausdrücklich eine Brezel verlangt wird. Klang und Spielbarkeit sind nicht so dolle. Habe aber auch keinen Cent für das Horn ausgegeben, deswegen ist das OK.

Die von Dir angespielte Kühnl & Hoyer Orchestra 1105 kostet beim großen TH allerdings etwa das Doppelte meiner 6010. Das sollte man dann auch merken... :)

Gruß Reinhard
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Re: Deutsche Konzerttrompe Kühnl & Hoyer

Beitrag von CATSFreak » Dienstag 20. November 2018, 07:56

Hallo Reinhard,

vielen Dank für deine Rückmeldung!
Wenn das Horn nix kostet, kann man ja gern ein paar Abstriche machen... :D

Deinen letzten Satz unterschreib ich voll und ganz!

Gruß
Markus
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Re: Deutsche Konzerttrompe Kühnl & Hoyer

Beitrag von blechfan » Dienstag 20. November 2018, 12:10

RFaust hat geschrieben:
Donnerstag 15. November 2018, 15:25
Die von Dir angespielte Kühnl & Hoyer Orchestra 1105 kostet beim großen TH allerdings etwa das Doppelte meiner 6010. Das sollte man dann auch merken... :)
Damit nicht jeder beim T. nachsehen muss: Das schöne Teil kostet immerhin 3.929 Euronen ohne C-Klappe o.ä.
Da darf man schon guten Gewissens ein bisschen Gegenleistung erwarten ...

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Re: Deutsche Konzerttrompe Kühnl & Hoyer

Beitrag von Trumpetzky » Dienstag 20. November 2018, 14:40

Ich hatte die Trompete bei Votruba in Wien angespielt, parallell dazu die "Fantastic" sowie die hauseigene Drehventil im Rohzustand. Mundstück wurde mein gewohntes Breslmair G3 verwendet.
Letzten Endes wäre die Entscheidung zugunsten der Votruba ausgefallen, da die K&H fürs "österreichische Ohr" einfach spielerisch und klanglich nicht besser war, als die Votruba.
Preislich wäre die rohe Votruba sogar günstiger gewesen, vergoldet nur geringfügig über der K&H.

Wenn ich mich derzeit für eine preis/leistungsmäßig interessante Drehventil entscheiden müsste, würde ich aktuell die Schagerl Salzburg in versilbert kaufen.

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Re: Deutsche Konzerttrompe Kühnl & Hoyer

Beitrag von guenni » Montag 24. Dezember 2018, 12:45

Hallo,
ich habe die Trompete ebenfalls bei T. angespielt und mir erging es ganz ähnlich.
Klingt und spielt sich perfekt.
Wenn der extzrem hohe Preis nicht wäre hätte ich schon zugegriffen.
Grüße Guenni
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Re: Deutsche Konzerttrompe Kühnl & Hoyer

Beitrag von 17Gold » Dienstag 25. Dezember 2018, 22:13

@Trumpetzky

Das würde ich gerne wissen wieso, ich besitze eine Schagerl Hans Gansch Heavy vergoldet und die Schagerl Salzburg lackiert und ich verabscheue die Salzburg jedes mal mehr wenn ich sie in die Hand nehme....
Stimmung ist richtig super, ansprache auch aber der Klang ist nur ok und das persönliche Spielgefühl ist ein Krampf... grade ein brauchbares C3 spielbar, auf meiner Hans Gansch geht ein lockeres F3 und der Lack blättert an den griffstellen nach spätestens 5Jahren schon ab
Meine Wahl wäre der lokale Instrumentenbauer, sei es Dowids, Oberrauch, Lechner da bekomm ich ein Maßgeschneidertes rohes Instrument um 2800€

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Re: Deutsche Konzerttrompe Kühnl & Hoyer

Beitrag von Trumpetzky » Donnerstag 27. Dezember 2018, 07:49

Meine Einschätzung der Salzburg bezieht sich auf den direkten Vergleich der vorhandenen Instrumente im Hause. Und da konnte ich (bin aber wirklich nur ein Amateur unterster Güte) keine Unterschiede feststellen, die den signifikanten Mehrpreis gerechtfertigt hätten - wobei ich mich der Vollständigkeit halber auf das versilberte Modell eingeschossen habe. Der Klang der Lackierten ist nicht so gut.

Den direkten Vergleich mit Mitbewerbern habe ich nicht angestellt, weil auch keine zur Hand waren. Ich finde, dass die Salzburg keine schlechte Trompete ist, und wenns Probleme damit gibt (Thema Lack) kann man das mit Schagerl sicher ansprechen und in einer kundenfreundlichen Art und Weise klären.

Ich finde sie nach wie vor gut (wenngleich nicht so gut wie meine Drehventil, die NICHT von Schagerl ist), und auch die neuen "Salzburg" Flügelhörner können sich preis/leistungsmäßig sehen lassen. Das ist solides Material zu einem vernünftigen Preis. Profi-Equipment ist es nicht, und will es auch nicht sein. Derartige Vergleiche sind mMn verzerrend für die Qualität in diesem Segment.

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Re: Deutsche Konzerttrompe Kühnl & Hoyer

Beitrag von gozilla » Donnerstag 27. Dezember 2018, 20:18

Mal so ungefiltert meine Gedanken...
...ich hatte eine sehr gute Schagerl Salzburg... aber ich hab sie verkauft, warum ? Weil ich kaum mehr eine Einsatzmöglichkeit dafür habe/hatte., ich muss nirgends mehr für eine Stelle vorspielen, Spiele kein Landes oder höherwertiges Blasorchester und die paar Kirchen und sakralen Mucken kann ich auch auf Pumpe Spielen.
So ... die Salzburg ist eine sehr preiswürdige DV Trompete und macht alles was sie tun soll. In meinem Fall mit einem Frate oder einer Breslmair Kombi sehr Allround spielbar.
Gut es mag bessere Trompete geben , die aber dann leicht etwa 1000 Euro mehr kosten. Wie man an der K&H sieht um die es hier geht auch solche aus Serienfertigung. Ok Kühnl macht alles in D und die Trompete soll ( Vorsicht Hören Sagen) sehr gut sein, aber kaum ein Profi spielt sie. Warum nun die Spielen gerade eher Weimann höherpreisige Schagerl oder Oberrauch oder in Wien auch gerne Lechner . Samt den ganzen Studenten die auch mal in einem höherwertigen Orchester Spielen wollen.
Alle Folgen einem Trend egal ob sie wollen oder nicht weil ja der Satz dann nicht mehr klingt oder der Prof sagt man soll doch zu diesem oder jenem Modell greifen und am Besten noch zu diesem und jenem Mundstück.
Aber ...es gibt sehr gute Trompeter die auf der Homepage als Endorser stehen und ganz was anderes Spielen und solche wie Kollege Schoch der bestimmt Schagerl Spielen sollte aber dennoch seine (vermurkste) Thein spielt...
So genug blabla ... jeder kann und soll wie er will und was er bereit ist zu Zahlen. Der Kollege weiter oben mit der Gansch Heavy auf der das f3 von alleine kommt genauso wie der ältere Kollege von letztem Sonntag der sich eben eine vergoldete Weimann Passion gönnt und gerade so ein g2 rausbekommt.
Aber der Trompeter hinter dem Instrument macht die Musik
In diesem Sinne
Besinnliche Tage nach Weihnachten und einen guten Rutsch
G

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Re: Deutsche Konzerttrompe Kühnl & Hoyer

Beitrag von Blas! » Sonntag 30. Dezember 2018, 07:17

gozilla hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 20:18
(...) und solche wie Kollege Schoch der bestimmt Schagerl Spielen sollte aber dennoch seine (vermurkste) Thein spielt (...)
Wieso „vermurkst“? :Hä:

Grüße
Blas!

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Re: Deutsche Konzerttrompe Kühnl & Hoyer

Beitrag von Knutblech » Sonntag 30. Dezember 2018, 13:20

Blas! hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 07:17
gozilla hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 20:18
(...) und solche wie Kollege Schoch der bestimmt Schagerl Spielen sollte aber dennoch seine (vermurkste) Thein spielt (...)
Wieso „vermurkst“? :Hä:

Grüße
Ggf. ist das ein nicht ganz wertfreier Hinweis auf den Umstand, dass eine Thein-Trompete "woanders" umgebaut wurde.
Denn:
'Wer Thein-Trompeten nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in Klang bringt, wird...... '

Ich stelle es mir vor, weiß es aber nicht besser.

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Re: Deutsche Konzerttrompe Kühnl & Hoyer

Beitrag von Trumpetjörgi » Sonntag 30. Dezember 2018, 18:08

Knutblech hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 13:20
Denn:
'Wer Thein-Trompeten nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in Klang bringt, wird.....
Mir wurde von den Bamberger Philis gesagt: „Thein, das laß sein..!“ :narr:

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Re: Deutsche Konzerttrompe Kühnl & Hoyer

Beitrag von Blas! » Montag 31. Dezember 2018, 11:38

Trumpetjörgi hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 18:08
Knutblech hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 13:20
Denn:
'Wer Thein-Trompeten nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in Klang bringt, wird.....
Mir wurde von den Bamberger Philis gesagt: „Thein, das laß sein..!“ :narr:
Dein Wahlspruch ist doch eher: „Bist Du schlau, Mann, spiel Baumann!“, gell?

:licht:
Blas!

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Re: Deutsche Konzerttrompe Kühnl & Hoyer

Beitrag von gozilla » Montag 31. Dezember 2018, 19:24

Blas! hat geschrieben:
Sonntag 30. Dezember 2018, 07:17
gozilla hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 20:18
(...) und solche wie Kollege Schoch der bestimmt Schagerl Spielen sollte aber dennoch seine (vermurkste) Thein spielt (...)
Wieso „vermurkst“? :Hä:

Grüße
Sorry Blas habs erst gerade gelesen...
nun aktuell Silvesterkonzert spielt er wohl eher eine Schagerl
Aber die einigen Male die ich Ihn live gesehen und gehört habe immer die Thein...von der Nähe betrachtet kann ich mir nicht vorstellen das ein Ding mit so viel Ringen und Klappen und Stützen irgendwie Klingen kann . Leicht schon gar nicht.
Grüße und guten Rutsch
G

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Re: Deutsche Konzerttrompe Kühnl & Hoyer

Beitrag von vand » Montag 31. Dezember 2018, 20:04

gozilla hat geschrieben:
Montag 31. Dezember 2018, 19:24

nun aktuell Silvesterkonzert spielt er wohl eher eine Schagerl
Aber die einigen Male die ich Ihn live gesehen und gehört habe immer die Thein...von der Nähe betrachtet kann ich mir nicht vorstellen das ein Ding mit so viel Ringen und Klappen und Stützen irgendwie Klingen kann . Leicht schon gar nicht.
Grüße und guten Rutsch
G
Hallo,

André Schoch spielt Thein B und C, und seit längerer Zeit statt der Thein B eine Ricco Kühn T053 B, keine Schagerl.

Klangbeispiele, auch mit "vermurkster" Thein:

-> https://www.youtube.com/watch?v=1BRXfQ89vgs

-> https://www.youtube.com/watch?v=cHLm--7vt84

Einen guten Rutsch.

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