Günstig vs Teuer

Welches sind die besten ?

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Teebeutel
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Günstig vs Teuer

Beitrag von Teebeutel » Samstag 18. August 2018, 19:37

Hallo liebe Trompetengemeinde :gut:

Ich wollte mal Fragen wo in etwa der Unterschied liegt bei teureren Trompeten und günstige :Hä: Bei Saiteninstrumenten ist es die Verarbeitung, Holz, Klang etc. ist das vergleichbar mit Trompeten?

Ich frage deswegen so doof weil ich eine Yamaha 4335 GII besitze. Angespielt habe ich noch die Jupiter 700 und die Yamaha 3335. Mittlerweile kann ich ganz gut tröten und war wegen einer kleinen Reparatur in einem Laden die auch mehrere Trompeten zur Auswahl hatte. Da habe ich dann zwei Instrumente zwischen 2000 und 2500 € angespielt um zu vergleichen.

Also die Verarbeitung war gut aber ich würde das glaube ich nicht erkennen ob die jetzt günstig oder teuer ist. Auch der Ton war in etwa gleich. Jedoch kam ich leichter in die Höhe. Ich musste mich weniger anstrengen und der Ton saß. Da habe ich mich schon gewundert. Ist das zu erklären mit dem hohen Preis? Einfach bessere Verarbeitung und dadurch einen bessere Intonation? Oder hatte ich nur einen guten Tag :Hä:
Kann man das pauschal sagen warum die eine 2200 € kostet und die andere 600 € ???

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Re: Günstig vs Teuer

Beitrag von orlando_furioso » Samstag 18. August 2018, 20:59

Kann man:
  • Teureres Material
  • bessere Verarbeitung
  • Anteil an Handarbeit
  • Seriengenauigkeit
Inzwischen lassen auch namhafte Hersteller ihre Schülertröten in China vom Band fallen. Machen vielleicht noch ein bisschen mehr Kontrolle als der ebay-Musikhändler mit seinem Eigenimport, der dann genau dasselbe Instrument sein kann unter NoName oder "Musikhaus-Eschbronn" -Branding.

Bei den richtig teuren Dingern ist die Verarbeitung und das Material viel hochwertiger und die Fertigungstoleranzen sind sehr eng gesetzt. Wenn mal der Bus über deine "Bobby-Shew" fährt holste dir ne neue und bläst damit exakt wie mit der Alten.

Und – keine Frage – du bezahlst den Namen natürlich mit!
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Re: Günstig vs Teuer

Beitrag von inspired » Sonntag 19. August 2018, 10:45

Das hat natürlich dann auch direkten Einfluss auf die Haltbarkeit, Intonation, Ansprache usw.
Ein netter Nebeneffekt ist auch, dass man bei einem handgefertigten Instrument oft bei der Abstimmung des Instruments noch mitreden oder das Instrument eben konfigurieren kann.
Nicht im Sinne von "lieber vergoldet statt versilbert" (das geht ja quasi überall) sondern mehr vom Spielgefühl, z.B. das Mundrohr anpassen lassen o.ä.
Aber klar, optische Tweaks sind auch immer drin, genau so wie Funktionales (Wasserklappen, Trigger am Stimmzug, etc.)
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Re: Günstig vs Teuer

Beitrag von Teebeutel » Sonntag 19. August 2018, 12:24

Danke für die Info. Dann spare ich mal auf ein höherwertiges Modell hin. Leider weiß ich jetzt nicht mehr welche Trompete ich angespielt hatte aber wenn ich das Geld zusammenhabe fahre ich dort nochmal hin. Die Intonation war schon Klasse, das war ein leichteres und offeneres Spielgefühl im direkten Vergleich mit meiner wo ich dann schon zugeben muss das es den Preis rechtfertigt. Aber ein Instrument zwischen 2000 und 2500 € holt man ja nicht mal kurz eben so, daher muss ich erstmal was zurücklegen und nochmal in der Preisklasse ein paar ausprobieren.

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Re: Günstig vs Teuer

Beitrag von orlando_furioso » Sonntag 19. August 2018, 17:21

Wenn du so viel Geld ausgeben willst kann ich dir nur raten zu einem deutschen Instrumentenbaumeister zu gehen und dir eine machen zu lassen. Da bist du deutlich günstiger als die teuren "Signature"-Teile aus Japan, bekommst genau das was du brauchst – und vor allem: du lernst sooooooo viel über dein Instrument und über Mundstücke! Gerade beim ersten Mal ist das ein Prozeß, der eine ganze Weile dauert. Ich habe damals beim 1. Mal einen ganzen Tag beim Instrumentenbauer verbracht, dann zwei Wochen den Rohling geblasen, dann noch die Details abgeklärt (den ersten Rohling hatte ich sogar wieder zurück gebracht und wir hatten nochmal geändert). Das war eine wirklich intensive Zeit. Und wenn man einmal durch diese "Schule" gegangen ist dann geht es mit der nächsten (oder dem Flügi oder dem Cornet oder...) natürlich viel schneller. Denn einmal Custom immer Custom. Und das schöne ist: So ein Custom-Horn hat wenn überhaupt einen sehr geringen Wertverlust!

Wo wohnst du? Es gab mal eine Karte des fleißigen TF-Mitglieds Moffel mit den ganzen Trompetenbauern (https://www.trompetenforum.de/TF/viewto ... te#p254150) aber die ist irgendwie gerade runter vom Netz.
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Re: Günstig vs Teuer

Beitrag von Teebeutel » Sonntag 19. August 2018, 17:59

Das klingt natürlich sinnvoll. Ich wohne in Niedersachsen - Göttingen. Wenn ich ehrlich bin habe ich keine Ahnung wo Instrumentenbauer so sind da ich immer sozusagen an die Musikläden mit den gängigen Modellen denke.

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Re: Günstig vs Teuer

Beitrag von TrompetenKäfer » Montag 20. August 2018, 08:24

Wenn ich sehr viel Geld (>2500€) ausgebe, dann kaufe ich kein Instrument von der Stange, sondern lasse es mir vom Handwerksmeister auf den Leib schneidern. Das ist meine Meinung.

Wenn ich von der Stange kaufe, dann hört sich das mMn bei ca. 1000€ auf; das ist die Grenze, wo man sehr gute Instrumente bekommt -> Kühnl & Hoyer Sella, Topline, B&S Challenger I, Yamaha YTR 4335 GII & Co.
Da hat man wirklich alles, was man braucht, ohne dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen.

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Re: Günstig vs Teuer

Beitrag von inspired » Montag 20. August 2018, 13:15

Was bedeutet: "...Mittlerweile kann ich ganz gut tröten..."
Dir ein Meisterinstrument maßschneidern lassen braucht auch die nötige spielerischer Erfahrung, damit du weißt in welche Richtung das Instrument nachher gehen soll.
(Ansprache, Widerstand, Klang, etc.) Von der Stange ist das einfacher. Nachdem man sich auf ein Modell eingschossen hat spielt man einfach mehrere Modelle der gleichen Baureihe probe und nimmt dann das "passende". Bei einer Anfertigung musst du konkret wissen was dir gefällt/nicht gefällt und das dem Instrumentenbauer auch vermitteln. Sonst setzt du unter Umständen nachher viel Geld in den Sand.
Und dann sollte man auch nicht vergessen, dass es bei den Schülerinstrumenten bereits durchaus gute Instrumente gibt die länger als nur 1,2 Jahre "halten" (Spielerisch, so wie auch vom Material her zwecks Zinkfraß oder sonstiges).
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Re: Günstig vs Teuer

Beitrag von orlando_furioso » Montag 20. August 2018, 19:01

@inspired: Im Prinzip hast du recht, aber ein ehrlicher Instrumentenbauer – der dir nicht nur schnell ne Kanne schrauben will, sondern dich dauerhaft als Kunden haben will – wird dich auch dahingehend beraten und dich vielleicht erst nochmal nach Hause schicken mit der Aufgabe dir die wichtigen Gedanken zu machen ...

Von den 5/6 mit denen ich bisher Kontakt hatte (ganz zu schweigen von meinem Trompetenschnitzer) habe ich diesen Eindruck!
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Re: Günstig vs Teuer

Beitrag von inspired » Montag 20. August 2018, 19:21

orlando_furioso hat geschrieben:
Montag 20. August 2018, 19:01
@inspired: Im Prinzip hast du recht, aber ein ehrlicher Instrumentenbauer – der dir nicht nur schnell ne Kanne schrauben will, sondern dich dauerhaft als Kunden haben will – wird dich auch dahingehend beraten und dich vielleicht erst nochmal nach Hause schicken mit der Aufgabe dir die wichtigen Gedanken zu machen ...

Von den 5/6 mit denen ich bisher Kontakt hatte (ganz zu schweigen von meinem Trompetenschnitzer) habe ich diesen Eindruck!
Das Stimmt, wenn er fair ist und wert auf Kundenbindung legt wird das wohl so ablaufen. :gut:
Zumindest bei den Instrumentenbauern die ich so kenne habe ich den selben Eindruck.
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