Getzen 300 Elkhorn von 1991 - Ventile hängen

Welches sind die besten ?

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akkordschrammler
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Getzen 300 Elkhorn von 1991 - Ventile hängen

Beitrag von akkordschrammler » Donnerstag 26. April 2018, 15:40

Hei Leute,

versuch hier auch mal mein Glück. Ich habe mir gebraucht vor längerer Zeit eine Getzen 300 mit Seriennummer K137058 gekauft. Als Öl habe ich aktuell Hetmann 1 in Gebrauch.

Was mich zum Wahnsinn treibt: Die Trompete ist so dicht, dass sich sehr leicht ein Unterdruck erzeugen lässt, d.h. die Perinet-Ventile hängen oder gehen nur sehr langsam wieder nach oben. Besonders bei Legato-Stellen ein Graus. Stellt sich besonders gerne ein, wenn man die Trompete länger als eine halbe Stunde lang spielt.

Kann man da selbst irgendetwas machen, um diesen Zustand zu verbessern? Ich habe mal andere Federn ausprobiert, aber habe leider keine passenden gefunden. Vielleicht würde eine Erhöhung der Federstärke ja schon helfen.

Andere Frage: Kann da ein Instrumentbauer oder Trompetendoc für kleines Geld was machen, um das Ventilhängen abzustellen?

Die Tröte treibt mich noch in den Wahnsinn. Mir gefällt aber der Klang, ich würde sie gerne weiter spielen.

Grüße
Akkordschrammler

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Trumpetjörgi
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Re: Getzen 300 Elkhorn von 1991 - Ventile hängen

Beitrag von Trumpetjörgi » Donnerstag 26. April 2018, 17:39

Ich frag jetzt einfach mal, auch wenn Du mich für blöd hälst:
1.) Ventilkolben und Ventilgehäuse sind saubergemacht?
2.) Hängt irgendwo Kalk, bei einem 27Jahre alten Instrument nichts ungewöhnliches, also entkalken (Zitronensäure).
3.) Hetman funktioniert IMHO nicht überall gut; probier mal das blaue original Getzenöl.
4.) Doch irgendwo kleine Traumata (Verletzungen) im Bereich des Kolben oder des Ventilgehäuses?

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Re: Getzen 300 Elkhorn von 1991 - Ventile hängen

Beitrag von akkordschrammler » Donnerstag 26. April 2018, 18:58

Trumpetjörgi hat geschrieben:Ich frag jetzt einfach mal, auch wenn Du mich für blöd hälst:
1.) Ventilkolben und Ventilgehäuse sind saubergemacht?
2.) Hängt irgendwo Kalk, bei einem 27Jahre alten Instrument nichts ungewöhnliches, also entkalken (Zitronensäure).
3.) Hetman funktioniert IMHO nicht überall gut; probier mal das blaue original Getzenöl.
4.) Doch irgendwo kleine Traumata (Verletzungen) im Bereich des Kolben oder des Ventilgehäuses?
1.) ist gemacht
2.) Kalk ist im Trichter, hab schon die ganze Tröte über Nacht in Spülwasser eingelegt und mit essigsäure ausgespült, ging nicht alles weg, aber Perinetkolben und Ventilgehäuse sehen sauber aus
3.) Wie heißt das blaue Getzenöl? Wo bekommt man das?
4.) Traumata und Verfärbungen (dunkle Flecken) sind auf den Kolben vorhanden, haben also Belege und vereinzelt Unebenheiten, aber mein Ultraschallbad von Lidl bringt die Verfärbungen nicht weg

Was kann ich tun? Es ist davon auszugehen, dass wohl noch auf der Oberfläche Sachen vorhanden sind, die da nicht hingehören.

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Trumpetjörgi
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Re: Getzen 300 Elkhorn von 1991 - Ventile hängen

Beitrag von Trumpetjörgi » Freitag 27. April 2018, 19:20

Ad 3: http://www.blasinstrumentemetzger.de/de ... rticle/445
Ad 4: ggf. Instrumentenbauer Deines Vertrauens.

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Re: Getzen 300 Elkhorn von 1991 - Ventile hängen

Beitrag von Fanfaristico » Freitag 27. April 2018, 21:15

Evtl. benutzt du das falsche Öl. Das Hetman 1'er ist eigentlich für neue Maschinen gedacht.
Deine Getzen ist der Seriennummer nach aus 1991, also dürfte schon etwas Abnutzung vorhanden sein.
Hier könnte das Hetman 2 oder 3 eine Verbesserung bringen.
Bei meiner Bach aus 1983 war es so und die ist auch noch dicht.

Gruß
fanfaristico

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Re: Getzen 300 Elkhorn von 1991 - Ventile hängen

Beitrag von Knutblech » Samstag 28. April 2018, 18:02

Ist es nicht so, dass die alten Getzen noch kein Monel hatten?
Wenn da die typische Getzen-Oberfläche mal aufsteht, ist das Thema schwieriger zu behandeln....

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Re: Getzen 300 Elkhorn von 1991 - Ventile hängen

Beitrag von akkordschrammler » Sonntag 29. April 2018, 13:42

Fanfaristico hat geschrieben:Evtl. benutzt du das falsche Öl. Das Hetman 1'er ist eigentlich für neue Maschinen gedacht.
Deine Getzen ist der Seriennummer nach aus 1991, also dürfte schon etwas Abnutzung vorhanden sein.
Hier könnte das Hetman 2 oder 3 eine Verbesserung bringen.
Bei meiner Bach aus 1983 war es so und die ist auch noch dicht.
Ich hatte schon Hetmann 2 in Gebrauch und bin dann auf 1 umgestiegen: Leichte Verbessserung des Verhaltens. Beim Vergleich meiner Getzen mit der Kraslice Trompete meines Trompetenlehrers haben wir festgestellt, dass die Getzen sehr dicht ist. Dichter als die Trompete meines Lehrers. Das Problem ist nicht, dass die Trompete undicht ist, eher im Gegenteil, die ist so dicht, dass man zu oft einen Unterdruck erzeugen kann, der die Ventile schwergängig macht.

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Re: Getzen 300 Elkhorn von 1991 - Ventile hängen

Beitrag von akkordschrammler » Sonntag 29. April 2018, 13:43

Knutblech hat geschrieben:Ist es nicht so, dass die alten Getzen noch kein Monel hatten?
Wenn da die typische Getzen-Oberfläche mal aufsteht, ist das Thema schwieriger zu behandeln....
Meine hat bestimmt kein Monel, sondern Nickel.

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Re: Getzen 300 Elkhorn von 1991 - Ventile hängen

Beitrag von akkordschrammler » Sonntag 29. April 2018, 13:53

Trumpetjörgi hat geschrieben:Ad 3: http://www.blasinstrumentemetzger.de/de ... rticle/445
Ad 4: ggf. Instrumentenbauer Deines Vertrauens.
War ja auch Teil meiner Fragestellung: Kann ein Instrumentenbauer bei den Perinet-Ventilen, die Oberflächen behandeln, so dass man eine Besserung erzielen kann? Ist eine solche Behandlung kostspielig? Oder reichen dafür 50,- Euro? Meine Tröte hat mir bei Ebay 160,- Euro gekostet. Größere Summen möchte ich da nicht reinstecken. Die Getzen 300 gilt immer noch als billig verarbeitets Anfängerinstrument. Wenn die Kosten zu hoch sind, muss ich mir überlegen, ob es nicht schlauer ist, sich eine komplett neue Trompete zu kaufen.

Hatte gestern Konzert und keinen einzigen Hänger der Ventile. Am Nachmittag davor, habe ich alle Perinets rausgezogen und komplett von oben bis unten eingeölt. Waren auch wenig Legatostellen im Konzert. Es gab aber welche, die haben dann aber funktioniert. :roll:

Danke für den Öl-Link, wenn das Öl so schwer und nur bei einem einzigen Händler zu bekommen ist, dann sollte ich evtl. bei Hetman bleiben. Bevor ich dann eines Tagen da stehe und kein Öl mehr bestellen kann.

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Re: Getzen 300 Elkhorn von 1991 - Ventile hängen

Beitrag von schattie280 » Montag 30. April 2018, 06:45

Moin,

ja, das lässt sich richten.

Gruß,
Schattie
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Re: Getzen 300 Elkhorn von 1991 - Ventile hängen

Beitrag von brassfrend » Montag 30. April 2018, 11:13

Hallo!
Ich würde an Deiner Stelle eine Werkstatt Deines Vertrauens darauf schauen lassen. Hängende Ventile würden mich auch kolossal nerven.
Im übrigen, von wegen "gilt als billig verarbeitetes Anfängerinstrument"- bei wem? Ich kenne gute Trompeter, die seit Jahrzenten auf ihren 300er Getzen spielen und die keine Veranlassung hatten, sich ein neues Instrument zu kaufen. Bei mir ist das Image der Kanne daher deutlich höher angesiedelt, solide und sehr gutes Preis/Leistúngsverhältnis! Wem Klang und Ansprache passen, der Kann damit lange glücklich sein.
Beste Grüße
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Re: Getzen 300 Elkhorn von 1991 - Ventile hängen

Beitrag von ttrumpett » Donnerstag 26. Juli 2018, 15:52

@Akkordschrammler
Hallo
Du erwähnst in Deinem Beitrag mehrmals die Formulierung
"Unterdruck' und "zu dicht"
Wo soll denn dieser Unterdruck Deiner Meinung und der Meinung Deines Lehrers nach entstehen?
Der untere Ventildeckel hat ja ein (Luft?) Loch .
Und auch sonst wüsste ich nicht wo Unter oder Überdruck entstehen soll ausser beim Rausziehen oder einschieben von Zügen, was ja aber mit den Ventilen nichts zu tun hat

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Re: Getzen 300 Elkhorn von 1991 - Ventile hängen

Beitrag von ttrumpett » Donnerstag 22. November 2018, 15:54

Komisch, nie ne antwort gekriegt...... :roll:
War diese FRage so dämlich?? :Hä:
Dann sagts mir bitte!!

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Re: Getzen 300 Elkhorn von 1991 - Ventile hängen

Beitrag von Hobbyspieler » Samstag 24. November 2018, 17:43

ttrumpett hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 15:54
Komisch, nie ne antwort gekriegt...... :roll:
War diese FRage so dämlich?? :Hä:
Dann sagts mir bitte!!
Ich nehme mal an, dass der Kollege und sein "Lehrer" das selbst nicht wissen.
akkordschrammler hat geschrieben:
Sonntag 29. April 2018, 13:42
Beim Vergleich meiner Getzen mit der Kraslice Trompete meines Trompetenlehrers haben wir festgestellt, dass die Getzen sehr dicht ist. Dichter als die Trompete meines Lehrers
Ich denke, dieser Satz beantwortet Deine Frage sehr gut :ironie:

Bin mir nicht sicher, aber kann es sein, dass Instrumente aus Kraslice in Trompetenlehrerkreisen weit verbreitet sind ?

Und jetzt mal ohne Ironie, habe den Verdacht, dass die Trompete vielleicht etwas älter und aus den 80igern stammt.

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Re: Getzen 300 Elkhorn von 1991 - Ventile hängen

Beitrag von akkordschrammler » Donnerstag 3. Januar 2019, 19:37

ttrumpett hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 15:54
Komisch, nie ne antwort gekriegt...... :roll:
War diese FRage so dämlich?? :Hä:
Dann sagts mir bitte!!
Nein, aber ich habe den Thread eigentlich als erledigt betrachtet. Das mit dem Unterdruck ist meine persönliche Einschätzung und Erfahrung. Zu meinem damaligen Lehrer schweige ich lieber. YouTube ist mir inzwischen lieber. Ich spiele das Teil immer noch, wieder mit Hetmann 2 und öle einfach häufiger. Das hilft meistens zu gefühlten 80 Prozent.

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