Trompete bis 1000 € die Anfängerfrage

Welches sind die besten ?

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Wolfram
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Re: Trompete bis 1000 € die Anfängerfrage

Beitrag von Wolfram » Montag 19. Juni 2017, 20:40

Fama hat geschrieben:Sorry Wolfram.
Aber das mit China stimmt nicht, es ist Indonesien. Habe die Info von einem Musikhausinhaber der kürzlich im Atelier in Hamburg war.
Und Hand auf's Herz - ich denke dass ich mich doch einwenig auskenne, aber an der 3535 sind mir 0 - in Worten null - verarbeitungstechnische oder
Intonationsmängel aufgefallen...
Hallo Fama,
Dann schau mal bei TH. auf die Detail Fotos. Auf der Rückseite der Maschinen ist bei beiden Modellen sehr deutlich "Made in China" zu lesen.
Ich denke nicht, dass TH veraltete Fotos reinstellt.
YTR-4335GII
Bild
https://thumbs4.static-thomann.de/thumb ... 76_800.jpg
YTR-3335
Bild
https://bdbo1.thomann.de/thumb/bdb2500/ ... 330429.jpg

Ich habe persönlich über 10 Jahre mit den chinesischen Fabriken zusammen gearbeitet, war in Shanghai auf der Messe und habe auf meinen Fahrten durch China alle kennen gelernt... Für mich gäbe es keinen Grund unbedingt eine Schüler Trompete aus dem unteren Preissegment von Yamaha zu wählen. Zugegeben... es Bedarf Fachkenntnis und Erfahrung um die Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zu erkennen. Ich finde es nur immer erschreckend wie stur nur an einer Marke festgehalten wird, wenn es auf dem Markt doch so viel gleichwertige Alternativen gibt... und oft zu günstigeren Konditionen.

Übrigens: Ich habe nicht geschrieben, dass an den Yamaha Instrument etwas mindertwertig und/oder schlecht ist.
Ich finde die Jupiter Trompeten besser, weil sie handwerklich besser gemacht sind als die Einsteiger Instrumente aus China.
Meine Empfehlung geht deshalb dazu lieber 100 Euro in die Reparatur zu investieren, als ein neues aber minderwertigeres Instrument zu kaufen.
LG Wolfram
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Re: Trompete bis 1000 € die Anfängerfrage

Beitrag von Fama » Dienstag 20. Juni 2017, 06:29

Und ich dachte mir schon, das Teil das ich in Händen hielt sah etwas anders aus als auf den Bildern von dir...
Da gibt es offenbar ein Upgrade.
Ich werde, zumal die mir noch ein Mundstück für das Flgh ausständig sind, ein Bild machen, auch von der hohlgebohrten Schraube.

Wolfram, eines widerspricht sich hier, oder lese ich das falsch?
Übrigens: Ich habe nicht geschrieben, dass an den Yamaha Instrument etwas mindertwertig und/oder schlecht ist.

Meine Empfehlung geht deshalb dazu lieber 100 Euro in die Reparatur zu investieren, als ein neues aber minderwertigeres Instrument zu kaufen....
Die Jupiter - Pumpe, auf der sich eine junge Trompeterin bei uns 2 Jahre rumgequält hat, war grausam.
ICh habe für sie dann eine Kühnl Drehventilerin angeschafft.

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Re: Trompete bis 1000 € die Anfängerfrage

Beitrag von TrompetenKäfer » Dienstag 20. Juni 2017, 21:58

Wenn man sie noch wo kriegt: Roy Benson Charlie Green Signature - DAS nenn ich mal ein unbeachtetes, unterschätztes Horn.
Bei uns in der Musikschule laufen 3 Stk. davon, eine davon ist jetzt mit dem Schüler in den Verein gewandert. Das Teil geht richtig gut ab, ist zwar etwas auf der hellen Seite, aber das Schadet im 50 Mann Orchester auch nicht ;) ;)

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Re: Trompete bis 1000 € die Anfängerfrage

Beitrag von Fama » Mittwoch 21. Juni 2017, 09:58

Meine Entschuldigung an Wolfram, denn er lag richtig, ich saß einer Falschinformation auf (so sad :wink:)
Das ist die YTR3335. Sie wird aber nicht in Indonesien gebaut sondern in unserer Fabrik in Shiaozan in China.
Das ist eine Yamaha Fabrik mit Japanischen Ingenieuren und Technikern
Dennoch ein super Horn.

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Re: Trompete bis 1000 € die Anfängerfrage

Beitrag von Hobbyspieler » Samstag 24. Juni 2017, 22:46

Wolfram hat geschrieben:Meine Empfehlung geht deshalb dazu lieber 100 Euro in die Reparatur zu investieren, als ein neues aber minderwertigeres Instrument zu kaufen.
Müßte man dazu nicht erst mal wissen, um welches Jupiter Modell es sich handelt :Hä:
Woher wissen wir, dass die 100,- Euro realistisch sind ?

Bezieht sich Deine Ablehnung zur Yamaha 3335 auf die bau- oder materialtechnischen Eigenschaften oder findest Du die Trompete grundsätzlich minderwertiger wegen ihrer spieltechnischen Eigenschaften ?
Ich hatte noch keine 3335 in der Hand, jedoch habe ich bisher eigentlich nur positive Kritiken über dieses Instrument gelesen. Sollte diese Trompete handwerklich so schlecht gebaut sein, würde ich Dir sofort recht geben, das könntest Du auch am besten beurteilen. Sollte die Trompete jedoch, abgesehen vom verwendeten Material "Messing" (aus diesem Material sind unzählig gute Instrumente gebaut) spieltechnisch hervorragend funktionieren, könnte ich Deine Ablehnung nicht verstehen.

Lieber Wolfram, sei mir nicht böse, ich schätze Deine Beiträge sehr und habe auch oft davon profitiert, aber hast Du ein Problem mit Yamaha ?

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Re: Trompete bis 1000 € die Anfängerfrage

Beitrag von Teebeutel » Sonntag 25. Juni 2017, 07:36

Ich hatte ja nun jetzt etwas Zeit zu überlegen und vergleichen. Meine jetzige ist eine Jupiter JTR 606 die ich gebraucht für wenig Geld zum Einstieg kaufte. Die ist schon mehrere Jahre alt. Und 100 € müsste ich schon rechnen für eine Reparatur und das würde sich (finde ich) nicht richtig lohnen. Von daher umgehe ich jetzt in etwa die Modelle die preislich (neu) in etwa dem gleichen liegen und werde mir demnächst eine Kühnl und Hoyer Topline zulegen. Ich war noch am überlegen die Jupiter 1102 oder so ähnlich zu nehmen aber da überzeugte mich die Kühnl und Hoyer einfach mehr. Da brauche ich dann brauche ich auch erstmal viele Jahre keine andere Trompete :-)

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Re: Trompete bis 1000 € die Anfängerfrage

Beitrag von Trumpetjörgi » Sonntag 25. Juni 2017, 10:15

Teebeutel hat geschrieben:Ich hatte ja nun jetzt etwas Zeit zu überlegen und vergleichen. Meine jetzige ist eine Jupiter JTR 606 die ich gebraucht für wenig Geld zum Einstieg kaufte. Die ist schon mehrere Jahre alt. Und 100 € müsste ich schon rechnen für eine Reparatur und das würde sich (finde ich) nicht richtig lohnen. Von daher umgehe ich jetzt in etwa die Modelle die preislich (neu) in etwa dem gleichen liegen und werde mir demnächst eine Kühnl und Hoyer Topline zulegen. Ich war noch am überlegen die Jupiter 1102 oder so ähnlich zu nehmen aber da überzeugte mich die Kühnl und Hoyer einfach mehr. Da brauche ich dann brauche ich auch erstmal viele Jahre keine andere Trompete :-)

:gut: :gut: :gut:

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Re: Trompete bis 1000 € die Anfängerfrage

Beitrag von Wolfram » Sonntag 2. Juli 2017, 12:23

Hobbyspieler hat geschrieben:...
Lieber Wolfram, sei mir nicht böse, ich schätze Deine Beiträge sehr und habe auch oft davon profitiert, aber hast Du ein Problem mit Yamaha ?
Hallo Hobbyspieler,
ich bin dir noch eine Antwort schuldig...
Der Begriff "Minderwertig" im Bezug auf Yamaha ist vielleicht unglücklich gewählt. Was ich meine ist, dass in China nicht nur japanische Ingenieure und Instrumentenbauer gute Arbeit leisten, sondern sich dort auch andere hochkarätige Fachleute und Handwerksmeister "aufhalten".
Ich habe in China sehr viele Instrumente in den Händen halten, anspielen und an meiner Computer-Messstationen testen können...
Es gibt für gleiches oder sogar weniger Geld bessere Instrumente zu erwerben. Besser im Material, gleichwertig in technischer Qualität und mit mindestens gleichwertigen Spieleigenschaften. Im Vergleich mit Instrumenten des gleichen Preises erscheinen die Yamaha Instrumente in meinen Augen deshalb "minderwertiger". Warum soll ich deutlich mehr Geld ausgeben, wenn ich für die gleiche Qualität preiswertere Instrumente bekommen kann?

Was mich persönlich an Yamaha Schüler-Instrumenten stört, mag für andere wieder ein positiver Akzent sein...
Ich habe einige Jahre auch mit Kindern Bläser-Nachwuchsarbeit gemacht. Als Ensemble-Leiter und Pädagoge, der in der Gruppe vor den Kindern steht klingt eine Yamaha-Trompete wie die andere. Sie haben keinen Charakter und bilden im Klang einen "langweiligen" Misch. Aber das ist meine persönliche Beurteilung. Ich finde es viel Interessanter handgefertigte oder unterschiedlich gebaute Instrumente in der Gruppe zu haben, die Individualität mitbringen (Mindestanforderung an Intonation, Ansprache und Materialqualität natürlich vorausgesetzt). Solche Instrumente haben mir die Arbeit individuelle Fehler der Kinder zu lokalisieren um ein Vielfaches erleichtert.

Ist diese Antwort dir schlüssig genug?
LG, Wolfram
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Re: Trompete bis 1000 € die Anfängerfrage

Beitrag von ttrumpett » Samstag 18. Juli 2020, 13:56

Sorry, dass ich dieses alte Thema noch mal aufgreife aber es ist einfach sehr interessant!!
@Teebeutel
Hallo, was hast Du denn letztendlich für ein Instrument gekauft und welche Erfahrungen hast Du damit gemacht?
@Wolfram
Auch ich schätze Deine Beiträge, die meistens von grossem Fachwissen zeugen.
Was ist denn jetzt definitiv schlecht an der Ytr 3335 und welche Unterschiede erkennst Du zwischen Japan-und China-ware?
Ich hatte mehrfach die 4335G (Japan) mit der 4335Gll (China) verglichen und eigentlich keinen spieltechnischen Unterschied erkennen können.
Ob die eine besser oder schlechter gelötet ist kann ich leider als Nicht Instrumentenmacher nicht beurteilen.
Auch die Qualität der Legierung vermag ich nicht zu beurteilen.
Eine K&H Sella (Germany!!) habe ich mit meiner 3335 (China) direkt über mehrere Tage verglichen. Diese konnte für meinen Geschmack der Yamaha in keinster Weise das Wasser reichen.
Sehr viel schlechtere Ansprache, sehr viel leiser und die hochgelobten Stahlventile liefen auch schlechter...
Was mich in diesem Zusammenhang interessiert.
Was kannst Du denn mit Deiner Computermesstation messen?

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