B&S Drehventil "B"

Welches sind die besten ?

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Dreamcatcher
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B&S Drehventil "B"

Beitrag von Dreamcatcher » Mittwoch 11. Januar 2017, 21:12

Hallo und guten Abend,

ich habe nach 17 Jahren meine Trompete wieder ausgegraben und möchte wieder anfangen zu spielen.
Leider sind bis auf den Stimmzug alle Züge fest, sodass ich sie überholen lassen müsste.
Da ich nicht weiß um welche "B&S" es sich handelt, hätte ich gern eure fachkundige Meinung und eine Einschätzung, ob sich eine
Generalüberholung wirtschaftlich lohnt.

Gruß und Dank
Philipp

https://www.dropbox.com/s/woymhdwhqf66g ... 1.JPG?dl=0

https://www.dropbox.com/s/u5wq9e8q0hoh4 ... 2.JPG?dl=0

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Re: B&S Drehventil "B"

Beitrag von MMuster » Donnerstag 12. Januar 2017, 13:35

Man sieht die Bilder leider nicht. Dazu gibt es hier im Forum eine Anleitung.

Aber grundsätzlich sind B&S Trompeten keine schlechten Instrumente. Wenn jetzt nur die Züge fest sind, dann lohnt es sich auf jeden Fall etwas daran zu machen.
(Reinigung, Gängigmachen aller Teile, etc.) Falls deine Idee der Generalüberholung auch eine Lackierung mit einschließt, so würde ich erst einmal warten, wie du mit dem Instrument klar kommst. Wenn es eine aus der DDR Zeit ist, müsste ggf. auch ein Intonationsausgleich vor dem Lackieren dran.

Wir sind auf die Bilder gespannt.

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Re: B&S Drehventil "B"

Beitrag von Dreamcatcher » Freitag 13. Januar 2017, 08:05


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Re: B&S Drehventil "B"

Beitrag von Flügelhorny » Freitag 13. Januar 2017, 11:05

Sprühe die Züge und Ventile mit Caramba oder kriechöl ein.Einweichen lassen und dann mit Essig durchspülen.Wenn alles gangbar ist,in pril Wasser legen.
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Re: B&S Drehventil "B"

Beitrag von schattie280 » Freitag 13. Januar 2017, 11:42

Moin,

ich nehme immer WD40 und nie Essig (oder sonstige Mittel).
Nach 17 Jahren sind die Züge sehr wahrscheinlich so fest, dass sie sich nicht mehr so leicht lösen lassen. Wenn du sie nach einem Bad und Behandlung mit Kriechöl nicht mit der Hand raus bekommst, mache es nicht selbst.
Damit dir nichts abreißt oder verbiegt: lass sie irgendwo rausklopfen oder auslöten.
Tipps wie "Tuch drum und reißen" sind da kontraproduktiv.

Gruß,
Schattie
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Re: B&S Drehventil "B"

Beitrag von Trumpetjörgi » Freitag 13. Januar 2017, 11:51

auch im Schallbecherbereich sieht sie etwas faltig aus.
IMHO ist der Gang zum Instrumentenbauer Deines Vertrauens kein Luxus.

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Re: B&S Drehventil "B"

Beitrag von Dreamcatcher » Freitag 13. Januar 2017, 14:23

Hallo,

Danke für die Antworten. Ich glaube ich muss noch mal einmal etwas richtig stellen. Die Tipps mit Caramba und warmem Bad habe ich schon versucht. Aber die Ventil Züge bekomme ich trotzdem nicht locker. Mir ging es primär darum zu erfahren um welche B&S es sich handelt, damit ich einschätzen kann, ob sich eine Generalüberholung lohnen würde.

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Re: B&S Drehventil "B"

Beitrag von Flügelhorny » Freitag 13. Januar 2017, 15:55

Dreamcatcher hat geschrieben:Hallo,

Danke für die Antworten. Ich glaube ich muss noch mal einmal etwas richtig stellen. Die Tipps mit Caramba und warmem Bad habe ich schon versucht. Aber die Ventil Züge bekomme ich trotzdem nicht locker. Mir ging es primär darum zu erfahren um welche B&S es sich handelt, damit ich einschätzen kann, ob sich eine Generalüberholung lohnen würde.
in die Brezel würde ich gar nix mehr investieren.Der Trigger fehlt und unlackiert scheint sie auch zu sein.Mit Ausbeulen ,lackieren,Trigger anbauen,Maschine überholen, mit Entlüftungsloch machen bist du garantiert mit 350 - 400 Euronen dabei.Dann weißt aber immer noch nicht ,ob die Brezel gut intoniert.Denke lieber über einen gute gebrauchte nach,da ist das Geld sicherlich besser investiert.
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Re: B&S Drehventil "B"

Beitrag von MMuster » Freitag 13. Januar 2017, 21:25

Das ist eine B&S aus Neusilber/ Goldmessing mit Spiralfederdrücker, noch aus der Zeit der ehemaligen DDR. Kein schlechtes Modell, man würde heute sagen - solide Mittelklasse.
Eine Aufarbeitung loht sich auf jeden Fall. (Reinigung, Züge frei machen, Becher richten, neue schwarze Anschlaggummi, neue Federn und eine neue Mutter an den Drückerbefestigung) Wenn das Ding einmal gemacht wird, kann bei guter Finanzlage auch ein Träger dran.
Falles ich es noch richtig in Erinnerung habe, sollte auf dem Mundrohr eine Seriennummer stehen. Bei B&S erhält man heute noch Auskunft über das Baujahr.

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Re: B&S Drehventil "B"

Beitrag von Joh » Samstag 14. Januar 2017, 09:18

Um welches Modell es sich handelt, kannst Du anhand der Seriennummer beim Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen - es gibt ein Forum und den Experten Mario Weller - oder bei B&S direkt erfragen (fehlt die Nummer, helfen Fotos)
Ich würde einfach mal einen erfahrenen Trompeter darauf spielen lassen, um einzuschätzen, ob sich die Überholung lohnt. Außerdem zählt beim Wiedereinstieg die eigene Motivation viel mehr als das Instrument, also erstmal nur alles beweglich machen lassen und vor allem anfangen zu spielen.

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Re: B&S Drehventil "B"

Beitrag von Dreamcatcher » Donnerstag 19. Januar 2017, 14:19

So, habe es heute geschafft mal in Markneukirchen anzurufen.

Es handelt sich um ein "Modell 5" aus Messing aus 1979.

Viel mehr konnte man mir dort nicht sagen.

Gruß Philipp

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