Welche Höhe sollte man nach 6 Jahren spielen können?

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Honey
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Re: Welche Höhe sollte man nach 6 Jahren spielen können?

Beitrag von Honey » Samstag 29. August 2009, 22:30

Hallo liebe Trompetengemeinde,

wie mit allen Dingen im Leben kann man Unfug treiben. Verwende das Kelly Screamer MS bei bestimmten Übungen und habe schon meine persönl. Erfolge damit erzielt. Es gibt keine Wundermittelchen, üben muß man auch weiterhin.

Habe mir eine schöne Farbe ausgesucht und bin sehr glücklich, dass ich es habe.

Bestellt habe ich es beim Abenheimer Musikladen Tel.: 06242/ 990121 mit Vorkasse. Die haben auch eine Homepage, wo man sich die vielen schönen Farben angucken kann. :)

So, ihr lieben Profi-Trompeter seid jetzt nicht mehr so "zickig", denn jeder von euch ist auf seine Weise amüsant und liebenswert.
Wünschen allen anwesenden im TF noch einen wunderschönen Abend. :wink:

Ciao
Annette

Wissen ist ein Schatz, der seine Besitzer überallhin begleitet.
(Chin. Sprichwort)

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Bixel
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Re: Welche Höhe sollte man nach 6 Jahren spielen können?

Beitrag von Bixel » Sonntag 30. August 2009, 02:03

:OT: :OT: :OT:

Hallo, liebe Annette,
ich freue mich sehr, dass dein kleines Übemundstück dir farblich und trompeterinnisch Freude bereitet!

Dass man sich von liebenswerten Menschen (Danke schön!) wünscht, sie mögen sich ihre (zeitweilige) "Zickigkeit" abgewöhnen, ist sicherlich ein frommer, jedoch nach meiner ganz persönlichen Erfahrung wohl eher unrealistischer Wunsch.
Äußerst bemerkenswert finde ich aber, dass sich im vorliegenden Fall dies eine Frau von Vertrtern des männlichen Geschlechts wünscht.
Verkehrte Welt!
Blöde Emanzipation, elende!

:lol: :lol: :lol: :lol:

Beste Wünsche allerseits für einen Biss-armen Sonntag an alle anwesenden Stuten, Hengste und Wallache!

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Lahmsohn
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Re: Welche Höhe sollte man nach 6 Jahren spielen können?

Beitrag von Lahmsohn » Mittwoch 9. September 2009, 23:35

Hi,

ich habe im July, 2009 spontan eine Trompete (Giardinelli 512) gekauft (ich spiele eigentlich Gitarre), d.h. ich spiele seit ueber 2 monaten. Ich lebe in Atlanta, Georgia und bei WWBW.com gab's einen 40% discount, so dass die Trompete nur $270 gekostet hatte. Ich hab mir auch ein Bach Mundstueck (7c) dazugekauft. Seitdem lese ich die Beitraege hier im Trompetenforum und bin auf diesen thread gestossen.

Vielleicht bin ich einer der Gluecklichen, aber C3 zu spielen faellt mir wirklich nicht schwer. Ich uebe ca. 1.5h pro tag und hab das meiste aus Youtube gelernt. Ich hab bei Youtube gesehen, wie einer C3 und C4 spielte und hab es einfach nachgemacht. Allerdings schaffe ich nur das G ueber dem C3 einigermassen und das C4 ist wirklich so leisse und schwach, dass ich es nicht als Musik bezeichnen wuerde.

Ich wollte mich auf diesem Wege auch bei allen fuer die guten tips in diesem Forum bedanken. Die Leute hier scheinen sehr nett zu sein, was auf Foren ja nicht immer der Fall ist.

Ciao,
Lahmsohn

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Justus.
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Re: Welche Höhe sollte man nach 6 Jahren spielen können?

Beitrag von Justus. » Donnerstag 10. September 2009, 15:26

Lahmsohn hat geschrieben:... ich spiele seit ueber 2 monaten.

Vielleicht bin ich einer der Gluecklichen, aber C3 zu spielen faellt mir wirklich nicht schwer. Ich uebe ca. 1.5h pro tag und hab das meiste aus Youtube gelernt. Ich hab bei Youtube gesehen, wie einer C3 und C4 spielte und hab es einfach nachgemacht. Allerdings schaffe ich nur das G ueber dem C3 einigermassen und das C4 ist wirklich so leisse und schwach, dass ich es nicht als Musik bezeichnen wuerde.
:shock:

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand nach 2 Monaten in der Lage ist, ein einigermaßen vernünftiges G3 zu spielen?
Kann der Ansatz in so kurzer Zeit überhaupt schon so entwickelt sein? Und da Du das meiste aus Youtube Videos gelernt hast, gehe ich mal davon aus, dass Du das ohne Lehrer geschafft hast :question:

Oder ist das normal und ich bin einfach nur untalentiert und konnte das deswegen nach 2 Monaten und bis heute nicht ( Und Videos bei Youtube gucke ich auch jede Menge)? :narr:

Oder liegt hier eventuell ein Oktavfehler vor?

LG Justus

Rainer H
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Re: Welche Höhe sollte man nach 6 Jahren spielen können?

Beitrag von Rainer H » Donnerstag 10. September 2009, 16:58

Justus. hat geschrieben:
Lahmsohn hat geschrieben:... ich spiele seit ueber 2 monaten.

Vielleicht bin ich einer der Gluecklichen, aber C3 zu spielen faellt mir wirklich nicht schwer. Ich uebe ca. 1.5h pro tag und hab das meiste aus Youtube gelernt. Ich hab bei Youtube gesehen, wie einer C3 und C4 spielte und hab es einfach nachgemacht. Allerdings schaffe ich nur das G ueber dem C3 einigermassen und das C4 ist wirklich so leisse und schwach, dass ich es nicht als Musik bezeichnen wuerde.
:shock:

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand nach 2 Monaten in der Lage ist, ein einigermaßen vernünftiges G3 zu spielen?
Kann der Ansatz in so kurzer Zeit überhaupt schon so entwickelt sein? Und da Du das meiste aus Youtube Videos gelernt hast, gehe ich mal davon aus, dass Du das ohne Lehrer geschafft hast :question:

Oder ist das normal und ich bin einfach nur untalentiert und konnte das deswegen nach 2 Monaten und bis heute nicht ( Und Videos bei Youtube gucke ich auch jede Menge)? :narr:

Oder liegt hier eventuell ein Oktavfehler vor?



LG Justus

...Ich dachte schon ich bin total untallentiert!! :narr:

Lahmsohn
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Re: Welche Höhe sollte man nach 6 Jahren spielen können?

Beitrag von Lahmsohn » Donnerstag 10. September 2009, 22:07

Hi Justus,

Ich hoffe, du fuehlst dich jetzt nicht schlecht oder so. Ich bin Anfaenger und genauso klingt mein Trompetenspiel, d.h. ich quaele mich mit "Alle meine Entchen" herum, waehrend du sicher wunderschoene Songs spielen kannst.

Nein, ich hab keinen Lehrer. Wir haben ein Baby und eine 3-jaehrige Tochter, so dass fuer Unterricht keine Zeit bleibt.

Bzgl. des Ansatzes, bevor ich hier was darueber gelesen hab, wusste ich nicht einmal was an "Ansatz" ist. Ich hab auf Youtube gesehen, dass man die Mundwinkel anspannen muss und die Lippen moeglichst entspannt. Genauso mach ich's. Ich setze das Mundstueck ca. 1/3 aud die Oberlippe und 2/3 auf die Unterlippe. Wenn ich das Mundstueck an die Lippen presse, uebe ich ca. 80% des Druckes auf die Unterlippe, damit meine Oberlippe moeglichst frei vibrieren kann. Wenn ich hoeher gehe, schiebe ich meine Unterlippe stueck fuer stueck nach oben. Ich hoffe, was ich sage macht Sinn.

Wenn ich uebe, spiele ich lange Toene, pianissimo, Slurs (keine Ahnung was das auch Deutsch heisst), tonguing.

Ich bin auch sicher, dass hier kein Oktavefehler vorliegt. Obwohl ich sehr wenig Musiktheorie-wissen hab, spiele ich seit 20 Jahren sehr intensiv Gitarre. Ich fange halt mit dem C1 an und spiele schoen die C-Dur tonleiter hoch und nach zwei Oktaven bin ich bei C3 angelangt. Ich hab auch immer mein stimmgeraet vor mir, um die Noten zu kontrollieren. C-Dur ist uebrigens die einzige Tonleiter, die ich auf der Trompete spielen kann. Ich hab auch einem Kollegen, der seit der High School Trompete spielt, die hohen Toene vorgespielt, und er konnte es auch kaum glauben.

Die ersten Wochen spielte ich nur C1 bis C2 und hatte keine Ambitionen, hoeher zu spielen. Dann sah ich aber eine Uebung, wo man hoeher als C2 spielen musste und hab es einfach probiert, und voila, ich konnte ueber C3 hinaus spielen. Ich war mir nicht bewusst, dass das was Besonderes ist, bevor ich diesen Thread gesehen hab.

Anyways, ich kann ein paar hohe Toene recht konstant spielen, aber bin kein Genie und sehr weit davon entfernt, mich als "Trompetenspieler" zu bezeichnen. Es klingt bei weitem nicht so, wie ich es gerne haette und mir geht die Puste relativ schnell aus.

Ciao,

Lahmsohn

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Re: Welche Höhe sollte man nach 6 Jahren spielen können?

Beitrag von dan » Samstag 12. September 2009, 14:46

ich spiel erst seit 3 1/2 jahren und komm auch gut bis c3, manchmal auch d3.
ist das irgendwie besonders gut oder normal?

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Re: Welche Höhe sollte man nach 6 Jahren spielen können?

Beitrag von haynrych » Samstag 12. September 2009, 15:51

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Re: Welche Höhe sollte man nach 6 Jahren spielen können?

Beitrag von Xsdcvfgbnhjm » Montag 7. Juni 2010, 16:53

Also ich spiele seit ziemlich genau 12 Monaten und komme mit gutem und richtigem Ansatz 'locker' zum a2 und wenn ich mich anstrenge oder einen guten Tag habe, dann zum c3
Ein schlauer Mensch nannte sie Trom-pe-te und nicht Drom-be-de, dabei dachte er sich wohl etwas.

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Re: Welche Höhe sollte man nach 6 Jahren spielen können?

Beitrag von Rainer H » Dienstag 8. Juni 2010, 06:13

Xsdcvfgbnhjm hat geschrieben:Also ich spiele seit ziemlich genau 12 Monaten und komme mit gutem und richtigem Ansatz 'locker' zum a2 und wenn ich mich anstrenge oder einen guten Tag habe, dann zum c3
Und in einem Musikstück??
Ich Spiele exakt genau so lange wie Du und habe festgestellt, es ist ein Unterschied Töne Chromatisch oder über die Tonleiter an zu spielen,
oder Sie eben in einem Musikstück sauber an zu spielen, da ist bei mir noch beim Fis2 schluss (alle Angaben klingend Posaunenchor)
ansonsten, habe ich ungefähr die gleiche Höhe wie Du.
also völlig Normal :wink:
Gruß Rainer

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Re: Welche Höhe sollte man nach 6 Jahren spielen können?

Beitrag von Sandu » Dienstag 8. Juni 2010, 08:59

Dann muss bei mir ganz eklatant was schief gelaufen sein.

Ich glaub mein erstes c3 in einem Musikstück war vielleicht nach 4-5 Jahren und das nachdem ich eine radikale Ansatzumstellung durchgemacht hatte.

Aber so langsam mit den Jahren beschleicht mich das Gefühl, dass mein "steiniger" Weg nicht unbedingt der schlechteste war/ist.

hannes
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Re: Welche Höhe sollte man nach 6 Jahren spielen können?

Beitrag von hannes » Dienstag 8. Juni 2010, 14:53

Es gibt heute im Unterschied zu der Zeit, als ich Trompete lernte, eine Reihe von Übungen, die einen Schüler sehr schnell hohe Lagen erreichen lassen. Solche Übungen setze ich auch ein mit ähnlichem oben beschriebenem Ergebnis.
Allerdings besteht ein himmelweiter Unterschied darin, ob ich einen Ton "erreiche", oder ob ich in dieser Höhe "spielen" kann. Genau das kann man nach meiner bisherigen Erfahrung unmöglich nach so kurzer Zeit.
Übungen wie extremes Einrollen mit Einsatz der Kinnmuskulatur (Unterlippe nach oben drücken, Extreme Zungenlage ...) gehört zum Beispiel zu solchen Übungen. Man erlebt sehr schnell, wie man mithilfe der Lippenöffnung und der Zunge die Tonhöhe manipulieren kann. Doch dies sind eher therapeutische Übungen, um den Spielansatz zu optimieren. Dieser baut sich erst über Jahre dergestalt auf, dass er bis in diesen Höhen abrufbar und in musikalischer Weise einsetzbar ist.
Also kein Grund zur Sorge: Man spielt nach einigen Monaten nicht in solch hohen Lagen, selbst wenn man solche Töne erreichen kann. Erlebt habe ich bis heute noch Niemanden, der nach ein paar Monaten bis g3 musikalisch spielen kann. Erlebt habe ich aber schon Schüler, die durch besondere Übungen/Ansatzmethoden nach so kurzer Zeit ein g3 erreichen aber nicht musikalisch geschmackvoll einsetzen können. Gerne lasse ich mich aber vom Gegenteil überzeugen; das wäre dann ein trompeterisches Wundertalent. :cracy:

Hannes

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Re: Welche Höhe sollte man nach 6 Jahren spielen können?

Beitrag von Xsdcvfgbnhjm » Donnerstag 10. Juni 2010, 23:54

Rainer H hat geschrieben: Und in einem Musikstück??
Ich Spiele exakt genau so lange wie Du und habe festgestellt, es ist ein Unterschied Töne Chromatisch oder über die Tonleiter an zu spielen,
oder Sie eben in einem Musikstück sauber an zu spielen, da ist bei mir noch beim Fis2 schluss (alle Angaben klingend Posaunenchor)
ansonsten, habe ich ungefähr die gleiche Höhe wie Du.
also völlig Normal :wink:
Gruß Rainer
Ich spiele nur hoch bis zum klingenden b2. Das meine ich mit c3!
In unseren Orchesterstücken ist das mal so mal so. In La Suerte de Los Tontos, wenn ich das a2 anstoßen muss und zum g2 fallen lassen soll, kriege ich das ganz gut hin. Wenn ich im Prélude von Carmen am Ende h2 und c3 spielen udn anstoßen soll, transponiere ich mir das runter. Bei solchen Stücken wie Fluch der Karibik wird das c3 wunderbar hergeleitet, da spiele ich das recht klar mit. Aber unser Dirigent will sich demnächst 'bessern' und das ganze mehr schülergerecht gestalten und da wird die Obergrenze hoffentlich auch das klingende f2 bleiben. Schließlich fangen bei uns im Orchester alle die an, die erst 4 Jahre Spielen (ab 8. Klasse), und die sind mit einem klingenden e2 schon überfordert!! (Nichts gegen die Schüler, aber das ist der Durchschnitt an unserer Schule mit Schwerpunkt Musik. Ich spiele auch nur im Orchester, weil ich nach einem Jahr einfach so da reinpasste vom Niveau her. Normal bin ich in dem Sinne nicht - nicht nach den Maßstaben unserer Lehrpläne. Ich hatte auch 11 Monate keinen Lehrer.)
Es ist bei mir immer ein Ansatzproblem. Im Orchester spiele ich notiertes a2 bis c3 nicht mit dem normalen, richtigen Ansatz, da nehme ich immer noch den falschen Ansatz, den ich mir abgewöhnen will. Mit dem Ansatz komme ich locker zum notierten h3, aber ich kann weder anstoßen noch doppelzunge noch wieder runter mit selbem Ansatz :D (Ich benutze dafür nur eine lippe, die oberlippe liegt komplett auf dem mundstück. Ganz ganz komische und abnormale angewohnheit, die die Tiefe von meinem Mundstück (1 1/4) total ruiniert. niemals nachmachen. Das mache ich auch nur noch für Konzerte)
LG
Ein schlauer Mensch nannte sie Trom-pe-te und nicht Drom-be-de, dabei dachte er sich wohl etwas.

Rainer H
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Re: Welche Höhe sollte man nach 6 Jahren spielen können?

Beitrag von Rainer H » Freitag 11. Juni 2010, 10:22

hannes hat geschrieben:Es gibt heute im Unterschied zu der Zeit, als ich Trompete lernte, eine Reihe von Übungen, die einen Schüler sehr schnell hohe Lagen erreichen lassen. Solche Übungen setze ich auch ein mit ähnlichem oben beschriebenem Ergebnis.
Allerdings besteht ein himmelweiter Unterschied darin, ob ich einen Ton "erreiche", oder ob ich in dieser Höhe "spielen" kann. Genau das kann man nach meiner bisherigen Erfahrung unmöglich nach so kurzer Zeit.
Übungen wie extremes Einrollen mit Einsatz der Kinnmuskulatur (Unterlippe nach oben drücken, Extreme Zungenlage ...) gehört zum Beispiel zu solchen Übungen. Man erlebt sehr schnell, wie man mithilfe der Lippenöffnung und der Zunge die Tonhöhe manipulieren kann. Doch dies sind eher therapeutische Übungen, um den Spielansatz zu optimieren. Dieser baut sich erst über Jahre dergestalt auf, dass er bis in diesen Höhen abrufbar und in musikalischer Weise einsetzbar ist.
Also kein Grund zur Sorge: Man spielt nach einigen Monaten nicht in solch hohen Lagen, selbst wenn man solche Töne erreichen kann. Erlebt habe ich bis heute noch Niemanden, der nach ein paar Monaten bis g3 musikalisch spielen kann. Erlebt habe ich aber schon Schüler, die durch besondere Übungen/Ansatzmethoden nach so kurzer Zeit ein g3 erreichen aber nicht musikalisch geschmackvoll einsetzen können. Gerne lasse ich mich aber vom Gegenteil überzeugen; das wäre dann ein trompeterisches Wundertalent. :cracy:

Hannes
Genau das war das was ich gemeint habe , was bei mir immer geht ist zum beispiel das es2 das geht wirklich immer Musikalisch (zum beispiel beim Choralsatz Jesus ist kommen) alles andere kommt bei mir auf die Tagesform an, und ob ich durch Nevosität, starke Fehler in der Atmung mache, dann ist die Höhe auch futsch ! Ich denke das ist aber ganz normal und durch fleisiges richtiges üben möglich, ohne ein Wunderkind zu sein.
Gruß Rainer

hannes
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Re: Welche Höhe sollte man nach 6 Jahren spielen können?

Beitrag von hannes » Freitag 11. Juni 2010, 16:28

Xsdcvfgbnhjm hat geschrieben:[...]Es ist bei mir immer ein Ansatzproblem. Im Orchester spiele ich notiertes a2 bis c3 nicht mit dem normalen, richtigen Ansatz, da nehme ich immer noch den falschen Ansatz, den ich mir abgewöhnen will. Mit dem Ansatz komme ich locker zum notierten h3, aber ich kann weder anstoßen noch doppelzunge noch wieder runter mit selbem Ansatz :D (Ich benutze dafür nur eine lippe, die oberlippe liegt komplett auf dem mundstück. Ganz ganz komische und abnormale angewohnheit, die die Tiefe von meinem Mundstück (1 1/4) total ruiniert. niemals nachmachen. Das mache ich auch nur noch für Konzerte)
LG
Es ist genau richtig, dass du dir diesen Zusatzansatz schnellst möglich abgewöhnen willst.
Hohe Töne über "EINSETZEN" (so nennt man deine "besondere" Methode) zu erreichen, kann dir auf Dauer den kompletten Ansatz ruinieren. Es kann sogar so weit führen, dass du dir das Lippengewebe, das sehr empfindlich ist, (irreversibel) verletzt. Arbeite in den Lagen, die du spielen kannst, ohne dass das Lippenrot oben (oder unten) auf dem Rand liegt (im schlimmsten Fall sogar ausgerollt). Besser ist das Spielen mit leicht eingerollten Lippen, was ebenfalls die Höhe begünstigt und das empfindliche Lippenrot schont.
Darüber hinaus kannst du dir mit einem kleineren Mundstück das Leben etwas leichter machen (Suchfunktion "Buzzing", "Setpoint" etc.). Es gibt genügend Übungen, die - mit etwas Geduld und Fleiß - dazu führen, dass man sein Lippengewebe nicht gefährden muss, um Höhe zu erreichen. Ich hatte mal einen Kollegen, der absolut nicht aufs Einsetzen verzichten wollte und nachdem ich ihn 1 Jahr später gesehen und gehört hatte, war er eher schlechter als besser. Er hatte nämlich im Grunde das Einsetzen geübt, was die Höhe nicht verbesserte und sogar klangliche Nachteile bereitete. :roll:
Wenn du auf solche gefährlichen Tricks zugreifst, so können sie zur Gewohnheit werden und gleichzeitig verhindern, dass du einen gesunden stabilen Ansatz entwickelst.
Es gibt ganz wenige Ansatztabus wie das Einsetzen (egal ob du sonst mittig, etwas weiter oben, unten, rechts oder links ansetzt). Ich glaube kein Trompetenlehrer dieser Welt würde diese Spielweise befürworten, da sie nicht nur eine Weiterentwicklung blockieren, sondern auch gefährlich werden kann (hohe Verletzungsgefahr). :wink:

Hannes

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