Mentale Blockade

Get the Range ! :o)

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bazo
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Beitrag von bazo » Donnerstag 26. April 2007, 16:45

Hi, danke Abri für das kurze Review :)
Finde auch, dass das ein interessantes Thema ist und ich könnte da glaube einiges drüber lernen. Bzw. sollte mich da mal mit auseinandersetzen.
Diese Probleme mit Vorspielen und dem trockenen Mund, dem zittrigen Ton etc sind mir ja nicht ganz unbekannt ...
Ersten Hummelsatz am Tag vorm Vorspiel eigentlich so gut gespielt wie noch nie. ( Zumindest einer der besten Durchläufe, wenn ich mich recht erinnere) Am Tag des Vorspiels Aufregung, Zittriger Ton, trockener Mund etc.
Ist natürlich dann kein schöner Abschluss für die Überei...
Würde mich auch sehr interessieren, ob gerade die Höhe von dieser mentalen Blockade beeinflusst ist...

MfG
Fluck

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jamaika
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Beitrag von jamaika » Donnerstag 31. Mai 2007, 09:52

Mein erster Lehre pflegte zu sagen: schlechts Genralprobe- Guter Auftritt.

Fantastische Beitraege von Abri und Dobs. Alle Auchtung.
Das pasiert den groessten Solisten auf der Buehne und zeigt das wir nur Menschen sind.

@ Dobs;
Wer ein F3 spielen kann kommt auch noch hoeher. Wenn ich die Noten fuer mich von unten nach oben betrachte ist es wirklich schwer den oberen Ton sauber zu treffen. Ich weiss das ich hoeher komme und sehen den letzten Ton nicht als den Hoechsten an , und dann Klappt es fast immer. Ausrutscher gibt es sind aber selten. Wie schon gesagt Locker, Gelassen, Konzentriert, sind die besten Eigenschafften die man erwerben soll/ kann.
Viel Erfolg

hannes
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Beitrag von hannes » Donnerstag 31. Mai 2007, 11:57

Gerade die Höhe stellt die größte mentale Blockade dar. Deshalb bin ich ein Hight-Note-Fetischest geworden. Ich wollte/will über eine Tonhöhe verfügen, die weit über dem geforderten Niveau liegt. Früher hatte ich schon bei einem ungünstig gelegenen c'''/dann d'''... Muffensausen. Mittlerweile verschieben sich solche Grenzen nach oben, da ich über viel mehr verfüge. Dies ist v.a. psychisch eine Beruhigung. Wohl gemerkt: ich rede hier von jederzeit verfügbarer Tonhöhe und keinerlei Kompromissen! Die Angst vor Höhe kommt dann, wenn man sie nicht jederzeit - auch in ungünstigen aufregenden Situationen - abrufen kann.
Wer zudem mit Angst einen Ton quasie auf Sparflamme und ganz vorsichtig anspielt, der muss scheitern. Wer überzeugt ist unter allen Bedingungen sein Können abrufen zu können, hat weniger Probleme und erreicht gute Leitungen.

Hannes

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Dobs
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Beitrag von Dobs » Donnerstag 31. Mai 2007, 14:12

Wenn mein Kollege die Mini-Disc mit der Aufnahme wieder findet, poste ich dann das Ergebnis von Versuch Nummer 2 mal im Forum.
"Musik und Bier sind Themen, die traditionell sehr eng miteinander verbunden sind." - Sch.-Hausbrandt (Herri Bier)

Erik Veldkamp
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Beitrag von Erik Veldkamp » Donnerstag 31. Mai 2007, 15:58

Bill Adam schreibt das 90% vom Ton Mental ist:

First we have to have a mental concept of sound and then the air moves through the concept
of sound. This concept that we create is the kind of sound that we’re going to want and then
we develop this sound to the point were all the rest of the things that happen to us are
responses to the sound. But the sound is the goal orientation.
- 90% of the reaction of the sound is mental, 9% is the air going through that and then we have
a 1% area where we are aware of other things happening to us. Maybe we are aware of that
we have to push a valve down, but the thing that pushes down the valve is hearing the sound.
And the thing that causes all of reactions to any physical production is caused by the sound.
- If we analyze all the physical aspects of the instrument to try to make it produce the sound we
have our causes and results in the wrong place.


Also, wenn mann sich konzentriert auf das Ziel und nicht auf andere Nebensachen, gibt es keine oder weniger Probleme. Wenn mann beschäftigd ist mit die Musik statt die Umgebung oder eine bestimmte hohe Schlusston wird alles viel leichter.

Ein gutes Buch über mentale Sachen um zu lesen ist "The inner game of music - Barry Green".

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Beitrag von Abri » Donnerstag 31. Mai 2007, 17:45

Erik Veldkamp hat geschrieben:Ein gutes Buch über mentale Sachen um zu lesen ist "The inner game of music - Barry Green".
Da wir schon bei dem Thema sind: ich find ehrlichgesagt die "Originalversion" des Buches, The inner Game of Tennis, besser.
Das war seinerzeit Pflichtlektüre in der Klasse von R. Friedrich, ebenso wie "Sorge Dich nicht, lebe!" von Dale Carnegie.

Eine hübsche kleine Abhandlung zum Thema gibts auch hier:

James Allen: As A Man Thinketh

http://jamesallen.wwwhubs.com/think.htm

Viel Spass.
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Beitrag von OBSIA » Mittwoch 4. Juli 2007, 18:15

ich kennjemanden der hatte ein ähnliches problem. der hatte sich beim spielen nie richtig konzentrieren können, wenn andere ihn dabei beobachten oder irgendetwas um ihn passiert. Er wurde dann einfach auzf einen Stuhl gesetzt und ein paar Freunde haben einfach über seinen Kopf hinweg mit einem ball geworfen, dass so oft bis ihm dass endlich egal war. So musst du das auch machen oder so ähnlich. Du musst daran denken, dass du "dein "Ding" durchziehen willst" :wink: und du musst dich auch wirklich, wie du das sschon jetzt gemacht hast selbst beim spielen beobachten und erkennen warum jetzt wieder mal etwas nicht geklappt hat und daran denken bei der nächsten ähnlichen Situation cool zu beliben und das ganze gelassen zu nehmen.

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Beitrag von Wow-Wow » Sonntag 8. Juli 2007, 20:36

Mein Professor sagt, wenn man gleich auf den Punkt z.B. einen f''' treffen möchte muss man einen Ton höher denken, sprich g'''. So kann man sich selbst austricksen. Meistens klappt's...

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Beitrag von lead m-v » Sonntag 8. Juli 2007, 20:55

wer ist dein professor???

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Beitrag von CDS Trumpet » Sonntag 8. Juli 2007, 21:12

Klasse Thread bis hierhin.

Mein Tip wär' noch: Nimm' den einzelnen Ton nicht so wichtig. Hab Spaß! Gerade bei U-Musik mußt Du soviel Spaß haben, daß das Publikum gar nicht anders kann als auch Spaß zu haben. Wenn Du den Ton draufhast, wird er kommen, ohne daß Du groß darüber nachdenkst.

Genauso schlecht wie den Ton schlecht zu treffen ist es doch, wenn Du dann selber voll auf den Ton fixiert warst und nun so frustriert guckst, daß es auch noch der letzte merkt, obwohl es vielleicht den wenigsten aufgefallen wäre (je nach Publikum). Außerdem besteht nach einem Negativ-Erlebnis die Gefahr, bei der nächsten kritischen Situation erst recht zu verkrampfen.

Die Lösung von Hannes ist natürlich die eleganteste, aber so weit bin ich noch nicht. :cry:


Dobs, ist Dein Bandleader zufällig selber Trompeter?

Gruß
CDS Trumpet

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Beitrag von Dobs » Montag 9. Juli 2007, 00:47

Nein, er ist professioneller Pianist. Es ist aber nicht so, daß er kein Verständnis für spezifische Trompeterprobleme hat und weiß sehr wohl, was für einen anstrengenden Job die Trompeter in einer Big Band mitunter haben.
Vielleicht habe ich auch einfach kein Talent für ein F3... ;-)

Dieses Erlebnis hat mir jedenfalls sehr eindrucksvoll gezeigt, wie stark Gedanken körperliche Funktionen beeinflussen können und was man eben bewirken kann, wenn man sich mental im Griff hat und seine Gedanken in die richtige Richtung lenken kann.
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Re: Mentale Blockade

Beitrag von Nedsolaud » Donnerstag 17. April 2008, 09:57

Hallo,
ich bin der Meinung dass Gedanken nicht nur körperliche Funktionen beeinflussen können sondern noch viel mehr....
Aber das geht zu weit vom Thema.

Weshalb ich mich hier zu Wort melde ist dass das geschilderte Problem recht gut kenne und auch über die mentale Schiene versucht hab mit mäßigem Erfolg weiter zu kommen. Auch die Idee von Hannes viel höher spielen zu können als gefordert hat mich nicht viel weiter gebracht.
Was allerdings in den letztren Wochen wirklich eine gwaltige Verbesserung gebracht hat ist der Mack von Dowids.
Und zwar Mundstückbuzzing mit dem Mack und einem chromatischen Stimmgerät!

Ich hätt es nie für möglich gehalten wie schlecht manche Töne vom Ansatz her intoniert werden (zu hoch oder zu tief). Solche Töne können dann oft nur über ein perfekt einrastendes, gutes Instrument gerettet werden (meine Meinung!) und es fällt einem im Spiel- und Übebetrieb oft einfach nicht auf, nur eben dass in den höheren Lagen die Töne mal kommen und mal nicht.
Erst mit beim Üben mit Mack und Stimmgerät konnte ich mir eine gute Ansatzintonation (nenn ich mal so) beim Mundstückbuzzing (früher war buzzing für mich nur Lippenlockerung und Muskeltraining) aneignen und man sollte nicht glauben wie toll ein Ton, der schon am Mundstück stimmt dann mit dem Horn angespielt werden kann und steht und steht und steht....

Natürlich hilft das auch mental!!! Und evtl. hilft meine Erfahrung dem Ein oder Anderen auch ein Stück weiter.

LG Werner

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Re: Mentale Blockade

Beitrag von bazo » Samstag 19. April 2008, 14:55

Was macht man denn mit diesem Mack?
Hab über Google nur knappe Infos gefunden. Könntest du vielleicht kurz was erklären dazu?

lg

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Re: Mentale Blockade

Beitrag von buddy » Samstag 19. April 2008, 15:19

Der MACK oder Brass Buzzer ist eine Halterung, mit der Du das Mundstück neben (statt auf) das Mundstück stecken kannst. Es wird bei Buzzing-Übungen verwendet, da damit die Haltung fast wie beim "richtigen" Spielen ist.
http://www.dowids.de/mundstuecke.htm (Seitenmitte)
http://www.brassbuzzer.com/
http://www.trompetenforum.de/TF/viewtop ... f=3&t=5817

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Re: Mentale Blockade

Beitrag von mw1308 » Mittwoch 23. April 2008, 17:34

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