Wie hoch kommen Frauen?

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NadineA
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Wie hoch kommen Frauen?

Beitrag von NadineA » Donnerstag 7. Dezember 2006, 00:10

Hallo, mich würde mal interessieren, wie hoch die Frauen hier im Forum kommen!?? Also ich persönlich komme bis zum D3. Ist das gut für ne Frau? Viele Grüße aus Oberfranken Nadine

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iTob
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Beitrag von iTob » Donnerstag 7. Dezember 2006, 06:55

meinst du nich, dass es vällig egal ist, ob mönnlein oder weiblein???!!! dann müsste die frage doch eher heißen: "ich komme nur bis d3 is das gut für nen trompeter" und nochwas: warum zu teufel ist die höhe DAS (qualitäts/kompetenz)-merkmal eines trompeters....????

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haynrych
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Beitrag von haynrych » Donnerstag 7. Dezember 2006, 10:13

iTob,


dieses schubladendenken wirst du der mehrheit kaum abgewöhnen können. ich weiss dass das traurig ist, aber es ist so.

andere stereotypen die mich mindestens genauso beunruhigen: ein (offensichtlich ahnungsloser) kollege hat mir erzählt dass die besten trompeter der welt alle schwarz sind. bei solchen ansagen muss ich dann immer an josef hader's kabarettprogramm PRIVAT denken, genauer gesagt an den KAISER VON AFRIKA (zit.: 'leider können wir nicht alle super trompete spielen - daher müssen die meisten von uns verhungern!').

das soll jetzt kein aufruf zum resignieren sein sondern nur ein hinweis darauf dass wir lernen werden müssen mit dummen menschen umzugehen, denn die dummheit ist leider mehrheitsfähig.


liebe grüsse,
heinz.
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Beitrag von haynrych » Donnerstag 7. Dezember 2006, 10:18

meine letzte antwort sollte jedoch kein angriff an nadineA gewesen sein. ihre frage wie hoch die anderen frauen im trompetenforum spielen können ist eigentlich ziemlich unverfänglich. erst die interpretation: 'frauen können weniger gut trompete spielen als männer weil sie einen geringeren tonumfang haben!' ist schwachsinn und als sterotype stigmatisierung zu bewerten.
Zuletzt geändert von haynrych am Freitag 8. Dezember 2006, 02:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Puukka » Donnerstag 7. Dezember 2006, 10:30

Hier gabs ja schon Einiges dazu:

http://www.trompetenforum.de/TF/view ... uen+h%F6he

LG Herbert
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Beitrag von haynrych » Donnerstag 7. Dezember 2006, 11:04

der link auf den älteren thread ist sehr interessant und diese liesl whitaker hat's offensichtlich wirklich d'rauf. es sei mir gestattet hier ein beispiel zu verlinken:

http://www.divajazz.com/video/swing_that_music.mpg
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karmody

Beitrag von karmody » Donnerstag 7. Dezember 2006, 11:27

also ich kann mich der Meinung von iTop und Haynrych nur anschliessen. Von wegen Frauen haben nicht die körperlichen Voraussetzungen, bei dem was Liesl Withaker hier zeigt können sich so einige Herren aus der Hochbläserfraktion noch ne Scheibe abschneiden.
Ich finds schade daß es im Vergleich so wenig Trompeterinnen gibt, liegt aber wohl an dem hier schon angesprochenen Schubladendenken.
Über eine der Damen im Satz, bei der Bigband, würde man sich doch freuen. Was meinst Du Puukka. :wink:

Gruß Karmody

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Beitrag von hannes » Donnerstag 7. Dezember 2006, 11:50

Ich möchte die Leistungen von den hier genannten Divas nicht schmälern! Aber dennoch ist es überlegenswert, warum es keine Frauen an der Trompete gibt, die mit Ferguson, Bergeron, Sandoval, Hessions, Chase, Zauss, van Cleave, Johnson, Drozdoff usw. mithalten können (oder weilen sie im Verborgenen?).

Gute Leadtrompeterinnen im Bereich bis g''' gibt es mit Sicherheit noch viele. Aber mir ist leider keine Trompeterin bekannt, die Extremleistungen wie von den oben Genannten bringt. Damit will ich aber nicht sagen, dass Höhe als Leitungskriterium herhalten kann/muss! Es ist nur eine reine Feststellung meinerseits, die keinerlei Wertung vermitteln soll.

Hannes

karmody

Beitrag von karmody » Donnerstag 7. Dezember 2006, 12:02

@hannes

vielleicht liegts einfach daran, daß es im Vergleich zu Männern wirklich ganz wenige Trompeterinnen gibt. Ist wohl ähnlich wie z. B. im Schach, warum kommen die meisten Schachweltmeister aus Russland, sind die Menschen in anderen Ländern dümmer? Schach ist halt in Russland ne Art Volkssport.

Gruß Karmody

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Beitrag von iTob » Donnerstag 7. Dezember 2006, 14:26

vllt liegt es auch daran, dass viele frauen (jetzt mach ich das selber mal mit stereotyp) 1. nicht so angeberisch veranlagt ("ich komme bis c10 bin ich nich toll???") und 2. möglciherweise andere ziele8schöner ton, toller ausdruck... find ich auch wichtiger) haben und eben diese verfolgen statt nen hohes c oder sonstwas rauszupressen...

hannes
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Beitrag von hannes » Donnerstag 7. Dezember 2006, 16:54

iTob hat geschrieben:vllt liegt es auch daran, dass viele frauen (jetzt mach ich das selber mal mit stereotyp) 1. nicht so angeberisch veranlagt ("ich komme bis c10 bin ich nich toll???") und 2. möglciherweise andere ziele8schöner ton, toller ausdruck... find ich auch wichtiger) haben und eben diese verfolgen statt nen hohes c oder sonstwas rauszupressen...
Es geht um musikalischen Umgang mit Tonhöhe. Dies sind immer Argumente derer, die eine Grenze haben, mit der sie sich abgefunden haben. Ich glaube, dass jeder Trompeter, der über Höhe sicher verfügt, diese ausnutzt. Dies schließt doch nicht aus, dass man in 90% oder mehr ohne Extremhöhen auskommt. Aber mich fasziniert immer wieder an der Trompete, wieviel Klangfarben und Intensitäten möglich sind.
Alle guten Trompeter, die ich kenne und gehört habe, gehen an ihre Grenzbereiche. Sind diese eher tief, so wird oft das Argument wie oben angeführt. Natürlich sollte zuerst die Musikalität und der Geschmack ausschlaggebend sein.
Aber bitte sagt mir nicht, dass ihr nicht auch gerne im hohen Register spielen können wolltet! Bei aller Technik der Welt ist dies eben auch ein Teil, der zur Trompete gehört. Und bei sehr vielen Jobs entscheidet gerade das Verfügen über Tonhöhe. Welche Trompeterin/Trompeter zeigt nicht gerne, was sie/er drauf hat (auch bzgl. der Tonhöhe)? Daher glaube ich nicht, dass die Trompeterinnen ihr Können nur verheimlichen.
Ich glaube vielmehr, dass die Trompetenausbildung erst in den Anfängen steckt, was die Ausbildung zu mehr (müheloser) Höhe betrifft und nur ganz Wenige Erfolg haben. Der Anteil der Frauen ist so gering, dass vielleicht noch niemand so einen Weg beschritten hat?

Hannes

karmody

Beitrag von karmody » Donnerstag 7. Dezember 2006, 17:49

@hannes

was Du hier über Tonhöhe, an Grenzbereiche gehen oder über die Trompetenausbildung schreibst, sehe ich ähnlich. Eigentlich ging es hier darum, warum es so wenige Frauen im Highnotebereich gibt, und ich bin der Meinung daß das am Überangebot der Männer liegt und daß man das den Frauen auf Grund der vermeintlichen körperlichen Unterlegenheit nicht zutraut. Wenn eine Frau mal in die Riege der Besten vorstossen will, muss sie besser sein als der beste Mann.

Gruß Karmody

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Beitrag von iTob » Donnerstag 7. Dezember 2006, 20:03

auch @hannes

ich hab ja nich gesagt, dass wenig höhe besser is und ich hab mich mit meinen grenzen abgefunden und sicher passt es an bestimmten stellen (musikalisch) gut, wenn man mal 2-3 oktaven höher spielt als notiert...
was ich meinte is, dass nich die höhe DAS maß der dinge ist, um ein guter trompeter zu sein und ich denke nich, dass frauen ihr "höhe verstecken" aber dass sie damit anders umgehen (würden) als männer, einfach weil m.E. männer angeberischer veranlöagt sind als frauen....

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Beitrag von holiday » Donnerstag 7. Dezember 2006, 21:53

*g* also ich hab momentan bei nem mann unterricht aber versuche zu wechseln damit ich eine frau bekomme weil die 1. höher spielt als ca. 80% der trompeter die ich kenne und 2. einfach besser ist.....dazu dass die meisten schwarz sein sollen und das damit zusammenhängt hab ich mir auch schon ma gedanken gemacht und war ernsthaft zerissen wie ich darüber denken soll. also es ist ja eigentlich ein faktum, mein gesunder menschenverstand hat mir aber immer gesagt das darfst du nich denken das ist schon fast rassistisch....naja als ich mir den kopf zerbrochen hab hab ich aufgehört nachzudenken. naja so viel von meiner seite also ich hab von ner frau das haydn gehört und von nem mann....beides amateure und ich muss sagen beide male fand ichs gradios. also kein großer unterschied. hier ncoh ein beweis:

http://youtube.com/watch?v=6W7bGzi9G2k
macht ma wieder urlaub ;-)

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Beitrag von haynrych » Freitag 8. Dezember 2006, 03:47

verallgemeinerungen die sich gegen männer und weisse richten empfinde ich als ebenso dumm wie vorurteile gegen frauen und schwarze. gleichzeitigkeit hat eben nicht immer mit kausalität zu tun (die kinder werden bekanntlich weder vom storch noch vom heiligen geist gebracht).

minderheiten haben sich schon immer nischen zum überleben gesucht, so dürfte es auch lange zeit mit musikern diskriminierter hautfarbe gewesen sein. wenn der vater die erfahrung macht, dass musik seine einzige chance zum gesellschaftlichen aufstieg und/oder finanzieller unabhängigkeit ist wird er seine kinder auch dementsprechend beeinflussen und fördern.

technikerkinder werden immerhin auch eher techniker als buchhalter und umgekehrt, söhne von medizinmännern werden häufiger medizinmänner als häuptlinge. vergleichbare beispiele könnte ich jetzt endlos aufzählen.

immer wenn soziologische erkenntnisse den boden wissenschaftlichen arbeitens verlassen und sich in richtung gefährliches halbwissen (kronen- und bildzeitungsniveau) bewegen geht nicht nur die genauigkeit der aussagen verloren sondern droht auch massiv die gefahr des missbrauchs.

!!! please take care !!!
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