Lynn Nicholson Video

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trompeterli
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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von trompeterli » Sonntag 28. Juni 2015, 12:01

lurchi hat geschrieben: Von daher wäre vielleicht ein 17 jähriger Realschüler besser in der Lage eine unverkrampfte physikalisch korrekte Darstellung zu geben.
:gut:
Man denke nur an die Spielfähigkeiten des jungen Marsalis. 8)

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Cavaillé
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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von Cavaillé » Montag 28. März 2016, 13:18

Wollte nicht wieder ein neues Thema starten, da es sich um denselben Protagonisten handelt:
Fand im trumpet herald folgende Produktlinienerweiterung http://www.trumpetherald.com/forum/view ... p?t=138403 zu einem recht hohen Preis von USD 175,- und fragte mich, ob das Ganze nicht auch lediglich ein Instrument zum "Downsizen" ist. Die Überschrift "Mindless :narr: hardware methodology" hat es mir darüber hinaus angetan.
Bevor ich noch in ahnungslosen Sarkasmus abgleite würde ich gerne von Euch wissen:

Was ist das für ein Mundstück, mit dem ich jeden Tag ein bisschen trainieren kann und dann die Höhe fulminant entwickle ? Ist es der V-Kessel ? Ist es der Durchmesser ?
Hat es schon jemand ausprobiert ?
Wie kann ich das billiger haben ? Geht auch ein Kelly Screamer ?

Mit naiven Grüßen

Thomas
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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von Bixel » Montag 28. März 2016, 17:07

Cavaillé hat geschrieben:Fand im trumpet herald folgende Produktlinienerweiterung http://www.trumpetherald.com/forum/view ... p?t=138403 zu einem recht hohen Preis von USD 175,- und fragte mich, ob das Ganze nicht auch lediglich ein Instrument zum "Downsizen" ist. Die Überschrift "Mindless :narr: hardware methodology" hat es mir darüber hinaus angetan.
Bevor ich noch in ahnungslosen Sarkasmus abgleite würde ich gerne von Euch wissen:

Was ist das für ein Mundstück, mit dem ich jeden Tag ein bisschen trainieren kann und dann die Höhe fulminant entwickle ? Ist es der V-Kessel ? Ist es der Durchmesser ?
Hat es schon jemand ausprobiert ?
Wie kann ich das billiger haben ? Geht auch ein Kelly Screamer ?
Ich habe mich nicht im Detail mit dem Mann befasst - schon weil mir dessen Kombination aus steilem Geschäftssinn und missionarischem Eifer ein wenig unangenehm burbaesk anmutet; zudem kann ich musikalisch mit dem Mann nichts anfangen.

Sein Standpunkt zur Downsizing-Strategie entspricht aber im Prinzip dem meinen.
Spezielle Mundstücke und/oder Videos braucht es zur Umsetzung m.E. aber nicht.

Der Begriff "Mindless Hardware Methodology" gefällt mir sehr gut, sofern er so gemeint ist, wie ich ihn verstehe:
Man überlässt es quasi dem "ausgefuchst" gewählten Mundstück und einem zielorientiert gewählten Katalog von Buzzing-(Binde-)Übungen, die für ein effiziente(re)s Trompetenspiel notwendigen (Um-)Konditionierungen vorzunehmen.

Der "Kopf" gönnt sich dabei insoweit eine Pause ("mindless"), als auf nichts als auf einen guten Sound geachtet wird.
Deshalb sollte man m.E. auch während des Übens keine Noten verwenden, sondern - in Kenntnis der prinzipiellen Übesystematik - improvisierend üben (gern: Kopf "aus" - Augen zu - Ohren auf).

Entscheidend für die "ausgefuchste" Mundstückwahl ist m.E., dass das "Therapie"-Mundstück deutlich enger (ID) und flacher ist als das gewohnte Mundstück.
Die Enge des "Therapie"-Mundstücks sollte sich ruhig ein wenig "eklig" anfühlen.
Der Kessel sollte so flach sein, dass man spürbar zu kämpfen hat, nicht die Lippen im Kessel anstoßen zu lassen ("bottoming out").
Wenn man sich ein derartiges Mundstück - zunächst beim MP-Buzzing, dann auch damit das Instrument spielend - "gefügig" macht, verändert sich das eigene Blassystem zu seinem Vorteil; dies war jedenfalls meine eigene Erfahrung.

Das Kelly Screamer erfüllt m.E. recht gut die beschriebenen Anforderungen, sofern das gewohnte Mundstück nicht allzu viel enger und flacher ist als ein Bach 3C. Unter dieser Voraussetzung kann man mit dem Screamer m.E. für eine ganze Weile (Wochen bis Monate) dem Ansatzsystem die beabsichtigten Anreize setzen.

8)
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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von Cavaillé » Montag 28. März 2016, 18:51

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Bixel hat geschrieben:schon weil mir dessen Kombination aus steilem Geschäftssinn und missionarischem Eifer ein wenig unangenehm burbaesk anmutet; zudem kann ich musikalisch mit dem Mann nichts anfangen.
Das geht mir genauso, aber irgendwovon muss der Mensch ja leben.
Bixel hat geschrieben:Der Kessel sollte so flach sein, dass man spürbar zu kämpfen hat, nicht die Lippen im Kessel anstoßen zu lassen ("bottoming out").Wenn man sich ein derartiges Mundstück - zunächst beim MP-Buzzing, dann auch damit das Instrument spielend - "gefügig" macht, verändert sich das eigene Blassystem zu seinem Vorteil; dies war jedenfalls meine eigene Erfahrung.
Entspricht auch meiner Erfahrung mit dem Kelly.
Cavaillé hat geschrieben:Unter dieser Voraussetzung kann man mit dem Screamer m.E. für eine ganze Weile (Wochen bis Monate) dem Ansatzsystem die beabsichtigten Anreize setzen.
Wie geht es dann weiter ? Kommt jetzt doch der V-shaped Cup ins Spiel ? Oder anders gefragt, gibt es noch was "ekligeres" als den Kelly Screamer ?

Gruß, Thomas
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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von dunbia » Montag 28. März 2016, 21:58

Cavaillé hat geschrieben:gibt es noch was "ekligeres" als den Kelly Screamer ?
von der Stange: Giardinelli 12/17s!?
teurer aber individuell veränderbar:
zum Mundstückmacher deines Vertraunes fahren, und Dich den von Dir vorgenommenen "Ekligkeitsstufen" stellen.
dann allenfalls immer noch "ekliger" werden und ausprobieren (in nicht zu kurzen Intervallen-Gewöhnungszeit).
ich selber habe die von Bixel beschriebenen Erfahrungen genauso gemacht und die Freude an einem immer aufwandärmeren Spielen entdeckt.
Soundideal/Effizienz priorität, Höhe zweitrangig, aber auch da gehts vorwärts..

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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von Bixel » Dienstag 29. März 2016, 08:52

Cavaillé hat geschrieben:Wie geht es dann weiter ? Kommt jetzt doch der V-shaped Cup ins Spiel ? Oder anders gefragt, gibt es noch was "ekligeres" als den Kelly Screamer ?
Bei mir haben sich über die Jahre folgende weitere Ekligkeiten versammelt (Auflistung ungefähr mit nach unten zunehmender Ekligkeit):

- Schilke 6A4A
- Kanstul M-MF11 P
- Giardinelli 12S/12M und 17S/17M
- Bach 20C
- Warburton BWA (eklig!)
- Bob Reeves 39 (sehr eklig!)

Bei mir ist der Prozess des sukzessiven Downsizings in der Spielpraxis seit gut zwei Jahren bei Giardinellis der 12er Größe zum Stehen gekommen: 12M für alle Tage, 12S für Lead, 12FL für das Flügelhorn.
Der Rand der 17er Giardinellis fühlt sich übrigens weiter an als jener der 12er, obwohl der 17er eigentlich um 0.25 mm enger sein sollte.

Zum Buzzen greife ich - trotz meiner Festlegung in der Spielpraxis auf 12er Giardinellis - nach wie vor hin und wieder zu einer der oben genannten (extremen) Ekligkeiten.

Man muss bedenken, dass das Ziel des Downsizings nicht ein "unendlich klein" Werden ist, sondern, dasjenige Mundstückkaliber zu finden, welches den besten Kompromiss bietet aus ökonomischem Spiel einerseits und Verwirklichung der eigenen Klangvorstellung über den gesamten Tonumfang andererseits.
Der "limitierende Faktor" des Downsizings ist hierbei m.E., die (zu erhaltende) Beherrschung der kleinen Oktave mit vertretbarem Sound.
Wollte ich nicht auch die Töne unter dem C1 gut kontrollierbar spielen können, würde ich möglicherweise ein noch engeres/flacheres Mundstück anstreben; dies ist (zumindest bei meiner Anatomie) aber offenbar nicht machbar/sinnvoll.
Jemand anders wird sich - mit seiner Anatomie und seinem Klangideal - sehr wahrscheinlich bei einem anderen Kaliber "einpendeln".

Die "V-Cup-Geschichte", wie sie Nicholson und der (im TH nach wie vor erstaunlich mitteilsame) User shakuhachi betreiben, erschließt sich mir nicht. Ich mag die V-Kesselform nicht - weder zum Üben noch zum Spielen.

:roll:
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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von gozilla » Dienstag 29. März 2016, 09:32

Bixel hat geschrieben:
Cavaillé hat geschrieben:Wie geht es dann weiter ? Kommt jetzt doch der V-shaped Cup ins Spiel ? Oder anders gefragt, gibt es noch was "ekligeres" als den Kelly Screamer ?
Bei mir haben sich über die Jahre folgende weitere Ekligkeiten versammelt (Auflistung ungefähr mit nach unten zunehmender Ekligkeit):

- Schilke 6A4A
- Kanstul M-MF11 P
- Giardinelli 12S/12M und 17S/17M
- Bach 20C
- Warburton BWA (eklig!)
- Bob Reeves 39 (sehr eklig!)

Bei mir ist der Prozess des sukzessiven Downsizings in der Spielpraxis seit gut zwei Jahren bei Giardinellis der 12er Größe zum Stehen gekommen: 12M für alle Tage, 12S für Lead, 12FL für das Flügelhorn.
Der Rand der 17er Giardinellis fühlt sich übrigens weiter an als jener der 12er, obwohl der 17er eigentlich um 0.25 mm enger sein sollte.

Zum Buzzen greife ich - trotz meiner Festlegung in der Spielpraxis auf 12er Giardinellis - nach wie vor hin und wieder zu einer der oben genannten (extremen) Ekligkeiten.

Man muss bedenken, dass das Ziel des Downsizings nicht ein "unendlich klein" Werden ist, sondern, dasjenige Mundstückkaliber zu finden, welches den besten Kompromiss bietet aus ökonomischem Spiel einerseits und Verwirklichung der eigenen Klangvorstellung über den gesamten Tonumfang andererseits.
Der "limitierende Faktor" des Downsizings ist hierbei m.E., die (zu erhaltende) Beherrschung der kleinen Oktave mit vertretbarem Sound.
Wollte ich nicht auch die Töne unter dem C1 gut kontrollierbar spielen können, würde ich möglicherweise ein noch engeres/flacheres Mundstück anstreben; dies ist (zumindest bei meiner Anatomie) aber offenbar nicht machbar/sinnvoll.
Jemand anders wird sich - mit seiner Anatomie und seinem Klangideal - sehr wahrscheinlich bei einem anderen Kaliber "einpendeln".

Die "V-Cup-Geschichte", wie sie Nicholson und der (im TH nach wie vor erstaunlich mitteilsame) User shakuhachi betreiben, erschließt sich mir nicht. Ich mag die V-Kesselform nicht - weder zum Üben noch zum Spielen.

:roll:
Guten Morgen Bixel,
wahre und weise Worte am Morgen
kann ich nur unterschreiben :gut:
Das Ziel sollte nicht möglichst klein sein sondern möglichst spielbar und klanglich hörbar :mrgreen:
Was hilft ein C4 wenn der Bereich zwischen g1 und c3 klanglich und intonationsmäßig eine Katastrophe ist und nichtmal für den Hausgebrauch reicht...spirch die Katze oder die Ehefrau flüchten...
Was meiner Meinung nach auch noch eine Rolle spielt ist die Verwendung von verschiedenen "extremen" Mundstücken und Tröten in einem BigBand Satz...gutes bzw eher schlechtes Beispiel dazu das Video der SuperC Bigband und die dazugehörige Aufnahme beim Derek Watkins Memorial. Auf der CD gibt es auch ein gutes Beispiel für das was ich weiter oben geschrieben habe (Bond Medley) in der ersten und zweiten Oktave ziemlich gewöhnungsbedürftig und ab c3 geht es dann wieder :mrgreen: :mrgreen:
Gruß G

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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von shakuhachi » Mittwoch 30. März 2016, 14:00

Der Begriff "Mindless Hardware Methodology" gefällt mir sehr gut, sofern er so gemeint ist, wie ich ihn verstehe:
Man überlässt es quasi dem "ausgefuchst" gewählten Mundstück und einem zielorientiert gewählten Katalog von Buzzing-(Binde-)Übungen, die für ein effiziente(re)s Trompetenspiel notwendigen (Um-)Konditionierungen vorzunehmen.

Der "Kopf" gönnt sich dabei insoweit eine Pause ("mindless"), als auf nichts als auf einen guten Sound geachtet wird.
Deshalb sollte man m.E. auch während des Übens keine Noten verwenden, sondern - in Kenntnis der prinzipiellen Übesystematik - improvisierend üben (gern: Kopf "aus" - Augen zu - Ohren auf).

....traue mich fast nicht, mich dazu zu äußern - aber ich überwinde mich trotzdem:

Bixel oben im Zitat hat es aber ja bereits auf den Punkt genau erfasst. :gut:

Ich verwende das Paket (nicht nur XPiece sondern auch reversable Rim) seit Anfang März und liebe es so sehr, dass ich es derzeit fast ausschließlich verwende. Nun bin ich ja mit den Maynard Mundstücken lange vertraut und habe auch die erst kürzlich erschienene Original-Kopie des 50er Jahre Calicchio Mundstücks - Original noch im Besitz von Roger Ingram - kopiert von Picket Brass (Ingram Vintage Maynard), welches einen etwas größeren, inneren Durchmesser als das XPiece aufweist, dafür aber eine kleinere Bohrung hat (#24 statt #23) und etwas flacher ist. Zudem ist der V-Kessel des XPiece konvex, während der des Caliccchio konkav ist.

Letzteres ist für mich zusätzlich zur generellen flachen V-Form noch entscheidender: konvexer Verlauf, also angelehnt an die MF original Jet-Tone Linie, allerdings mit definierterer Innenkante, wenn man überhaupt von "Kante" sprechen möchte. Diese "randlosen" konvex flach-V-ler erfreuen sich ja größter Unbeliebtheit und landen meistens in der Kellertruhe: man möchte grip und nicht so was schwammiges und greift daher lieber auf "dropped" Bauarten zurück - aber da liegt eigentlich der echte "Ekligkeitsaspekt" begraben.

Unter "Ekligkeitsaspekt" verstehe ich maximalen Zwang zur Effektivität ohne jegliche weitere Hilfe - das Kelly Screamer habe ich auch und es ist ein "Wohlfühl-Kuschel-Gerät" im Vergleich.

Um auf die Frage "warum V-cup" zu antworten, und hier ist aber wichtig, dass er wirklich "flach" ist: das hängt mit dem von Lynn propagierten "shift" zusammen, bei dem der innere Teil der Lippen mehr zum Einsatz gebracht werden soll (roll out, aber nicht gestülpt!) - bestens zu sehen bei Maynard in Extremform. Damit aber ist freilich ein bestimmtes Klangideal verbunden: wer "dunklere" Klangfarben bevorzugt und eher in Kammermusik/Klassik unterwegs ist, sollte die Finger davon lassen. Durch die konvexe Form wird der Effekt noch verbessert und das ggf. "Zumachen" der Lippenöffnung in extremer Höhe weiter hinausgezögert.

Diese Teile benötigen mehr Anpressdruck als normale Mundstücke und etwas mehr Lippeneindringen ins Mundstück als bei anderen Flachmundstücken, um den Effekt zu nutzen - mit eingerollten Lippen ist da weniger was zu holen - aber das ist schon wieder zuviel Gehirn: das System arbeitet eigentlich von selbst, eben "mindless": man liebt es, oder man hasst es und es landet in der Schublade.

Übrigens: ich kam von einem Downsize bezüglich der ID von .560 nun zurück zu diesen Teilen, die ungefähr bei .600 (um die 15 mm) liegen dürften...und größere Bohrungen als Standard für mehr Luftdurchfluss scheinen auch besser zu sein (weniger Gegendruck) um diesen "Unfold-Prozess" der Lippen zu unterstützen.

Hoffe das hilft etwas bei der Einschätzung....

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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von Dobs » Mittwoch 30. März 2016, 17:36

Wie weit bist Du denn inzwischen Deinem Ziel gekommen, Maynard-Ferguson-Feature-Nummern spielen zu können?
"Musik und Bier sind Themen, die traditionell sehr eng miteinander verbunden sind." - Sch.-Hausbrandt (Herri Bier)

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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von Cavaillé » Mittwoch 30. März 2016, 19:06

Bixel hat geschrieben:Bei mir haben sich über die Jahre folgende weitere Ekligkeiten versammelt (Auflistung ungefähr mit nach unten zunehmender Ekligkeit):- Schilke 6A4A- Kanstul M-MF11 P- Giardinelli 12S/12M und 17S/17M- Bach 20C- Warburton BWA (eklig!)- Bob Reeves 39 (sehr eklig!)
Zu meiner Orientierung, an welcher Stelle wäre denn der Kelly Screamer einzuordnen ?

Gruß, Thomas
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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von Bixel » Mittwoch 30. März 2016, 19:40

Cavaillé hat geschrieben:Zu meiner Orientierung, an welcher Stelle wäre denn der Kelly Screamer einzuordnen ?
Der Screamer ist nicht eklig genug für diese Liste - der käme also ganz oben drüber.

:mrgreen:
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shakuhachi
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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von shakuhachi » Donnerstag 31. März 2016, 07:57

von Dobs » Mittwoch 30. März 2016, 17:36

Wie weit bist Du denn inzwischen Deinem Ziel gekommen, Maynard-Ferguson-Feature-Nummern spielen zu können?
...mühsam ernährt sich das Eichhörnchen... aber es wird langsam - ohne mich jetzt wirklich mit MF vergleichen zu wollen oder damit auftreten zu wollen!

Immerhin kann ich jetzt bis d3/e3 musikalisch einbinden (z.B. Danny Boy, Move Over, People ..) und mein sound is durchgängig meinem Ideal entsprechend.

...wenn ich mal die Passage in Danny Boy bis c4 und dann glissando runter schaffe, melde ich mich wieder :Banana:

...aber diese musikalischen Meditationsübungen mit MF-Nummern und das play along mit den Originalen ist deutlich effektiver und mit mehr Spass behaftet als Etüden zu exerzieren....

Für meine 60 Jährchen eine durchaus bereichernde Sache!

PS.: die frontdend Hardware von Maynard hat m.E. durchaus was mit seiner bewundernswerten Lässigkeit auf der Trompete zu tun...

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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von gozilla » Donnerstag 31. März 2016, 08:16

Moin moin,
immer schön weiter üben dann wird das...
mal so zur Motivation heute morgen ...zwar nicht Maynard selbst aber auch ein sehr sehr Guter...und in diesem Fall musikalisch auch hörenswert
https://www.youtube.com/watch?v=EgkpLvWZKN8

und der Meister
https://www.youtube.com/watch?v=l07d4XrN-8w

auch ein Guter
https://www.youtube.com/watch?v=oWGyatVr3NY

spielt das wahrscheinlich aus der kalten Hose raus ;-)

Viel Spaß
G

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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von Jamer » Dienstag 31. Mai 2016, 10:48

Ich will hier mal kurz eine Sidefrage aufwerfen:

Hier wird tw explizit von dem Verwenden des V-cups für klassiker abgeraten.

ABER: Sind wird nicht gerade Drehventiltrompeten-Mundstückherstellern (Breslmair, Yammi e4, Windhager) - die doch überwiegend Klassiktrompeter beliefern - diejenigen welche den V-Cup für Drehventiltrompete am geeignetsten erachten? Und Drehventiltrompeten findet man doch ÜBERWIEGEND in der Klassik....

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Re: Lynn Nicholson Video

Beitrag von shakuhachi » Dienstag 31. Mai 2016, 15:55

Hier wird tw explizit von dem Verwenden des V-cups für klassiker abgeraten.

ABER: Sind wird nicht gerade Drehventiltrompeten-Mundstückherstellern (Breslmair, Yammi e4, Windhager) - die doch überwiegend Klassiktrompeter beliefern - diejenigen welche den V-Cup für Drehventiltrompete am geeignetsten erachten? Und Drehventiltrompeten findet man doch ÜBERWIEGEND in der Klassik....
...der thread bezieht sich auf das Video von Lynn Nicholson und damit auf das sogenannte "commercial" Spielen in extremer Höhe mit "breitem Sound" wie z.B. Big Band Musik.

V-Cups erzeugen natürlich einen "dunkleren" Klang als C-Cups bei gleichem Cup Volumen. Je geringer aber das Cup Volumen - je flacher also der Kessel - desto geringer wird der Unterschied sein und insgesamt Richtung "breitem" (obertonreichen) Klang verschoben werden.

Die Warnung bezieht sich also nur auf die speziell super flachen v-Cups des typ Maynard Ferguson, falls ein Klassiker damit experimentieren wollte.

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