Hohe laute Töne

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Trumpetralfino
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Re: Hohe laute Töne

Beitrag von Trumpetralfino » Dienstag 24. September 2013, 15:23

AlexRu hat geschrieben: Ralf, wenn jemand ein c4 kann und auch noch mehrmals anstoßen, braucht er sich sicherlich bis g3 keine großen Gedanken machen. Für mich liegt genau darin der Hauptsinn.
Ja, da kann ich dir uneingeschränkt zustimmen !
Das Gefühl bei vielen Post's läßt einen aber vermuten, ein C4 sei das Non Plus Ultra für einen Trompeter. "DAS" ist es aber nicht !
Richtig ist in der Regel, dass die meisten Profis sicher ihre hohen Töne spielen können, wenn Sie darüber eine Reserve von einer Terz haben.

Natürlich weiß ich auch als Egomane auf der Trompete, dass es geil ist, höher als seine Mitstreiter spielen zu können.
Ich erinnere mich sehr gut an die Gala's mit Hugo Strasser, dass der letzte lange auszuhaltende Ton ein As 2 war, (Yesterday Man)
das konnte ich nach 6 Stunden oktavieren (also As 3), könnte ich heute nicht mehr.

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Re: Hohe laute Töne

Beitrag von burt » Dienstag 24. September 2013, 15:25

lurchi hat geschrieben:Mein Hochtonansatz klingt, so weit ich das beurteilen kann, voll und klar, in der richtigen Oktave.
Dann lass mal hören. :)

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Re: Hohe laute Töne

Beitrag von orlando_furioso » Dienstag 24. September 2013, 15:29

@AlexRu: Nicht falsch verstehen, ich möchte dieses Konzept (High Gear/Low Gear) nicht schlechtreden. In England fährt man auch auf der linken Seite Auto und es klappt. Wenn man damit klar kommt isses ja völlig okay.

Es ging mir nur um eine andere Antwort auf die Frage von trumpetralfino: "Wieso sollte man überhaupt screamen?"

Er meint (wenn ich ihn recht verstanden habe), es wäre musikalisch nicht notwendig. Damit dient das Antrainieren eines speziellen Ansatzes für High Notes lediglich der Befriedigung des eigenen Egos: "ich bin ja so toll, weil ich ein C4 quietschen kann ...

Dem wollte ich eine andere These gegenüberstellen: das es durchaus sinnvoll sein kann Screamen zu üben, wenn man es als ultimatives Kriterium für sein Trompetenspiel erachtet: "Wenn ich das kann, dann mache ich alles richtig ..."

Dabei lasse ich jetzt aussen vor, ob es in der praktischen Ausübung musikalisch notwendig, unterhaltsam fürs Publikum oder einfach nur ge!l für den Ausführenden ist.
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Re: Hohe laute Töne

Beitrag von Sandu » Dienstag 24. September 2013, 15:45

orlando_furioso hat geschrieben: "Wenn ich das kann, dann mache ich alles richtig ..."
Würdest Du das unterschreiben?

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Re: Hohe laute Töne

Beitrag von Trumpetralfino » Dienstag 24. September 2013, 15:47

orlando_furioso hat geschrieben: Es ging mir nur um eine andere Antwort auf die Frage von trumpetralfino: "Wieso sollte man überhaupt screamen?"
Er meint (wenn ich ihn recht verstanden habe), es wäre musikalisch nicht notwendig. Damit dient das Antrainieren eines speziellen Ansatzes für High Notes lediglich der Befriedigung des eigenen Egos: "ich bin ja so toll, weil ich ein C4 quietschen kann ...
[/color]
Lieber Orlando,

Ich kann mich garnicht erinnern gefragt zu haben, "wieso solle man überhaupt screamen?"
Ebenso die weitere Aussage ist nicht von mir. Nur zur Richtigstellung !°
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Re: Hohe laute Töne

Beitrag von orlando_furioso » Dienstag 24. September 2013, 16:03

Trumpetralfino hat geschrieben: Wer braucht denn das ? Was will man damit beweisen ? D4 G4 ? ...und noch höher streben ! ?
"Trompeter dieses Forum. schaut auf diese Töne!"
(vergesst dabei aber nicht, was das wesentliche des Trompetenspiels ist. Musik ! Gut gespielte Musik !!)
Okay, ich habe mein Verständnis dieser Zeilen jetzt frei wiedergegeben ... :wink:
Oder hab ich dich völlig falsch verstanden? Dann bitte ich dich, meinem Verstand Nachhilfe zu erteilen.
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Re: Hohe laute Töne

Beitrag von Dobs » Dienstag 24. September 2013, 16:07

Könntet Ihr vielleicht etwas konkreter sein, was genau ihr unter einem vergleichsweise "anderen" Ansatz versteht? Meine Lippenspannung ist im Ergebnis prinzipiell bei jedem Ton unterschiedlich. Ist das schon ein anderer Ansatz?

Das High Gear Low Gear Gehupe von Nick Drozdoff basiert auf dem Konzept, das Walt Johnson in dem Heftchen "Double High C in 10 Minutes" vorgelegt hat. Dabei liegen im "normalen" Tonbereich die Lippen aufeinander während im extremen Register die Oberlippe ÜBER die Unterlippe geschoben wird, so dass das Lippenrot der Unterlippe verdeckt ist und keinen Kontakt zum Mundstück erhält. Abgesehen von diesem "Trick" basiert die Methode dann auf üben, diese beiden unterschiedlichen Ansätze zu verbinden, dass der Zuhörer auch bei schnellen Otakvwechseln und Läufen, das Umschalten nicht bemerkt. Diese Technik wenden Ross und Rapa m. E. sichtbar nich an.
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Re: Hohe laute Töne

Beitrag von orlando_furioso » Dienstag 24. September 2013, 16:10

IMHO ist BE solch eine Technik!
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Re: Hohe laute Töne

Beitrag von Bixel » Dienstag 24. September 2013, 16:30

Dobs hat geschrieben:Könntet Ihr vielleicht etwas konkreter sein, was genau ihr unter einem vergleichsweise "anderen" Ansatz versteht?
Bei Ross und Sandoval sehe ich (der ich es sehen will :wink: ), wie beim "Hochhangeln" durch die Oktaven jedes Mal das Mundstück neu angesetzt wird, wobei sich die Ansatzstellung vor jedem neuen Ansetzen (in Richtung RI) verändert hat.
Dies betrifft nach meinem Eindruck Ober- und Unterlippe.

Ich (der ich es erkennen will :wink: ), erkenne deutlich, wie die "Oberkante" des Oberlippenrots bei Ross auf dem Weg zum C5 bei jedem neuen Ansetzen "nach unten wandert"; er rollt m.E. stufenweise beide Lippen zunehmend ein und verändert somit erkennbar die Kontaktfläche seiner Lippen mit dem Mundstück.
Er bildet also für das C2 einen "vergleichsweise anderen" Ansatz als für das C3 - und für das C4 einen "vergleichsweise anderen" Ansatz als für das C3 - und für das C5 einen...

:o
.
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Re: Hohe laute Töne

Beitrag von Dobs » Dienstag 24. September 2013, 16:58

Bixel hat geschrieben:Ich (der ich es erkennen will :wink: ), erkenne deutlich, wie die "Oberkante" des Oberlippenrots bei Ross auf dem Weg zum C5 bei jedem neuen Ansetzen "nach unten wandert"; er rollt m.E. stufenweise beide Lippen zunehmend ein und verändert somit erkennbar die Kontaktfläche seiner Lippen mit dem Mundstück.
Er bildet also für das C2 einen "vergleichsweise anderen" Ansatz als für das C3 - und für das C4 einen "vergleichsweise anderen" Ansatz als für das C3 - und für das C5 einen...
.
Ich finde, das Stufenweise einrollen der Lippen, je höher, je mehr, ist für sich genommen ein (1) Ansatz für alle Oktaven. Fällt Dir spontan jemand ein, der das anders macht?
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Re: Hohe laute Töne

Beitrag von catfan » Dienstag 24. September 2013, 17:01

Lynn Nicholson, Maynard Ferguson.

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Re: Hohe laute Töne

Beitrag von Trumpetralfino » Dienstag 24. September 2013, 17:05

Trumpetralfino hat geschrieben: Wer braucht denn das ? Was will man damit beweisen ? D4 G4 ? ...und noch höher streben ! ?
"Trompeter dieses Forum. schaut auf diese Töne!"
(vergesst dabei aber nicht, was das wesentliche des Trompetenspiels ist. Musik ! Gut gespielte Musik !!)
orlando_furioso hat geschrieben:Okay, ich habe mein Verständnis dieser Zeilen jetzt frei wiedergegeben ... :wink:
Oder hab ich dich völlig falsch verstanden? Dann bitte ich dich, meinem Verstand Nachhilfe zu erteilen.
Es steht doch schon da ! Bei allem Streben nach C4 oder von mir auch alles oberhalb von C3, nicht vergessen, die Musik ist es,
die man gut gespielt widergeben soll. Ein berühmter Höhentrompeter sagte einmal : " Die Höhe ist nur 20% meiner Arbeit ! Dieser Anteil gehört auch meinen Übungen !"
Lies meine anderen Beiträge hier in diesem Thread, da steht meine ungeschminkte Meinung.

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Re: Hohe laute Töne

Beitrag von catfan » Dienstag 24. September 2013, 17:18

Ralf, ich denke Du verstehst nicht, worum es hier geht. Hier hat denk ich niemand die Absicht Töne über c3 zu fiepsen und in den Registern darunter schlecht zu klingen und unmusikalisch zu spielen. Es geht HIER um High Notes und wie man diese erreicht und auch laut spielen kann. Dazu dient eventuell das von Yogi gezeigte. Verstehst Du?? Allen anderen Bereichen wird jeder die Aufmeksamkeit widmen, die sie nötig haben. Aber das wird nicht im High Notes Forum besprochen.
Zuletzt geändert von catfan am Dienstag 24. September 2013, 17:21, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Hohe laute Töne

Beitrag von Dobs » Dienstag 24. September 2013, 17:19

Trumpetralfino hat geschrieben:Es steht doch schon da ! Bei allem Streben nach C4 oder von mir auch alles oberhalb von C3, nicht vergessen, die Musik ist es,
die man gut gespielt widergeben soll. Ein berühmter Höhentrompeter sagte einmal : " Die Höhe ist nur 20% meiner Arbeit !
Mag sein, aber weil es so wenige können gibt es für die 20% wahrscheinlich 80% der Kohle.
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Re: Hohe laute Töne

Beitrag von Trumpetralfino » Dienstag 24. September 2013, 17:40

Trumpetralfino hat geschrieben:Es steht doch schon da ! Bei allem Streben nach C4 oder von mir auch alles oberhalb von C3, nicht vergessen, die Musik ist es,
die man gut gespielt widergeben soll. Ein berühmter Höhentrompeter sagte einmal : " Die Höhe ist nur 20% meiner Arbeit !
Dobs hat geschrieben:Mag sein, aber weil es so wenige können gibt es für die 20% wahrscheinlich 80% der Kohle.
Das sehe ich nicht so ! Die meisten amerikanischen Trompeter spielen hoch. Es gibt davon jede Menge.
Die Kohle gibt es nur in guten Orchestern und im Studio.
Da kommt es auf Musikalität, Blattspielen, Stilistik, Sicherheit, Zeit und Erfahrung an.
Es ist ein Zusammenspiel von all diesen Faktoren, die eben nicht sehr viele besitzen !
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