Komme nicht wirklich hoch - Ansatzprobleme?

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Rinderbraten95
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Komme nicht wirklich hoch - Ansatzprobleme?

Beitrag von Rinderbraten95 » Dienstag 30. Juli 2013, 18:24

Hey

ich spiele seit 4 Jahren Trompete... habe am Anfang viel geübt, dann während der Jugendorchester-Zeit fast gar nicht... Nun im Hauptorchester übe ich wieder täglich etwa 1 Stunde.. das mache ich seit fast 2 Monaten und kam bis vor kurzem trotzdem nur bis zum e'' (2) beim spielen, bei den Bindeübungen war beim a'' (2) Schluss.

Dann habe ich heute mal meinen Ansatz umgestellt und aus meinen Zusammengezogenen Mundwinkeln (Quasi Mund schmal gemacht, so habe ich bis heute immer gespielt) einfach beim die Mundwinkel (Ansatz) Angespannt und Mindwinkel ein bisschen nach außen gezogen, Kinn leicht nach unten. Dann den Ton mit dem Zungenrücken hoch gezogen und siehe da, es kam Plötzlich ein halbwegs klingendes f''' (3) aus meiner Trompete heraus. Habe dann ein wenig auf so hohen Tönen rum gegurkt damit ich bis zum c''' (3) treffsicherer werde, aber mein Erfolg hielt nur Kurz an. Schon nach vielleicht 10 Minuten, wenn überhaupt, gingen die hohen Töne nicht mehr. Ich habe zwar das f'' (2) ziemlich sicher getroffen, was bis dahin auch schon nur mit viel drücken und quetschen möglich war (ich rede jetzt gerade vom Anstoßen) aber mit der Höhe war plötzlich Ende.

Ist mein Ansatz dafür einfach zu schlapp, so dass er nicht so lange durchgehalten hat, oder habe ich diese eben erst erlerne "Technik" jetzt schon wieder völlig vergessen und kriegs nicht mehr hin?

Mache mir langsam echt Sorgen, was mein Trompete spielen angeht. Ich nehme auch Unterricht, aber mein Lehrer meinte nur ich solle die Ansatzmuskeln bei den Mundwinkeln anspannen und versuchen nicht so verkrampfen und nicht zu drücken in der Höhe. Also ganz locker bleiben, auch oben.... leichter gesagt als getan dachte ich mir immer. Ich hatte bzw. habe Befürchtungen, ewig auf der 3. Trompete sitzen zu bleiben. Dabei ist mein Ziel, bald die 1. Trompete und Soli zu spielen wie den Dessauer oder die Posten vom Zapfenstreich mit spielen zu dürfen.... Mein Opa hat das früher immer gemacht, aber der spielt schon seit 15 Jahren keine Trompete mehr... in 4 Jahren wird er 80 und zu seinem Geburtstag kommt der Musikverein, wie bei allen ehemaligen Musikern, die mindestens 10 Jahre im Verein sind/ waren, um ein Ständchen zu spielen. Und auf dem Geburtstag würde ich gerne den Dessauer mit der alten Conn von meinem Opa spielen. (Übe immer mit der Trompete, statt mit meiner Yamaha)

Ist das ein realisierbares Ziel? Denn dafür muss das c''' (3) ja sitzen.

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RealC
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Re: Komme nicht wirklich hoch - Ansatzprobleme?

Beitrag von RealC » Dienstag 30. Juli 2013, 19:03

Rinderbraten95 hat geschrieben:...Dann habe ich heute mal meinen Ansatz umgestellt...
Ich habe meinen Ansatz auch umgestellt, im ersten Halbjahr 2010...aber sicherlich nicht an einem Nachmittag. Du hast lediglich experimentiert.

Ich finde es gut, dass du dir Ziele setzt - aber die erreicht man auf der Trompete nur mit einer gewissen Systematik. Da du erst seit 4 Jahren spielst, ist eine begleitende Aufsicht durch einen Lehrer unabdingbar. Erhoffe dir keine zu großen Sprünge, indem du autodidaktisch den Ansatz umstellst und dies per Internetforum validieren lässt.

Rinderbraten95
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Re: Komme nicht wirklich hoch - Ansatzprobleme?

Beitrag von Rinderbraten95 » Dienstag 30. Juli 2013, 19:16

na gut sagen wir ich habe experimentiert, da ich auf die weise aber schon deutlich höher gekommen bin als zuvor, werde ich versuchen es in zukunft immer so zu machen... Ich erhoffe mir keine zu großen Sprünge, war nur leicht am verzweifeln, da ich dieses feste Drücken mit dem Mündstück an die Lippen einfach nicht raus bekomme und auch das verschieben des unterkiefers, wenn ich mich drauf konzentriere, immer wieder auftritt.

ich hatte bzw. habe einfach das gefühl, ich bin zu blöd um trompete zu spielen. Ich habe schon so oft wieder was neues ausprobiert, und da wieder die lippen anders geformt, den ansatz verändert, die trompete anders angesetzt und nichts hat anhaltende erfolge gebracht. auch jetzt habe ich das gefühl, ich würde noch zu verkrampft an die sache ran gehen. Meine Ansatzmuskeln sind nach ein paar hohen Tönen (für mich hoch) schon fertig. ich hoffe dass das überhaupt nochmal was wird... aber ich glaub einfach ich hab irgendwo nen wurm drin. irgendwas das ich immer und immer wieder falsch mache, was aber auch mein lehrer nicht erkennt.

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Re: Komme nicht wirklich hoch - Ansatzprobleme?

Beitrag von RealC » Dienstag 30. Juli 2013, 21:38

Dann solltest du den Lehrer wechseln. Es werden sicher nicht die Muskeln sein, die bereits nach einigen Tönen schlappmachen, sondern die Lippen, die den Druck nicht aushalten, wenn du keine entsprechende Spannung in diesen aufbaust.

Wenn der Lehrer dir nicht weiterhelfen kann, wozu gehst du noch zu ihm und bezahlst ihn dafür?

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Re: Komme nicht wirklich hoch - Ansatzprobleme?

Beitrag von Cavaillé » Donnerstag 1. August 2013, 09:20

Eigentlich sind solche Probleme mit einer Fernhilfe nicht lösbar, es führt ja dann auch immer wieder zu vielen, meist wenig hilfreichen Spekulationen, denen ich mich jetzt auch anschließe:

Ich zitiere jetzt mal Frits Damrow, der sinngemäß sagt, dass die meisten Ansatzprobleme Luftprobleme sind und dass eine Arbeit an der Atmung den größten Teil dieser Probleme löst.
Zu diesem Teil empfehle ich http://www.thomann.de/de/polymnia_press ... jacobs.htm. Ist ein schmales DIN A4 Bändchen mit vielen Wiederholungen, den man an 2 Abenden durchackern kann.
Wenn Du dann immer noch über Deinen Ansatz nachdenken willst schau Dir zur Orientierung die Videos dieses Zuckerschnäuzchens an http://mysterytomastery.com/, wenn dann noch Bedarf an theoretischer Auseinandersetzung besteht findest Du hier http://www.bbtrumpet.com/works.html einen reichen Schatz an eBooks und freiem Material, die exzellent sind.

Insbesondere bietet sich die Auseinandersetzung damit an, um evtl. einem neuen Lehrer nicht völlig unbedarft gegenüberzutreten. Du musst Dir dabei überlegen, ob Du mit jemandem arbeiten kannst, der selbst ein "Naturtalent" ist und unreflektiert gut spielt, oder ob Du einen Typen brauchst, der Dir erklären kann, was ungefähr abläuft oder welche Übungen notwendig sind, um Dich dahinzubringen.

Mit besten Grüßen

Thomas
The trumpet is steadfast and loyal. It makes us grow up, in order to Play. John Daniel

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Re: Komme nicht wirklich hoch - Ansatzprobleme?

Beitrag von SAMARA » Donnerstag 1. August 2013, 16:30

Hi,
mir pers. hat es geholfen, einfach auch mal hohe Sachen in den Stücken notiert zu haben. Weil wenn man nur in mittlerer Lage rumdaddelt, dann is darüber einfach Schluss, einfach weil: MAN ES SONST NIE TUT!
Bigband 2. Stimme is schon recht hoch (bis zum d''' ) aber je öfter man die Sachen ÜBT/spielt, desto einfacher wirds. Spiel ich aber 2 Stunden Choräle, dann is danach auch nix mehr mit c''' oder so. Ich kenn Leute, die spielen super ne 2. Stimme, aber kommen übers c2 nicht raus, einfach weil sie dort nie im Leben gespielt haben und es nicht brauchten oder trainiert haben. Wenn man aber höher spielen möchte, muss man auch genau das trainieren. Langsam und stetig. Und am besten mit kompetenter Unterstützung eines Lehrers.

Viele Grüße, Samara
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