Probleme mit höheren Tönen

Get the Range ! :o)

Moderator: Die Moderatoren

lbhb94an
Gerade Registriert
Beiträge: 2
Registriert: Donnerstag 6. Januar 2011, 20:42
Meine Instrumente: B-Trompete

Probleme mit höheren Tönen

Beitrag von lbhb94an » Donnerstag 6. Januar 2011, 21:06

Hi
ich spiele jetzt seit ca. dreieinhalb Jahren Trompete und bin jetzt seit kurzem in einer BigBand.
Dort müssen wir mindestens bis zum d3 kommen, ich komme aber nur bis zum f2 selten mal zum g3.
Ich weiß ja, dass das eigentlich keine sehr hohen Töne sind.
Ich trage seit einem Jahr eine Zahnspange und seit dem hab ich mich nicht verbessert obwohl ich fast jeden
Tag übe.
Obwohl die anderen Trompeter schon 4 Jahre spielen wird erwartet das ich so gut spiele wie die.
Mein Trompetenlehrer sagt, man könnte das eigentlich nur mit langem Üben, Erfahrung und Geduld lernen. Geht das nicht auch
schneller? Könnte das auch an der Zahnspange liegen?
Hat jemand Tipps? Danke schon im Voraus.

Rainer H
Unverzichtbar
Beiträge: 1489
Registriert: Freitag 10. Juli 2009, 10:47
Meine Instrumente: .

Re: Probleme mit höheren Tönen

Beitrag von Rainer H » Freitag 7. Januar 2011, 06:59

Aus eigener Erfahrung !!
Das braucht Zeit Übedisziplien und mit Gewalt erreichst Du nur das Genteil, es geht nähmlich dann rückwerts
und immer locker bleiben, und nicht zulassen, das Dir jemand (auch Du selber ) Dich unter Druck setzt!
dann geht nämlich nichts mehr, und der Frust ist vorprogramiert.
Gruß Rainer

Benutzeravatar
well-blech
Unverzichtbar
Beiträge: 1055
Registriert: Donnerstag 17. März 2005, 20:53

Re: Probleme mit höheren Tönen

Beitrag von well-blech » Freitag 7. Januar 2011, 07:41

Hallo, und willkommen im Forum;
hast du bei der Zahnspange geher große oder kleine Brackets?
Da bist du ja zwangsläufig im ziemlich druckarmen Ansatzbereich.
Damit bis f3/g3... na, das ist schon mal ne Hausnummer - :roll:
Was spielt ihr sonst so für Stücke (die bis d3 hoch müssten...)
well
blech

Hochwälder
Unverzichtbar
Beiträge: 1537
Registriert: Donnerstag 9. November 2006, 13:31
Meine Instrumente: Trp: B&S DBX, Curry 20C
Flg:Yamaha 631 GS, Curry
Korn: Olds Special, Schilke 11
Picc: B&S Meister Scherzer, Schilke 11AX
Wohnort: Schwarzwälder Hochwald (Saarland)

Re: Probleme mit höheren Tönen

Beitrag von Hochwälder » Freitag 7. Januar 2011, 08:20

Hallo und willkommen im TF,
lbhb94an hat geschrieben:Mein Trompetenlehrer sagt, man könnte das eigentlich nur mit langem Üben, Erfahrung und Geduld lernen. Geht das nicht auch schneller?
Dein Lehrer hat Recht !
Ein sicheres f2/g2 sollte nach 3 Jahren Ausbildung in jedem Fall drin sein.
Um jedoch sicher in die dritte Oktave zu spielen, und sei es 'nur' bis d3 ist ein gewisser täglicher Übeaufwand idR unumgänglich. Bist du dazu bereit, sagen wir mal täglich eine Stunde oder mehr zu investieren?
Dazu einen guten Übeplan und Geduld. Ein allgemein guter Tipp ist das Mundstück-Buzzing, auch die Atmung ist in vielen Fällen schlecht bis unbrauchbar (über die Suchfunktion findest du darüber viele Tipps). Sprich mit deinem Lehrer darüber und knie dich rein, dann bist du in ein, zwei Jahren vielleicht oben dabei. Viel Erfolg.
LG
Wer nie vom Weg abkommt, der bleibt auf der Strecke.
Volksmund

Benutzeravatar
Stiffler2006
PowerPoster
Beiträge: 97
Registriert: Dienstag 6. Oktober 2009, 12:47
Meine Instrumente: Bach Stradivarius ML 72
Jupiter Taschenkornett
Jupiter B Trompete
Piccolotrompete
Tomomi Kato B Trompete

Re: Probleme mit höheren Tönen

Beitrag von Stiffler2006 » Freitag 7. Januar 2011, 08:49

Wer hohe Töne spielen will braucht wirklich Zeit und Geduld. Bis bei mir die Höhen so sitzen, wie ich es wollte dauerte es bei mir ziemlich lange....... aber wer sein Ziel erreichen will muss üben, auch wenn es bei einem schneller oder auch mal langsamer geht. Bei einem Puzzle sieht man auch nicht, wie lange man gebraucht hat, man sieht immer nur das fertige Ergebnis. Es geht bei mir auch manchmal ein paar Stufen zurück und dann wieder vorwärts. Aber ausdauerndes und tägliches Üben hilft ungemein. Mittlerweile übe ich seit 1,5 Jahren meine 1 bis 2 Stunden täglich und es macht sich unglaublich bemerk - und hörbar. Gib nicht auf, dann wirst du es schaffen.
Ich übe nur mit Quinque und Arban. Ab und an übe ich auch Clarke.

Benutzeravatar
Stiffler2006
PowerPoster
Beiträge: 97
Registriert: Dienstag 6. Oktober 2009, 12:47
Meine Instrumente: Bach Stradivarius ML 72
Jupiter Taschenkornett
Jupiter B Trompete
Piccolotrompete
Tomomi Kato B Trompete

Re: Probleme mit höheren Tönen

Beitrag von Stiffler2006 » Freitag 7. Januar 2011, 10:51

Der Spruch hier passt super zum Thema:

♥ WAS WIR WERDEN ♥
♥♥
der höchste lohn
für unsere bemühungen ist nicht das.
was wir dafür bekommen.sondern das.
was wir dadurch werden.

Benutzeravatar
Bixel
Unverzichtbar
Beiträge: 8323
Registriert: Samstag 27. Dezember 2008, 08:30
Meine Instrumente: bezahlt

Re: Probleme mit höheren Tönen

Beitrag von Bixel » Freitag 7. Januar 2011, 11:01

Stiffler2006 hat geschrieben: ♥ WAS WIR WERDEN ♥
♥♥
der höchste lohn
für unsere bemühungen ist nicht das.
was wir dafür bekommen.sondern das.
was wir dadurch werden.
Da ächzt das Poesiealbum...

:|
.
Zurück zum Thema...

hannes
Unverzichtbar
Beiträge: 2301
Registriert: Dienstag 22. Februar 2005, 16:35
Meine Instrumente: Harrelson 909, Harrelson 907 (modifizierte Bach Stradivarius), Courtois Flügelhorn

Re: Probleme mit höheren Tönen

Beitrag von hannes » Freitag 7. Januar 2011, 11:37

Neben all dem Üben gibt es schon ein paar "Tricks" sich das Leben der hohen Lagen leichter zu machen. Zunächst kann man die Mundstückgröße verringern. Allein dadurch kann es sein, etwas müheloser in der Höhe zu spielen (dazu kannst du auch im Thread Downsizing Einiges nachlesen). Zudem kann ich empfehlen, den Setpoint zu erhöhen und die Zunge zu Hilfe zu nehmen. Auch dazu gibt es viel nachzulesen.
Alle "Tricks" ersetzen leider nicht den regelmäßigen Fleiß mit Standardübungen (Buzzing, Bindungen, Töne halten, Staccatoübungen ...) und nicht zuletzt gilt: Wer hoch spielen will, muss auch hoch üben. :wink:

Hannes

buddy
Unverzichtbar
Beiträge: 7130
Registriert: Samstag 7. April 2007, 16:50
Meine Instrumente: Yamaha, Kanstul, Bach

Re: Probleme mit höheren Tönen

Beitrag von buddy » Freitag 7. Januar 2011, 12:00

Wie ist das eigentlich bei diesen bekannten Beispielen:
http://www.youtube.com/watch?v=3zGXjGZMpxg
http://www.youtube.com/watch?v=sSbkU_JpeuM

Alles nur Stütze, Lippenkraft und Zungenwölbung?
Gibt es eine Idee, warum das bei Rapa und Ross so unangestrengt aussieht?

Benutzeravatar
jamaika
Unverzichtbar
Beiträge: 1046
Registriert: Donnerstag 10. Mai 2007, 22:06

Re: Probleme mit höheren Tönen

Beitrag von jamaika » Freitag 7. Januar 2011, 12:08

buddy hat geschrieben: Gibt es eine Idee, warum das bei Rapa und Ross so unangestrengt aussieht?
Das beherrschen der Technik, Koerperkontrolle, richtiges Ueben usw.... :wink:

Gruss Jamaika

Benutzeravatar
martin
SuperPoster
Beiträge: 113
Registriert: Dienstag 24. Februar 2009, 13:27
Meine Instrumente: Stradivarius, Mod.43;
Yamaha 531GS Flgh.
Klavier
Wohnort: NRW

Re: Probleme mit höheren Tönen

Beitrag von martin » Freitag 7. Januar 2011, 12:14

@buddy

"[...]i can move my body however but szzzzzzzzz... it's still a double c ... mouth, you know." Könnte das vllt. ein Hinweis sein, dass Rapa anscheinend mit wenig Anspannung aber einer starken Kompression der Luft im Mund arbeitet?
'I play for musicians only.' - Dizzy Gillespie

Benutzeravatar
Bixel
Unverzichtbar
Beiträge: 8323
Registriert: Samstag 27. Dezember 2008, 08:30
Meine Instrumente: bezahlt

Re: Probleme mit höheren Tönen

Beitrag von Bixel » Freitag 7. Januar 2011, 12:30

buddy hat geschrieben: Alles nur Stütze, Lippenkraft und Zungenwölbung?
Gibt es eine Idee, warum das bei Rapa und Ross so unangestrengt aussieht?
Ich meine: optimale Koordination + hoher Setpoint.

Je stärker man die Lippen einrollt, desto weniger rohe Kraft benötigt man für dieselbe "Leistung".
Ross setzt darüber hinaus für besonders hohe Töne (C4 etc.) m.E. deutlich erkennbar um ("high gear - low gear").

Für einen hohen Setpoint bei Ross spricht m.E. auch, dass sein kleines G im Rahmen der Bindung (bei 0:28) recht mager ausfällt.
Einem hohen Setpoint "schmecken" die Töne unter dem C1 halt nicht.

:wink:
.
Zurück zum Thema...

stefan0011
SuperPoster
Beiträge: 154
Registriert: Donnerstag 9. Dezember 2010, 20:51
Meine Instrumente: glühen
Wohnort: Wien

Re: Probleme mit höheren Tönen

Beitrag von stefan0011 » Freitag 7. Januar 2011, 12:57

zu dem thread kann ich nur sagen: üben, üben, üben. gewissenhaft und effizient üben. denn von nix kommt nix. dazu braucht man einfach den biss und viel geduld.

ich spiele 7 jahre trompete, und komme selbst (mit anstrengung) zum c, d 3

wie schon erwähnt, manchmal gehts bergauf, bergab, dann wieder bergauf...
man muss sich einfach mit viel gedud ein ziel setzen und sich voranarbeiten.

lg
Kunst ist intentional verrauschte Information.

hannes
Unverzichtbar
Beiträge: 2301
Registriert: Dienstag 22. Februar 2005, 16:35
Meine Instrumente: Harrelson 909, Harrelson 907 (modifizierte Bach Stradivarius), Courtois Flügelhorn

Re: Probleme mit höheren Tönen

Beitrag von hannes » Freitag 7. Januar 2011, 13:38

martin hat geschrieben:@buddy

"[...]i can move my body however but szzzzzzzzz... it's still a double c ... mouth, you know." Könnte das vllt. ein Hinweis sein, dass Rapa anscheinend mit wenig Anspannung aber einer starken Kompression der Luft im Mund arbeitet?
:gut: So ist es wohl gemeint, wobei andere Ansatzbereiche wie Kontrolle über die Lippen (Einrollen ...) natürlich dazu gehören. Nur mit der Zunge funzt es nicht so einfach.

Hannes

VirtualTrumpet
SuperPoster
Beiträge: 191
Registriert: Samstag 10. März 2007, 20:00
Meine Instrumente: Stradivarius ML43
Mercury Mt. Vernon (1956)
Monette B6
Schilke 15A4

Re: Probleme mit höheren Tönen

Beitrag von VirtualTrumpet » Freitag 7. Januar 2011, 13:47

Nur ganz kurz zum Verständnis: Werden die Lippen (vom Standpunkt des Gegenübers aus gesehen) vor den Zähnen oder (bei der Oberlippe) unterhalb der Zähne eingerollt?

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast