High Note Trick

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Sebbel
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High Note Trick

Beitrag von Sebbel » Donnerstag 8. Januar 2009, 19:56

Guten Tag alle zusammen,
ich hab mir gerade mal dieses Video von Steve Reid angesehen http://www.youtube.com/watch?v=x5tg4ZjyaG0 und festgestellt, dass er, wenn er in die Höhe geht die "Kehlenmuskeln" anspannt, sodass sich die Kehlenöffnung verengt. Das hab ich jetzt auch mal ausprobiert und war ziemlich positiv überrascht. Die High Notes haben sich bei mir auf einmal richtig "fett" angehört, was bei mir sonst eher nicht passiert. Zudem könnte ich höher spielen.
Man hört ja sonst immer das man mit viel/schneller Luft in der Höhe spielen soll, um höher zu spielen, bei mir wurden die Töne dann aber nur lauter.
Auf Fall wollte ich euch mal bitten das auch auszuprobieren und eure Erfahrungen hier mitzuteilen.

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Bixel
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Re: High Note Trick

Beitrag von Bixel » Donnerstag 8. Januar 2009, 20:26

Hallo, Sebbel,
ich weiß nicht, was du da siehst.

Ich sehe etwas Anderes, nämlich einen weit offenen Hals.
Was genau du veränderst, wenn du "die Kehlenöffnung verengst" (wie du schreibst), kann ich nicht beurteilen.
Ich würde meinen, dass etwas Anderes passiert.

Was genau passiert, ist aber zweitrangig.
Wenn es sich gut anfühlt, dauerhaft kontrolliert reproduzierbar ist, deinem Umfang hilft und gut klingt, ist es für dich gut.
Wenn nicht: Vorsicht!

Ich muss ein tatsächliches "Kehlenöffnung Verengen" für mich nicht ausprobieren, weil es der Albtraum wäre.

:schock:
.
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Sebbel
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Re: High Note Trick

Beitrag von Sebbel » Donnerstag 8. Januar 2009, 20:52

Bei mir ist dadurch auf jeden Fall ein guter Sound entstanden also kann es nicht falsch sein.
Außerdem glaube ich das auch erklären zu können: Man soll für High Notes ja mit schneller Luft spielen und dadurch, dass man die Öfnung, durch die die Luft fließt verengt, wird die Luft automatisch schneller (wie wnn man einen Gartenschlacuh zudrückt).

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Re: High Note Trick

Beitrag von Sebbel » Donnerstag 8. Januar 2009, 20:54

Spann doch einfach mal die Halsmuskel wie Steve Reid an und spiel ein c3 mit viel Luftdruck und guck was passiert. Durch einen kurzen Versuch wirst du sicherlich nicht deine Atmung versauen.

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Re: High Note Trick

Beitrag von Bixel » Donnerstag 8. Januar 2009, 21:13

Sebbel hat geschrieben:...wie wnn man einen Gartenschlacuh zudrückt.
Der Vergleich mit dem Gartenschlauch wird gern angestellt, weil er plastisch und zutreffend ist.
Man muss diesen Vergleich aber in richtiger Weise anstellen.

Für hohe Trompetentöne wird eine hohe Luftgeschwindigkeit an der Lippenöffnung benötigt.
Wenn ich den Gartenschlauch an seinem freien Ende zusammendrücke, spritzt das Wasser sehr schnell und weit.
Diesem freien Ende des Gartenschlauches entspricht unsere Lippenöffnung.

Wenn du deine Kehle verengst, wirkt sich dies auf den (Luft-)Strahl aus, wie wenn du deinen Gartenschlauch ca. 50cm vor seinem freien Ende zusammendrückst: es strengt zwar deine Finger an, der (Wasser-)Strahl ist aber keinen Deut schneller als wenn du das Zusammendrücken sein ließest. Damit ist also nichts gewonnen - aber anstrengend ist es.

Letztendlich hinkt der Vergleich (wie die meisten Vergleiche), u.A. deshalb, weil ein komprimierbares Medium (Luft) mit einem nicht Komprimierbaren (Wasser) verglichen wird. Trotzdem ist die Lehre aus diesem Vergleich nützlich.

Sebbel hat geschrieben:Spann doch einfach mal die Halsmuskel wie Steve Reid an und spiel ein c3 mit viel Luftdruck und guck was passiert.
Was glaubst du, was ich schon alles versucht habe! :lol:


:shock:
.
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Re: High Note Trick

Beitrag von Sebbel » Donnerstag 8. Januar 2009, 21:29

wegen des Gartenschlauchs:
Wenn man den Gartenschlaluch am Ende festhält und den Druck erhöht, dann muss man gleichzeitig auch die Finger (also die Lippen) stärker zudrücken, damit die Öffnung sich nicht vergrößert. Wenn man aber den Schlauch 50 cm vor dem Ende zusätzlich zudrückt, dann kommt die Luft am Ende schon komprimiert und mit größerer Geschwindigkeit an, sodass man dort nicht so viel Kraft aufwenden muss.

und wie erklärst du dir eigentlich die Angespannten Halsmuskeln in bei Steve Reid.

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Re: High Note Trick

Beitrag von Bixel » Donnerstag 8. Januar 2009, 21:48

Sebbel hat geschrieben:Wenn man aber den Schlauch 50 cm vor dem Ende zusätzlich zudrückt, dann kommt die Luft am Ende schon komprimiert und mit größerer Geschwindigkeit an, sodass man dort nicht so viel Kraft aufwenden muss.
Das ist physikalisch schlicht falsch.

Guxdu: http://de.wikipedia.org/wiki/Strömung_n ... nd_Venturi

Diese Familie Bernoulli hat auch überall ihre Finger drin...


Sebbel hat geschrieben:und wie erklärst du dir eigentlich die Angespannten Halsmuskeln in bei Steve Reid.
Mein Eindruck: der Hals wölbt sich vor unter dem Druck, der auf die Luftröhre wirkt.
Für ein lautes viergestichenes E braucht es einen Druck, der für den Großteil unserer Senioren den sicheren Schlaganfall bedeuten würde.
Ich denke, es sieht nur so aus, als würde die Halsmuskulatur stark angespannt.


:oops:
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Re: High Note Trick

Beitrag von Sebbel » Donnerstag 8. Januar 2009, 22:19

Mit diesem Bernoullisystem hast du Recht, also ist meine Theorie falsch.
Allerdings würde ich gerne noch mal hören was du oder andere für Erfahrungen mit dem Anspannen der Halsmuskeln machen und wenn ihr keine Erfolge damit habt, war der Effekt bei mir wohl nur psychologisch bedingt. :wink:

übrigens: er spielt kein viergestrichenes e sondern ein fünfgestrichenes :shock:

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Re: High Note Trick

Beitrag von haynrych » Donnerstag 8. Januar 2009, 22:26

weil wir in diesem thread scheinbar beim thema hals angelangt sind, folgende beobachtung von mir: nachdem ich KÜH-anstoss übe fällt es mir erheblich leichter mit offenem hals zu spielen. umgekehrt: wenn ich TÜH-zungenstoss bis zur ermüdung übe beginnt irgendwann der adamsapfel/kehlkopf zu "springen".

was läuft hier physikalisch ab? meine vermutung: die KÜH-stoss zwingt mich mit offenem hals zu spielen, daher optimieren sich die anderen faktoren (stütze, lippen). der TÜH-zungenstoss ermöglicht eine druckkorrektur über den hals und wenn die lippen ermüden ergreift mein unterbewusstsein diese schlechte angewohnheit.
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Re: High Note Trick

Beitrag von burt » Donnerstag 8. Januar 2009, 22:26

Sebbel hat geschrieben: übrigens: er spielt kein viergestrichenes e sondern ein fünfgestrichenes :shock:

Spielen nennst Du das :question: :?

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Re: High Note Trick

Beitrag von Sebbel » Donnerstag 8. Januar 2009, 22:42

@haynrych
Ich bin mir noch nicht so ganz sicher ob, es schlecht ist die Kehle zu verengen.

@burt
spielen ist schon etwas euphemistisch :D

Ich würde immer noch gerne wissen was bei euch passiert, wenn ihr den "High Note Trick" anwendet...

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Re: High Note Trick

Beitrag von Bixel » Donnerstag 8. Januar 2009, 22:49

Sebbel hat geschrieben:übrigens: er spielt kein viergestrichenes e sondern ein fünfgestrichenes
Der Druck würde vermutlich die komplette Seniorenschaft dahinraffen (jedenfalls wenn es laut gewesen wäre).

:?



@haynrych: kennst du den Röntgenfylm mit dem Trompetenspyler?
Falls nycht bekannt: der spyelt auf dysem Fylm auch Doppelzunge (also tüh-küh-tüh-küh... oder tah-kah-tah-kah?), wobey man auch Weychteyle wye Zunge und Kehlkopf erahnen kann. Vylleycht kannst du damyt etwas anfangen?

Es yst der drytte Lynk yn der zweyten Zeyle.

Kuxdu: http://iwk.mdw.ac.at/TRP/research/videos/welcome.htm

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Re: High Note Trick

Beitrag von bazo » Donnerstag 8. Januar 2009, 23:38

wye lustig :narr: ...(nix für ungut :) )

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Re: High Note Trick

Beitrag von haye81 » Freitag 9. Januar 2009, 00:40

Sorry

Aber das hat meiner Meinung nach wenig mit Trompete spielen zu tun..................

Toll wenn man solch hohe Töne aus seiner Kanne pressen kann aber was nützt es mir in der Praxis ???

Da lobe ich mir ein sauberes C3.
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Re: High Note Trick

Beitrag von haynrych » Freitag 9. Januar 2009, 00:50

danke für den link. hat leider nix gebracht. aber die wärmebildkamerabilder haben's gebracht.
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