burbajünger

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Dobs
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Re: burbajünger

Beitrag von Dobs » Freitag 20. Juni 2008, 16:29

Ok, nach Deiner Erfahrung muss ein guter Spieler nicht zwangsläufig ein guter Lehrer sein. Die Frage ist aber: Muss umgekehrt jemand der ein guter Lehrer ist zwangsläufig auch gut spielen können? Da sagt Dr. H: "Ja". Aber daran darfst Du Dich nicht reiben. Peter wird in alter Manier sicher bald eine neue Sau durchs Forum treiben und seine Meinung wieder ändern. ;-)
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Re: burbajünger

Beitrag von FlüTro » Freitag 20. Juni 2008, 18:42

das ist doch alles nur Hobby und ein Meinungsaustauch - gibt wirklich sehr viel wichtigeres.

Peter

hannes
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Re: burbajünger

Beitrag von hannes » Samstag 21. Juni 2008, 09:33

Dr. Peter Hien hat geschrieben: Ich glaube sogar, dass einige "Lehren/Methoden/Meinungen" sehr kontraproduktiv sind.

Peter
Absolut richtig. Es ist z.B. völlig kontraproduktiv Doppelpedaltöne nach Smiley zu üben, wenn es an der Kontrolle/Flexibilität der Lippenöffnung fehlt. Hier muss man besser aus der Mittellage in die Höhe arbeiten und erst sehr später die extremen Doppelpedals nutzen.
In sehr vielen Fällen (außer bei Purzelbaumkindern) muss man eben genau wissen, welche Übungen anzuraten sind. Ebenso ist es kontraproduktiv, eine Ansatzmaske nach Farkas zu verfolgen und gleichzeitig ein völlig anderes Konzept nach Odneal, Carmichael, Pocius ... (um mal andere zu nennen) üben zu wollen.
Grundsätzlich sind Lehrmethoden nur dann kontraproduktiv, wenn sie nicht dem jeweiligen Spieler angepasst sind (außer er fängt bei NULL an und geht konsequent von A bis Z). In meinem Fall war z.B. die allgemein verbreitete Lehrmeinung "Kinn unten halten" kontraproduktiv, da ich so nie über eine Tonhöhenhürde hinauskam. Anderen Bläser muss man eventuell anraten, das Kinn nicht zu sehr nach oben zu bündeln, weil sie dadurch einen zu engen nasalen Ton bekommen. Die Flexibilität ist der Schlüssel, den man nicht durch das engstirnige Verfolgen einer Methode - in schlimmsten Fall ohne kompetente Anleitung - erhält. Hier muss man ganu abwägen, welche Übungen zu wem passen. Leider brauchte ich für diese Erkenntnis - insbesondere das Zulassen alternativer, zugegeben absurd klingender Methoden/Übungen - Jahrzente, da ich zuvor der gängigen Lehrmeinung (Profs) blind vertraute.

Nicht die Methoden sind schlecht, sondern die falsche Auswahl/Verordnung. Als Arzt ist man doch auch froh, dass es viele verschiedene Arzneien gibt, die man dann gezielt aussucht. :lol:

Hannes

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