Hohe Töne anspielen - Problem

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Hassel
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Hohe Töne anspielen - Problem

Beitrag von Hassel » Montag 19. Mai 2008, 16:35

Guten Tag,
ich hab ein Problem beim Anspielen der hohen Töne. Kann sie zwar einmal anspielen und dann aushalten, aber sobald ich versuch Achtel darauf zu spielen, kracht er mir ab. Hab das Gfühl, dass wenn ich die zunge beweg, dass dann der Luftfluss beeinträchtigt wird, da ich den Ton ja so aushalten kann.
Gibt es dafür bestimmte Übungen, oder hat mir wer einen Tip?
Vielen Dank im Voraus,
Gruß Marc

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dozen73
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Re: Hohe Töne anspielen - Problem

Beitrag von dozen73 » Montag 19. Mai 2008, 17:12

Es könnte sein, dass deine Atemstütze "wegbricht", wenn du den jeweiligen Ton erneut anspielen willst.

Um welche Töne handelt es sich ?

Kannst du die Töne beim ersten mal direkt anspielen, oder spielst du hinauf, bis den angesprochenen Ton erreicht hast ?

Kannst du den Ton nur bei Achteln nicht mehrmals anspielen, oder generell kein zweites Mal und öfter ?

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Re: Hohe Töne anspielen - Problem

Beitrag von Hassel » Montag 19. Mai 2008, 19:24

Es handelt sich dabei um a'' bis c''' (obwohl das a'' noch einigermaßen geht).
Die Töne anspielen geht schon. Auch wenn ich langsame viertel spiel, dann mehr oder wneiger auch (obwohl mir das bei h'' und c''' auch Probleme bereitet).
Gruß

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Re: Hohe Töne anspielen - Problem

Beitrag von checker » Montag 19. Mai 2008, 22:34

Ich würde es mal wie folgt probieren.

Ich denke du gehst das zu verkrampft an. Zu viel Druck auf die Lippe und ich sag mal unausgereifter Luftfluss...

Fange bei dem Ton deine Achtelanstöße an bei dem du dich wohl fühlst und den du angenehm spielen kannst. Sagen wir ein c''.

Gelingen dir die Anstöße problemlos probiere den nächst höheren Halbton aus und so weiter.

Gehe langsam vor und lass dir Zeit. Achte auf die kleinsten Zeichen deines Körpers (unangenehmes Gefühl der Lippen, verkrampfter Luftfluss).

Wenn du merkst das du schlecht atmest mach erstmal ein paar Atemübungen zum auflockern (z.B. hecheln und ein paar mal richtig laut sch sch sch super rufen :wink: um das Zwerchfell in Gang zu bringen und die Bauchdecke in die richtige Spannung zu versetzen) und geh das ganze Thema vor allem "sehr" locker an.

Ja man kann jetzt ewig weiterschreiben.

Probieren und wenns nicht klappt weiterfragen... 8)

Hassel
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Re: Hohe Töne anspielen - Problem

Beitrag von Hassel » Mittwoch 21. Mai 2008, 13:58

Ok, danke erstmal für die Antwort, werde es mal ausprobieren ;)
Gruß Marc

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dozen73
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Re: Hohe Töne anspielen - Problem

Beitrag von dozen73 » Mittwoch 21. Mai 2008, 15:46

Ich vermute, dass es damit zusammenhängt, dass dieser Bereich ( a2 - c3 ) deine Grenze ist, was die Höhe betrifft. Es ist schwerer Töne mehrfach hintereinander anzustoßen, die im persönlichen Grenzbereich liegen, als einmal anzustoßen und dann auszuhalten. Denn wenn ich dich richtig verstanden habe, treten diese Probleme im tieferen Bereich nicht auf, oder ?

Deshalb würde ich dir raten, kontinuierlich am Ausbau deiner Höhe zu arbeiten. Dazu solltest du dir ein Übungskonzept zusammenstellen, welches du diszipliniert befolgst. Mir hat dazu eine Mischung aus verschiedenen Schulen geholfen. Stamp, Colin, Maggio.....wichtig ist, dass du nicht zu einseitig übst und sowohl Bindeübungen, Anstoßübungen, Literatur....trainierst. Desweiteren solltest du Buzzing und Atemübungen mit einbauen.

Wenn du nun einen Übungsplan erstellt hast, versuche nichts zu erzwingen. Geduld und Fleiß sind sehr wichtig, um voranzukommen. Deshalb ist es auch wichtig, dass Du regelmäßig übst - mindestens 5 Tage pro Woche. Die Länge der Übungseinheiten muss nicht immer gleich sein. Mal hat man einen guten Tag und kann ohne Probleme 60 Minuten oder mehr üben, mal sind es nur 20 Minuten.....du selbst merkst am besten, wann man für den Tag aufhört.

Viel Erfolg, dozen73

p.s.: Hast Du einen Lehrer ?
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Re: Hohe Töne anspielen - Problem

Beitrag von checker » Mittwoch 21. Mai 2008, 17:09

Ergänzend dazu vielleicht noch folgendes,

Wenn du dir ein Übprogramm zusammenstellst. Schwarte die Übungen nicht bis auf gedeih und verderb durch, denn das ist kontraproduktiv. Wie schon in meinem letzten Beitrag erwähnt. Achte auf die leisen Signale deines Körpers. Wenn er sagt ich hab keine Lust mehr auf die Übung, dann brich an der Stelle ab und üb was anderes.
Trompete spielen bzw. üben soll Spaß machen und angenehm sein...

Wenn dir Übungen angenehm sind bringen sie dich in der Regel auch weiter. Das wichtigste ist ein wohliges Körpergefühl. Wenn du das beim spielen hast fließt die Luft korrekt und Anstöße im hohen Bereich können in Angriff genommen werden. Wohlgemerkt mit dem nötigen Feingefühl. Alles was du dir brutal draufdrückst klingt dann auch so... :oops:

Wieder einmal könnte man ewig weiterschreiben...

Gruß 8)

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Re: Hohe Töne anspielen - Problem

Beitrag von Hassel » Donnerstag 22. Mai 2008, 16:41

Ja, das kann sein, dass es daran liegt, dass dies meine Grenzen sind.
Was soll denn in einen Übungsplan alles reingehören? Damit ich weiß, was ich täglich üben muss.
Mir geht es nur darum, dass ich in der höheren Lage etwas sicherer bin, höher muss ich garnicht spielen können, ist bei mir nicht nötig. Ausdauer verbessern und Technik, das muss ich noch, aber Höhe ist für für mich nicht wichtig, da ich nie höher als c3 spielen muss und das auch nur äußerst selten.
Ich glaube, dass ich mit meiner Atmung einiges machen kann. Welche Übungen schlagt ihr mir vor? Was wird mir helfen, wie oft und wielange muss ich dies tun? Bin nämlich ein bisschen faul mit der Atmung, find ich ehrlich gesagt langweilig, aber was muss, das muss.
Habe grad noch eine Frage. Und zwar ist es bei mir in den letzten 2-3 Tagen so, dass ich die Höhe ncihtmehr gut erreich. Ausdauer und so is da, aber die Höhe nichtmehr. Ich habe irgendwie das Gefühl, als ob meine Lippen ab a2 nichtmehr schwingen. An was könnte dies liegen und kann ich da was dagegen tun? Eventuell viel Lippenbuzzing??
Vielen Dank
Gruß Marc

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Re: Hohe Töne anspielen - Problem

Beitrag von buddy » Donnerstag 22. Mai 2008, 18:14

Hassel hat geschrieben:Ich glaube, dass ich mit meiner Atmung einiges machen kann. Welche Übungen schlagt ihr mir vor?
Das Forum ist voller Tips zur Atmung. Wenn dir das nicht genügt, wie wäre es mit einem Workshop "Atmung (und Stimme)", wie er oft bei Bildungsträgern der VHS und Kirchen angeboten wird? Auch die DVD http://www.schott-zeitschriftenshop.de/ ... s/1000189/ von Malte Burba ist eine gute Atemschule für unsereinen.

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Re: Hohe Töne anspielen - Problem

Beitrag von checker » Freitag 23. Mai 2008, 09:55

Erst mal zu Atemübungen:

Nehmen wir an du hattest einen stressigen Tag. Dein Körper ist verspannt. Das merkst du daran, wenn du in die Trompete bläst und du ein unangenehmes Gefühl dabei hast. Die Verspannungen deiner Bauchdecke machen sich im gesamten Körper mit einer Art Unzufriedenheit breit. Man hört z.B. das der Ton nicht offen klingt, ein ausgehaltener Ton "zittert" (ausgeprägtes Naturvibrato) usw.
Bemerkt man nun diesen Zustand, ist es wenig sinnvoll mit dieser Tagesform in den Übprozess zu gehen.
Es ist jetzt wichtig den Körper auf sagen wir Leerlauf zu bringen. Das macht man am besten mit Atemübungen.
Auf den Rücken legen (Bauchmuskeln mussen nicht mehr den Körper stützen), die Beine etwas anstellen (Bauchdecke ist locker und wird nicht auseinandergezogen), den Kopf auf ein Kissen legen (Atemwege sind durch diese Kopfhaltung frei und die Luft kann ungehindert fließen).
Jetzt die Augen schließen und einfach aus und einatmen bis man sich wohlfühlt. Jetzt musst du mal im Forum schauen welche Atemübungen empfohlen werden. Jeder macht da gern was anderes. Es wird eine Zeit des Ausprobierens sein. Irgendwann wirst du deine Atemübungen gefunden haben. Ich handhabe es so, dass ich Atemübungen an den Tagen mache an denen ich mit meinem Körpergefühl unzufrieden bin. An Tagen wo ich in die Kanne reinblase und merke, hey die Luft strömt perfekt, ist es wenig sinnvoll noch Atemübungen zu machen.
Natürlich wird es zu dieser Einstellung auch andere Meinungen geben, aber darum ist es ja ein Forum wo jeder seine Meinung äußern kann.

Zu den Tönen die du nicht mehr erreichst:

Häng dich nicht daran auf. Am besten ist es du suchst die eine Tonleiter, die dir gut liegt. Am besten klingend B-Dur und spielst von unten nach oben. Wichtig ist darauf zu achten, dass du den Klang von unten mit hoch nimmst. Merkst du, dass ab einem Ton sich Klang und Körperzustand so verändern, dass es unangenehm wird, fang von unten wieder an zu spielen und versuche den Problemton mit gutem Klang und gutem Körpergefühl zu spielen. Wieder ist wichtig mit viel Feingefühl vorzugehen. !!!NICHTS!!! erzwingen. Möglichst wenig Druck auf die Lippe, lieber mehr Luft geben.
Schau dabei aus dem Fenster, such dir einen Punkt irgendwo draußen und stell dir vor dort steht eine Kerze. Visiere beim Tonleiterspielen diesen Punkt an und stell dir vor, dass in dem Moment wo dein Problemton erreicht ist du die Kerze ausblasen musst. Diese Technik wirkt der Halsverengung entgegen die der tolle menschliche Körper jedesmal macht wenn man hoch hinaus will.
Beim Trompete spielen muss man den Körper ständig überlisten. (Siehe auch mein kurzer Beitrag: Highnotetechnik a la Arturo Sandoval)

Wie hat mal ein mir bekannter Prof. für Trompete gesagt: "Der Körper denkt, dass das Trompete spielen etwas besonderes ist. Dadurch baut er viele Hürden auf, die wir durch Tricks (z.B. Kerzenvorstellung) wieder ausbügeln müssen"

Viel Erfolg 8)

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Re: Hohe Töne anspielen - Problem

Beitrag von Hassel » Donnerstag 18. September 2008, 19:17

Hi,
was kann ich üben, damit die Triolen- und Doppelzunge auf dem g'' und a'' "leichter" klappt? Merke, dass ich da viel schneller schlapp werde, wie wenn ich nur g'' und a'' spiele.
Gruß Marc

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Re: Hohe Töne anspielen - Problem

Beitrag von checker » Donnerstag 18. September 2008, 22:06

Ich würde beim c'' beginnen c-dur zum g'' raufspielen, dort solange doppelzunge bzw. triolenzunge machen bis es anstrengend wird und wieder runter binden. Mit viel Luft spielen, dass heißt die Luft arbeiten lassen. Vor allem hilft mir immer nach vorn zu denken. Denke an die Kerze die 20 meter entfernt steht und die du mit deinem g'' ausblasen musst.

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