highnotetechnik a la Arturo Sandoval

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checker
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highnotetechnik a la Arturo Sandoval

Beitrag von checker » Donnerstag 15. Mai 2008, 16:31

Hallo Freunde der hohen Töne,

vielleicht kennt ihr die Aussage von Arturo Sandoval...

Er sagt, wenn man Highnotes spielt soll man sich vorstellen, man sitzt auf einer einsamen Insel fest. Eines Tages fährt ein Schiff ganz weit entfert am Horizont vorbei. Die einzige Chance die man hat, jemals von der Insel wegzukommen, ist nun so laut zu schreien wie man kann, um sich bemerkbar zu machen und gerettet zu werden.

Mit dieser Körpereinstellung soll man die Highnotes blasen.

Leute ich hab das letztens bei einer Bigbandmugge ausprobiert und kann nur empfehlen es selbst auch zu probieren.
Man spielt oft mit einer zu flachen Atmung was dann auf Kosten der Lippe geht. Man kann es wirklich viel leichter haben, indem man mit "schreien" über die gefährlichen Tönchen hinwegbläst ohne die Lippe zu überlasten.

Also Jungs schreit euch die Seele aus dem Leib nur ohne schreien, gell ! :D

Schöner Gruß vom checker 8)

SirToby
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Re: highnotetechnik a la Arturo Sandoval

Beitrag von SirToby » Donnerstag 15. Mai 2008, 16:42

Moin,

Was mir gerade so aufgefallen ist:

Highnotesplayer =>Screamer=>scream=>schreien...

Wie sich doch alles im Kreise dreht... :P :P :P

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Käptn-Z
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Re: highnotetechnik a la Arturo Sandoval

Beitrag von Käptn-Z » Mittwoch 28. Mai 2008, 11:30

Solche bildlichen Vorstellungen sind sehr hilfreich. Es gibt da auch andere "Ambiente", die z.B. helfen den Ton zu verbessern. Ich konnte mal einem Kollegen helfen, der etwas falsch gestützt hatte, aber hauptsächlich aus psychischen Gründen kein g''' spielen konnte. Das Problem war ganz einfach: Er hat immer "versucht" das g''' zu spielen. Ich hab ihm dann solange eingetrichtert: Nicht versuchen, sondern machen oder es sein lassen !
Heute probiert er keine g''' mehr. Er macht es einfach. Und das sogar über 3 Stunden in der Leadtrompete. Wenns sein muss, dann spielt er auch ein c''''.

Höhe hat viel mit Psyche zu tun. Das altbekannte Problem ist, dass man im Konzert nicht locker ist und verkrampft. Dadurch leidet Ton und Höhe. Damit kämpfe ich noch heute.

Just my two cents,
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Re: highnotetechnik a la Arturo Sandoval

Beitrag von haynrych » Mittwoch 28. Mai 2008, 12:17

psyche und trompete ...

... gestern bei der bandprobe dritte gespielt ... den ganzen tag faul am seeufer gelegen und immer wieder gedacht ich sollte in den schatten sonst geht am aben nix mehr ... bin aber trotzdem in der sonne geblieben ... am abend bei der probe war mir dann sogar die dritte stimme zu anstrengend ... kettenreaktion ... mehrmals verzählt ... probe vergeigt ... $HIT HAPPENS!
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Re: highnotetechnik a la Arturo Sandoval

Beitrag von bazo » Mittwoch 28. Mai 2008, 22:05

Käptn-Z hat geschrieben:Solche bildlichen Vorstellungen sind sehr hilfreich. Es gibt da auch andere "Ambiente", die z.B. helfen den Ton zu verbessern. Ich konnte mal einem Kollegen helfen, der etwas falsch gestützt hatte, aber hauptsächlich aus psychischen Gründen kein g''' spielen konnte. Das Problem war ganz einfach: Er hat immer "versucht" das g''' zu spielen. Ich hab ihm dann solange eingetrichtert: Nicht versuchen, sondern machen oder es sein lassen !
Heute probiert er keine g''' mehr. Er macht es einfach. Und das sogar über 3 Stunden in der Leadtrompete. Wenns sein muss, dann spielt er auch ein c''''.

Höhe hat viel mit Psyche zu tun. Das altbekannte Problem ist, dass man im Konzert nicht locker ist und verkrampft. Dadurch leidet Ton und Höhe. Damit kämpfe ich noch heute.

Just my two cents,
"Z"

Auch ein Teil von "The inner game of music" . Richtet sich da auch an die Unterrichtenden. Man muss seinem Schüler nicht sagen versuche mal das und das, sondern mach mal das und das.
Der Autor des Buches vergleicht das mit dem Hinsetzen:
Man versucht auch nicht sich auf einen Stuhl zu setzen, sondern man weiß dass man es kann und setzt sich einfach.

lg
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Re: highnotetechnik a la Arturo Sandoval

Beitrag von DisbertMcClinton » Samstag 26. Juli 2008, 14:25

Das kann man natürlich tun...Jeder hat so sein eigenes Rezept. Nur: Beim Schreien sind die Stimmbänder beteiligt, was für den Luftfluss absolut kontraproduktiv ist. Auch die Vorstellung kann bereits dazu führen, dass TATSÄCHLICH die Stimmbänder auf einmal beim Spielen des Tons wieder hineinpfuschen und somit den Ton selbst unmöglich machen.

Eine gute Alternative ist, sich hohe Töne nicht räumlich hoch (wie auf einen senkrecht stehenden Notenblatt: "Ach du Schei..e ! ist das hoch!..."), sondern als immer weiter vor einem stehende brennende Kerze vorzustellen, die man, um sie zu löschen, mit einem immer schnellerem und präziserem Luftstrom ausblasen kann

Vorteil: Es sind die Stimmbänder nicht im Spiel und man kann die Vorstellung sogar üben mit eben einer Kerze...

Viel Spaß

DisbertMcClinton

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Re: highnotetechnik a la Arturo Sandoval

Beitrag von DisbertMcClinton » Samstag 26. Juli 2008, 14:33

Eine Bemerkung noch zu der Vorstellung mit dem Schiff: Meine Idee mit der Kerze ist deshalb ganz nützlich, weil man naturgemäß Dinge, die waagerecht vor einem liegen, leichter erreicht (man geht einfach hin..) als etwas, das hoch über einem gleichsam "schwebt".

Dieses Konzept ist u.a. von A.A Adam, einem kanadischen "Screamer", der mehrere Methoden verfasst hat. Falls Sie Info darüber brauchen

trpfaff@yahoo.de

Gruß

disbertmcclinton

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Re: highnotetechnik a la Arturo Sandoval

Beitrag von bazo » Samstag 26. Juli 2008, 19:39

Hab ich auch schonmal gelesen irgendwo. Allerdings nicht die Kerzenvariante sondern es ging um die Vorstellung einer Klaviatur...
Also auch einfach weiter rechts, anstatt weiter oben.

lg
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Re: highnotetechnik a la Arturo Sandoval

Beitrag von checker » Dienstag 29. Juli 2008, 22:00

DisbertMcClinton hat geschrieben:Das kann man natürlich tun...Jeder hat so sein eigenes Rezept. Nur: Beim Schreien sind die Stimmbänder beteiligt, was für den Luftfluss absolut kontraproduktiv ist. Auch die Vorstellung kann bereits dazu führen, dass TATSÄCHLICH die Stimmbänder auf einmal beim Spielen des Tons wieder hineinpfuschen und somit den Ton selbst unmöglich machen.
Na nimm das mal nicht so genau. Ist ja klar, dass keiner beim Trompeten schreien wird. Es geht hier vielmehr um den Lufteinsatz.
Du darfst dir das Schiff als Kerze vorstellen... :ironie:

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Re: highnotetechnik a la Arturo Sandoval

Beitrag von jamaika » Donnerstag 31. Juli 2008, 13:05

checker hat geschrieben:Es geht hier vielmehr um den Lufteinsatz.
Vielleicht nicht genau gesagt, denn es muss ein Lufteinsatz mit "hoher Geschwindigkeit" sein.
Um diesen zuerreichen gibt es eben diese vielen Bildvorstellungen. Ich persoenlich wuerde aber hier lieber die Zungenlage unter die Lupe nehmen in Zusammenarbeit mit dem Zwerchfell. Denn zu grosser Lufteinsatz geht in der bzw. durch die Lautstaerke verloren und das Ziel wird nicht erreicht. Vorraussetzung, das der Ringmuskel dafuer schon in der Lage ist, was wir mit gutem Ansatz wieder geben.
Solange man in Gedanken in grosser Hoehe mit Luftdruck oder Pressdruck irgend einer Art arbeitet, verschliessen sich die Lippen und der gewuenschte Effekt geht verloren. Luftgeschwindigkeit hat nur sehr wenig mit Pressdruck zutun. Da man aber ab G 3 mehr Haltedruck auf den Lippen braucht, kann man hier Irrtuemlicherweise durch falschen oder besser "Ueberdruck" die Lippen verschliessen. Man sollte also Umdenken lernen. Denn ganz soviel Luft wie man sich manchmal vorstellt, braucht man da Oben nicht.

Gruss Jamaika

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Re: highnotetechnik a la Arturo Sandoval

Beitrag von checker » Donnerstag 31. Juli 2008, 23:58

@jamaika: Was heißt bei dir oben?

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Re: highnotetechnik a la Arturo Sandoval

Beitrag von jamaika » Freitag 1. August 2008, 00:08

checker hat geschrieben:@jamaika: Was heißt bei dir oben?
Von G3 weiter Gis3, A3, H3, C4,...................


Gruss Jamaika

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Re: highnotetechnik a la Arturo Sandoval

Beitrag von checker » Freitag 1. August 2008, 15:38

Ich kenne das Problem mit dem Haltedruck. Beim normalen spielen bleib ich ca. ums f4 hängen. Wenn ich übe und mich ganz in Ruhe "hochschrauben" kann, ist ein C4 drin. Mein Ringmuskel ist also fähig ein C4 zu erzeugen.
Mich würden jetzt konkrete Vorstellungen interessieren, die mir helfen, das meine Lippe im normalen Spielebetrieb nicht kollabiert.

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Re: highnotetechnik a la Arturo Sandoval

Beitrag von jamaika » Freitag 1. August 2008, 17:10

checker hat geschrieben:Mich würden jetzt konkrete Vorstellungen interessieren, die mir helfen, das meine Lippe im normalen Spielebetrieb nicht kollabiert.
Persoenlichen Uebungsplan erstellen, der deine Vorstellungen entstpricht um das Ziel zu erreichen. Der aber auch gleichzeitig auf deine Koennensstufe zu geschnitten ist und dir die Moeglichkeit gibt aufzubauen ohne vorzeitige Ueberforderung.
Zeitraum auf realistische Groesse einteilen, und viel Geduld haben und das Ziel nicht aus den Augen verlieren.
Einen guten Lehrer finden der dich auf diesen Weg richtig betreuen kann.

Gruss Jamaika

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Re: highnotetechnik a la Arturo Sandoval

Beitrag von Hochwälder » Freitag 1. August 2008, 17:40

checker hat geschrieben:Beim normalen spielen bleib ich ca. ums f4 hängen. Wenn ich übe und mich ganz in Ruhe "hochschrauben" kann, ist ein C4 drin. Mein Ringmuskel ist also fähig ein C4 zu erzeugen.
Du meinst sicherlich ein F3, an welchem du im normalen Spielbetrieb hängen bleibst, oder?
Nach deiner Aussage müsste es eher das sein, ist aber auch egal! :D
LG
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