Problem mit Höhe ab g´´!

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hannes
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Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von hannes » Samstag 12. Juli 2008, 10:04

Schlaui hat geschrieben:Ist das wirklich so, dass eine große Bohrung die Höhe zur Qual macht?

Habe ich möglicherweise meine Schwierigkeiten, weil ich mein 3C auf 4 mm aufgebohrt habe? :?
...nur, wenn man technisch unkontrolliert spielt. Ansonsten kann eine größere Bohrung sogar die Spieltechnik (Höhe, Ausdauer) begünstigen. Clyde Hunt z.B. empfiehlt große Bohrungen und meint, dass es dadurch das Spielen in Extremlagen einfacher wird. Das kann ich aus eigenen Erfahrungen bestätigen. Mit engen Bohrungen komme ich absolut nicht (mehr) zurecht, da sie mich zu sehr behindern. Ich empfinde es viel einfacher, Höhe und einen vollen Klang zu erreichen, seit ich nur noch großbohrige Mundstücke spiele (die M...-Marke traue ich kaum zu nennen, da es sonst wieder zig unnütze Angriffe gibt). Ich kenne sehr viele Trompeter, die ihr Mundstück aufbohren ließen oder zu großen Bohrungen wechselten.
Wer allerdings mit viel Druck und ungünstiger Technik spielt, braucht oft die Hilfe durch das engere Mundstück. Besser ist es aber allemal, seine Technik zu verbessern und einen guten Kompromiss beim Equipment zu finden. In den Mittelmaßen dürften die meisten hier Anwesenden am besten aufgehoben sein. Was aber absolut unnötig für einen vollen Klang ist, sind extrem große Druchmesser (wie in 1er-Serien). Denn die Kesseltiefe und die Bohrung sind die entscheidendsten Auswirkungsfaktoren für den Klang!

Hannes

buddy
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Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von buddy » Samstag 12. Juli 2008, 10:11

Selbst aufgebohrt?
Klingt ganz schön mutig, angesichts der 1/100mm Bemaßungen und der vielen Interdependenzen im Mundstück. Bei Gary Radtke kann man schön nachlesen, was für ein wunderbares kleines Präzisionsinstrument ein gelungenes Mundstück ist und wie Alles mit (fast) Allem zusammenhängt.
Hochinteressant: http://www.grmouthpieces.com/tutorial.htm

hannes
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Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von hannes » Samstag 12. Juli 2008, 10:15

buddy hat geschrieben:Selbst aufgebohrt?
Klingt ganz schön mutig, angesichts der 1/100mm Bemaßungen und der vielen Interdependenzen im Mundstück. Bei Gary Radtke kann man schön nachlesen, was für ein wunderbares kleines Präzisionsinstrument ein gelungenes Mundstück ist und wie Alles mit (fast) Allem zusammenhängt.
Hochinteressant: http://www.grmouthpieces.com/tutorial.htm
Davon ging ich absolut nicht aus. Ich glaube nicht, dass es Trompeter gibt, die heutzutage ihr Mundstück auf diese Weise ruinieren. :lol:
Man kann bei jedem guten Fachmann sein Mundstück modifizieren lassen. Jede Veränderung hat Auswirkungen auf die anderen Spieleigenschaften. Am besten man nimmt eine Originalgröße oder lässt sich beim Mundstückbauer SEIN Mundstück anfertigen. :huepf:

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Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von stinf66 » Montag 22. September 2008, 16:08

hallo ich bins wieder! :D

und zwar geht es um meine tonhöhe ich habe meine tönhöhe von g2 auf b2 erhöhen können in den letzten 2,3 monaten! b2 geht also immer!

nur steh ich jetzt vor dem problem das wenn ich vom b2 zum h2 oder c3 "springen" will gelingt mir das nicht so ganz!

mir reißt jedesmal der luftstrom ab oder so!

b2 kommt und dann pffffff.......

hat wer eine ahnung was das sein könnte???

Gruß,

Stephan

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Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von hannes » Montag 22. September 2008, 16:34

stinf66 hat geschrieben:hallo ich bins wieder! :D

und zwar geht es um meine tonhöhe ich habe meine tönhöhe von g2 auf b2 erhöhen können in den letzten 2,3 monaten! b2 geht also immer!

nur steh ich jetzt vor dem problem das wenn ich vom b2 zum h2 oder c3 "springen" will gelingt mir das nicht so ganz!

mir reißt jedesmal der luftstrom ab oder so!

b2 kommt und dann pffffff.......

hat wer eine ahnung was das sein könnte???

Gruß,

Stephan
... unflexible, zu große Lippenöffnung?! Was passiert bei Flüstertönen mit einer Tonleiter aufwärts (falls dies überhaupt gelingt)?

Hannes

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Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von buddy » Montag 22. September 2008, 17:00

Es gibt keinen "Sprung" von h2 zu c3, da ein h2 nur ein mit dem 2.Ventil "abgesenktes" c3 ist. Entsprechendes gilt für ein mit dem ersten Ventil gespieltes b2, gefolgt vom h2 mit dem zweiten Ventil.
Ohne Ventile gespielt sind die Naturtöne im angesprochenen Bereich g2, (tiefes) b2 und c3.

Wie wurde denn die "Erhöhung" des Tonumfanges eingeübt?
Günstig ist es, eine chromatische Tonleiterübung wie z.B. bei Clarke in den Technical Studies beschrieben über den kompletten Umfang zu üben und die gerade noch nicht erreichbaren Töne mitzuspielen, auch wenn da nur Luft kommt. Dann geht es wieder nach unten. Am besten mit Metronom üben und schön auf dem Schlag bleiben. Das geht natürlich auch mit Dur- oder anderen Tonleitern, mit wachsender Routine abwechselnd gebunden und gestoßen spielen. Die Variationen des Anstoßes stehen in jeder Trompeten-Schule.

Zusätzlich helfen das Üben von Naturtonbindungen einfach rauf und runter über die Register gespielt und dann Spreading Intervals und Lip Trills, wie bei Colin in den Advanced Lip Flexibilities beschrieben. Auch wenn das technische Übungen sind, sollte man dabei auf einen "schönen", also resonanten Klang achten und nicht mit Gewalt spielen wollen, sondern auf gute Körperhaltung und Ansatz, Luftfluss etc. achten.
Voraussetzung ist natürlich, dass bisher keine ernsthaften Fehler eintrainiert wurden und einfach nur noch etwas an Kraft und Koordination zum Erfolg fehlen. Kleine Schwankungen des Umfangs im Grenzbereich sind in der Phase der "Eroberung" häufig vorhanden, weil es noch nicht richtig rund läuft.

Bitte achte doch in weiteren Beiträgen auf die wichtigsten Punkte und Kommata, sie dienen unserem leichteren Verständnis deiner Anliegen.

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Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von hannes » Montag 22. September 2008, 17:10

Zunächst fehlt die Diagnose! Liptrills, Bindungen usw. nutzen NULL bzw. schaden sogar, wenn es akute Probleme mit der Lippenöffnung/Flexibilität gibt. Hier wären ganz andere Übungen anzuraten, die man konsequent über mehrere Wochen oder gar Monate verfolgt, bevor man wieder sein Standardprogramm mit oben empfohlenen Übungen wie Colin usw. aufnimmt! Wenn der Ton mit pfff abreist, so fehlt es bereits an Kontrolle und Flexibilität, die durch alle Bindungen der Welt nicht hergestellt wird. Meist trainiert man mit Standardübungen wie Bindungen zwar ein wenig den Ansatz mit, aber das Grundproblem bleibt bestehen und der Ton reißt halt dann beim nächst höheren ab, bis zu einer Grenze (ca. f3), an der dann nach jahrelangem Üben absolut NICHTS mehr voran geht.

Leider kann eine verantwortungsvolle Diagnose mit entsprechenden Übungen NIE übers Netz erfolgen. Hier gibt es nur ein paar Erfahrungsberichte wie die Meinigen.
:? :? :? :roll:

Hannes

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Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von stinf66 » Montag 22. September 2008, 17:35

die tonerhöhung hab ich nicht erzwungen oder so oder hab auch keine speziellen übungen dazu gemacht ! hab einfach nur naturtonbindungen gemacht und sonst halt warm ups und normale stücke wie etüden und modernes dazu mach ich auch noch zwerchfellübungen!

vorige woche aber bei meiner musikstunde haben mein lehrer und ich um die "wette" gespielt wer höher raufkommt(war eh klar wer: ich natürlich*gg*)

komisch das da das c3 geklappt hat, d.h. ich habs so zirka 6 sec oder so ausgehalten! danach kam d3 mit großer mühe.....

Gruß,

Stephan

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Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von buddy » Montag 22. September 2008, 19:05

Das ist hoffentlich nicht ernst gemeint, dass Du "höher kommst" als dein Musiklehrer. Aber netter Zug von ihm, wenn er dich das Spielchen gewinnen lässt.
Wenn es im Unterricht schon gut klappt, ist der Erfolg zu Hause nur noch eine Frage der Zeit. Vermutlich war unter der Anleitung im Unterricht einfach die Stütze einen Tick besser, daher auch das zarte d3.
Es dauert ein Weilchen, bis solche Töne abrufbar werden. Da würde ich locker bleiben und brav weiter üben wie es der Lehrer ansagt. Offenbar hilft er dir sehr gut auf die Sprünge. Glückwunsch und viel Spaß dabei.

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Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von buddy » Montag 22. September 2008, 19:12

@Hannes
Grundlegende Probleme des "Generators" sollten natürlich erkannt und behoben werden. Jedenfalls meinte ich das mit dem drittletzten Satz meines Beitrags weiter oben.
Dass jemand mit Flexibilitäts-Problemen die angesprochenen Colin Übungen Spreading Intervals und Lip Trills gut klingend hinbekommt, kann ich mir allerdings nicht vorstellen.

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