Problem mit Höhe ab g´´!

Get the Range ! :o)

Moderator: Die Moderatoren

Stradi23
PowerPoster
Beiträge: 81
Registriert: Dienstag 7. August 2007, 18:54
Meine Instrumente: Bach Stradivarius 37 ML - Seriennr. 315133 - Baujahr Ende 1989
B & S Challenger DBX

Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von Stradi23 » Dienstag 13. Mai 2008, 17:44

Hallo liebe Forumskollegen,

ich habe ein ganz dringendes Problem, ich bin schon ganz verzweifelt:

Seit ungefähr 2 - 3 Wochen habe ich extreme Probleme mit der Höhe: Meistens ist schon beim f´´ Schluss. Will ich das g´´ spielen, kommt nur noch Luft. Ich blase seit 1978 mit einer ca. 1 1/2 Pause ab 1984. Normalerweise waren das a´´ und b bzw. h´´ keinerlei Probleme. Aber wie gesagt im Moment habe ich schon Probleme ab g´´. Ich spiele von Anfang an auf einem Bach 7c. Kann es evtl. auch am Mundstück liegen, man hört ja oft, das das 7c nur ein Anfängermundstück ist.
Welches Mundstück kann man empfehlen um gut in die Höhe zu kommen und welches auch für klassische Zwecke (wie Posaunenchor) geeignet ist. Ist das Bach 3c eine Alternative ?
Ich spiele im Posaunenchor. Üben tue ich eigentlich auch regelmäßig, aber scheinbar mache ich irgendetwas falsch. Am Besten wird es wahrscheinlich sein, wenn ich mir einen Lehrer nehme, diese kann ich mir aber aus finanziellen Gründen momentan nicht leisten.
Ich freue mich auf eure Ratschläge. Ich bin schon manchesmal so verzweifelt, das ich am liebsten aufhören wollte zu blasen.

Vielen Dank im voraus und Viele Grüße
Stradi23(Stefan)
Instrumente:

B&S Challenger DBX
Bach Stradivarius 37 ML

buddy
Unverzichtbar
Beiträge: 7130
Registriert: Samstag 7. April 2007, 16:50
Meine Instrumente: Yamaha, Kanstul, Bach

Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von buddy » Dienstag 13. Mai 2008, 18:01

Posaunenchöre spielen nicht transponiert. Sind denn deine Bezeichnungen der Tonhöhen klingend oder in Bb?
Du schreibst zwar, dass Du seit 30 Jahren spielst, aber leider nicht, was Du konkret "täglich" übst.

Wenn wir wissen, was Du tatsächlich an Trainingsaufgaben bearbeitest, lässt sich eher etwas mutmaßen.

Das Bach 7C ist absolut kein "Anfänger" Mundstück, nur weil es bzw. seine Nachbauten neuen Trompeten oft beiliegen. Z.B. der Jahrhunderttrompeter vom Chicago Symphony Orchestra, Adolph 'Bud' Herseth spielte es bis zu seiner Lippenverletzung, die ihn zum Umsteigen auf ein größeres Mundstück zwang. Das Bach 3C ist nur unwesentlich weiter, spricht aber bei den Meisten etwas leichter an, probieren geht da über studieren. Es ist dennoch nur ein Gerücht, dass man durch Mundstücke Spielprobleme in den Griff bekommt. Schau mal, was Jens Lindemann dazu sagt.
http://www.grmouthpieces.com/artistscorner3.htm
Wenn Dir der Name nicht so geläufig ist oder Du mehr wissen willst, schau hier: http://www.trumpetsolo.com/bio.cfm

Wenn Du eine umfassende Technikschule auf dem aktuellen Stand suchst, wirf mal einen Blick in Wolfgang Guggenberger, basicsplus http://www.basicsplus.info/deutsch/frame.php

Benutzeravatar
SICKATTIC
Unverzichtbar
Beiträge: 1559
Registriert: Samstag 16. April 2005, 17:16
Wohnort: Raum Stuttgart (Weissach)
Kontaktdaten:

Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von SICKATTIC » Mittwoch 14. Mai 2008, 10:20

Das 7C ist sicher nicht am Leistunsabfall Schuld! v.A. wenn du eine lange Zeit gut mit ihm zurecht gekommen bist.

Ohne zu wissen was du übst, kann man die leider nicht helfen!

Hattest du in letzter Zeit viele Auftritte? Hast du etwas am Übeablauf verändert?
Stradivarius Lucianus Bach 37G (goldmessing Custom Series)
Conn 22b (Bj 1928)
Getzen Eterna (Piccolo)

Bach No. 7
NormalPoster
Beiträge: 37
Registriert: Montag 3. Dezember 2007, 19:59
Meine Instrumente: Spiri B Trompete
Baumann C
Bach Mod. 43 ML
Getzen Piccolo
Axel Müller Konzertflügelhorn

Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von Bach No. 7 » Mittwoch 14. Mai 2008, 10:48

Hallo Stefan, auch ich möchte Dich bitten uns mitzuteilen, was Du so täglich übst und wie lange. Es kann durchaus sein, dass man bei falschen Übungen eine verspannte Lippe bekommt, die dann nicht mehr frei schwingen kann und Dir die oberen Töne verhagelt. Allerdings würde ich bei so einer langen Spielzeit grundsätzlich noch höhere Töne erwarten (also mind. bis C'''). Am Mundstück liegt es m.E. nicht, das Bach 7c ist ein sehr gutes Mundstück, allerdings für meine Lippe etwas zu eng. Da wäre das Bach 3c besser weil es einen größeren Kesseldurchmesser hat. Aber das bewirkt wiederum, dass die hohen Töne etwas schwieriger zu bewerkstelligen sind. Ich habe jahrelang ein Klier 4G gespielt und bin jetzt auf ein Curry Precision umgestiegen, das ist momentan für mich ultimativ (Höhe spricht leicht an und in den tieferen Lagen hat man immer noch einen vollen Sound). Gibt es bei Brasserie Hamburg, hat allerdings ca. 6 Wochen Lieferzeit. Preis 60.- €

Gruß
Bach No. 7
„Man kann ohne Musik leben, aber es lohnt sich nicht.”

Hochwälder
Unverzichtbar
Beiträge: 1525
Registriert: Donnerstag 9. November 2006, 13:31
Meine Instrumente: Trp: B&S DBX, Curry 20C
Flg:Yamaha 631 GS, Curry
Korn: Olds Special, Schilke 11
Picc: B&S Meister Scherzer, Schilke 11AX
Wohnort: Schwarzwälder Hochwald (Saarland)

Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von Hochwälder » Mittwoch 14. Mai 2008, 11:18

Bach No. 7 hat geschrieben:Am Mundstück liegt es m.E. nicht, das Bach 7c ist ein sehr gutes Mundstück, allerdings für meine Lippe etwas zu eng. Da wäre das Bach 3c besser weil es einen größeren Kesseldurchmesser hat. Aber das bewirkt wiederum, dass die hohen Töne etwas schwieriger zu bewerkstelligen sind.
Ich habe beide Mundstücke eine gewisse Zeit gespielt.
Das 3c spricht m.M.n in der Höhe besser an, da es etwas flacher ist als das 7c, aber das ist nur mein Eindruck.

http://www.kanstul.net/mpcJN/Compare/CompareFF.html

Ich sehe das Problem aber auch nicht am Mundstück.

Aus eigener Erfahrung und die anderer Kollegen habe ich ähnliche Geschichten erlebt.
Ich spiele auch über 25 Jahre und die letzten Jahre (bevor ich den Weg hierher fand :) ) hat sich mein Spiel kontinuirlich verschlechtert (Höhe, Ton, Anstoß....), probte allerdings auch wenig (2-3 mal die Woche), und wenn dann nur die gebrauchte Literatur. Es wurde wirklich immer schlimmer, irgendwann ist man wirklich soweit, dass man am liebsten aufhören möchte damit die Quälerei ein Ende hat.
Erst systematisches, tägliches Üben brachte/bringt mich wieder in die richtige Richtung und weiter.

Was auch nicht ganz unerheblich ist, ist m.M.n. die sich im Alter verändernde Anatomie jedes einzelnen, der Körper verändert sich halt auch.

Ein guter Lehrer, der dir gezielt Übungen "verschreibt" ist m.M.n. für dich unumgänglich, es sei denn Du kannst dich selbst gut analysieren, einschätzen und dich, mit Hilfe der unendlich vielen Beiträge hier (und vor allem einem Spiegel), selbst heilen. :)
Viel Erfolg.
Wer nie vom Weg abkommt, der bleibt auf der Strecke.
Volksmund

Stradi23
PowerPoster
Beiträge: 81
Registriert: Dienstag 7. August 2007, 18:54
Meine Instrumente: Bach Stradivarius 37 ML - Seriennr. 315133 - Baujahr Ende 1989
B & S Challenger DBX

Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von Stradi23 » Mittwoch 14. Mai 2008, 20:00

Hallo,

zunächst einmal vielen Dank für die vielen nützlichen Antworten.

@buddy: Ich meinte die klingende Schreibweise (also Kuhlo).

Üben tue ich eigentlich regelmäßig, max. 1/2 - 3/ 4 Std. und zwar halt die Sachen die für die Auftritte im Posaunenchor anstehen, wie Choräle, Volkslieder, freie Stücke (Intraten etc.), Stücke für den Posaunentag in Leipzig (spezielles Heft) und Arban-Schule, dort hauptsächlich die Tonleiterübungen.

Ich hatte schon gedacht, das es vielleicht an der Trompete liegt, da die DBX ja L-Bohrung (mehr Luftverbrauch) ist und die Strad. ML-Bohrung, habe dann aber auf der Bach geblasen. Es war ähnlich. Es kann ja auch nicht sein, da es bis vor 3 Wochen noch i. O. war.

Neulich bei einem Pos.Chorauftritt bekam ich in den höhreren Lagen gar kein Ton raus.

In letzter Zeit hatten wir allerdings bald jedes Wochenende einen Auftritt.


Ich bin wahrschein auch zu ungeduldig und werde gleich wütend, wenn es nicht klappt und will es möglichst erzwingen.

Viele Grüße
Stradi23 (Stefan)
Instrumente:

B&S Challenger DBX
Bach Stradivarius 37 ML

Benutzeravatar
well-blech
Unverzichtbar
Beiträge: 1055
Registriert: Donnerstag 17. März 2005, 20:53

Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von well-blech » Mittwoch 14. Mai 2008, 21:43

Hallo Stefan,

also an der DBX sollte es nicht liegen, dass gar kein Ton kommt.
Wie funktioniert bei dir die Tonerzeugung ohne Instrument (Lippenbuzzing, Mundstücktöne?)

Die 1/2 - 3/4 Stunden sind täglich gemeint?

Aus welcher Gegend kommst du? Gibts ggf. Ansprechpartner zu diesem Thema vor Ort?
(Trompetenlehrer oder jemand von eurem Posaunenwerk der sich damit schon mal professionell auseinander gesetzt hat?)

well
blech

buddy
Unverzichtbar
Beiträge: 7130
Registriert: Samstag 7. April 2007, 16:50
Meine Instrumente: Yamaha, Kanstul, Bach

Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von buddy » Mittwoch 14. Mai 2008, 21:49

Hallo Stefan
dein chronisch falsches "Übeprogramm" ist der Grund, also suche dir einen Lehrer und lasse dich technisch generalüberholen.

Ohne basics geht nix (auf Dauer).

Sollte ein wenig Unterricht beim Trompetendoktor absolut nicht in Frage kommen, probiere einmal folgendes: kaufe dir z.B. Wolfgang Guggenberger, basicsplus. Das ist eine Zusammenstellung der wichtigsten Übungen fürs langfristige Wohlergehen mit Trompete. Besuche außerdem mindestens einen Workshop zum Thema "Richtig Atmen" und/oder "Atem und Stimme", wie er oft bei VHS und kirchlichen Bildungsträgern angeboten wird.
Der Übeablauf sollte auf absehbare Zeit etwa so aussehen: Lockerungsgymnastik, Strecken, Dehnen, dann Atemübungen wie auf dem Workshop gelernt. Nun Stützimpulse anregen, p-t-k usw. Dazu gibt es im Forum einige Hinweise.
Dann Lange Töne spielen, ganz gleichmäßig mit Metronom, erst nur exakt eine Lautstärke, später zusätzlich crescendo - decrescendo. Skalenübungen immer mit verschiedenden Artikulationen gebunden und gestoßen. Der Atem muss dabei durchgehend fließen, die Zunge ist das Ventil, das ihn durchlässt oder auch nicht. Danach Bindungen (Slurs und Lip Flexibilities). Auf ausreichend häufige kleine Pausen achten, während Du das übst.
Die nächsten Monate sind in der Übezeit ca. 2/3 technische Grundlagen, 1/3 Spielliteratur fällig.

Zeigst Du Disziplin und führst Du die Übungen gewissenhaft und selbstkritisch aus, sollte sich innerhalb von wenigen Wochen die Tendenz umkehren. Die Langen Töne, Anstoßübungen und Bindungen erzählen dir jederzeit sehr genau, was mit deiner trompeterischen Entwicklung los ist. Es lohnt sich, da entsprechend hinzuhören. Beispiele für die aufmerksame Hörkontrolle wären: sind Töne ab der ersten "Millisekunde" voll da oder gibt es da "Einschleich"-Effekte? Sind Töne von Beginn bis Ende ohne Vibrato und völlig gleichmäßig in Klang und Lautstärke? Kommen Staccato-Töne wie die Perlen an einer Schnur aus dem Horn Unterstützung bleibt allezeit bestehen) oder nur abgehackt jeder für sich (Unterstützung fehlt oder wird für jeden Ton einzeln generiert)?
Lies im Forum möglichst die Beiträge von Marc B über die richtige Ansatzmaske, es sind sehr wertvolle Hinweise eines konzertierenden Trompetenprofis mit viel Unterrichtserfahrung.

Mundstücksafaris und Trompetenwechsel sind spieltechnisch keine Notwendigkeit.
Zuletzt geändert von buddy am Mittwoch 14. Mai 2008, 22:45, insgesamt 17-mal geändert.

trumpel
Newbie
Beiträge: 2
Registriert: Sonntag 23. März 2008, 15:23
Meine Instrumente: B-Trompete

Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von trumpel » Mittwoch 14. Mai 2008, 21:51

Hallo Freunde der Nacht,
bin neu hier im Club und freue mich, dass es Euch und Euren riesigen Erfahrungsschatz gibt!
Vielleicht könnt Ihr mir bei einem Problem behilflich sein, dass an das Problem von Stefan ein wenig anschließt.

Ich spiele seit etwa 1 1/2 Jahren mit gutem Lehrer, übe täglich mindestens eine Stunde und habe großen Spass am Instrument (Yamaha YTR 2335).

Ab g'' rutscht mir ziemlich schnell die Oberlippe nach oben - sozusagen aus dem Mundstück raus.
Ist das eine typische Anfänger-Krankheit? Mein Lehrer beruhigt mich und meint, die Oberlippenmuskulatur muss sich erst noch richtig ausbilden.
Hat er recht?
Habt Ihr Tipps?

schöne Grüße - Trumpel

buddy
Unverzichtbar
Beiträge: 7130
Registriert: Samstag 7. April 2007, 16:50
Meine Instrumente: Yamaha, Kanstul, Bach

Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von buddy » Mittwoch 14. Mai 2008, 22:03

Hallo trumpel, willkommen im Forum.
Du spielst in relativ kurzer Zeit schon ordentlich hoch, vielleicht "arbeitest" Du dabei mit mehr Muskeln, als tatsächlich erforderlich. Für eine Feinanalyse müsste man dich beim Spielen beobachten. Mein Tip wäre, beim Üben abwechselnd einmal "so tun als ob" und sehr genau selbst beobachten, was im Rumpf, Atmung, Gesicht, Lippen, Armen, Händen abläuft, während Du dich deinem "Problem" näherst. Dann wieder einfach über g'' spielen - tritt nun das Problem auf? Wenn ja, was passiert ganz genau dabei? Ist es wie bei der Simulation oder anders. Wenn ja, was ist anders?
Dieses Spielchen immer wieder machen, bis der Ablauf des "Herausrutschens" in allen Einzelheiten präzise analysiert ist.
Auch sehr genau vergleichen mit dem Ablauf aller Körperprozesse beim Spielen/Simulieren des "letzten sicheren Tones", z.B. Bindung c''-g'', Skala c'' - g'' oder freies Anspiel eines g''.
Sollten die Beschreibungen ausreichend genau sein, müsste der Unterschied die Ursache des Problems bezeichnen. Nächster Schritt wäre das Übertragen der Technik des "letzten sicheren Tones" in allen Einzelheiten auf den nächsthöheren Ton, also den ersten im unsicheren Bereich.
Wir freuen uns auf deinen Bericht.
Zuletzt geändert von buddy am Mittwoch 14. Mai 2008, 22:35, insgesamt 5-mal geändert.

trumpel
Newbie
Beiträge: 2
Registriert: Sonntag 23. März 2008, 15:23
Meine Instrumente: B-Trompete

Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von trumpel » Mittwoch 14. Mai 2008, 22:20

Guter Tipp, buddy - danke dafür. Die Exercitien werden allerdings erst morgen beginnen - um diese Uhrzeit würde die Familie ausschließlich rote Karten zeigen...

trumpel

Bach No. 7
NormalPoster
Beiträge: 37
Registriert: Montag 3. Dezember 2007, 19:59
Meine Instrumente: Spiri B Trompete
Baumann C
Bach Mod. 43 ML
Getzen Piccolo
Axel Müller Konzertflügelhorn

Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von Bach No. 7 » Donnerstag 15. Mai 2008, 12:46

Stradi23 hat geschrieben:Üben tue ich eigentlich regelmäßig, max. 1/2 - 3/ 4 Std. und zwar halt die Sachen die für die Auftritte im Posaunenchor anstehen, wie Choräle, Volkslieder, freie Stücke (Intraten etc.), Stücke für den Posaunentag in Leipzig (spezielles Heft) und Arban-Schule, dort hauptsächlich die Tonleiterübungen.
Ich denke, daran kann man schon das Problem erkennen. Ich persönlich habe in den seltensten Fällen die zu spielende Literatur geübt, ich finde, das ist wie mit dem Lesen, wenn Du ein Buch liest, lernst Du ja auch nicht den Text auswendig sondern mußt vorher das Lesen lernen... :D

In den Trompetenschulen (Du hast ja auch die Arban-Schule, ich empfehle für Dich hauptsächlich den 2. Band) sind alle Schwierigkeiten, die Dir in Deiner Praxis unterkommen, ausführlich behandelt. Wenn Du alle Übungen (bzw. den größten Teil davon) beherrscht, dann wirst Du auch in der Literatur, die Dein Posaunenchor spielt, keine Schwierigkeiten mehr haben. Natürlich kannst Du auch zusätzlich die zu spielenden Stücke üben, ich hab das aber immer nur dann gemacht, wenn ich nicht genau wußte, wie ich mir das Stück kräftemäßig einteilen muß, um bis zum Schluß durchzukommen. Und die Höhe ergibt sich dann von selber, Du darfst nur nicht ungeduldig werden oder Angst haben, weil da "so ein hoher Ton" kommt.

JUST DO IT!!

Viel Erfolg und Spaß beim Üben.
„Man kann ohne Musik leben, aber es lohnt sich nicht.”

burt
Unverzichtbar
Beiträge: 2850
Registriert: Sonntag 5. Juni 2005, 12:15
Meine Instrumente: Yamaha-Euphonium, Melton-Tenorhorn

Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von burt » Donnerstag 15. Mai 2008, 13:10

@Stefan:

wenn man sich regelmäßig mit der richtigen Übeliteratur (Clark, Arban, Collins usw.) beschäftigt, sollte es irgendwann nicht mehr nötig sein, die Stücke aus dem Posaunenchorrepertoire noch zu proben. Das sollte dann alles mehr oder weniger vom Blatt gehen. Ist zumindest bei mir so.
Voraussetzung ist allerdings, daß Du fließend in B und C lesen kannst und mit der Umstellung keine Probleme hast.
Da Du aber auch aus dem Arban übst, gehe ich davon aus, daß Du ebenfalls in B lesen kannst.
Solltest Du dennoch damit Probleme haben und einfach den Ansatz stärken willst, empfehle ich Dir die Werke von Collins, z.B. die warm ups, da bei den meisten Übungen die Einzelpassagen immer auf einem Griff gespielt werden und auf der Chromatik basieren.
Damit hatte und habe ich immer wieder den besten Trainingseffekt, da hier gezielt die wichtigen Muskelgruppen trainiert werden.

Benutzeravatar
Schlaui
Unverzichtbar
Beiträge: 784
Registriert: Mittwoch 7. Dezember 2005, 15:16

Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von Schlaui » Donnerstag 15. Mai 2008, 13:30

Das versteh ich jetzt nicht. Posaunenchorler können den Arban doch auch als C-Stimme interpretieren. :question: Wieso schließt du daraus, dass er in B lesen kann?

buddy
Unverzichtbar
Beiträge: 7130
Registriert: Samstag 7. April 2007, 16:50
Meine Instrumente: Yamaha, Kanstul, Bach

Re: Problem mit Höhe ab g´´!

Beitrag von buddy » Donnerstag 15. Mai 2008, 13:37

Es ist für einen Musiker mit Interesse an der eigenen technischen Entwicklung keine als übermenschlich zu bewertende Anstrengung, sich die durchschnittlich 2-4 Zeilen einer technischen Übung transponiert bzw. mit entsprechenden Griffen aufzumalen, wenn das Lesen in anderen Stimmungen so schwer fällt. :roll:

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast