In der Praxis ist meine Höhe ein Fiasko!!!

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Felix
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In der Praxis ist meine Höhe ein Fiasko!!!

Beitrag von Felix » Donnerstag 8. Mai 2008, 14:16

Hallo
Ich kann töne bis g3 "erreichen" aber wenn ich dann ein Stück spiele, fält es mir schwer ein b2 zu spielen (besonders wenn ich ich schon läger übe) und drück das oft noch so gerade raus.
Ich kann auch nicht so viele Stücke mit einem a2 spielen, da verkrampf ich (vieleicht eine Mentale Blockade) und ich streng mich dabei dann übertrieben an. Die Atmung ist war ja schon immer ein Problem, ich glaube auch das der Hauptgrund ist, weil ich eigentlich jeden Tag übe und einen ganz guten Ansatz habe. Wenn ich zu sehr versuche zu "stützen" bin ich noch verkrampfter und habe nicht genug Luft. Deswegen versuch ich das schon gar nicht mehr, sondern spiele einfach.
Wenn ich direkt in der 2, 3 Oktave spiele hats auch schon mal höher geklappt (im stück), aber in Frasen oder intervallen habe ich einfach kaum luft und bekomme Kaum hohe Töne raus.

Kann mir einer vieleicht weiterhelfen???

buddy
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Re: In der Praxis ist meine Höhe ein Fiasko!!!

Beitrag von buddy » Donnerstag 8. Mai 2008, 14:26

Wenn deine Analyse schon feststeht...
Probiere es mal mit einem Workshop der VHS oder anderer Bildungsträger zum Thema Atem, Stimme usw. Wird oft als Wochenendkurs angeboten und hilft ziemlich auf die Sprünge. Ebenfalls eine schöne Erweiterung und sinnfälliger "Ausgleichssport" ist Digeridoo-Spielen, egal ob auf dem PVC-Rohr aus dem Baumarkt oder auf einem "Richtigen" mit Termitenfraßspuren aus Arnhem Land. Bauanleitung http://www.detididge.de/pvc.html
Ich würde auf jeden Fall mal zusätzlich einen Workshop besuchen, um eine fachkundige Meinung zu hören, z.B: http://www.brassworkshop.de/
oder vielleicht schon dieses Wochenende in Bad Nauheim http://www.brass-akademie.de/workshop.htm

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Schlaui
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Re: In der Praxis ist meine Höhe ein Fiasko!!!

Beitrag von Schlaui » Donnerstag 8. Mai 2008, 15:51

Ich vermute (bitte selbst beurteilen!), dass du folgendermaßen spielst:

Wenn du gleich in der hohen Lage beginnst, setzt du mit tendenziell geschlosseneren/eingerollteren Lippen an und bekommst es ganz gut hin. Wenn du in die tiefe Lage kommst oder dort einsetzt, manipulierst du deinen Ansatz irgendwie um einen volleren Ton zu bekommen. Wenn es dann wieder hinaufgehen soll, kriegst du den Hochansatz nicht mehr hin ohne ab- und neu anzusetzen und fängst an zu pressen.

Test: Setze mal für ein g'' an und spiele eine Tonleiter in langsamen Vierteln über 2 Oktaven gebunden runter und rauf ohne abzusetzen, ggf. mit Nasenatmung. Kommt das letzte g'' genauso leicht wie das erste, oder musst du mehr drücken?

Dann (hypothetisch) müsstest du lernen, die tiefe Lage von oben her ohne irreversible Manipulationen zu erreichen.

Bach No. 7
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Re: In der Praxis ist meine Höhe ein Fiasko!!!

Beitrag von Bach No. 7 » Donnerstag 15. Mai 2008, 13:05

Felix hat geschrieben:Ich kann auch nicht so viele Stücke mit einem a2 spielen, da verkrampf ich (vieleicht eine Mentale Blockade) und ich streng mich dabei dann übertrieben an.
Hallo Felix,
das mit dem Mentalen ist m.E. durchaus Dein Problem, aber nur deshalb, weil Du eben die höheren Töne ab C''' nicht "sicher" hast.
Übe mal folgendes:
Tonleiter ab C' bis C''' (2 Oktaven) in Achteln gebunden, 2 mal rauf und runter ohne dazwischen einzuatmen einfach am Stück, dazwischen auch nicht stoppen. Dann das ganze in Triolen, allerdings 3 mal. Danach in Sechzehnteln, aber 4 mal. Zum Schluß in Intervallen (C'-E'-G'-C''-E''-G''-C'''), gestoßen und gebunden, jeweils 2 mal ohne Einatmen dazwischen.
Diese Übung wiederholst Du dann mit Cis, D, Es, E, F, Fis und G-Dur. Versuch aber den obersten Ton (der letztlich ja das G''' bedeutet) nicht mit Gewalt, sondern "nähere" Dich. Wennst ihn nicht trifftst ist das nicht schlimm, der kommt schon irgendwann. Diese Übung bewirkt, dass Du Deine Lippenstellung während dem Spielen nicht verändern kannst und somit "programmierst" Du automatisch Deine für Dich ideale Lippenstellung. Und die Höhe ist dann auch sicher, ohne Verkrampfen, weil sich die Lippe an das Gefühl für den hohen Ton "erinnert".

Würde mich freuen, von dem Ergebnis zu hören.
„Man kann ohne Musik leben, aber es lohnt sich nicht.”

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