Transponieren im Jazz

Hier geht es um Improvisieren , Stilistik , halt alles was mit Jazz bzw. Moderner Musik zu tun hat

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Re: Transponieren im Jazz

Beitrag von Justus. » Mittwoch 6. April 2016, 22:54

Wenn du, was das Gehör betrifft, eine etwas intimere Beziehung zur Trompete hast, rate ich davon ab. Ich würde vermuten, dass ich so keinen Ton treffen würde.

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Bixel
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Re: Transponieren im Jazz

Beitrag von Bixel » Mittwoch 6. April 2016, 22:55

Die Blues-Pentatonik in klingend E greift sich doch ganz geschmeidig.

8)
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ttrumpett
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Re: Transponieren im Jazz

Beitrag von ttrumpett » Freitag 8. April 2016, 12:40

Lustige Idee....
:P :P :P

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duden
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Re: Transponieren im Jazz

Beitrag von duden » Freitag 8. April 2016, 18:51

Eine Frage vom Klassiker: Von der Renaissance über Beethoven bis heute haben Komponisten die Tonarten ihrer Stücke ja nicht (nur) danach ausgesucht, wie´s am leichtesten zu spielen ist, sondern auch nach dem, was sich "Tonarten-Charakteristik" nennt. Ich würde das nicht gleich als esoterischen Quatsch abtun, sondern finde tatsächlich, dass z.B. d-moll anders klingt als fis-Moll. Wie ist das nun im Jazz? da wird ja manchmal geraten, gewisse Licks etc. durch alle Tonarten zu üben. Geht das denn? Klingt ein Pattern in e-moll genau so wie in c-Moll? Oder ist das einfach wurscht?
I didn't try to be primitive, I just had bad microphones.

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Re: Transponieren im Jazz

Beitrag von Bixel » Samstag 9. April 2016, 10:50

duden hat geschrieben:Eine Frage vom Klassiker: Von der Renaissance über Beethoven bis heute haben Komponisten die Tonarten ihrer Stücke ja nicht (nur) danach ausgesucht, wie´s am leichtesten zu spielen ist, sondern auch nach dem, was sich "Tonarten-Charakteristik" nennt. Ich würde das nicht gleich als esoterischen Quatsch abtun, sondern finde tatsächlich, dass z.B. d-moll anders klingt als fis-Moll. Wie ist das nun im Jazz? da wird ja manchmal geraten, gewisse Licks etc. durch alle Tonarten zu üben. Geht das denn? Klingt ein Pattern in e-moll genau so wie in c-Moll? Oder ist das einfach wurscht?
Ich kenne Kollegen, die eine solche Feinfühligkeit von sich behaupten.

Für mich kann ich sagen, dass ich solcherlei "Tonarten-Charakteristik" klanglich nicht wahrnehme.
Ein Jazzstandard z.B. ändert für mich klanglich nicht sein "Wesen", wenn ich ihn z.B. in F-Dur statt in Eb-Dur spiele.

Wohl aber ändert sich die Haptik beim Transponieren in eine andere Tonart: andere Griffe bei identischer Melodik.
Außerdem kann ein Tune range-mäßig je nach Tonart unterschiedlich komfortabel zu spielen sein.

Die jeweilige "Tonarten-Charakteristik" war in der Renaissance und zu Zeiten Beethovens deutlich gegeben, weil in jener Zeit die gleichstufige Stimmung nicht bekannt (geschweige denn: angestrebt) war.
Bei jeder nicht gleichstufigen Stimmung verhalten sich die Töne einer Tonleiter bekanntlich tonartenspezifisch zueinander.

Da die Trompete sich bauartbedingt allerdings gegen die gleichstufige Stimmung "sträubt", ist zumindest auf diesem Instrument manchmal rudimentär die "Tonarten-Charakteristik" erhalten.
Beispiel: Sind - im "Blindfold-Test" - bei einem improvisierenden Trompeter im eingestrichenen Tonbereich die Terz und die Septime der Tonika notorisch zu hoch, dann weiß ich, dass das Stück in klingend Eb-Dur steht und der Spieler die mit 12 gegriffenen Töne (notiert A1 und E1) nicht ausreichend nach unten "korrigiert" hat.

:P
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Re: Transponieren im Jazz

Beitrag von ttrumpett » Freitag 15. April 2016, 13:41

Bixel hat geschrieben:Die Blues-Pentatonik in klingend E greift sich doch ganz geschmeidig.

8)
Hi Bixel
Danke aber
Mir ging es weniger darum irgendwelche Tonleitern (bluestonleiter) rauf und runter zu spielen sondern einfach was
"Geschmeidiges" was eben in Eb so von allein kommt. Bei mir....... :o :o :o

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Re: Transponieren im Jazz

Beitrag von Bixel » Freitag 15. April 2016, 14:39

ttrumpett hat geschrieben:
Bixel hat geschrieben:Die Blues-Pentatonik in klingend E greift sich doch ganz geschmeidig.
Danke aber Mir ging es weniger darum irgendwelche Tonleitern (bluestonleiter) rauf und runter zu spielen sondern einfach was "Geschmeidiges" was eben in Eb so von allein kommt. Bei mir....... :o :o :o
Bei der Originalaufnahme (bei der die Solisten sich weitgehend auf die Blues-Pentatonik beschränken) fehlt dir das "Geschmeidige"?

:Hä:
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Re: Transponieren im Jazz

Beitrag von ttrumpett » Donnerstag 1. Februar 2018, 14:19

Ich hatte nicht gesagt dass pentatonik Improvisationen nicht geschmeidig klingen!
Ich hatte gesagt, dass MEINE Improvisationen in klingend E nicht so geschmeidig klingen wie in Es....... (Leider)
Im Übrigen war mir ganz entgangen, daß hier ein Trompetensolo zu hören ist.
Ich höre nur Saxophon (Bariton,Tenor und Alt) und Posaune..????????

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Re: Transponieren im Jazz

Beitrag von ttrumpett » Donnerstag 1. Februar 2018, 14:21

Sorry,, sehe gerade, dass dieses Thema ca. 10Jahre al ist........????????????????????

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Re: Transponieren im Jazz

Beitrag von Bixel » Donnerstag 1. Februar 2018, 23:03

ttrumpett hat geschrieben:In fis finde ich die griff Kombinationen äusserst unkomfortabel...
Die Griffkombinationen der (klingenden) E-Dur-Tonleiter sind auf der Bb-Trompete in der Tat vergleichsweise unkomfortabel.
Die Griffkombinationen der (klingenden) E-Moll-Pentatonik hingegen sind auf der Bb-Trompete alles Andere als unkomfortabel.
Alle im oben verlinkten YouTube-Clip zu hörenden Soli beschränken sich weitestgehend konsequent auf jene Pentatonik. Ob unter den Solisten auch ein Trompeter ist oder nicht, spielt keine Rolle.

Mein Hinweis auf die Pentatonik war gedacht als Hilfe zur Selbsthilfe.

Ob du diese Fünftonleiter mechanisch "rauf und runter dudelst" oder ob du damit Sinnhaltiges dichtest, entscheidet dein kreatives Potenzial.
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