Einstieg in die Improvisation?

Hier geht es um Improvisieren , Stilistik , halt alles was mit Jazz bzw. Moderner Musik zu tun hat

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Einstieg in die Improvisation?

Beitrag von robbibrass » Samstag 26. November 2011, 22:41

Hallo zusammen,

bin als Forumsmitglied bis jetzt nur im Bereich der Instrumente und Mundstücke hier unterwegs gewesen....
Nach guten 30 Jahren als Trompeter, einer relativen Versiertheit im Bereich Klassik, Blasmusik und auch Barock,
kann es am zunehmenden Alter zu liegen, dass ich mich immer mehr zum Jazz hingezogen fühle.....
Ich meine damit nicht, die Lead-Trompete zu spielen, das hatte ich und kenne ich, sondern die ganz subtile Improvisation,....
am liebsten auf meinem Flügelhorn....

Wie lautet Eure Empfehlung, in das Thema Imrovisation einzusteigen?
Was war Euer Weg? Was könnt Ihr mir empfehlen? Hatte schon ein, zwei Seminare dazu. Im Groben unterscheiden sie sich wie folgt:
Variante 1: nicht so viel denken, einfach drauf los spielen......
Variante 2: Einstieg in die Harmonielehre, also die Bedingung, dass das harmonische/theoretische Gerüst vorher stehen sollte, damit es eben kein Gedudle wird....

Freue mich auf Eure Antworten!

LG
Robbi
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Re: Einstieg in die Improvisation?

Beitrag von buddy » Montag 28. November 2011, 10:11

Hast PN

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Re: Einstieg in die Improvisation?

Beitrag von haynrych » Montag 28. November 2011, 11:06

bin nicht der super-improvisations-profi, aber mir gefällt:

http://www.amazon.de/Anleitung-zur-Impr ... 0001057812
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Re: Einstieg in die Improvisation?

Beitrag von Bixel » Montag 28. November 2011, 11:19

robbibrass hat geschrieben: Wie lautet Eure Empfehlung, in das Thema Imrovisation einzusteigen?
Was war Euer Weg? Was könnt Ihr mir empfehlen? Hatte schon ein, zwei Seminare dazu. Im Groben unterscheiden sie sich wie folgt:
Variante 1: nicht so viel denken, einfach drauf los spielen......
Variante 2: Einstieg in die Harmonielehre, also die Bedingung, dass das harmonische/theoretische Gerüst vorher stehen sollte, damit es eben kein Gedudle wird...
Jazzimprovisation ist m.E. keine willkürlich wählbare "Einzeldisziplin" des Trompetenspiels, sondern das Ergebnis eines starken persönlichen Dranges.
Wenn da in den vergangenen 30 Jahren kein Drang vorhanden war, bin ich ein wenig skeptisch bzgl. deiner Prognose im Hinblick auf Jazzimprovisation.

Ob Variante 1 (der "natürlichere" Weg) dir befriedigende Ergebnisse liefert, hängt m.E. von deiner (Jazz-)Hörerfahrung und von der Innigkeit deiner Beziehung zum Instrument ab.
Variante 2 ist - konsequent betrieben - erstens m.E. großer Blödsinn und zweitens sogar eher ein Garant für "Gedudel".

Eine Mischung aus Beidem (mit möglicherweise initialer Anleitung durch einen guten Spieler) erscheint mir bei deiner Biografie als sinnvoll.

:)
.
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Re: Einstieg in die Improvisation?

Beitrag von haynrych » Montag 28. November 2011, 12:10

die für mich (als anfänger) wertvollsten tipps waren bisher:

(1) hängst du auf einem falschen ton, ist der nächste richtige nicht weit entfernt (halbton daneben).
(2) F: welche skala? A: die chromatische.
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Re: Einstieg in die Improvisation?

Beitrag von hannes » Montag 28. November 2011, 18:14

Wenn du keinen Lehrer findest so bekommst du eine gute Mischung aus beiden Varianten durch Uncle Willie Thomas im Internet. Sein Zugang geht über das Nachahmen, über das Erlernen von einfachen bis komplexeren Melodien zu verschiedenen harmonischen Gerüsten und Stilen. Die Theorie ist zugunsten der Praxis sehr knapp und überschaubar.
Eine weitere Möglichkeit wäre außerdem das Nachspielen von einfachen Standards und Soli. Hierfür kann ich die Realbook-Software empfehlen: mehrere hunderte Standards inklusive der Originalaufnahmen. Ohne der Faszination für diese Musik geht es natürlich nicht und dafür benötigt man natürlich genügend Futter fürs Ohr. :wink:

Hannes

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Re: Einstieg in die Improvisation?

Beitrag von robbibrass » Montag 28. November 2011, 20:28

Liebe Forumskollegen,

ich danke Euch für die Antworten, speziell Dir, lieber Buddy......

Das Thema ist für mich mehr, wie eine weitere Trompeten-Disziplin, nach 30 Jahren schneller, höher weiter
kommt das was ganz Altes durch......

Da das Leben aus Begegnungen besteht, habe ich in dieser Zeit des Wandels den richtigen Menschen getroffen,
und bei dem habe ich jetzt den Unterricht, den ich wohl jetzt brauche......


LG

Robbi

P.S.:...Hörmaterial ist immer schon reichlich vorhanden, mein altes Flügelhorn freut sich über den verstärkten Einsatz......:-)
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Re: Einstieg in die Improvisation?

Beitrag von trumpetjonn » Freitag 2. Dezember 2011, 18:51

:schock: Also ich würde schaun dass du erstmal zum c³ bis c´´´´ hinaufkommst dann kannst du probieren die ersten stücke "freestyle" spielen!!! Ich Persönich habe mich mit einfachen Stücken wie " Pink Panter " bis "scream machines" verbessert ich schaffe jetzt das g´´´´ !! also üben üben und nochmehr üben! :gelb:

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Re: Einstieg in die Improvisation?

Beitrag von trumpetjonn » Freitag 2. Dezember 2011, 19:12

schau dass du zum c5 kommst dann reden wir weiter!!












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Re: Einstieg in die Improvisation?

Beitrag von mariusauer » Donnerstag 19. Januar 2012, 14:36

Hallo Robbi,

zum einen finde ich es cool, dass dich der Jazz interessiert, auch ich habe mit der Blasmusik / Wind Band-Literatur angefangen und habe in diversen Orchestern mitgespielt / ausgeholfen.
Seit einigen Monaten / Jahren bin ich am Piano, bzw. jetzt auf der Trompete im Jazz / Blues / Soul / Funk tätig.
Der Jazz ist ideal zum Beginnen, wenn man schon einige Vorkentnisse auf der Trompete hat, z.B. sollte das Beherrschen aller Dur und Moll Tonarten keine Probleme aufzeigen. Außerdem soll einem die Akkordlehre / Harmonielehre schon vertraut sein, so dass einem die Improvisationsschreibweise - die eben aus Akkorden bestehen, nicht fremd vor kommen. Wichtig beim Improvisieren ist ein gutes Taktgefühl, eine gute Internation und das Beherrschen von den Tonleitern, in Ableitung wäre auch noch das Verstehen der Pentatonik, der Bluseskala und der Aufbau von Tetrachorden empfehlenswert.

Ich wünsche noch viel Spaß

Marius

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Re: Einstieg in die Improvisation?

Beitrag von jazzingJo » Sonntag 9. September 2012, 12:18

Ich würde allen Anfängern raten sich an den Bluesskalen zu versuchen. Da gibt es Playbacks und man kann sich super zurechtfinden weil man noch nicht unbedingt auf die Akkordwechsel etc. achten muss. Dazu empfehle ich Jamey Aebersolds Lehrbände Vol. 1 (ziemlich guter Anfang) und Vol. 42. (Blues in All Keys) Beide sind mit Playalong CD und man kann super ausprobieren.
Ahh da fällt mir noch ein Video ein. http://www.youtube.com/watch?v=2UQU9MFSmzk&feature=plcp
Mir hats geholfen!

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