Kanstul CHI-1070 (ehem. Besson Meha)

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Bitte diese Struktur bei den Berichten zu übernehmen.

Modell:
Besondere Spezifikationen: (Light/Heavy, Bohrung, Becher etc.):

Pro: (Stichworte)
Kontra: (Stichworte)
Gesamtbewertung: (1 bis 5 Punkte)

Klang:
Spielgefühl:
Verarbeitung:
Persönliche Bewertung:

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Kanstul CHI-1070 (ehem. Besson Meha)

Beitrag von Puukka » Montag 5. Mai 2008, 23:35

Modell: Kanstul CHI-1070
Besondere Spezifikationen:
Leichtgewicht, XL Bohrung, schmaler Becher

Pro: Leichteste Ansprache, Vielseitigkeit
Kontra: man braucht Ansatzkontrolle, Verfügbarkeit
Gesamtbewertung: (1 bis 5 Punkte) 5

Klang:
hell, von soft bis bissig

Spielgefühl:
Sehr angenehm, "nach oben offen"

Verarbeitung:
Die Züge und Pumpen sind sehr gut angepasst, Versilberung könnte gründlicher poliert sein

Persönliche Bewertung:
Diese Trompete ist ein sehr gutes Beispiel dafür, daß man eine Riesenbohrung mit dementsprechendem Mundrohr und Becher gut kontrollierbar machen kann.

Ich hab jetzt die Trompete das zweite Mal im Langzeittest, dasselbe Erlebnis:
Man nimmt sie und spielt drauf los. Der Ton ist bei dementsprechender Ansatzbeherrschung gut von pp bis ff kontrollierbar. Ist für mich die X3 von Kanstul....also angenehm offen und somit für viele passend, die den erhöhten Luftverbrauch nicht scheuen.

Die Stärke der 1070er ist meiner Meinung nach der sehr formbare Klang. Also von luftig voll bis bissig scharf. Somit für das Solieren und im Lead tauglich. Sie ist übrigens die Leichteste unter den Leichten bei Kanstul.

Preislich liegen die Chicagos im Moment mit 1650,- sehr gut und man erhält auch noch ein wertiges Doppelgigbag und Claude Gordon 3 Mundstück.

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Re: Kanstul CHI-1070 (ehem. Besson Meha)

Beitrag von nic » Dienstag 6. Mai 2008, 13:59

große bohrung ja, allerdings hat die 1070er einen kleineren ausgang zum schallstück (throttle).

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Re: Kanstul CHI-1070 (ehem. Besson Meha)

Beitrag von Puukka » Dienstag 6. Mai 2008, 14:32

Hallo Nic
Bezüglich des "Chokes" gibt es da noch zwei unterschiedliche "Zig" Aussagen:
http://www.trumpetmaster.com/vb/f139/ka ... 21306.html
LG Herbert
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nic
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Re: Kanstul CHI-1070 (ehem. Besson Meha)

Beitrag von nic » Dienstag 6. Mai 2008, 16:36

ohhh :shock: , na ja, der vorbesitzer meiner 1070er hat diese in frankfurt auf der messe direkt bei kanstul gekauft, der hat ihm auch das mit dem kleineren durchmesser erzählt. ich kann mich deiner bewertung sonst anschließen, wobei meine sehr sauber verarbeitet ist. sie hat messingführungen der ventile, ist das bei dir auch so?

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Re: Kanstul CHI-1070 (ehem. Besson Meha)

Beitrag von Puukka » Freitag 1. August 2008, 21:40

Ja, Messingführungen, wie auch die Signature Serie.
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Re: Kanstul CHI-1070 (ehem. Besson Meha)

Beitrag von haynrych » Sonntag 3. August 2008, 13:51

hast du auf einer deiner testtouren durch deutschland jemals eine COL 103 in die hände bekommen und getestet? wäre nämlich eine preiswerte large-bore alternative mit grossem becher und der hersteller verspricht:
the COL103 features a .470" large bore and a 5.1" bell which will allow the sound to carry over the band to the press box.
... ist vermutlich schwerer als die benge-klone, aber der weite becher könnte das kompensieren.
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Re: Kanstul CHI-1070 (ehem. Besson Meha)

Beitrag von Puukka » Sonntag 3. August 2008, 16:54

Leider nein, klingt interessant.
Wobei sie, wie Du schon schreibst, warscheinlich ziemlich anders reagiert, da die 1070er die leichteste Trompete ist, die ich bisher in der Hand hatte. Das macht sie so empfindlich für Dynamikstufen.
LG Herbert
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Re: Kanstul CHI-1070 (ehem. Besson Meha)

Beitrag von wolff22 » Dienstag 13. Januar 2009, 09:21

Hallo Puukka,

habe schon einiger deiner sehr guten Testberichte verfolgt zur Kanstul
Chicago Serie. Würde mir auch mal eine zum Test bei Thomann bestellen.
Allerdings ist zur Zeit nur die 1000 er auf Lager. Kannst du mir nochmal ein paar Unterschiede
erklären ?

Da gibt es die 1000, die 1001 und die 1070.
Diese unterscheiden sich aufsteigend in der Größe
der Bohrung. Die 1000 er hat die Kleinste die 1070 er die Größte.
Die letztere ist die Leichteste.
Wie verhält sich das nun beim Spielen.
Welches Modell ist nach oben hin offener ?
Welche ist leichter in der Ansprache ?
Welche ist leichter für die Töne jenseits von C III zu bewegen mit wenig
Anstrengung.
Welche hat den geringsten Widerstand ? Wobei mir nicht klar ist was man darunter
genau vesteht ?
Ich spiele eine alte Getzen Eterna. Ganz OK. Allerdings benötigt man ab dem D III sehr viel mehr
Kraft.
Wie schätzt ihr die Eterna im Vergleich ein ?

Danke für Deine Bemühungen

Thomas

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Re: Kanstul CHI-1070 (ehem. Besson Meha)

Beitrag von Puukka » Samstag 17. Januar 2009, 22:42

Hallo Thomas

Ich hab jetzt alle drei immer wieder getestet und würde nun folgendes behaupten:
Am Leichtesten in der Ansprache ist die 1070er. Sie ist auch nach oben hin am Offensten.
Nachteil: Du brauchst am meisten Ansatztkontrolle, da sie am wenigsten slottet.

Die 1001 ist ähnlich offen wie die 1070er, hat sogar noch weniger Widerstand, speziell in der Höhe.
Widerstand ist für mich der Gegendruck, der mir auch hilft, den Lippenspalt kleinzuhalten. So ist Widerstand einerseits hilfreich, andererseits, wenn er recht hoch ist, muss man aber ziemlich Gas geben, um die Trompete "aufgehen" zu lassen.

Die 1000er hat den meisten Widerstand, slottet dementsprechend am meisten, braucht am wenigsten Luft, ist jedoch vom Klang einseitiger als die beiden anderen. Am meisten formbar ist der Klang der 1070er, von weich und luftig (Balladen) bis fetzig und hell (Lead).
Also wenn Du einen guten Ansatz hast, kannst Du vermutlich mit der 1070er bzw. 1001er mehr machen. Willst Du es etwas gemütlicher, so ist die 1000er vermutlich unkomplizierter, jedoch vielleicht auch etwas langweilig.

Zu Deiner Eterna. Ist die die normalschwere oder die leichte Eterna? Ich glaub, die Leichte war die, die mal Eterna II geheissen hat. Hat Deine Neusilber Aussenzüge?, dann ist sie vermutlich die Normalschwere.
Der Unterschied der Chicagos zu der Normalschweren ist vorallem der Klang, die Chicagos sind weniger dunkel, machen aber leichter auf, also werden mit weniger Kraft hell und offen. Also der Klang wird heller, Du brauchst weniger Kraft, jedoch verlierst Du an Kernigkeit und Dunkelheit im Ton.

Herbert
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Re: Kanstul CHI-1070 (ehem. Besson Meha)

Beitrag von wolff22 » Montag 19. Januar 2009, 12:22

Hallo Herbert,

vielen Dank für deine Erläuterungen. Ich werde im April zur Musikmesse
nach Frankfurt / Main fahren und die verschiedenen Kanstul Modelle mal nebeneinander
testen.
Meine ca. 33 Jahre alte Getzen Eterna hat keine Neusilberaußenzüge. Ich habe sie mal gewogen.
Sie bringt ca. 975 gr ( o. Mundst. ) auf die Waage. Müsste die leichtere von beiden sein.

Gruß

Thomas

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Re: Kanstul CHI-1070 (ehem. Besson Meha)

Beitrag von Puukka » Dienstag 20. Januar 2009, 23:04

Scheint tatsächlich die Leichte zu sein. Soweit ich das Modell im Vergleich zu den Chicagos kenne, braucht sie vermutlich weniger Luft, fühlt sich aber auch enger an.
Herbert
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