Trompetenschule für Anfänger-welche hattet ihr?

Ansatzfragen, Welche Methode ist die beste,
Probleme, Gundlegende Techniken etc.

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Singvögelchen
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Trompetenschule für Anfänger-welche hattet ihr?

Beitrag von Singvögelchen » Dienstag 8. Oktober 2013, 23:39

Liebe Freunde der gepflegten Trompetenmusik,

nachdem wir neulich eine Doktorarbeit zum Thema Anfängerschulen zerfleddert haben, bin ich auf die Idee gekommen, mal nachzufragen, mit welchen Lehrwerken ihr so eure ersten Schritte gemacht habt. Interessieren würde mich auch, was ihr heutzutage so empfehlen würdet.

Ich bin inzwischen im Besitz von bestimmt zwanzig Lehrwerken, je nach Bedarf wird auf das Passende zurückgegriffen.

Mein Hintergrund ist hier folgender: bei total neu erschienenen Schulen gibt es ja keinerlei Erfahrungswerte, auch trotz aggressiver Werbung keine "Gelinggarantie". Also habe ich überlegt, nach welchen Werken die derzeit erfolgreichen Berufstrompeter ihre ersten Erfahrungen gesammelt haben. Einer der ungarischen Trompeten-Überflieger hat mir seine allererste Schule überlassen: Varasdy 1985. Viele "undeutsche" Melodien, ähnlich den Klavierstückchen von Bartok, das Bonbon in der Schule: Fotos, wie man es nicht machen soll, also die typischen Haltungsfehler bei Anfängern. Der Erfolg der Schule ist allseits bekannt.

Ich selber und sehr viele mir bekannte Trompeter wurden aufgrund der geographischen Isolation nach der (komplett ideologiefreien!!!) Krumpfer-Schule (1969) ausgebildet, hat auch niemandem geschadet. Später kamen Arban und Stegmann dazu. Und dann so Sachen wie Stamp, Thibaud, Quinque, Farkas...fast zu viele Eindrücke, um eine klare Linie zu entwickelen. Heute tendiere ich für den Beginn zum Dünserschen Trompetenfuchs.

Kaum bekannt, aber gar nicht schlecht ist das Material für Anfänger in der Colinschule, viele bekannte Lieder, teilweise in Kurzfassungen, im Fünftonraum. Was da auf ganz wenigen Seiten sehr eng gedruckt zu finden ist, füllt in anderen Schulen eine ganzes Buch.

Freue mich auf eure Antworten :cracy:
Liebe Grüße vom Singvögelchen!


"Blas schön rein, dann kommts schön raus!"

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Re: Trompetenschule für Anfänger-welche hattet ihr?

Beitrag von TrompetenKäfer » Mittwoch 9. Oktober 2013, 08:33

Bei uns in der Musikschule sind derzeit vorherrschend:

Ingeborg Lutz 1 - 3
http://www.amazon.de/Meine-erste-Trompe ... B0001K616G

Trompetenfuchs 1 - 3 + Spielbuch (CD mit Playalongs)

Hören, lesen, spielen - DeHaske + Playalongs

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Re: Trompetenschule für Anfänger-welche hattet ihr?

Beitrag von TrompetenKäfer » Mittwoch 9. Oktober 2013, 08:33

Bei Fortgeschrittenen dann die üblichen Verdächtigen:

Colin, Clarke, Stamp, David Zauder, Koprasch 1&2, Arban (in Auszügen)

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Re: Trompetenschule für Anfänger-welche hattet ihr?

Beitrag von lurchi » Mittwoch 9. Oktober 2013, 08:51

Stegmann Band 1, danach Werke einstudieren. Würde ich heute lernen würde ich mir natürlich eher jazziges Zeug reinziehen wollen. Aber damals hatte ich eine rein klassische Ausbildung.

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Re: Trompetenschule für Anfänger-welche hattet ihr?

Beitrag von Trumpetjörgi » Mittwoch 9. Oktober 2013, 09:06

Es ist 47 Jahre her!
1. W. Schneider: Schule für Trompete
2. R. Stegmann Band 1
3. Arban

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Re: Trompetenschule für Anfänger-welche hattet ihr?

Beitrag von Bixel » Mittwoch 9. Oktober 2013, 09:17

Schallplatten (Vinyl) von Louis Armstrong und von der Dutch Swing College Band.
Besuche von regionalen Live-Jazz-Konzerten.

Nichts Gedrucktes.

:D
.
Zurück zum Thema...

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Re: Trompetenschule für Anfänger-welche hattet ihr?

Beitrag von Dobs » Mittwoch 9. Oktober 2013, 10:13

Mit 14 Jahren: Das erste Drittel aus dem Arban, ein paar (von meinem Lehrer selbst aufgeschriebenen) Volkslieder (Der Mai ist gekommen etc.) und dann die ersten drei Märsche aus dem Lausitzer-Album....... Dann autodidaktische Selbstversuche und ab 20 erster wirklich professioneller Unterricht mit: Clarke Technical Studies, Getchell First Practical Studies und etwas Burba.
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Re: Trompetenschule für Anfänger-welche hattet ihr?

Beitrag von Trumpetjörgi » Mittwoch 9. Oktober 2013, 11:10

Dobs hat geschrieben:..ein paar (von meinem Lehrer selbst aufgeschriebenen) Volkslieder (Der Mai ist gekommen etc.)
Bei mir ähnlich, ein Notenheft war obligat, in das mein Lehrer Lieder in dem von mir zu bewältigendem Schwierigkeitsgrad reinschrieb.
Ich erinnere mich besonders am "Strangers in the night" und "La mer (beyond the sea)"
Wenn ich die Lieder gut konnte wurde ich von Ihm auf seiner Hammond-Orgel mit viel Hall begleitet, was mich damals unheimlich motiviert hat!

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Re: Trompetenschule für Anfänger-welche hattet ihr?

Beitrag von Trumpetralfino » Mittwoch 9. Oktober 2013, 11:36

Meine ersten Erfahrungen mit Noten machte ich zunächst durch den Klavierunterricht (ab 6 Jahren), den mein Vater mir verordnete.
ab dem 8 Lebensjahr kam dann die Trompete hinzu. Bevor ich überhaupt eine Trompetenschule in meine Hände bekam, spielte ich
im Blasorchester meines Vaters die 2 Trp.
Ab dem 9 Lebensjahr war dann die 3 teilige Arban Schule meine ständiger Begleiter, bis heute.
Erst viel später entwickelte ich durch das beobachten meiner Kollegen eigene Übungen.
L.G.ralf

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Re: Trompetenschule für Anfänger-welche hattet ihr?

Beitrag von Gisskanne » Mittwoch 9. Oktober 2013, 12:36

Moin.

Stegemann Teil 1
Arban
Wolgang Huhn.
Burba
Wolgang Huhn ist wohl sehr gut als Ergänzung zum Stegemann.
Im Stegeman ist viel drin was mich und zu meinem Ziel "Marschmusik"gebracht hat.
Der Erste Teil von Wolgang Huhn war für den klang des Tones für mich sehr wertvoll .
Da muss sich aber jeder selbst ein Urteil machen welche Schule ihn weiterbringt.
Es kommt wohl auch darauf an, was man erreichen möchte.
Im Arban ist eigentlich alles drin ausser Jazz.oder?
Die Methode von Burba ist sehr Intersssant. Sollte aber nicht von Anfängern alleine erarbeitet werden.Durchlesen und mit einem guten Lehrer besprechen und ausprobieren
Da werdet ihr schon erstaunliches feststellen wie einfach doch eine Trompete"Blassinstrument "sein kann.

Die beste Schule ist ein guter Lehrer .

Und Natürlich das Trompetenforum :D
gruss Gi

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Re: Trompetenschule für Anfänger-welche hattet ihr?

Beitrag von inspired » Mittwoch 9. Oktober 2013, 13:19

Rapp 1
Rapp 2
Stegmann
und sonst sehr viele zusammenkopierte Sachen aus verschiedenster Literatur.
Eben das, was mein 1. und mein 2. Lehrer jeweils für sinnvoll erachteten, um die Schulen zu Ergänzen,
aber auch um teilweise Inhalte aus den Schulen durch "besseres" zu ersetzen.

Ansonsten gab es noch die Sachen aus dem Stadtorchester, aber das ist ja kein Unterricht, in dem Sinne.
Wobei das bei entsprechender Schwierigkeit mindestens genauso fordernd ist.
Dafür sollte man allerdings eine gefestigte Grundausbildung haben, weil sonst kann man da selber ja nicht systematisch ran gehen.
Weil die Orchester Sachen übt man ja alleine, und keiner guckt ob man auch wirklich alles richtig macht, solang die Töne und Stilistik stimmen.
Der technisches Aspekt bleibt halt unbeobachtet.

Edit meint/
Wenn ich heute noch einmal von 0 auf anfangen könnte/müsste. Dann würde ich gerne ersteinmal am Anfang ALLES nur nach Gehör lernen.
Ich glaube, dass das enorm viel bringen könnte für Auswendig spielerei, Improvisation, Spielverständnis und Harmonie-/Spielgefühl.
Ich finde, dass das beim "direkt von Noten gedruckten lernen" zu kurz kommt. Man spielt halt das, was man liest.
Aber ich glaube, dass das alles auf dem Weg nur halbherzig ins Blut geht.
Den Versuch würde ich liebend gern machen, ist aber nun ja zu spät...man kann ja nich spontan alles aus dem Kopf löschen :cracy: :Hä:
Trp.: B&S Challenger II (3143/2)
Flgl.: Miraphone Premium
Flgl.: Beck Melisma

Bild :-P

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Re: Trompetenschule für Anfänger-welche hattet ihr?

Beitrag von gozilla » Mittwoch 9. Oktober 2013, 13:32

Bei meiner Wenigkeit Ende der 70iger Anfang bis Mitte der 80iger
-Handgeschriebene Sachen des örtlichen Starpädagogen welche sich hinterher als Schlossberg und Teile von Clarke entpuppten
-Wechsel zu 2 amerikanischen Trompetern folglich Clarke ,Getchell, Irons
-wieder dt. Trompeter...Arban, Colin, Herbst und Hering(zum Transponieren) und noch Brandt
auch viel Sololiteratur und Eigenbauübungen basierend auf Arban

Alles in allem 3 ziemlich verschieden Unterrichtsphilosophien...
Gruß G

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Re: Trompetenschule für Anfänger-welche hattet ihr?

Beitrag von catfan » Mittwoch 9. Oktober 2013, 15:48

Keine Noten. Weg von Schulen. Trompeter suchen, die einem gut erklären können, wie man die Basis schafft und dann üben üben üben. Noten lesen uns Griffe lernen kann man auch ohne in das Instrument zu blasen.
Ich übe sehr viel Chromatik und Bindungen durch alle Griffvaianten. Immer mit Hauptaugenmerk auf den Luftfluss. Eine Tonnleiter suchen, die einem liegt und von da aus ausbauen. Ich mag as Dur und A Dur und C Moll zum Beispiel.
Nach Noten spiele ich fast nur zu Proben. Zu Hause lenkt mich das ab. Schwierige Stellen greife ich am Instrument.
Gerade am Anfang finde ich es wichtig soviel wie möglich frei zu üben um das richtige Gefühl für das Instrument zu bekommen. Und viel laaaange Töne über den gesamten Umfang.

LG

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Re: Trompetenschule für Anfänger-welche hattet ihr?

Beitrag von TrompetenKäfer » Mittwoch 9. Oktober 2013, 16:07

...und wo glaubst du, dass ein guter Trompetenlehrer seine Basics her hat? Der hat auch mal nach Literatur gelernt.

Ganz ohne notierte Grundlagen mit dem Erlernen eines Instrumentes anzufangen, erscheint mir kontrovers, denn wie reproduziert man daheim im stillen Kämmerlein das, was man im Unterricht gelernt hat?

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Re: Trompetenschule für Anfänger-welche hattet ihr?

Beitrag von alberto1966 » Mittwoch 9. Oktober 2013, 16:16

Schule für Trompete oder Flügelhorn in B von Karl Lahn.

Später dann (aber nur ganz kurz) Aszodi, Ferenc: Trompeten-Schule Luftkissen-System Band 1.

Heute je nach Lust und Laune Arban und Quinque.

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