Luftiger Ton/Luft im Ton/kein Klarer Ton

Ansatzfragen, Welche Methode ist die beste,
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Deakt_20120316
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Re: Luftiger Ton/Luft im Ton/kein Klarer Ton

Beitrag von Deakt_20120316 » Sonntag 1. Januar 2012, 10:55

@Fredouzo

Dunbia meint eventuell, dass ein kleineres Mundstück helfen kann Fehler zu beheben, es ist ein Versuch wert.
Dein Gefühl, du kannst schlechter auf einem kleinen spielen, spricht Fehler am Ansatz. Man sollte, bei passendem Ansatz auf alle Größen spielen können.
Als therapeutisches Mittel ist ein kleineres Mundstück gut und wenn man damit Fehler behoben hat, kann man, wenn man will, zurück zum großen Mundstück... :-)
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Re: Luftiger Ton/Luft im Ton/kein Klarer Ton

Beitrag von FREDOUZO » Sonntag 1. Januar 2012, 11:52

Danke, mein Problem ist halt, dass mein Ansatz leider nicht sehr ideal ist, dank meiner kaputten Lippe.
Mit Mundstücken und einem sehr kleinen Kessel komme ich gar nicht klar, dann sollte ich mal probieren, was für ein Mittelmaß gehen würde.

Deakt_20120316
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Re: Luftiger Ton/Luft im Ton/kein Klarer Ton

Beitrag von Deakt_20120316 » Sonntag 1. Januar 2012, 12:08

Hallo Fredouzo.

Kleiner, nicht sehr klein und auch nicht unbedingt flacher. Die meisten, welche hier sehr kleine Mundstücke spielen, haben sich in vielen kleinen Schritten dort hin gearbeitet. Das ist aber nicht gemeint!
Du hast recht, ein Mittelmaß. Wenn du zur Zeit ein Mundstück mit 17,3mm spielst, versuche eins mit ca 16,7mm. Da gibts genügend Auswahl unzähliger Hersteller. Bob Reeves 42er Serie, Klier 6er oder 7er, Schilke 13er, 12er, Bach 3er usw. .
Wenn du ein sehr viel kleineres nimmst, wird dir spielen kaum möglich sein.
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Re: Luftiger Ton/Luft im Ton/kein Klarer Ton

Beitrag von FREDOUZO » Sonntag 1. Januar 2012, 12:28

Hi, danke, also Schilke 16 und 17 hab ich auch mal gespielt.Auf dem Yamaha16GP komme ich eigentlich super zurecht, ist leichter zu spielen als das 17er, aber klanglich auch nicht der hit :-(

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Re: Luftiger Ton/Luft im Ton/kein Klarer Ton

Beitrag von buddy » Sonntag 1. Januar 2012, 12:40

FREDOUZO hat geschrieben:... Yamaha16GP ... ist leichter zu spielen als das 17er, aber klanglich auch nicht der hit
Das liegt an deinen technischen Fehlern, nicht am Mundstück.
Du wirst nie weiterkommen, solange Du versuchst, das Problem allein über Mundstücke zu lösen. Ich wette, dein Klang ist auf dem großen Pott auch nicht wirklich gut, sondern einfach mumpfig, was Fehler gnädig verdeckt.

Lass' dir einen korrekten Ansatz und die Arbeit an der Stütze/Luftführung zeigen, falls Du das nicht aus den unzähligen Tips im Forum herauslesen kannst. Nur dann wirst Du von Monat zu Monat besser klingen.

Der Weg geht über geringen Mundstückdruck, weil sich sonst keine Ansatzmuskulatur entwickeln kann. Dazu eine brauchbare Ansatzmaske, gute Stütze, viel Mundstück Buzzing und Übungen, wie sie im Fundies Book stehen, in Bezug auf günstige Luftführung besonders die Smith Preparatory Exercise und Cichowicz. Bei unkorrekter Ausführung hilft das Abspielen dieser Noten allein natürlich kein bisschen weiter, ein gutes Beispiel für die Ausführung bietet z.B. Reinhold Friedrich (Buzzing, Cichowicz).
http://ccm.uc.edu/music/woodwinds_brass ... 20book.pdf
http://www.youtube.com/watch?v=IH9PyK3bVr4
http://www.youtube.com/watch?v=JLjQbs3OCWQ

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Re: Luftiger Ton/Luft im Ton/kein Klarer Ton

Beitrag von Bixel » Sonntag 1. Januar 2012, 13:05

buddy hat geschrieben:Nur dann wirst Du von Monat zu Monat besser klingen.
Einspruch.

Zu klären wären zunächst Art und Schwere des verletzungsbedingten Handicaps - dies kann von Ferne niemand einschätzen.

Wenn die vernarbte Unterlippe nicht eine ganz spezielle Strategie erfordert (siehe z.B. Bud Herseth), kann die Beschäftigung mit einem engen Mundstück durchaus Probleme lösen.

Offenbar bin ich nicht der Einzige, der - allein schon durch MP-Buzzing auf kleinem Gerät - eine erhebliche Fokussierung des Ansatzes erreicht hat, ohne dass er sich dabei in paralysierende Analysen der Blasmechanik verlieren musste.
Durch die alleinige Konzentration auf einen guten Sound (bei Bindeübungen über den gesamten verfügbaren Tonumfang) ließ sich bei mir eine wesentlich verbesserte Balance von Luftführung, Atmung und Ansatz erreichen.

Diese Strategie muss - wie jede - nicht für jeden segensreich sein, aber: Versuch macht klug.

:idea:
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Re: Luftiger Ton/Luft im Ton/kein Klarer Ton

Beitrag von Deakt_20120316 » Sonntag 1. Januar 2012, 13:31

Und dazu vielleicht noch, langsam ausgeführte Bindungen, aber auch Stoßübungen, zeigen einen unter Umständen ein völlig neues Gefühl auf, was Luftführung und Kraftaufwand betrifft.
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Re: Luftiger Ton/Luft im Ton/kein Klarer Ton

Beitrag von FREDOUZO » Sonntag 1. Januar 2012, 13:37

Danke Bixel,
das mit meiner Lippe ist nicht leicht zu erklären, sie ist dick, vernarbt und mein Ansatz ist dementsprechend anderst, als der "Normale" Ansatz, den man haben sollte. Ich denke so oft, es heißt immer, der ideale Ansatz, naja, wenn der so leicht wäre, dann wäre wohl jeder ein Vlado Kumpan, ein Marsalis oder Günther Betz oder sonstiger Star.
Ich probiere aus meinem Problem das Beste daraus zu machen. Ich spiele sehr sehr gerne Trompete und auch viel, auch relativ akzeptabel, aber jetzt will ich es klanglich verbessern und bin über jede positive Hilfe dankbar. Dass mein Ansatz grundlegend "falsch" oder anderst ist, das ist mir klar, aber wer sagt, was falsch und was richtig ist? Wieviele Trompeter gibt es, die "anderst" spielen, aber doch hammer geil sind?

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Re: Luftiger Ton/Luft im Ton/kein Klarer Ton

Beitrag von Bixel » Sonntag 1. Januar 2012, 14:12

FREDOUZO hat geschrieben:Danke Bixel,
das mit meiner Lippe ist nicht leicht zu erklären, sie ist dick, vernarbt und mein Ansatz ist dementsprechend anderst, als der "Normale" Ansatz, den man haben sollte. Ich denke so oft, es heißt immer, der ideale Ansatz, naja, wenn der so leicht wäre, dann wäre wohl jeder ein Vlado Kumpan, ein Marsalis oder Günther Betz oder sonstiger Star.
Ich probiere aus meinem Problem das Beste daraus zu machen. Ich spiele sehr sehr gerne Trompete und auch viel, auch relativ akzeptabel, aber jetzt will ich es klanglich verbessern und bin über jede positive Hilfe dankbar. Dass mein Ansatz grundlegend "falsch" oder anderst ist, das ist mir klar, aber wer sagt, was falsch und was richtig ist? Wieviele Trompeter gibt es, die "anderst" spielen, aber doch hammer geil sind?
Sind denn Sensibilität und Motorik vollständig in das angenähte Gewebe zurückgekehrt - oder gibt es "taube" Bereiche?
Befindet sich Narbengewebe in unmittelbarer Nähe des schwingenden Lippengewebes?

Von vornherein nicht für einen "normalen Ansatz" in Frage zu kommen, muss man m.E. nicht als Nachteil sehen wollen.

:wink:
.
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Re: Luftiger Ton/Luft im Ton/kein Klarer Ton

Beitrag von FlüTro » Sonntag 1. Januar 2012, 14:16

das stimmt

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Re: Luftiger Ton/Luft im Ton/kein Klarer Ton

Beitrag von FREDOUZO » Sonntag 1. Januar 2012, 14:42

Taubheit ist eigentlich nicht da, es ist nur etwas dick, weil die Naht nicht super zusammen gewachsen ist und eine narbe noch in der Mitte der lippe, aber alles am unteren Rand der Unterlippe.
Das beste wäre es wohl, ganz neu anzufangen, also den Ansatz von grund auf neu anzulernen und das in der Mitte. Aber ich weiß nicht ob ich dann irgendwann da stehe und es bereue, weil vielleicht gar nichts mehr geht.
Bin ja mit der Spielerei soweit schon zufrieden, ein G''' kommt relativ stressfrei, aber ich will es klanglich verschönern, dass nicht soviel Luft im Ton ist.
Ein instrumentenbauer meinte auch schonmal, dass man in das Mundstück eine Platte einbaut, die den kessel etwas abändert, aber ob das Wert hat?

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Re: Luftiger Ton/Luft im Ton/kein Klarer Ton

Beitrag von buddy » Sonntag 1. Januar 2012, 15:23

Bixel hat geschrieben:...Zu klären wären zunächst Art und Schwere des verletzungsbedingten Handicaps - dies kann von Ferne niemand einschätzen...
Das hast Du natürlich recht.

Wer beim Üben sein Hirn einschaltet und die ewig weitergehende Konditionierung von Fehlern verhindert, betreibt deswegen aber noch lange keine "paralysierende Analyse". Das wird dem verständigen Leser sicher klar sein, ebenso wie der Sinn einer Orientierung an der Methodik bedeutender Trompeter mit didaktischem Talent und herausragend gutem Klang. Reinhold Friedrich bietet daher ein hervorragende Orientierung, unabhängig von der musikalischen Ausrichtung oder davon, ob das Mundstück ganz idealtypisch sitzt.
FREDOUZO hat geschrieben:...Das beste wäre es wohl, ganz neu anzufangen, also den Ansatz von grund auf neu anzulernen...
Das fände ich nicht so toll, denn es brächte dir vor allem eine Menge Frust, die praktische Erfahrung im Umgang mit deinem Handicap auszugrenzen.

Aber eine schrittweise Verbesserung mit den bereits angesprochenen Übungen tut ganz sicher nicht weh und enthält Lösungspotential für dein Problem, das ja nicht zum ersten Mal von dir angesprochen wird:
http://www.trompetenforum.de/TF/viewtop ... 91#p157970

Die Frage wäre daher auch, was hast Du in den 18 Monaten anders gemacht als zuvor bzw. aus der damaligen Diskussion für dich übernommen?
Dem offenkundigen symptomatischen Ergebnis nach 18 Monaten folgend läge es nahe, eine dem entsprechende strategische Korrektur deiner Übungstechniken vorzunehmen.
Zuletzt geändert von buddy am Sonntag 1. Januar 2012, 15:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Luftiger Ton/Luft im Ton/kein Klarer Ton

Beitrag von Bixel » Sonntag 1. Januar 2012, 15:33

buddy hat geschrieben:Wer beim Üben sein Hirn einschaltet und die ewig weitergehende Konditionierung von Fehlern verhindert, betreibt deswegen natürlich noch lange keine "paralysierende Analyse".
Das hast du natürlich recht - aber die Gefahr besteht immerhin.

Die meisten erfolgreichen Trompeter, die ich kenne, haben sich dieser Gefahr gar nicht erst ausgesetzt.
Ausnahmen bestätigen die Regel. Bist du eine jener Ausnahmen?

:roll:
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Re: Luftiger Ton/Luft im Ton/kein Klarer Ton

Beitrag von Bixel » Sonntag 1. Januar 2012, 15:44

FREDOUZO hat geschrieben:Taubheit ist eigentlich nicht da, es ist nur etwas dick, weil die Naht nicht super zusammen gewachsen ist und eine narbe noch in der Mitte der lippe, aber alles am unteren Rand der Unterlippe.
Das beste wäre es wohl, ganz neu anzufangen, also den Ansatz von grund auf neu anzulernen und das in der Mitte. Aber ich weiß nicht ob ich dann irgendwann da stehe und es bereue, weil vielleicht gar nichts mehr geht.
Bin ja mit der Spielerei soweit schon zufrieden, ein G''' kommt relativ stressfrei, aber ich will es klanglich verschönern, dass nicht soviel Luft im Ton ist.
Ein instrumentenbauer meinte auch schonmal, dass man in das Mundstück eine Platte einbaut, die den kessel etwas abändert, aber ob das Wert hat?
In Anbetracht eines - angeblich - "relativ stressfrei kommenden G'''s" scheint mir an deinem Spielsystem nichts grundsätzlich falsch zu sein.
Insofern würde ich von einer bruchhaften Ansatzveränderung unbedingt Abstand nehmen.

Zuviel Luft im Ton heißt für mich (bei Lippengesunden): eine zu große Lippenöffnung.
Wenn die reine - geduldige, intuitive - Befolgung deines (luftärmeren) Klangideals über längere Zeit keine Verbesserung bringt, hilft nach meiner persönlichen Erfahrung ein leichtes "Einrollen" der Lippen.
Dies genau lässt sich (z.B.) durch die Arbeit mit einem kleinen Mundstück erzielen.

:|
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Re: Luftiger Ton/Luft im Ton/kein Klarer Ton

Beitrag von buddy » Sonntag 1. Januar 2012, 16:28

Bixel hat geschrieben:...Die meisten erfolgreichen Trompeter, die ich kenne, haben sich dieser Gefahr gar nicht erst ausgesetzt.
Keine Ahnung, welche Trompeter Du kennst und zugleich als erfolgreich ansieht, das ist aber nicht so wichtig.

Ich schätze deine geduldigen Hinweise (2010-2012) für Fredouzo, wie diejenigen auf die Rolle des Mundstück Buzzing oder der Orientierung am Klang.
Beides deckt sich methodisch mit dem Vorgehen eines Kristian Steenstrup oder Reinhold Friedrich ebenso, wie es unter Jazz-Profis verbreitet ist.
Zuletzt geändert von buddy am Sonntag 1. Januar 2012, 19:33, insgesamt 1-mal geändert.

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