Spiele seit 15 Jahren, dennoch Ansatz zu schnell weg...

Ansatzfragen, Welche Methode ist die beste,
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leonfair
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Re: Spiele seit 15 Jahren, dennoch Ansatz zu schnell weg...

Beitrag von leonfair » Dienstag 27. September 2011, 14:47

Ich find di überschrift geil.

"ich spiele seit so und sovielen Jahren Trompete, trotzdem geht nix"......

Tja, das ist halt das paradoxe am Trompetenspielen: Man wird nicht besser, je mehr Jahre man (falsch) spielt, sondern man wird nur besser, wenn man effektiv übt.

Die einzigen sinnvollen Tipps die man dir geben kann: Kauf dir das flächste und kleinste Mundstück das rumläuft und dazu auch nocht eine lightweight Trompete, das könnte vielleicht dein Range und die Ausdauer erhöhen. Ob das Ergebnis dich und deine Bandkollegen aber dadurch zufriedenstellt, sei mal dahingestellt. Ich glaube kaum das jemand mit dem übungspensum von "1 mal wöchentlich bei der Bandprobe, und dort mach ich mir meinen nicht vorhandenen Ansatz kaputt" je in der Lage sein wird, was musikalisch brauchbares zu produzieren, geschweige den die Leadstimme einer Big Band spielen zu können.

Ich sehe eher die gefahr der "Körperverletzung" durch das exzessive Drücken des Mundstücjs an die Lippen. Aber am Ende ist jeder für sich selbst verantwortlich.

Und solangs spaß macht: Have fun!

Mfg
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martin100
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Re: Spiele seit 15 Jahren, dennoch Ansatz zu schnell weg...

Beitrag von martin100 » Dienstag 27. September 2011, 15:04

Ich habe geschrieben, dass ich neben der Probe einmal pro Woche übe... Ein kleineres, flacheres Mundstück bzw eine Lightweight Trompete könnte also etwas helfen? Ich spiele eine Yamaha YTR-4320 mit einem 11A4 Mundstück. Ich habe auch noch ein altes 11C4-7C Stück, was standardmäßig mit der Trompete geliefert wurde...

Rainer H
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Re: Spiele seit 15 Jahren, dennoch Ansatz zu schnell weg...

Beitrag von Rainer H » Dienstag 27. September 2011, 15:08

martin100 hat geschrieben: Dass ich ohne Lehrer und Unterricht keine Wunder mehr herbeizaubern kann ist mir absolut klar.

ohne Lehrer geht vielleicht bei einem gewissen Intuitiven Talent noch was, wenn auch bestimmt nicht viel.
Aber ohne Üben, mindestens Jeden Tag 15min geht überhaupt nichts!und wenn man dann mal in die dritte Oktave
will sollten es zumindest zeitweiße auch mal 2 Stunden täglich sein!
Da gibt es auch keine Tricks!

Gruß Rainer

leonfair
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Re: Spiele seit 15 Jahren, dennoch Ansatz zu schnell weg...

Beitrag von leonfair » Dienstag 27. September 2011, 16:00

martin100 hat geschrieben: Ein kleineres, flacheres Mundstück bzw eine Lightweight Trompete könnte also etwas helfen?..
Es könnte dir theoretisch helfen.....

....wobei ich mir nicht sicher bin ob in deiner Situation das Equipment überhaupt eine Rolle spielt, da 1 x üben in der Woche schon sehr wenig ist.
Ein kleineres und flacheres Mundstück erleichtert den meisten in der regel die Höhe und fördert die Ausdauer. Und eine lightweight Trompete lässt dich leichter, mit weniger Wiederstand, in die höhe kommen, jedoch geht dann die Power im Ton etwas verloren (aber die du ohne Ansatz ja eh nicht haben kannst).

Jedoch ist eine Umstellung auf ein kleineres Mundstück wieder mit viel Übung verbunden und dies willst du ja nicht auf dich nehmen.

Du kannst es ja mal ausprobieren, jedoch bezweifel ich ganz stark, dass was musikalisches brauchbares dabei rauskommen wird.

Mfg
Leonfair
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Re: Spiele seit 15 Jahren, dennoch Ansatz zu schnell weg...

Beitrag von Deakt_20120316 » Dienstag 27. September 2011, 16:09

Hallo rainer.
Hast du die dritte oktave spielfaehig bekommen?

Hallo martin.
Wenn du keinen lehrer willst und dir die zeit zum ueben auch nicht nehmen willst/kannst, dann mach etwas mundstueckbuzzing. Immer mal wieder ein paar minuten. 12x 5 minuten und du hast ne stunde was fuer den ansatz getan. Das duerfte jeder, mit dem willen etwas z tun, schaffen. Das von leonfire, eventuell ironisch gemeinte, nimm das kleinste und flachste mundstueck, koennt was bringen...vorausgesetzt----->ueben mit ihm. Willst du das alles nicht, mach weiter wie bisher.
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Re: Spiele seit 15 Jahren, dennoch Ansatz zu schnell weg...

Beitrag von Rainer H » Dienstag 27. September 2011, 17:13

Trumpethulk hat geschrieben:Hallo rainer.
Hast du die dritte oktave spielfaehig bekommen?
Sagen wir mal ich bin an Ihr dran! frag mich noch mal in 2 Jahren, wie gesagt, jeden Tag mindestens 1-2 Stunden, + Wöchentlich 2 Proben und eine
Stunde Unterricht!
Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen es zu schaffen! 8) Es geht auf jeden Fall vorwärts.
Gruß Rainer

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Re: Spiele seit 15 Jahren, dennoch Ansatz zu schnell weg...

Beitrag von Deakt_20120316 » Dienstag 27. September 2011, 17:41

Das klingt gut. Spielst nun auch wo anders oder ausschliesslich posaunenchor?

A.

Ps: off t.
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Rainer H
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Re: Spiele seit 15 Jahren, dennoch Ansatz zu schnell weg...

Beitrag von Rainer H » Dienstag 27. September 2011, 17:47

Trumpethulk hat geschrieben:Das klingt gut. Spielst nun auch wo anders oder ausschliesslich posaunenchor?

A.

Ps: off t.
In zwei Posaunenchören, im zweiten in einer kleinen Gruppe ambitionierter Bläser, mit Moderner Literatur.
Gruß Rainer

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Re: Spiele seit 15 Jahren, dennoch Ansatz zu schnell weg...

Beitrag von martin100 » Dienstag 27. September 2011, 18:12

Das 11A4 hat ja schon einen relativ flachen Kessel, wenn ich es mit dem 11C4-7C vergleiche... Welches wäre denn das kleinste und flachste Yamaha Mundstück was es so gibt? Das eine mal pro Woche übe ich übrigens meist so 45-60 Minuten und die Probe dauert immer so etwa 90 Minuten...

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Re: Spiele seit 15 Jahren, dennoch Ansatz zu schnell weg...

Beitrag von Deakt_20120316 » Dienstag 27. September 2011, 18:42

Das kleinste mir bekannte mundstueck ist das lynn flex trumpet mouthpiece :-D (250$), nah dran ist das monette bl 6.

Aber im ernst, in welchem tonumfang bewegt sich eure big band? Und, wie lang kannst du das abdecken?

Gruss, a.
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Re: Spiele seit 15 Jahren, dennoch Ansatz zu schnell weg...

Beitrag von martin100 » Dienstag 27. September 2011, 19:18

Unsere Band spielt Repertoire der Grade 2-4, die Range der Trompeten geht maximal bis zum c3 oder seltener d3... sicher komme ich bis zum a2, an guten Tagen auch c3, was aber eher selten verlangt wird. Es gibt Tage, an denen ich das bis zum Schluss durchhalte, aber normalerweise breche ich so nach ca 30 min, je nach den gespielten Nummern, langsam ein... Was mich immer am meisten Kraft kostet, sind lange, hohe Noten (so ab g2), kurze Einwürfe fallen mir leichter. Wie gesagt denke ich (trotz meines wenigen übens...), dass es mir schon helfen würde wenn ich konstanter auf meinen Ansatz, meine Atmung und meinen Körper generell achte, nur worauf ich genau dabei achten soll ist die Frage ;) Denn es gibt wie gesagt auch Tage, an denen ich das bis zum Schluss bzw bis zum Ende des Konzerts relativ konstant durchhalte...

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Re: Spiele seit 15 Jahren, dennoch Ansatz zu schnell weg...

Beitrag von Deakt_20120316 » Dienstag 27. September 2011, 20:05

Wenn du das auf deinem mundstueck schaffst...dann bleib dabei und fang an mit ueben...buzzing. dir wird hier keiner tricks verraten koennen und oder etwas zum ansatz bzw.zur atmung sagen koennen, um.dein problem zu ließen. Deine schwankungen sind normal. Je weniger trainiert/geuebt man ist, umso groesser koennen diese schankungen sein.
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Re: Spiele seit 15 Jahren, dennoch Ansatz zu schnell weg...

Beitrag von biancoblu » Dienstag 27. September 2011, 20:12

... und wann willst Du konstanter auf Deinen Ansatz achten? Fast unmöglich bei der Bandprobe, erstens musst Du auf vieles andere achten und zweitens hörst Du Dich selber nur sehr begrenzt. Noch dazu verkrampfst Du wie Du selber sagst relativ früh.

Gruß
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Re: Spiele seit 15 Jahren, dennoch Ansatz zu schnell weg...

Beitrag von martin100 » Dienstag 27. September 2011, 21:47

@ biancoblu: Ich übe ja auch ausserhalb der Probe, wenn auch nur einmal... Und ich höre mich gut, da ich Satzleiter bin und wir selten voll besetzt sind. Auf was muss ich denn noch genau achten?

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Re: Spiele seit 15 Jahren, dennoch Ansatz zu schnell weg...

Beitrag von biancoblu » Dienstag 27. September 2011, 22:17

Ok. Ich wiederhole, dass ich glaube, Du solltest Dir einen Lehrer nehmen und regelmäßig üben und eventuell sogar für einige Zeit die Band auf standby setzen. Da Du aber konsequent nachfragst anbei die Punkte, die mir (Laie) so einfallen:

Atmung & Stütze: tief einatmen, aus dem Bauch einen möglichst konstanten Luftstrom stützen
Hals: offen ? was passiert beim Binden ? Insbesondere beim Binden nach oben? Bleibt der Luftstrom "frei" oder nimmst Du z.B. ein "hm" wahr, welches Du einsetzt um den Ton hochzudrücken ?
Lippenöffnung: wie nimmst Du sie wahr ? Eventuell ist sie zu gross (schöner Klang im tiefen Bereich, keine Kontrolle und ausreichend Beschleunigung im höheren Bereich), eventuel zu klein ?
Mundstückposition: wo sitzt Dein Mundstück ? Eher 2/3 auf der Ober-, 1/3 auf der Unterlippe ? Einsetzen ins Lippenrot (hopefully not)? Ändert sich die Position je nach Höhe ?
Zunge: wo ist sie beim Spielen ? Nutzt Du die Vokale a,e,i um den Luftstrom zu beschleunigen ?
Lippenspannung: wie nimmst Du die wahr ? Ist Dir bewusst, wie sie Dich unterstützt ?
Druck auf die Lippen: was machen Deine Arme ? Was passiert, wenn Du bewusst weniger Druck gibst ?
Intonation: hast Du eine Grundstimmung, die Dir wesentlich "natürlicher" erscheint als andere ? Wie nimmst Du Dich wahr, wenn Du in einer Formation extrem hoch oder tief einstimmen musst ?
Staccato: gelingt Dir ein Unterschied zwischen tat-tat-tat zu ta-ta-ta ? f1-f2: klingt das Staccato gleich ?
Dynamik: welchen Bereich kannst Du abdecken ? Unterschied pp zu p hörbar ? Unterschied ff zu f hörbar ? Bei Crescendo und Decrescendo gleichermassen gleichmässig ?

Wahrscheinlich noch viel wichtiger: wann nimmst Du Deinen Ton als "eine runde Sache" wahr ? Was passt dann ?

Mein bescheidener, didaktisch wenig wertvoller Beitrag

Gruß
biancoblu
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