Lippenlähmung

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tubicen
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Re: Lippenlähmung

Beitrag von tubicen » Dienstag 17. Dezember 2013, 11:33

Moin,

witzig, was man so vor Jahren mal geschrieben hat...durch deinen Kommentar duden, ist der Thread wieder aus der Versenkung (2005) geholt worden.

Ich nehme das mal zum Anlass diesen zu aktualisieren:

Ich habe und hatte NATÜRLICH KEINE LIPPENLÄHMUNG!!!
Musste gerade doch glatt über mich im Jahre 2005 selbst schmunzeln :).
Innerhalb der letzten Jahre habe ich ein Schulmusikstudium sehr erfolgreich abgeschlossen und hänge gerade noch den Instrumentalpädagogen dran.
Insgesamt bin ich also sehr zufrieden, wie es mit meinem Spiel läuft. 8) 8) :wink: :wink:

In der Rückschau muss ich leider sagen, dass dieses Schreckgespenst 'fokale Dystonie' mir von meinem damaligen Lehrer mehr oder weniger 'eingeredet' wurde (natürlich nicht bewusst, eher fahrlässig).
Sicherlich hat er keine schlechten Absichten verfolgt und alles gut gemeint, er war nur selber ratlos und hat dann öfter die damals beschriebene Geschichte im Unterricht preisgegeben.
Was kommt aber bei einem damals jugendlichen Schüler an, wenn er Probleme hat und ihm immer wieder die Geschichte oder auch die Mär "...von einem Kollegen der damals bla bla bla...." erzählt wird?
Die Message war: "Vielleicht hast du sowas!" oder "Deine Lippen sind kaputt!"
Und das, wo schon klar war, dass ich musikalisch irgendwie auch beruflich was machen möchte...
Das halte ich im Nachhinein wirklich für ganz grob fahrlässig!
Ich habe immer noch ein gutes Verhältnis zu diesem Lehrer, nur hat er da einen fatalen pädagogischen Fehler begangen, der mich noch einige Zeit verfolgt hat.
Denn nicht die Lippen waren das Problem, ich war einfach fest. Überall. Im Körper, im Hals (ja auch in den Lippen...) usw.
Das weiß ich jetzt...;) Von Luftfluss keine Spur!!
Und die Schauermärchen von Kollegen, die einen Kollegen kennen haben nicht gerade zur allgemeinen Lockerheit oder zum Spaß am Unterricht beigetragen.

Natürlich will ich nicht leugnen, dass es Fälle gibt, die wirklich ernsthafte Probleme mit solchen Geschichten haben.
Aber: Die sind höchst selten und wirklich etwas 'kaputt' machen, kann man so denke ich mittlerweile nur bei unmenschlichen Belastungen über lange, lange Zeit.
Und wenn man glaubt, dass Probleme bestehen, kann man immernoch einen Arzt aufsuchen. Mittlerweile gibt es einige Praxen für Musikermedizin, die sich ernsthaft mit diesen Problemen auseinandersetzen.
Wenn man also sicher gehen will, hingehen.

Ich nehme dieses Forum abschließend mal als Raum für einen Appell in eigener Sache:

Liebe Leute, die ihr glaubt von solch einer Krankheit betroffen zu sein:
Solche Dinge sind einfach selten...
Holt euch Meinungen anderer Lehrer (dafür darf man auch mal in die nächste große Stadt fahren und am Opern-/Funkhaus/an der Musikschule klingeln oder im Zweifel zum Musikmediziner).
(OFF TOPIC: Bei mir haben sich z.B. auch die Nackenhaare aufgestellt, als Volker Dubowy auf dem Workshop hier vom Forum in diesem Jahr jemandem einen 'Zwerchfellkrampf' attestiert hat.)
Ich habe sonst viel von dem Workshop mitgenommen, aber das gehört in einen anderen Thread.
Eieiei...deswegen Appell Nr. 2:

Liebe unterrichtende Kollegen, seid wirklich überlegt in euren Äußerungen den Schülern gegenüber und nehmt ihre Anliegen ernst.
Wenn ihr selbst nicht mehr weiter wisst, gebt die Schüler eben ab in andere Hände!!!
Das ist meiner Meinung nach kein Beinbruch für das Image sondern vielmehr ein Zeichen von Größe, wirklicher Professionalität & Interesse am Foranschreiten des Schülers!


Viel Gesundheit, eine gute Lippe, eine schöne Weihnachtszeit und guten Rutsch!!!

tub

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