Hals schließt bei Flatterzunge

Wie kann ich die Atmung verbessern ? Wie wichtig ist die Atmung für das Trompetespielen ?
Hier gibt es die Antworten auf solche Fragen.

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Hals schließt bei Flatterzunge

Beitrag von pro_newbs » Mittwoch 25. Juli 2018, 10:05

Liebe Leute,

ich habe heute mehrere Beobachtungen machen müssen:
- Wenn ich eine Übung oder ein Stück spiele und zeitgleich singe, gelingt mir dies nur bis zu einer bestimmten Tonhöhe. Je höher ich spiele, desto eher wird der Hals dick und es fühlt sich an, als würde ich etwas herauswürgen müssen.
- Eine ganz ähnliche Beobachtung stellt sich beim Spiel mit Flatterzunge ein. Interessanterweise kann ich die Tonhöhe, die ich im normalen Spiel noch gerade (nicht besonders schön) spielen kann, nur mit großer Mühe mit oben genannten Spielweisen erreichen. Könnt ihr mir erklären, woran das liegt und wie ich dem Abhilfe schaffen kann?

- Eine weitere Beobachtung trifft das Thema Sport: Ich mache seit einiger Zeit vermehrt Sport (Laufen und Kraftübungen) und habe das Gefühl, dies wirkt sich fundamental schlecht auf mein Spiel aus. Besonders nach Bauchmuskelübungen habe ich das Gefühl, der gesamte Oberkörper ist versteift, schon die Einatmung gelingt nicht mehr entspannt und die Ausatmung sowie die korrekte Zwerchfellstütze erst recht nicht mehr. Gibt es hier ähnliche Beobachtungen eurerseits und mögliche Gegenmaßnahmen? Relativiert sich das? Was wirkt?
- Und ein Letztes in diesem Zusammenhang: Anfang der Woche hatte ich ein super Spielgefühl. Atmung lief entspannt, Tonqualität war schön, Höhe angenehm machbar. Tag für Tag wurde es schwieriger, anstrengender, schlechter. Auch in Kombination mit dem Sport. Nach zwei Tagen Pause hatte ich gerade das Gefühl, es läuft wieder besser. Jedoch erreiche ich nicht mehr die Leichtigkeit von letzter Woche. Woran könnte das liegen?

Ich danke euch für Antworten!

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Bixel
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Re: Hals schließt bei Flatterzunge

Beitrag von Bixel » Mittwoch 25. Juli 2018, 11:22

pro_newbs hat geschrieben:
Mittwoch 25. Juli 2018, 10:05
- Wenn ich eine Übung oder ein Stück spiele und zeitgleich singe, gelingt mir dies nur bis zu einer bestimmten Tonhöhe. Je höher ich spiele, desto eher wird der Hals dick und es fühlt sich an, als würde ich etwas herauswürgen müssen.
- Eine ganz ähnliche Beobachtung stellt sich beim Spiel mit Flatterzunge ein. Interessanterweise kann ich die Tonhöhe, die ich im normalen Spiel noch gerade (nicht besonders schön) spielen kann, nur mit großer Mühe mit oben genannten Spielweisen erreichen. Könnt ihr mir erklären, woran das liegt und wie ich dem Abhilfe schaffen kann?
Das dürfte an dem sich jeweils unterscheidenden Luftvolumenbedarf liegen.
Für das Erzeugen von Tönen auf der Trompete wird ein vergleichsweise geringes Luftvolumen pro Zeiteinheit benötigt.
Mit zunehmender Tonhöhe wird der Luftvolumenbedarf auf der Trompete verringert.

Für das Singen eines Tones wird mehr Luftvolumen benötigt.
Die Diskrepanz der Luftvolumenverbräuche nimmt mit zunehmender Tonhöhe zu, was du als "dicken Hals" wahrnimmst.

Das Verhältnis des jeweiligen Luftvolumenbedarfes von Singen zu Spielen ist auf der Posaune offenbar am günstigsten.
Deshalb hat weiland Albert Mangelsdorff die sog. Polyphonics kultiviert (und nicht Manfred Schoof).

Für die Flatterzunge gilt m.E. im Prinzip das Analoge.
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Re: Hals schließt bei Flatterzunge

Beitrag von pro_newbs » Mittwoch 25. Juli 2018, 13:07

Das würde dann aber doch bedeuten, dass die durchaus oft als Erfolg versprechende Übeweise mit Singen/Flatterzunge ab einer gewissen Höhe kontraproduktiv ist?

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Re: Hals schließt bei Flatterzunge

Beitrag von Bixel » Mittwoch 25. Juli 2018, 21:00

Keine Ahnung, aber wozu sollte es denn eigentlich gut sein?
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Re: Hals schließt bei Flatterzunge

Beitrag von Singvögelchen » Mittwoch 25. Juli 2018, 22:27

Es gibt grundsätzlich zwei Punkte, an denen du die Zunge bzw. den Ton zum Flattern bewegen kannst. Vorn die Zungenspitze oder hinten mit dem Zäpfchen (okay, das ist gar nicht die Zunge). Ich denke, dass du bisher das Zäpfchen benutzt, da ist ein Verkrampfen im Hals naheliegend. Probiers mal mit einem gesprochenen Zungen-R, ganz so wie im Italienischen und Spanischen üblich. In Deutschland zb Sachsen unüblich :D
Liebe Grüße vom Singvögelchen!


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Re: Hals schließt bei Flatterzunge

Beitrag von Hochwälder » Donnerstag 26. Juli 2018, 09:43

Hier gabs mal was mit 'Üben mit Flatterzunge'
https://www.trompetenforum.de/TF/viewto ... atterzunge
oder einfach mal selbst mach Flatterzunge und Poliphonics suchen (Suchfunktion).
Damit kann man mal rum experimentieren, aber als fester Bestandteil beim Üben sehe ich das sicher nicht.
Speziell das Singen beim Tröten birgt mMn Einiges, was dem 'normalen' Trompetenspiel schaden kann (Hals zu).
Da gibt es sicher Techniken/Phrasierungen/Effekte, mit denen man sich bevorzugter beschäftigen sollte/könnte.
Gruß
Wer nie vom Weg abkommt, der bleibt auf der Strecke.
Volksmund

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Re: Hals schließt bei Flatterzunge

Beitrag von pro_newbs » Dienstag 14. August 2018, 19:23

Aaalso:

Es ist definitiv die Flatterzunge mit der Zungenspitze.

Muss man denn nicht auch zwischen Singen+spielen und der Flatterzunge unterscheiden? Beim Singen z.B. merke ich diesen Negativeffekt, dass es in der Höhe den Hals schließt. Bei der Flatterzunge fühlt es sich anders an. Es bricht zwar auch ab in der Höhe, fühlt sich aber freier an im zweiten Übedurchlauf (nachdem ich die Stelle mit der Flatterzunge geübt habe)...

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