LITERATUR FÜR DAS iPAD

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Wolfito
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LITERATUR FÜR DAS iPAD

Beitrag von Wolfito »

Liebe TF-Gemeinde,

nach vielen Jahren, in denen ich das TF aus der Ferne beobachtet und mich auch bei Diskussionen stets zurückgehalten habe, wende ich mich nun als „Neuling" offen an Euch.

Hintergrund ist die Thematik „ÜBEN MIT DEM iPAD“, die mir als Musiker, wie als Verleger, gleichermaßen wichtig ist.

Volle Notenregale und überladene Pulte gehören sicher bald der Vergangenheit an. Wie viel praktischer ist es, seine Literatur stets und überall dabei zu haben und - egal wo und wann und mit wem - das zu spielen/üben auf das man gerade Lust hat. Und dies, ohne einen Anhänger mit CDs und Büchern laden zu müssen.

Ich glaube, dass die Bedeutung des iPads als Tool für Musiker (neben praktischen Apps, wie „Unrealbook“ oder „iRealPro“) zu Hause und im Unterricht zukünftig eine immer größere Rolle spielen wird. Auf der Bühne ist es eh schon fast nicht mehr wegzudenken. Und mit der wachsenden Bedeutung, wachsen auch die technischen Umsetzungsmöglichkeiten sowie Bedienerfreundlichkeit und Funktionalität.

Nachdem wir seit Kurzem direkt mit Apple einen Publisher-Deal haben, möchten wir nun zusammen an der Weiterentwicklung von Musikliteratur speziell für's iPad arbeiten.

Einige Bücher sind bereits veröffentlicht, so die im TF bereits (teils heiß) diskutierten Werke von Ralf Willing, Bernhard Ullrich und von mir:
http://itunes.apple.com/de/book/isbn9783958120006 (Willing, "Übungen für Höhe, Kraft, Ausdauer ….“)
http://itunes.apple.com/de/book/isbn9783958120068 (Ullrich, „Was ist Stütze?“)
http://itunes.apple.com/de/book/isbn9783958120013 (Carol, „Brass Mysteries“)

Um eines gleich vorwegzunehmen: Natürlich ist die Preisstruktur von iBooks eine komplett andere, als bei gedruckten Büchern. Es fallen ein Großteil der Kosten wie Herstellung, Vertrieb und CD-Fertigung komplett weg. Dadurch können die elektronischen Medien auch deutlich günstiger angeboten werden.

Neben existierenden Lehr- oder Nachschlagewerken, die ja noch relativ leicht umsetzbar sind, geht’s uns aber bei der Weiterentwicklung vor allen Dingen um die Einbindung von Medien (Audio & Video). Deshalb haben wir auch angefangen unsere kompletten Play Along-Serien speziell für’s iPad zu überarbeiten und haben dafür aus den USA bereits großes Lob bekommen.

http://itunes.apple.com/de/book/isbn9783958120082 (Blasmusik Play Along / hier als Bsp. „Flügelhorn" in der deutschen Version)
http://itunes.apple.com/de/book/isbn9783958120037 (Happy Polka Party)
http://itunes.apple.com/de/book/isbn9783958120020 (Willing - "Dream Melodies" - Vol.1)
http://itunes.apple.com/de/book/isbn9783958120044 (Willing - "Dream Melodies" - Vol.2)

Mir geht’s hier im TF nun darum, herauszufinden wie IHR zu diesem Thema steht.

Wie sind Eure Erfahrungen beim Üben mit dem iPad (positiv/negativ)?

Gibt es Eurerseits Wünsche oder Tipps um die Funktionalität zu steigern?

Habt Ihr interessante Literaturempfehlungen?

Gibt es Literatur, die Ihr Euch für das Üben mit dem iPad wünscht?


Dieser Markt ist noch sehr jung und momentan gibt es im iBooks-Store (noch) nicht allzu viel Literatur/Play Alongs, die speziell für’s iPad umgesetzt wurden. Aber eines ist für die Zukunft sicher klar: volle Notenregale und sich unter der Last von meterdicken Mappen biegende Pulte gehören (zumindest für uns Bläser) sicher bald der Vergangenheit an.

Danke für Euer Feedback und ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen/Wünsche :-)

Beste Grüße
Wolfito
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Bixel
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Re: LITERATUR FÜR DAS iPAD

Beitrag von Bixel »

Willkommen im Forum, Wolfito!

Wäre es deinem Geschäftserfolg (der das Motiv deines TF-Engagements ist) nicht zuträglich, über den iOS-Tellerrand hinaus zu blicken?

Schließlich bietet der Markt in der Nische "Music Readers for Trumpet Players" deutlich besser geeignete Systeme, als sie das Apple-Sortiment - zumindest derzeit - offeriert.

:roll:
.
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orlando_furioso
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Re: LITERATUR FÜR DAS iPAD

Beitrag von orlando_furioso »

Lieber Wolfito,

ich bin quasi "early adaptor" des iPads und verwende es inzwischen in fast jeder Lebenssituation - manchmal frage ich mich, wie ich 50 Jahre ohne dieses Ding leben konnte :Hä:
Auch für den Musikbereich habe ich einige Apps geladen (Metronom, Stimmgerät, iRealPro). Allerdings verwende ich es bisher NICHT als Notenvorlage - und das hat gute Gründe:

- Noten, die in gedruckter Version vorliegen, müsste ich einscannen und als PDF anzeigen lassen. Das ist eine Menge Aufwand und wie ich finde ist die Bildschirmdiagonale zu klein. Wenn man - so wie ich - kurzsichtig ist, dann ist durch die Brille ja eh schon alles kleiner. Für mich ist das also fast unlesbar. Ausserdem besteht das Problem mit mehrseitigen Stücken. Das Umblättern alleine ist schon kompliziert, aber was macht man, wenn D.S., D.C. oder Codas über die Seiten hinweggehen? Für mich persönlich wird das iPad erst dann für diesen Zweck ein sinnvolles Tool, wenn es eine nahezu A4 große iPad Variante gibt (14 Zoll).

- Titel die dem eigenen Notensatzprogramm entspringen könnte man im Prinzip so gestalten, dass man sie auch auf dem normalen iPad lesen kann. Aber hier gibt es - soweit mir bekannt - noch keine technischen Lösungen - sprich: universelle Schnittstellen wie z.B. ein gemeinsames Dateiformat - zum Anzeigen von Noten das die verschiedenen Notensatzprogramme und die verschiedenen Anzeigeprogramme verbindet. Notensatz ist nun mal eine verflixt komplexe Angelegenheit und jeder Hersteller eines Notensatzprogrammes hat die Probleme auf seine eigene Art und Weise gelöst. Das merkt man spätestens bei dem Versuch Notensatzdateien zwischen Notensatzprogrammen auszutauschen. Das ist extrem verlustbehaftet und leider noch nicht wirklich gut implementiert. Selbst musicXML und OpenScore Dateien muss man noch nacharbeiten.

- Eine App, die Noten und Play-Along verbindet finde ich absolut klasse! Das scheint bei den elektronischen Versionen deines Verlages (z.B. der Dream Melodies) ja der Fall zu sein. Würde ich gerne mal ausprobieren, aber leider habe ich mir nun schon die gedruckte Fassung gekauft. Für die Dream Melodies III ist das dann sicher eine Option.

Die Frage der technischen Basis ist natürlich schwer zu beantworten. Neben reinen "Glaubensfragen" gibt es natürlich noch die Fragen des Copyrights zu beachten. Da haben die Androids, die heute von 13-jährigen gehackt werden, natürlich schlechtere Karten als die hochsicheren iPads*. Eine Alternative könnte IMHO ein A4-eBook-Reader sein. Die Dinger sind zwar nicht so universell wie ein Pad, aber die Lesbarkeit ist höher, sie sind leichter und aufgrund des verbauten flexiblen e-Papers nicht so anfällig gegen z.B. herunterfallen vom Pult. Problem derzeit noch: die Latenzzeit beim Seitenwechsel - die bestehende Seite muss erst vollständig weggeschrieben werden (alles schwarz), bevor dann die nächste Seit erscheint. Das könnte im Eifer des "Gefechtes" problematisch werden ...

Ein erstes Modell gibt es von Sony (allerdings bisher nur in Japan). :rtfm:

*Auf einem Android-Gerät sollte es kein Problem sein, die Einzeltitel und die Tracks aus der App zu extrahieren und neu zusammen zu führen! Das sind vermutlich normale PDFs mit eingebundener Musik in einer App verpackt. Die kann man nach dem Hack prima als Einzeltitel (PDF) elektronisch verteilen oder sogar verkaufen.
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Bixel
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Re: LITERATUR FÜR DAS iPAD

Beitrag von Bixel »

orlando_furioso hat geschrieben:ich bin quasi "early adaptor"
Für mich bislang der Brüller des Tages.

:lol: :gut:
.
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Trumpetjörgi
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Re: LITERATUR FÜR DAS iPAD

Beitrag von Trumpetjörgi »

Bixel hat geschrieben:
orlando_furioso hat geschrieben:ich bin quasi "early adaptor"
Für mich bislang der Brüller des Tages.
:question: frühzeitiger Zwischenstecker :question:

Der Sinn bleibt mir verschlossen. :question: :licht: :!:
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orlando_furioso
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Re: LITERATUR FÜR DAS iPAD

Beitrag von orlando_furioso »

Sorry, kann ja mal vorkommen! Auf meiner schwäbischen Tastatur liegen die Tasten "a" und "o" nebeneinander, da kann man sich leicht verhauen.
Ansonsten gilt: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH dem Finder. Du darfst den Fehler behalten. Viel Spaß damit.
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buddy
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Re: LITERATUR FÜR DAS iPAD

Beitrag von buddy »

orlando_furioso hat geschrieben:Ein erstes Modell gibt es von Sony (allerdings bisher nur in Japan).
Die Infos gibt es inzwischen auch auf deutsch:
http://allesebook.de/e-book-reader/sony ... ich-43581/
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Dobs
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Re: LITERATUR FÜR DAS iPAD

Beitrag von Dobs »

Bixel hat geschrieben:Schließlich bietet der Markt in der Nische "Music Readers for Trumpet Players" deutlich besser geeignete Systeme, als sie das Apple-Sortiment - zumindest derzeit - offeriert.
:roll:
.
Ich meine, es kann Sinn machen intensiv an der Weiterentwicklung von Softwarelösungen für ein System zu arbeiten und nicht zu versuchen gleichzeitig auf "zwei Hochzeiten zu tanzen".
Zwar halte ich auch den Ipad derzeit für weniger gut geeignet, aber allein aufgrund der zu geringen Bildschrimdiagonalen. Ich bin mir relativ sicher, dass Apple auf dieses Pferd aufspringen wird und demnächst auch 13 Zoll Displays anbieten wird, Gerüchte darüber gibt es bereits: http://www.forbes.com/sites/anthonykosn ... k-display/
"Musik und Bier sind Themen, die traditionell sehr eng miteinander verbunden sind." - Sch.-Hausbrandt (Herri Bier)
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Bixel
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Re: LITERATUR FÜR DAS iPAD

Beitrag von Bixel »

Dobs hat geschrieben:Ich meine, es kann Sinn machen intensiv an der Weiterentwicklung von Softwarelösungen für ein System zu arbeiten und nicht zu versuchen gleichzeitig auf "zwei Hochzeiten zu tanzen".
Zwar halte ich auch den Ipad derzeit für weniger gut geeignet, aber allein aufgrund der zu geringen Bildschrimdiagonalen. Ich bin mir relativ sicher, dass Apple auf dieses Pferd aufspringen wird und demnächst auch 13 Zoll Displays anbieten wird, Gerüchte darüber gibt es bereits: http://www.forbes.com/sites/anthonykosn ... k-display/
Soweit ich es verstanden habe, geht es dem User Wolfito um die Veröffentlichung von eBooks und Play-along-Materialien. Ich bin kein App-Entwickler; mein Eindruck als fleißiger User von Veröffentlichungen, die sich auf beiden Systemen darstellen lassen, ist aber, dass sich der Aufwand für Hybrid-Versionen von eBooks u.Ä. in überschaubaren Grenzen hielte.

Das von dir verlinkte Gerücht ist älteren Datums.
Hier ein jüngeres Gerücht: http://winfuture.de/news,80794.html

:roll:
.
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mikefiftyniner
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Re: LITERATUR FÜR DAS iPAD

Beitrag von mikefiftyniner »

Ich habe keins der drei Bücher im iBook-Store finden können...
Mit jedem erfüllten Wunsch zerplatzt ein Traum!
Wer Schreibfehler findet, darf diese behalten!
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carsten37
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Re: LITERATUR FÜR DAS iPAD

Beitrag von carsten37 »

[quote="Wolfito"]Habt Ihr interessante Literaturempfehlungen?[/quote

Bisher habe ich keine Erfahrung mit itunes oder ebooks sammeln können- kurz um, ich bin auf diesem Gebiet völlig ahnungslos.

Was die Literaturempfehlung angeht, habe ich eventuell einen Vorschlag.

Wenn ich das richtig gelesen habe, gibt es für die Flügelhornstimmen ( 1,2 Stimme ) Play-Alongs zum Einüben. Meiner Meinung nach lassen sich Melodystimmen, welche das Flügelhorn spielt, mit etwas Geduld und gutem Willen ( mehrfach spielen ) relativ leicht einüben.
Mein Wunsch- als ich zur seiner Zeit von der Flügelhornstimme auf die 1.Trompetenstimme wechselte- wäre es gewesen,
- die jeweiligen Lieder die wir spielen, auf CD zu haben, auf denen man die Trompetenstimme-hier denke ich an die Einwürfe ) auch immer hört
-diese Lieder zum Üben nochmals auf CD zu Als Play-Along zu haben, auf der die Trompetenstimme nicht vorhanden ist.

Schöne Grüße .... :)

Carsten
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Re: LITERATUR FÜR DAS iPAD

Beitrag von Wolfito »

Vielen Dank für den freundlichen Hinweis auf den bereits existieren Thread - der mir wohl bekannt ist und den ich aufmerksam verfolgt und gelesen habe.
Dieser zielt jedoch in eine komplett andere Richtung.

Mein Beitrag zielt nicht auf irgendwelche „Music Reader“ (gleich welches Format zugrunde liegt, PDF, JPG etc.), sondern auf eBook-Entwicklungen speziell für’s iPad.
Bücher aus dem Apple iBooks-Store sind (für die, die es nicht wissen sollten) keine Apps, sondern eBücher, die ich in meiner iBooks-Bibliothek auf allen anderen Devices via iTunes verwalten und zusammenfassen kann.

@ Bixel: Als Verleger und Autor, das kannst Du mir glauben, schaue ich sicher sehr genau hin - auch über den "iOS-Tellerrand“ hinweg :wink:

Leider bietet jedoch (bisher) keine andere Plattform eine virtuelle (Kauf-) Bibliothek, wo ich eBücher herunterladen kann, die VOLL interaktiv sind. Ich rede nicht von in ePub konvertierten PDFs (leider die Masse an erhältlicher Literatur), sondern Büchern wo ich neben dem Text auch Bilder (z.B. Noten) vergrößern kann, Audio/Video- und etwaige andere Widgets eingebunden finde, die das Üben (egal ob mit, oder ohne Playbacks) auf ein neues, unterhaltsameres Level heben.

Insbesondere bei Play Alongs und Schulungsmaterial mit Videos und ganzen Galerien (z.B. ist es für Schlagzeuger meist leichter über das bewegte und unbewegte Bild zu lernen) ergeben sich hier tolle Möglichkeiten.

@ Valter: ist eine sehr gute Idee ....
@ mikefiftyniner: welcher 3 Bücher? (im ersten Beitrag standen Hyperlinks zu Beispielen)
@ Carsten: genau das haben wir uns auch gedacht! Und deshalb gibt es das auch genau so:
http://www.blasmusik-shop.de/navi.php?s ... ab206b9e00
(in physischer Form) und bei der VÖ im iBooks-Store sind auch Noten, Demo-Version (Vollplayback) und Halbplayback (ohne z.B. Trompete) auf einer Seite:
http://itunes.apple.com/de/book/isbn9783958120389


Bei der Gelegenheit darf ich anmerken, dass ich mittlerweile meine kompletten Band-Bibliotheken auf dem iPad habe und - trotz meiner angeborenen Kurzsichtigkeit - keinerlei Probleme beim Lesen habe.
Durch die Hintergrundbeleuchtung ist auch alles auf einem kleineren (iPad-) Monitor gut lesbar.
Auch gibt es bereits prima Lösungen für Segnos und Coda, ebenso für Stativhalterungen, die das Tool näher „an den Mann bringen“.

Der Wunsch nach einem größeren iPad-Display bleibt freilich trotzdem! :)
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Re: LITERATUR FÜR DAS iPAD

Beitrag von Miss Trumpet »

Wolfito hat geschrieben:Leider bietet jedoch (bisher) keine andere Plattform eine virtuelle (Kauf-) Bibliothek, wo ich eBücher herunterladen kann, die VOLL interaktiv sind. Ich rede nicht von in ePub konvertierten PDFs (leider die Masse an erhältlicher Literatur), sondern Büchern wo ich neben dem Text auch Bilder (z.B. Noten) vergrößern kann, Audio/Video- und etwaige andere Widgets eingebunden finde, die das Üben (egal ob mit, oder ohne Playbacks) auf ein neues, unterhaltsameres Level heben.

Insbesondere bei Play Alongs und Schulungsmaterial mit Videos und ganzen Galerien (z.B. ist es für Schlagzeuger meist leichter über das bewegte und unbewegte Bild zu lernen) ergeben sich hier tolle Möglichkeiten.
Es scheint mir hinterfragenswert, wie aufwändig solche eBooks mit Widgets wirklich sein müssen. Es ist faszinierend, was alles durch die Zusammenführung verschiedenster Medien an Interaktivität möglich ist. Aber: Wer braucht das wirklich - und für wen ist es nur eine spannende Spielerei? Ein paar Gedanken meinerseits zu dieser Thematik:

1. Eines von vielen Erfolgsgeheimnissen aus dem Hause Apple scheint mir das Grundprinzip "keep it simple". Maximaler Komfort durch Weglassen von allem, was nicht unbedingt benötigt wird - dafür schnelle, einfache, intuitive und ressourcenschonende Handhabung.
2. Ein Großteil der Musiker und Musiklehrer wird vermutlich meine Haltung teilen: Ich habe Berge an Noten und CDs - die möchte ich weiterverwenden und nicht alles noch mal kaufen. Und für die Weiterverwendung auf einem Tablett möchte ich eine möglichst verbreitete, einfach zu nutzende Plattform und möglichst zeitsparende Erstellung. In der Praxis ist das ganz einfach gelöst: Einscannen (z. B. auf einem professionellen Kopiergerät), als pdf speichern und im Idealfall mit einem auf Musikanwendungen spezialisierten Reader verwenden - fertig!
3. Auch ein e-Book mit vielen Widgets kann nicht den Unterricht bei einem kompetenten Lehrer ersetzen. Der Vergleich mit dem Schlagzeug hinkt da leider sehr. Da ich selbst auch Schlagzeug spiele, sind mir die unzähligen Angebote für dieses Instrument wohl bekannt. Der entscheidende Unterschied ist jedoch: Beim Schlagzeug spielen ist fast alles, was für die Spieltechnik wichtig ist, für den Außenstehenden sichtbar - bei den Blechblasinstrumenten ist es genau umgekehrt!
4. Play-Alongs, Metronom u. dgl. kann ich auch jetzt schon im Hintergrund ablaufen lassen, wozu soll/muss das im eBook integriert sein? Und bei Videos brauche ich keine mitlaufenden Noten dazu - man kann sich ohnehin nur auf das eine oder das andere konzentrieren.

Das Tablet-Thema ist für Musiker aus meiner Sicht nur aus 2 Hauptgründen wirklich von Bedeutung:
1. Alles immer und überall dabei haben - und trotzdem nichts Schweres herumschleppen müssen.
2. Die Verwendung eines Geräts, das auch in allen anderen Lebenslagen unübertroffen praktisch und nützlich ist - und deshalb entweder schon vorhanden ist oder dessen Kauf deshalb ohnehin fix geplant ist.

Alles andere scheint mir eher nebensächlich bzw. ist nur für Neuerscheinungen und/oder eine sehr spezialisierte und überschaubare Nutzergruppe relevant.

LG, Miss Trumpet
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Bixel
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Re: LITERATUR FÜR DAS iPAD

Beitrag von Bixel »

Wolfito hat geschrieben:@ Bixel: Als Verleger und Autor, das kannst Du mir glauben, schaue ich sicher sehr genau hin - auch über den "iOS-Tellerrand“ hinweg :wink:
Als Verleger und Autor tut man sicherlich gut daran, für eigene Veröffentlichungen eine Plattform zu wählen, die den bestmöglichen Schutz vor Urheberrechtsverletzungen bietet (weswegen Formate wie pdf, jpg, gif, mp3, mp4 usw. ausscheiden dürften).
Man möchte eigene Produkte schließlich nicht verschenken (lassen).

Aus Sicht hingegen des (reinen) Users stellt sich die Angelegenheit ein wenig anders dar.
Es könnte beispielsweise kaum jemand ohne das Begehen von Urheberrechtsverletzungen seine gesamten Band-Bibliotheken auf seinem Tablet deponieren.

Immerhin besteht offenbar aber Einigkeit darin, dass in einer Halbierung der Notenblattgröße von DIN A4 (= ca. 13,3' Diagonale) nach DIN A5 (= ca. 9,7' Diagonale) kein atemberaubender Fortschritt in puncto Lesekomfort auf der Bühne zu erkennen ist.

:wink:
.
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Dobs
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Re: LITERATUR FÜR DAS iPAD

Beitrag von Dobs »

Bixel hat geschrieben:Aus Sicht hingegen des (reinen) Users stellt sich die Angelegenheit ein wenig anders dar.
Es könnte beispielsweise kaum jemand ohne das Begehen von Urheberrechtsverletzungen seine gesamten Band-Bibliotheken auf seinem Tablet deponieren.
Ich gehe davon aus, dass sich die juristische Seite hier früher oder später der technischen Entwicklung anpassen werden muss, so dass zukünftig Sheet Music (in welcher elektronischen Form auch immer) verkauft werden wird, mit der ausdrücklichen Lizenz zur Verwendung auf elektronischen Readern. Denkbar ist auch, dass das Urheberrechts selbst angepasst wird und eine Nutzung auf einem Tablet PC in bestimmten Grenzen erlaubt werden wird. Bereits jetzt ist es ja schon so, dass jedenfalls die meisten privaten Musikgruppen in der Regel von kopierten Noten spielen, in dem Glauben, dass sei legal, solange die Originale irgendwo im Schrank liegen. Falsch. Das ist eindeutig nicht mit dem derzeitigen Recht vereinbar. Trotzdem schaut die überwiegende Anzahl der Verlage weg. Hier wird durch die Durchsetzung von E-Readern zwangsläufig eine Anpassung stattfinden müssen. Insofern ist die aktuelle Situation bereits illegal und es macht juristisch keinen Unterschied, ob ich Noten auf Papier kopiere oder auf ein elektronisches Medium.
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