R.I.P Blasinstrumente

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orlando_furioso
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R.I.P Blasinstrumente

Beitrag von orlando_furioso » Samstag 25. April 2020, 15:24

Ja, dies ist ein Abgesang auf eine aussterbende Gattung von Musikinstrumenten.
Er wird traurig sein, aber voller schöner Erinnerungen.

Was haben wir nicht alles mit euch erlebt: vor vielen tausend Jahren haben Menschen entdeckt, dass man mit Hilfe einer sorgsam dosierten Ausatembewegung Schwingungen erzeugen kann, die sich dann mit technischen Geräten in verschieden hohe Töne modulieren lassen. Und das hat die Welt verändert:
  • Die Posaunen von Jericho ließen einst die Mauern der Stadt einstürzen und so konnte Israel das gelobte Land zurückerobern.
  • Wie viele Feldtrompeter hielten bis zuletzt die Stellung und delegierten die eigenen Truppen zu heroischen Siegen, wissend, dass sie selbst das Feld der Ehre in liegender Körperhaltung verlassen werden (wenn überhaupt).
  • Was wäre die Welt ohne Gottfried Reiche, einen einfachen Schustersohn und Stadtpfeiffer, der wie kein anderer seiner Zeit (oder jemals) die Grenzen des Trompetenspiels verschob und damit all den etablierten Feld- und Hoftrompetern den Marsch blies
  • Die Ton- und Videoaufzeichnungen von Louis, Dizzi, Miles und Maynard, Chet Baker, eines Harry James und nicht zu vergessen Bill Chase – eines Maurice André, Dokshizer, Güttler, Nakariakov - ja, auch eines Walter Scholz - all der tapferen Recken, die die moderne Trompete zu einer unfassbaren Blüte führten werden wir nicht nur ewiglich Gedenken, sie werden ins kollektive Gedächtnis der Menschheit eingehen.
  • Wie viele Instrumentenbauer haben die modernsten Techniken ihrer Zeit verwendet, um Instrumente zu bauen, die einen immer höheren Perfektionsgrad aufwiesen: Die Erfinder der beiden Ventilsysteme (Perinet, Stölzel, Blühmel, Riedl, Uhlmann); Adolphe Sax (der nicht nur das Saxophon erfand, sondern die Grundbauweise aller Blechblasinstrumente mit Perinet-Ventil); die großen Instrumentenbaufabriken (Ridl, Bach, Conn usw.) aber vor allem auch die kleinen innovativen Mittelständler oder Manufakturen wie Calliccio, Alexander, Monke, Schagerl uvm.)
All dies wird in Kürze Geschichte sein!

Und wer ist daran Schuld? Nun, eine winzig kleine Kugel im Durchmesser von 120 Nanometern. An der Oberfläche befinden sich komplexe Molekülverbindungen, im inneren Erbgut - DNA.
Sein Name: COVID-19 - ein fieser Spross aus der Famile der Coronaviren.
Dieses kleine Biest hat nur einen einzigen Zweck: sich selbst zu vermehren. In Tieren, in Menschen. Blöderweise mit fatalen Folgen für viele Individuen und auch für unsere gesamte Gesellschaft.
Und für alle die ein Blasinstrument spielen ...

Wieso wir - wieso nicht die doofen Streicher, auf die man doch wohl eher verzichten könnte?

Ein Blasinstrument lässt sich nur dann zur Produktion eine Tons hinreißen, wenn man Luft hineinbläst. Deshalb heißt es Blasinstrument. Müsste man am Rohr saugen hieß es Sauginstrument. Die Vorbedingung für ein konstantes und kontrolliertes Ausatmen ist blöderweise das vorherige Einatmen. Und das tun Bläser ganz intensiv. Sie trainieren ihre Atmung um möglichst viel Luft bis in die tiefsten Spitzen der Lunge hineinzusaugen, wo ein Luftstrom entwickelt und moduliert werden kann, der dann für einen schönen, klaren, lauten oder leisen Ton aus dem Instrument sorgt. All dies ist nicht verwerflich, sondern sogar ganz gesund, wenn nicht im direkten Umfeld des Bläsers andere Musiker säßen, die dasselbe tun. Hat einer davon den Virus reichert er die Luft mit Viren an, die - neuesten Forschungen zufolge - nicht auf den Boden absinken, sondern bis zu 16 Stunden in der Luft verbleiben. Beim Einkaufen mit Mundschutz ist das kein Problem, da ist man ein paar Sekunden einer solchen Wolke ausgesetzt. Die Viruslast reicht nicht für eine Ansteckung aus. Bei einer stundenlangen Probe oder einem halben Unterrichtstag mit wechselnden Schülern, dazu in schlecht belüfteten Räumen ist das eine Katastrophe! Beständig atmen wir kontaminierte Luft tief in die Lunge ein und reichern dort die Viren an. Trägt ein Bläser selbst den Virus in sich wird er gar zum "Multispreader" - er kann ein ganzes Orchester anstecken.

Najagut, wird der eine oder andere unbedarfte Bläser nun denken, das sitzen wir aus bis NACH der Krise.
Aber WANN ist nach der Krise und WAS ist nach der Krise? Dazu muss man sich den Verlauf einer solchen Epidemie/Pandemie einmal anschauen.
  • Einige Staatenlenker (es sind die üblichen ...) meinen man müsse die Dinge nur laufen lassen. Irgendwann ist die Mehrheit der Bevölkerung durchseucht (also Immun), ein paar tausend Alte, Kranke & Obdachlose sind vorzeitig verstorben (wären sie eh über kurz oder lang, so spart's dem Rentensystem ne Menge Geld). Blöderweise ist das Virus extrem ansteckend und die Zahl der Erkrankten wird sich schnell in schwindelerrengende Größenordnungen entwickeln. Dann kollabiert das Gesundheitssystem und kann selbst den leichten Fällen nicht mehr helfen. Aus leichten Fällen werden schwere Fälle werden Todesfälle. Leichen werden die Straßen pflastern. Wir werden das in den USA, in GB und BRA sehen!
  • Die vernünftigen Staatenlenker versuchen die Gesundheitssysteme zu stärken und durch Maßnahmen des "social distancing" die Ansteckungsrate zu vermindern. Es sollen nur so viele Menschen krank werden, wie das Gesundheitssysstem verkraften kann. Problem: sobald die Maßnahmen Nachlassen gehen die Ansteckungszahlen wieder nach oben. Und da man nicht jeden Menschen ständig überwachen kann sieht man die Ansteckungsraten von heute an den Krankheitszahlen in 2 Wochen. Wir werden also in 2 Wochen-Schritten mit Anpassungen der Sicherheitsmaßnahmen rechnen müssen - aber für wie lange? Bis zu einer Durchseuchung? Gesundheitsexperten schätzen, dass pro Jahr max. 1.000.000 Krankheitsfälle in Deutschland auftreten dürfen, damit das Gesundheitssystem nicht crasht. Eine Durchseuchung dauert also nach Adam Ries .... (rechne selbst).
  • Alle warten also auf einen Impfstoff. Kennen wir doch alle aus der Schule: der Virus wird in nicht-funktionale Teile zertrümmert, die werden geimpft, der Körper produziert Antikörper - fettich is der Lack. Stinkefinger für den Virus. Leider ist unserem Coronavirus so nicht beizukommen. Seit dem Auftreten der ersten Coronaviren (z.B. SARS) versucht man Impfstoffe gegen sie zu finden. Dabei hat man eines gelernt: so goes it not!. Und selbst wenn es so ginge: die Produktion solcher traditioneller Impfstoffe dauert zu lange - und wir benötigen Milliarden von Dosen. Also versucht man andere Wege. Ein vielversprechender Weg ist eine Impfung mit "mRNA". Um es auch für Trompeter verständlich zu erklären: Man impft ein harmloses, künstlich produziertes Virus, das menschliche Zellen veranlasst nicht funktionale Bauteile des Coronavirus zu produzieren. Sobald diese in die Blutbahn gelangen produziert die körpereigene Abwehr Antikörper dagegen - die dann auch gegen eindringende funktionierende Viren helfen. Klingt spannend, wird seit zwanzig Jahren erforscht - und hat noch nie geklappt. Nagut, inzwischen wird die Forschung massiv intensiviert und die Staaten buttern kräftig Geld zu. Es laufe auch erste Studien. Aber vor Ende 2020 wird na nix passieren - und selbst das wäre ein Wunder! Die Impfstoffe müssen ja getestet werden - oder wollt ihr das wir alle zu Zombies werden ...
Also gehen wir mal davon aus, dass frühestens 2021, vielleicht sogar erst 2022 ein Impfstoff zur Verfügung steht - und selbst der wird nicht immer helfen, denn inzwischen gibt es 33 Mutationen und bis dahin noch viel mehr. Wir werden dasselbe erleben wie mit der Grippeschutzimpfung: die hilft nur gegen alte Viren, nicht gegen die aktuellen Neuen. Nur ist Grippe im Gegensatz zu COVID Kindergeburtstag. Wir stehen am Anfang des Zeitalters der Pandemien. Das haben führende Virologen (Osterhaus) schon vor 50 Jahren detailliert beschrieben. Keiner hat sie ernst genommen - jetzt hamwer den Salat.

Aber gehen wir mal vom Best-Case aus und 2021 haben wir einen hinreichend guten Impfstoff, der die Nummer zumindest eindämmt. In welcher "Normalität" werden wir dann leben?

Bis dahin ist ein großer Teil der Wirtschaft im A..rsch! Das wirtschaftliche Geschehen wird sich darauf reduzieren die wichtigsten Dinge in ausreichender Anzahl zu produzieren, die die Menschen jeden Tag fürs Überleben benötigen. Wir werden ein neues Sozialsystem haben, das um ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht mehr herum kommt - wir müssen das Überleben des Einzelnen von den Aktivitäten der Wirtschaft trennen. Das Geld das eine Firma verdient ist für die Firma, nicht für den Firmenchef! Das Überleben garantiert der Staat. Daraus resultiert eine völlig neue Wirtschaftsordnung, die einen großen Teil ihrer Freiheit aufgeben muss. Und der Staat wird sich viel mehr Geld als bisher nehmen müssen - wahrscheinlich dort, wo ohne menschliches Zutun Milliarden umgesetzt und verdient werden: im Finanzsektor, an der Börse etc. Wir werden ein völlig neues Schulsystem sehen, Transportsektor, Energiepolitik, selbst die politischen Systeme werden sich verändern (müssen). Die EU war schon immer lahm aber mächtig - für den Virus ist sie zu lahm.

Und was machen wir? Können wir zwei Jahre aussitzen? Zwei Jahre nur üben, ohne Orchester. Kann man ohne Mucke überleben?
Und was machen die Lehrer? Gut, es gibt Altschüler, die man über Video unterrichten kann - aber glaubt ihr ernsthaft es gibt im neuen Schuljahr noch Schulorchesterprojekte? Und einen absoluten Anfänger kann man nicht über Video unterrichten (sehe ich zumindest nicht). Und das Schützenfest 2022 wird wohl ohne Blasorchester auskommen müssen, genau wie 2020 und 2021 - denn das ist inzwischen insolvent.

Bleibt uns nur noch die Alternative unser Instrument (mit Schule) gut verpackt im Garten zu vergraben, in der Hoffnung, dass irgendein Nachkomme sie findet und dann wieder spielen darf ... in hundert Jahren?

-------------------------------------------------------------

Was kann uns noch den A..rsch retten:

1. Bis Ende des Jahres wird eine umfassende Schutzimpfung oder eine Therapie gefunden, die gegen CoVid-19 und alle bis dahin entdecken Mutationen wirkt (sehr unwahrscheinlich)
2. Ende Dezember 2020 startet das erste Raumschiff mit Sol-Antrieb, woraufhin die Vulkanier auf uns aufmerksam werden und uns besuchen ... mit den bekannten Folgen (wahrscheinlicher als 1.)
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Re: R.I.P Blasinstrumente

Beitrag von dizzyoliver » Samstag 25. April 2020, 21:17

Warum dieser Pessimismus? keiner konnte damit rechnen, dass mal so ein "Worst Case" kommen könnte, aber ich betrachte es völlig wertneutral. Wer am Ende von den Veranstaltern jeder Art das Ganze witschaftlich überleben wird, steht noch völlig in den Sternen, auch das ist klar. Doch es war bisher immer so, auch nach dem letzten Krieg hier im Land wusste das niemand.

Ich weiß nicht, welche Art von Veranstaltungen Du spielst, daher kann ich nicht beurteilen, ob es Dich jetzt besonders hart trifft, daher kann ich nur für mich sprechen. Da ich ich eh nächstes Jahr kürzer treten wollte, nachdem ich das jetzt drei Jahre sehr intensiv durchgezogen habe, sehe ich vor allem große Veranstaltungen gefährdet. Die sind oftmals nicht mal so gut bezahlt gewesen, also von dieser Seite her für mich nicht wirklich wichtig. Mit großen Orchestern spiele ich nicht mehr, und mit Trio bis Sextett dürfte man noch einigermaßen durchkommen.

Mir persönlich tut die Pause und auch Ruhe gut. Endlich kann ich mal durchatmen, komme dazu, mal wieder mit Freunden mich zu treffen, um gemeinsam die Natur zu genießen. Endlich Ruhe am Himmel, denn gerade die Flugzeuge rauben einem den letzten Nerv, keine fünf Tage Kindergeschrei von der KITA direkt hinter unserem Haus, die Straßen sind frei, Benzin gibts fast schon nachgeworfen.

Die Nachteile sind natürlich für Musiker besonders schwierig: Keine Auftritte (Proben mache ich seit Jahren nicht mehr mit Bands), keine Sessions, mein "Zweites Wohnzimmer" ist weiterhin geschlossen, viele Kollegen sehe ich nicht mehr, kann nur mit der modernen Technik kommunizieren. Einnahmen sind natürlich dadurch weg, viele Gigs werden auf nächstes Jahr verschoben, oder fallen ganz aus. Mein Kalender war gut gefüllt, daher passt das mir überhaupt nicht in den Kram. Doch wie bereits geschrieben, es gibt eben auch Vorteile, die sonst so nicht denkbar gewesen wären.
Was ein richtiger Musiker sein will,der muss auch eine Speisekarte komponieren können (Richard Strauss)

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Re: R.I.P Blasinstrumente

Beitrag von orlando_furioso » Samstag 25. April 2020, 22:03

dizzyoliver hat geschrieben:
Samstag 25. April 2020, 21:17
Warum dieser Pessimismus?
Ich bin nicht pessimistisch - ich sehe mich als Realist. Und ich bin optimistisch: Wir haben eine neue Chance bekommen! Wir können unter Einbeziehung vieler Menschen (nicht nur derer die Macht und Geld haben wie bisher) unsere Weltordnung auf neue Beine stellen: nachhaltig, ökologisch, sozial, UNkapitalistisch (nicht antikapitalisch). Liberté, egalité, fraternité. Modelle für ein besseres Leben gibt es schon lange, jetzt heißt es die Hände desinfizieren und ran. Und zwar bevor die Trumps und Putins, die religiös Verwirrten und all die rechten Vollpfosten loslegen.

Wenn der Preis dafür das Ende der Blasinstrumente (für laaaaange Zeit) ist dann sollten wir diesen Preis zahlen - es geht um Wichtigeres.
dizzyoliver hat geschrieben:
Samstag 25. April 2020, 21:17
keiner konnte damit rechnen, dass mal so ein "Worst Case" kommen könnte,
https://www.rnd.de/wissen/das-wird-nich ... 3XE3M.html
dizzyoliver hat geschrieben:
Samstag 25. April 2020, 21:17
sehe ich vor allem große Veranstaltungen gefährdet. Die sind oftmals nicht mal so gut bezahlt gewesen, also von dieser Seite her für mich nicht wirklich wichtig. Mit großen Orchestern spiele ich nicht mehr, und mit Trio bis Sextett dürfte man noch einigermaßen durchkommen.
Es betrifft die Veranstaltungen ab wahrscheinlich 50 - 100 Personen, bei denen ein Abstand von 1,5m zwischen den Personen nicht gewährleistet werden kann => also ALLE! Ausser Gruftmucken, die gehen gerade gut!!!
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Re: R.I.P Blasinstrumente

Beitrag von gozilla » Sonntag 26. April 2020, 09:14

orlando_furioso hat geschrieben:
Samstag 25. April 2020, 22:03

Es betrifft die Veranstaltungen ab wahrscheinlich 50 - 100 Personen, bei denen ein Abstand von 1,5m zwischen den Personen nicht gewährleistet werden kann => also ALLE! Ausser Gruftmucken, die gehen gerade gut!!!
Moin
Gruftmucke gehen gerade gar nicht bzw sind schlicht aus rechtlichen Gründen nicht machbar außer Du stehst irgendwo in der Ferne alleine auf dem Hügel und spielst ein einsames Ave Maria oder den Kameraden oder oder.
Die normale Friedhofsmucke wie ich sie kenne mit Quartett geht schon aufgrund der für eine Bestattung in vielen Bundesländern begrenzten Personenanzahl nicht.
Die ist nämlich irgendwo bei 10 bis 15 inkl aller Funktionsträger die da auf dem Friedhof rumrennen.
Und das zu Recht. Könnte Dir ein Beispiel aus einer baskischen Stadt nennen, da war eine Beisetzung quasi das Event Null für eine sehr hohe Durchseuchung der Stadt.
Gruß G

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Re: R.I.P Blasinstrumente

Beitrag von orlando_furioso » Sonntag 26. April 2020, 10:53

Gruftmucken spiele ich immer Solo!
Meistens am Grab zur Grablegung: Ich hatt' einen Kameraden, Pommernlied, Greensleeves etc.
Das ist ja im Freien und ich stehe 10m weg von der Gesellschaft.
Jetzt wo die Leute keine große Familienfeier machen können bezahlen sie gerne für 'ne anständige Musik.
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Re: R.I.P Blasinstrumente

Beitrag von Bixel » Sonntag 26. April 2020, 11:49

Hoffentlich fällt den Trauergästen nicht auf, dass du dich beim Musizieren kein bisschen anstrengst. Das könnte man dir als Mangel an Empathie ankreiden.
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Re: R.I.P Blasinstrumente

Beitrag von orlando_furioso » Sonntag 26. April 2020, 11:59

Die haben anderes zu tun als die hervorragende technische Ausführung des Geblasenen zu bewundern ...

Kannst mich ja für deine finale Vergruftung buchen und den anderen Gästen sagen, sie sollen nicht dich beweinen sondern den Grabtrompeter bewundern ... 😎👍🏻🎺
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Re: R.I.P Blasinstrumente

Beitrag von Bixel » Sonntag 26. April 2020, 13:11

orlando_furioso hat geschrieben:
Sonntag 26. April 2020, 11:59
Kannst mich ja für deine finale Vergruftung buchen...
Die rituellen Verrichtungen an meinem Grab werden sich in engen Grenzen halten, soweit ich darauf Einfluss haben werde.
Es wird aller Voraussicht nach ein schlichtes Ürnchen ohne geistlichen Beistand in eine friedvolle Wiese gebuddelt werden.

Da das bedingungslose Grundeinkommen noch ein wenig auf sich warten lassen dürfte, und damit deine finanzielle Zukunft dennoch nicht gar so düster dräut, bekunde ich aber vorsorglich mein Interesse an deinem bereits skizzierten Online-Workshop, der bislang noch kaum verbreitetes Wissen über körperloses Blechblasen zu vermitteln verspricht. Ich gehe davon aus, dass die Kursgebühren nicht wesentlich über dem Preis deiner seinerzeit vermarkteten Science-Fiction-Ergüsse liegen werden?
Zusatzfrage: Wird der Ex-TF-User FlüTro (als Anhänger des mühelosen Zen-Trompete-Flötens) beim Workshop assistieren?
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Re: R.I.P Blasinstrumente

Beitrag von Trumpetjörgi » Sonntag 26. April 2020, 15:43

Bixel hat geschrieben:
Sonntag 26. April 2020, 13:11
Wird der Ex-TF-User FlüTro (als Anhänger des mühelosen Zen-Trompete-Flötens) beim Workshop assistieren?
Mit Sicherheit nicht. Er ist vor einem Jahr verstorben.
RIP.

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Re: R.I.P Blasinstrumente

Beitrag von Bixel » Sonntag 26. April 2020, 16:37

Danke für den Hinweis - das war mir entgangen.
RIP - möge er den Engelein den Marsch flöten!
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Re: R.I.P Blasinstrumente

Beitrag von KaiHavaii » Sonntag 26. April 2020, 18:42

Nur die Pessimisten schmieden das Eisen, solange es heiß ist.
Optimisten vertrauen darauf, dass es nicht erkaltet. “
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Re: R.I.P Blasinstrumente

Beitrag von orlando_furioso » Sonntag 26. April 2020, 19:44

Bixel hat geschrieben:
Sonntag 26. April 2020, 13:11
... der bislang noch kaum verbreitetes Wissen über körperloses Blechblasen zu vermitteln verspricht.
Ohne Kraft und ohne Druck heißt nicht „körperlos“! Es bedeutet vielmehr die physikalischen, anatomischen und physiologischen Aspekte optimiert zu nutzen und nicht dagegen zu arbeiten.

Aber bevor ich sowas mache brauche ich neue EDV, die die Leistung für solche Videokons auch liefert ...
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Re: R.I.P Blasinstrumente

Beitrag von Bixel » Sonntag 26. April 2020, 20:50

orlando_furioso hat geschrieben:
Sonntag 26. April 2020, 19:44
Es bedeutet vielmehr die physikalischen, anatomischen und physiologischen Aspekte optimiert zu nutzen und nicht dagegen zu arbeiten.
Ein fraglos revolutionärer Ansatz. :gut:

orlando_furioso hat geschrieben:
Sonntag 26. April 2020, 19:44
Aber bevor ich sowas mache brauche ich neue EDV, die die Leistung für solche Videokons auch liefert ...
How about crowdfunding? :licht:
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Re: R.I.P Blasinstrumente

Beitrag von orlando_furioso » Montag 27. April 2020, 12:14

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Re: R.I.P Blasinstrumente

Beitrag von blechfan » Dienstag 28. April 2020, 15:27

Hier eine Beitrag zum Thema: "Sind Blasinstrumente Virenschleudern?"
https://www.youtube.com/watch?v=IZwWt4g_od8
Gruß blechfan

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