Nach Eiskühlung bläst sich's besser.......

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knatterbock
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Nach Eiskühlung bläst sich's besser.......

Beitrag von knatterbock » Samstag 23. Februar 2019, 19:27

Im ITG (International Trumpet Guild) Journal vom Oktober 2018 ist ein Interview mit Roman Rindberger (Mnozil): habe ich das richtig verstanden: ein Eisbad kann das Blasen verbessern ?? Ich kann mich erinnern, da hat man Schallbecher "kryo" behandelt (übrigens meines Wissens ohne Ergebnis), aber wenn die Körpertemperatur fällt........ :Hä: :Hä: :Hä: :Hä: :Hä:
Ich hab's nicht verstanden :argh: :argh: , bitte um Aufklärung............

Sandkuchen
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Re: Nach Eiskühlung bläst sich's besser.......

Beitrag von Sandkuchen » Sonntag 24. Februar 2019, 16:36

Ich kenne das Interview nicht, würde aber auf einen Scherz tippen, der hierauf anspielt https://de.wikipedia.org/wiki/Kaltwasserimmersion

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Re: Nach Eiskühlung bläst sich's besser.......

Beitrag von Butenostfrees » Sonntag 24. Februar 2019, 20:38

Moin allerseits,

auch einiges dazu hier: http://trumpetscout.de/trompeten-tuning ... ehandlung/

Gruß vom Butenostfrees
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Re: Nach Eiskühlung bläst sich's besser.......

Beitrag von Trumpetjörgi » Montag 25. Februar 2019, 11:35

knatterbock hat geschrieben:
Samstag 23. Februar 2019, 19:27
Im ITG (International Trumpet Guild) Journal vom Oktober 2018 ist ein Interview mit Roman Rindberger (Mnozil): habe ich das richtig verstanden: ein Eisbad kann das Blasen verbessern ?? Ich kann mich erinnern, da hat man Schallbecher "kryo" behandelt (übrigens meines Wissens ohne Ergebnis), aber wenn die Körpertemperatur fällt........ :Hä: :Hä: :Hä: :Hä: :Hä:
Ich hab's nicht verstanden :argh: :argh: , bitte um Aufklärung............
:ironie: :OT: Vermutlich "Rind(berg)erwahnsinn" :narr:

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Re: Nach Eiskühlung bläst sich's besser.......

Beitrag von DaTrumpet » Sonntag 10. März 2019, 14:30

Nein hier handelt es sich sehr wahrscheinlich um die Wim Hof Methode. Roman Rindberger hat da wohl ein offizielles Zertifikat der Methode (mal auf FB schauen). Da geht es sehr stark um Body+Mind Control etc...

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Re: Nach Eiskühlung bläst sich's besser.......

Beitrag von dizzyoliver » Freitag 29. März 2019, 20:23

Am besten ist, ihr schaut direkt auf der Seite vom Kollegen Georg Selders nach :

https://soundfresh.de/

Ich bin ernsthaft am überlegen, dies auch mal bei einer meiner Trompeten testen zu lassen. Die Ergebnisse scheinen ja wirklich vielversprechend zu sein.
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Re: Nach Eiskühlung bläst sich's besser.......

Beitrag von Haudraufjupp » Samstag 30. März 2019, 13:03

"Nach dem Durchlaufen verschiedener Temperaturkurven werden die Instrumente abschließend ebenso langsam auf +35 °C gebracht. Damit wird eine Kondensationsbildung verhindert."
Wenn es darum geht "Spannungen" aus dem Material zu bringen, werden die 35 Grad mehr Effekt haben als das Abkuehlen. Das entspricht einem sehr schwachen "Anlassen" nach dem Haerten von Metallen, was ebendies tut, Spannungen aus dem Material bringen. Durch Erwaermen ueber Raumtemperatur koennen "Ordnungen" auf molekularer Ebene aufgebrochen werden, die beim Wiederabkuehlen auf Raumtemperatur nicht neu gebildet werden, so werden Spannungen ausgeglichen. Abkuehlen dagegen "sortiert" die Molekuehle im Metall, beim aufwaermen kehrt wieder die gewohnte "Unordnung" ein..
Die Erklaerungen, was, wie erreicht wird grenzen ans Esoterische und Aussagen wie "E-Gitarren erhalten durch die Tieftemperaturbehandlung einen speziellen Vintage-Effekt." sind so allgemein, dass man darunter alles verstehen kann.
Ich wuerde mein Geld lieber in einen Workshop bei einem guten Lehrer investieren...
Schoene Gruesse!

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Re: Nach Eiskühlung bläst sich's besser.......

Beitrag von trompeteinberlin » Sonntag 31. März 2019, 16:56

@Haudraufjupp,
Es scheint ja aber irgendetwas zu bringen bzw.zu verbessern. Es wurde dies ja schon von einigen namhaften Trompetern bestätigt.

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Re: Nach Eiskühlung bläst sich's besser.......

Beitrag von dizzyoliver » Mittwoch 3. April 2019, 13:41

Ich würde mein Geld eher in die Eiskühlung stecken, denn sie scheint in der Tat zu funktionieren. Workshops sind so eine Sache, und meine sind sie nicht, nie gewesen. Und ich habe es bis heute überlebt. Sogar spielen gelernt habe ich ohne sie, doch Trompeten werden auch mit Workshops nicht besser. Vielleicht der Musiker, aber auch DAS ist nur subjektiv messbar. Daher halte ich das, was "Haudraufjupp" da geschrieben hat, passend für seinen Namen, aber am Ende völlig nutzlos.
Was ein richtiger Musiker sein will,der muss auch eine Speisekarte komponieren können (Richard Strauss)

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Re: Nach Eiskühlung bläst sich's besser.......

Beitrag von Haudraufjupp » Mittwoch 3. April 2019, 19:42

Tja jedem das seine.
Bitte versucht es doch konstruktiv, statt mit "voellig nutzlos". Wer genau liest, wird sehen, dass ich nie behauptet habe, dass es keine Verbesserung geben koennte.
Tatsache ist, dass bei tiefen Temperaturen die molekularen Strukturen sich nicht entspannen koennen, es wird ihnen ja in der kalten Umgebung Energie entzogen, wodurch die Konfiguration in ihrem semistabilen Zustand bleibt, eben eingefroren wird. Wenn ich da was uebersehe, korrigiert mich bitte.
Wie gesagt, bei den +35 Grad, sieht das anders aus. Vielleicht passiert hier wirklich schon was und das ganze Tiefkuehlgerede soll nur verhindern, dass jeder zuhause sein Instrument mal einen Tag bei niedriger Temperatur im Backofen behandelt, statt den Tieftemperaturexperten Geld zu geben.
Vielleicht hat man es auch mit einem ausgepraegten Placebo Effekt zu tun, der, wenn er wirkt, ganz wunderbare Dinge tuen kann.
Schoene Gruesse!

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Re: Nach Eiskühlung bläst sich's besser.......

Beitrag von Wolfram » Mittwoch 3. April 2019, 21:49

Hallo,
eine ganz anderer Fakt: "Eiskühlung"-Behandlungen können dem Instrument Schaden zufügen!

Sollte ein Metallblasinstrument mit Blei-freiem Weichlot gelötet worden sein (dies soll bei einigen Herstellern nämlich passieren), dann können die extremen Minusgrade und die schnellen Temperaturveränderungen zu Rissen in der Weichlot-Verbindung führen. Das Instrument kann undicht werden und damit unbrauchbar oder reparaturbedürftig.

Ich erinnere daran, dass Weichlot mit Blei bei Einsatzfahrzeugen wie Polizei, Medizinische Dienste und Feuerwehr ausdrücklich verwendet werden muss, um genau diesen Risikofaktor auszuschließen. Blei macht das Weichlot elastischer und gleicht Spannungen aus.

Fazit:
Instrumente mit bleihaltigem Lot sind "elastisch" genug, um Spannungen selber auszugleichen.
Instrumente mit bleifreiem Lot laufen Gefahr bei "Eiskühl"-Behandlungen kaputt zu gehen.
Deshalb ist nach meiner Einschätzung eigentlich keine Temperaturbehandlung an Metallblasinstrumenten notwendig. Lediglich die Behandlung von einzelnen Bauteilen vor der Montage könnte Sinn machen.
LG, Wolfram
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Re: Nach Eiskühlung bläst sich's besser.......

Beitrag von knatterbock » Mittwoch 3. April 2019, 23:32

Zurück zum Thema: nicht das Blech sollte eisgekühlt werden, sondern der Spieler!! :Tock: :Tock:

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Re: Nach Eiskühlung bläst sich's besser.......

Beitrag von DaTrumpet » Donnerstag 4. April 2019, 06:32

knatterbock hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 23:32
Zurück zum Thema: nicht das Blech sollte eisgekühlt werden, sondern der Spieler!! :Tock: :Tock:
Hat jemand den Link zum ITG Journal?

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Re: Nach Eiskühlung bläst sich's besser.......

Beitrag von Wolfram » Donnerstag 4. April 2019, 11:09

knatterbock hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 23:32
Zurück zum Thema: nicht das Blech sollte eisgekühlt werden, sondern der Spieler!! :Tock: :Tock:
... aah, deshalb sind die Eskimos die besten Trompeter! :narr:
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Re: Nach Eiskühlung bläst sich's besser.......

Beitrag von gozilla » Donnerstag 4. April 2019, 22:25

dizzyoliver hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 13:41
Ich würde mein Geld eher in die Eiskühlung stecken, denn sie scheint in der Tat zu funktionieren. Workshops sind so eine Sache, und meine sind sie nicht, nie gewesen. Und ich habe es bis heute überlebt. Sogar spielen gelernt habe ich ohne sie, doch Trompeten werden auch mit Workshops nicht besser. Vielleicht der Musiker, aber auch DAS ist nur subjektiv messbar. Daher halte ich das, was "Haudraufjupp" da geschrieben hat, passend für seinen Namen, aber am Ende völlig nutzlos.

Moin,
also meine Wenigkeit hat von obigem Kollegen 2 Instrumente cyro behandeln lassen.
Und ich finde den Betrag angesichts der positiven Veränderung am Instrument mehr als angemessen.
Wie das dann genau funktioniert ist mir dann eigentlich egal.
Gruß G

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