7C oder 3C

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7C oder 3C

Beitragvon ost » Donnerstag 18. Mai 2017, 09:09

Hallo,

Nachdem ich nun auf meiner Stagg ca. 3 Jahre mit dem mitgelieferten 7c gespielt habe, bin ich immer noch unschlüssig bezüglich des Mundstückes.Ich bin oft schnell platt und der relative dünne Kesselrand lässt bei mir manchmal Luft entweichen.
Nun wollte ich doch auch mal andere Mundstücke ausprobieren. Ich habe mir deshalb mehrere Arnold & Sons bestellt und war zuerst beim 6C und dann beim 3c gelandet. Zuerst dachte ich, das wärs und habe mich recht wohl darauf gefühlt. Dann habe ich wärend dem Üben mal wieder das 7c aufgestzt und bemerkt, dass der Sound viel klarer und zentrierter ist. Seither springe ich während des Probens oft zwischen den beiden Mundstücken hin und her. Ich habe dann festgestellt, dass nach einiger Warmspielzeit der Unterschied nicht mehr so groß ist, aber doch hörbar. Mit dem 3C bekomme ich tiefe Lagen sauberer hin, das 7C finde ich für hohe Lagen besser. Ich bin nun soweit, dass ich auf meinem 7c weiterspiele und den Rat meiner beiden Exlehrer berücksichtige, nicht so oft zu wechseln.
Vielleicht aber habe ich mich einfach nur an das 7C gewöhnt und bräuchte längere Zeit, um den gleichen Sound mit dem 3C hinzubekommen und zusätzlich von dem angenehmeren Gefühl für die Lippen zu profitieren. Was meint ihr?

Viele Grüße
Oliver
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Re: 7C oder 3C

Beitragvon TrompetenKäfer » Donnerstag 18. Mai 2017, 10:47

Wenn das 7C funktioniert, dann lass es so. Die Tendenz, größer zu werden, ist weit verbreitet, weil ein größeres Mundstück anfänglich Unsauberkeiten im Spielsystem kaschiert und etwas "mithilft". Allerdings bleibt die Ineffizienz erhalten und manifestiert sich nach kurzer Zeit im Desaster.

Dass dir Luft entweicht, hat mit dem Rand selbst nichts zu tun, sondern damit, dass die Geschichte nicht "dicht" ist. Selbst wenn du dir nur einen Finger auf den Mund hältst, und versuchst, auszublasen, müssen sich deine Backen blähen, aber es darf unmöglich Luft dabei rauskommen.

...das meinte ich mit vorhandenen Unsauberkeiten. Auch, wenn ich lese, dass du mit einem 7C, das ja jetzt wirklich ein Standardmundstück ist, nicht in die tiefere Lage kommst, lässt mich das darauf schließen, dass da was im Spielsystem nicht so ist, wie es sein sollte.

Das gehört abgestellt, aber ansonsten würde ich nicht allzu viel Mundstück wechseln, da das meiner Erfahrung nach nur wirr im Kopf macht, und zu keimen Ergebnis führt, mit dem du zufrieden sein wirst.
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Re: 7C oder 3C

Beitragvon ost » Freitag 19. Mai 2017, 08:15

Hallo Trompetenkäfer,

okay, ich habe es mir schon gedacht, dass ich beim 7C bleiben sollte. Das mit den tiefen Lagen geht schon mit dem 7C, ich treffe es eben meistens leichter mit dem 3C. Ich werde also deinen Ratschlag befolgen.

Ich bewege mich übrigens in mehreren Foren (zu anderen Themen), möchte jedoch anmerken, dass der Austauch hier wirklich sehr zielorientiert, respektvoll und mit großer Sachkenntnis stattfindet.

Viele Grüße
Oliver
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Re: 7C oder 3C

Beitragvon BrigantiumJazz » Freitag 19. Mai 2017, 09:11

Hallo Ost,

das ist das Problem von der "Mundstücksafari". Man probiert verschiedenste Alternativen.

Ich erzähl einfach mal, wie es mir jahrelang ging. Ich hatte als Jugendlicher ähnliche Probleme wie du.
- mit breitem Rand gelang nur ein unsauberer Anstoss des Tons.
- mit schmalem/scharfem Rand ging das natürlich wesentlich besser, dafür war der Ansatz nach sehr kurzer Spieldauer weg.
- mit einem kleinen Kesseldurchmesser (7c) gelang die Höhe besser, aber die Tiefe gelang schwerer.
- mit großem Kesseldurchmesser (1 1/2 C, 2C) war der Ton im unteren Bereich sehr breit und voll. Oben war dafür schnell Schluss.

Hier muss man sagen, es hat jeder andere Voraussetzungen im Bereich der Lippen und Zähne, deshalb kann man schwer sagen, was dann da die richtige Lösung ist. Muss JEDER SELBST herausfinden!!

Ich habe dann gemerkt. Scharfer schmaler Rand geht gar nicht...da macht meine Lippe nicht mit...das ist heute noch so.

Auch kleine Kesseldurchmesser sind auf Dauer nichts für mich, da die Tiefe trotz viel Üben nicht kommt.

Als hab ich dann über längere Zeit konsequent auf weiten Mundstücken (1 1/2 C und später 2c) geübt. Und da ich kein Naturtalent in der Höhe bin, auch lange Zeit Stücke im unteren Bereich gespielt... das ging über Monate.

Info am Rande: Zu diesem Zeitpunkt entwich bei mir auch gern die Luft seitlich. Heute kann ich sagen, das war bei mir so, da die Lippen und Wangenmuskulator noch zu schwach war um den Luftdruck zu halten.

Wie gesagt, bei mir liefs eher über größere/weitere Mundstücke gut. Ich spiele nun 2er Mundstücke (2, 2C...) Für andere ist es besser bei engeren zu bleiben und dafür die Lockerheit für die Tiefe zu trainieren. Aber es bleibt dir leider nicht erspart, das selbst herauszufinden, was für dich gut ist.

LG
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Re: 7C oder 3C

Beitragvon Trumpethulk » Freitag 19. Mai 2017, 14:44

Ich schließe mich da an, jeder muss es für sich herausfinden. Manch einer hat Glück und braucht nicht lange, mancheiner sucht ewig.
Ich fing in der Mitte mit einem Schmidt 165 C. Dann würde es immer größer bis zu einem Schilke 20 in etwa. Dann ging es zurück Klier 3 C, irgendwas um die 16mm, dann etwa Bach 20 C, bis extrem klein und flach um die 13,5 mm von Galileo. Dann kam ein total Absturz. Zurück zu Reeves 41, 40 und nun seit längerem (1 1/2 Jahre) bei einem 39er Reeves. Was ich gelernt habe ist, dass die Randform für mich wichtig ist. Flach, relativ scharfe Innenkante. Rund fühlte sich immer besser an, aber ich konnte auf Dauer kein Gefühl dafür entwickeln. Der Rand ist nicht zu schmal aber auch kein Polsterrand. Seit ich "meinen Rand" gefunden habe und bei ihm bleibe kann ich mit anderen Parametern experimentieren. Gap und Kesseltiefe. Backbore ist fast gleichbleibend. So hab ich keine großen Einbrüche mehr. Die Kesseltiefe ist von S auf sehr flach gegangen. Was mir aber etwas zu flach ist. Also eine Stufe zurück. Die größten Frustration brachten mir verschiedene Rand Formen. Das Allerwichtigste ist aber, immer weiter an den Grundlagen zu arbeiten. Bei mir vorallem der Luftfluss und der Zungenarbeit. Dir viel Spaß und Geduld!
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Re: 7C oder 3C

Beitragvon mk-trumpet » Freitag 19. Mai 2017, 17:48

Von all den tausenden Mundstückvarianten dürfte das 7C mit dem Messerschneidenrand wohl das miserabelste sein. Hab noch nie verstanden, dass solche Dinger sog. Standardmundstücke in den Trompetenkoffern sind.
Schmeiß das Ding in den Müll und versuche herauszufinden, welcher Rand dir gut tut. Der Rest ergibt sich dann mit Üben.
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Re: 7C oder 3C

Beitragvon Trumpethulk » Freitag 19. Mai 2017, 17:51

:gut: So kurz kann man es auch schreiben...
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Re: 7C oder 3C

Beitragvon Evolution » Montag 17. Juli 2017, 21:33

3C! Middle of the road mit eher leicht breitem Rand. Viele 7C sind mit furchtbar scharfen Rändern ausgestattet. Für mich fast für die Tonne. Bei der Wahl 3C, auch wenn die Mundstückwahl sehr individuell ist.
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