A2 und B2 "klemmen" beim Flügelhorn

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A2 und B2 "klemmen" beim Flügelhorn

Beitragvon Blechnase » Dienstag 26. September 2017, 08:01

Mein Flügelhorn, mit dem ich an sich klanglich etc. sehr zufrieden bin, hat eine komische Eigenschaft: bis G2 spielt sich alles wunderbar, As2 geht auch noch, A2 und B2 sind extrem schwierig und danach bis D3 ist alles wieder so, wies sein muss.

Es fühlt sich so an, wie wenn bei den beiden Krisennoten der Widerstand extrem ansteigt und der Ton nur mit viel Druck oder extrem enger Lippenstellung überhaupt kommt. Selbst wenn er da ist, neigt er massiv zum wegrutschen. Über den Klang müssen wir gar nicht reden.

Man kann jetzt argumentieren, dass man über A2 auf dem Flh gar nicht braucht, aber ich habe mindestens eine Stelle (auch noch in der ersten Stimme), die exakt auf A2 endet. Und wenn das dann nicht kommt, ist das halt Mist.

Nun die Frage: ist das normal, dieses komische Verhalten? Was kann man dagegen tun?

Auf der Trompete ist bis D3 alles ok, dann ist eh Schluss, spätestens beim e3. Und am Mundstück (sagt meine Safari) liegts auch nicht.

Danke für eure Tips,
Andreas
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Re: A2 und B2 "klemmen" beim Flügelhorn

Beitragvon Trumpetier001 » Dienstag 26. September 2017, 13:05

Schon mal ein anderes Instrument (Flügelhorn) probiert?
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Re: A2 und B2 "klemmen" beim Flügelhorn

Beitragvon OndraJ » Dienstag 26. September 2017, 13:13

Instrument reinigen und Ventilstellung (Alignment) prüfen. Wenn die Venitle nicht genau eingestellt sind kann es zu solchen Problemen kommen.
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Re: A2 und B2 "klemmen" beim Flügelhorn

Beitragvon Blechnase » Donnerstag 28. September 2017, 05:30

Andere Flügelhörner habe ich probiert: bei anderen K&H (Burba Modell) und bei Carol Brass habe ich dasselbe Problem. Beim Kanstul 1525 läufts wie geschmiert, kein Problem bis c3; ob ich darüber ausprobiert habe, weiss ich nicht mehr. B&S challenger I und B&S 17/2 lief auch ganz gut und Cerveny Drehventil ist ganz grausam; laut meiner Frau klingt das wie eine Mischung aus Alphorn und Giesskanne und ich kriege beim Spielen schon in mittleren Höhen fast einen Herzinfarkt :evil:

Reinigung etc ist natürlich ein Punkt, aber da das Phänomen bei einigen anderen Hörnern auch auftritt, ist das vermutlich nicht die einzige Antwort.

Ich nutze das Flh halt nur als Nebeninstrument in 4-5 Stücken pro Gig und dafür 2000+ auszugeben, widerstrebt mir ernsthaft. Vor allem, weil ich ja noch auf eine neue Trompete spare :huepf: :huepf: Werde mal zum Instrumentenbauer gehen und mich beraten lassen. Vielleicht wird K&H dann gegen B&S eingetauscht oder der Meister hat noch eine andere Idee.
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Re: A2 und B2 "klemmen" beim Flügelhorn

Beitragvon Flügelhorny » Donnerstag 28. September 2017, 06:18

Es könnte sein,das das Horn Intonatiosprobleme hat.Das ist häufiger der Fall wie man meint.Man könnte versuchen das Mundrohr auszutauschen,da das einen ganz erheblichen Einfluß auf die Intonation hat.Welches Fabrikat ist es denn?

Falls du die Probleme nicht in den Griff bekommst,könntest du Hilfsgriffe benutzen,wie z.b. für das A2 statt 1/2 mit 3 greifen.Das spricht in der hohen Lage eh besser an.
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Re: A2 und B2 "klemmen" beim Flügelhorn

Beitragvon OndraJ » Donnerstag 28. September 2017, 06:48

Da du schon andere Instrumente probiert hast, würde ich noch versuchen, dein Instrument von einem guten Bläser testen zu lassen, dann weißt du mit Sicherheit ob es am Instrument liegt.
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Re: A2 und B2 "klemmen" beim Flügelhorn

Beitragvon Blechnase » Freitag 29. September 2017, 05:29

@ OndraJ, gegentesten ist eine gute Idee. Vielleicht bietet schon das kommende WE eine Gelegenheit.

@ Flügelhorny, bin nicht sicher, ob das unter Intonationsprobleme fällt: A2 klemmt und daher ist die Intonation da natürlich Mist, aber das ist so ein Henne-Ei Problem. Ist die Intonation bei A2 Mist, weils klemmt oder klemmts, weil die Intonation Mist ist. Ich habe tatsächlich den gesamten von mir spielbaren Tonraum mit Stimmgerät getestet und grobe Abweichungen habe ich nur beim H1 gefunden, das ist insbesondere mit meinem Wick 3FL viel zu tief. Cis1 und D1 stimmen recht gut und müssen nur minimal ausgeglichen werden; auch der Rest stimmt erstaunlich gut. Mit dem Klier ist die Stimmung insgesamt etwas besser, aber das ist vermutlich normal, da dort der Kessel nicht ganz so tief ist.

Ich berichte weiter. Danke für die bisherigen Rückmeldungen.

Ach so, das Instrument in question ist das K&H aus meiner Signatur.
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Re: A2 und B2 "klemmen" beim Flügelhorn

Beitragvon Kojak » Samstag 30. September 2017, 09:52

...Wick 3Fl.... :shock:
DAS ist ein EIMER!
Ich hab das Teil nur für Aufnahmen im Studio oder über PA benutzt.
Das Ding live unverstärkt in einem eher lauten Musikverein ist Selbstmord auf Raten :wink:
Veruch mal ein "normales" Flügelhorn Mundstück ...
Klar ist das Wick ultimativ im Ton-aber das Ding (auch noch als Gelegenheits Flügelhornist) ist...mutig... :roll:
Klier Exclusiv A oder B Kessel z.Bsp.
Warburton FL usw.
A2 mal mit 3 greifen-kann auch besser sein(oder schlechter)
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Re: A2 und B2 "klemmen" beim Flügelhorn

Beitragvon Blechnase » Montag 2. Oktober 2017, 05:25

@ Kojak: ich glaube, Du hast da was falsch verstanden. Ich nutze normalerweise die Kombi, die in der Signatur steht. Ausserdem spiele ich fast immer über PA; mein hauptsächlicher Einsatzzweck ist Soul/Pop Cover in einem vierstimmigen Bläsersatz.

Das Wick nutze ich recht selten und bin ehrlich gesagt, nicht ganz sicher, wie ich den Klang finde. Manchmal denke ich, es ist sehr schön, manchmal finde ich den Sound aber einfach nur topfig. Und als ich mein Klier ausgesucht habe, fiel die Wahl eindeutig auf das 5C; sowohl 5A wie 5B waren mir viel zu posaunig. An sich neige ich offensichtlich eher zu einem zentrierten, nicht zu breiten Klang. Das ist auch bei der Trompete so und vielleicht entspreche ich damit nicht so ganz den Vorlieben vieler Spieler hier. Nakariakov gefällt mir z.B. Nicht besondes, das ist mir klanglich viel zu Wischiwaschi. So, Exkurs beendet :D

Der Tip mit dem Alternativgriff ist aber sehr gut, A2 mit 3 zu greifen bringts wirklich. Vielen Dank dafür.
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Re: A2 und B2 "klemmen" beim Flügelhorn

Beitragvon Kojak » Montag 2. Oktober 2017, 16:50

hmmm....
Ich spiel auch auf nem Klier Exclusive 5 (allerding meist den A Kessel-für anstrengendes Musikverein Zeug aber auch das C)
Das Problem dass du hast mit dem Kühnl hatte komischerweisse ich mit nem B&S Challenger 1 :roll: (allerdings nur mit A1 und A2-mit 3 gegriffen war's besser) hab jetzt als Haupt-Flügel ein Courtois 154R- da gibts keine Probleme :gut:

Wie weit musst Du bei Normaltemperatur mit dem Kluppenzug raus?
Vielleicht hast Du nicht den richtigen Mundstück Konus :question:
Ansonsten vielleicht mal beim Kühnl anrufen- Der hat auch noch andere Mundrohre,
vielleicht wäre ein weiteres besser.

Grüssle
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Re: A2 und B2 "klemmen" beim Flügelhorn

Beitragvon Blechnase » Samstag 7. Oktober 2017, 05:44

Das Mundstück hat den richtigen Schaft (amerikanisch), das habe ich schon vor einer Weile beim Instrumentenbauer abgeklärt; allerdings sitzt es nicht ganz perfekt. Der Kluppenzug ist gut 1.5 cm draussen, was mir aber normal vorkommt.
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Re: A2 und B2 "klemmen" beim Flügelhorn

Beitragvon Blechnase » Samstag 7. Oktober 2017, 05:50

Nachtrag: so sehr ich das 5C Mundstück mag, so wenig haben mir das 5A und B von Klier gefallen. Extrem dumpfer Klang und schwierige Kontrolle. Da geht das Wick eindeutig besser. Das kann aber daran auch liegen, dass ich von Natur aus offenbar sehr "defensiv" spiele und auch auf der Trompete, selbst mit einem recht extremen Mundstück wie dem Yamaha 14a4a, immer noch (vergleichsweise) dunkel und weich klinge. Bei unseren letzten Aufnahmen mit der Band konnte man immer sehr klar hören, welcher der beiden Trompeter grade spielt, der eine spielt mit "Lead" sound und Power, der andere (ich) mit einem Sound, der eher Richtung Kornett geht.
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