Schwierige Läufe

Ansatzfragen, Welche Methode ist die beste,
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Schwierige Läufe

Beitragvon ost » Freitag 2. Juni 2017, 15:18

Hallo,

ganz einfache Frage: Wie geht ihr das an. Ich kann sie langsam spielen aber irgendwann, wenn es schneller wird, haut es nicht mehr hin. Gibt es da Erfahrungswerte, wie oft man das wiederholen muss? Ich traue mich so etwas (in der Mietwohnung) dann fast nur noch mit Übungsdämpfer.

Danke im Voraus!
Grüße
Oliver
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Re: Schwierige Läufe

Beitragvon blechfan » Freitag 2. Juni 2017, 16:32

ost hat geschrieben:Gibt es da Erfahrungswerte, wie oft man das wiederholen muss?

Nein, das kann individuell sehr verschieden sein, dem einen genügt dreimal, ein anderer braucht vielleicht 20 mal.
ost hat geschrieben:Ich traue mich so etwas (in der Mietwohnung) dann fast nur noch mit Übungsdämpfer.

Ich übe solche Fingersätze auch oft ganz lautlos, erst wenn's steht wieder mit Ton.
Meine Erfahrung: es bringt mehr, kurze Abschnitte so lange zu üben, bis es fehlerfrei geht ("Endlosschleife", z.B 2 Takte),
als längere Passagen immer nur ganz durchzuspielen. Und ggfs. auch mal den richtigen Finger über die Note schreiben, an der der Lauf hakelt.

Noch ein Zitat zum Üben, ich weiß nicht von wem es ist, aber mir gefällt es:
"Ein Amateur übt so lange, bis er es richtig kann. Ein Profi übt so lange, bis er es nicht mehr falsch kann." :D
Gruß blechfan
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Re: Schwierige Läufe

Beitragvon Singvögelchen » Freitag 2. Juni 2017, 22:32

Blechfan hat recht. Ich üb immer erstmal auf Verdacht schnell huschhusch, falls es funktioniert beim ersten Mal, super. "Gilt als geprobt" :lol:
Wenn nicht (95%) der Fälle), dann geht die Arbeit los...viele, viele Wiederholungen in allen Tempi, einzelne Tonverbindungen separat (Gabelgriffe), Notieren von Tonfolgen ohne Ventilwechsel (die bringen einen manchmal völlig aus dem Konzept, ich nehme dann manchmal lieber irgendeinen Hilfsgriff mit hinzu, weil das Gehirn in einem bestimmten Tempo automatisch Finger- und Tonwechsel zusammenbringen will.) Und um die Lippe in hohen Lagen zu schonen, ganz viel mentales Training nur Fingertechnik und innere Tonvorstellung. Oder im High-End-Tempo nur den ersten Ton, dann ersten und zweiten, dann den dritten dazu...auch mit diesem System kann man sehr weit kommen.
Es bleibt mühsam...
Liebe Grüße vom Singvögelchen!


"Blas schön rein, dann kommts schön raus!"
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Re: Schwierige Läufe

Beitragvon Cavaillé » Sonntag 4. Juni 2017, 13:31

Wir hatten hier schon alles was zum Thema http://www.trompetenforum.de/TF/viewtopic.php?f=3&t=31049#p253476. Finde das Video sehr instruktiv.

Gruß, Thomas
The trumpet is steadfast and loyal. It makes us grow up, in order to Play. John Daniel
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Re: Schwierige Läufe

Beitragvon ost » Sonntag 4. Juni 2017, 22:21

Vielen Dank für den Hinweis.
Das muss ich mal ausprobieren und Rückmeldung geben.

Viele Grüße
Oliver
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Re: Schwierige Läufe

Beitragvon Alien » Montag 5. Juni 2017, 23:59

Hallo zusammen ! Es gibt noch eine effiziente methode...
Nur mit Finger + metronome zu üben und mit den richtigen silben dazu aussprechen Ta-Te-Ti -Tich und s.w.
Register bezogene silbe.( kennt ihr das?)
1.Obere Kappen von Perinett trompete leicht abschrauben (damit die rhythmische gerausche machen )
2.Und schön langsam steigern .z.B.80 (16tel)
3.+5 bis es nicht mehr flußig läuft.. jeden tag tonleiter und chromatic mit finger und wunder;) er kann das;)
4.Nur mit den Fingern erst mal! Auserdem wird Das Ansatz, bei diesen art von üben, in ruhe gelassen...
kann man in der pause auch üben.
5.Es ist schon im kopf und finger drin;) bleibt nur rein zu pusten...
6.Gibts auch eine krönung drauf, behalte ich aber Erst mal ...
Alien
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Re: Schwierige Läufe

Beitragvon Hochwälder » Dienstag 6. Juni 2017, 07:07

ost hat geschrieben:ganz einfache Frage: Wie geht ihr das an. Ich kann sie langsam spielen aber irgendwann, wenn es schneller wird, haut es nicht mehr hin. Gibt es da Erfahrungswerte, wie oft man das wiederholen muss? Ich traue mich so etwas (in der Mietwohnung) dann fast nur noch mit Übungsdämpfer.

Was funktioniert nicht, wenn es schneller wird?
Lesen, Finger, Zunge...?
Wer nie vom Weg abkommt, der bleibt auf der Strecke.
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Re: Schwierige Läufe

Beitragvon Alien » Dienstag 6. Juni 2017, 07:24

Hochwälder hat geschrieben:
ost hat geschrieben:ganz einfache Frage: Wie geht ihr das an. Ich kann sie langsam spielen aber irgendwann, wenn es schneller wird, haut es nicht mehr hin. Gibt es da Erfahrungswerte, wie oft man das wiederholen muss? Ich traue mich so etwas (in der Mietwohnung) dann fast nur noch mit Übungsdämpfer.

Was funktioniert nicht, wenn es schneller wird?
Lesen, Finger, Zunge...?



Koordination zwieschen den Fingern und der Zunge ist die antwort auf diese frage
Also die Finger sätze und aussprache üben wie beschrieben.
Am besten auswendig lernen und "Leseschwäche" ist keine frage mehr...
Alien
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Re: Schwierige Läufe

Beitragvon Sandu » Dienstag 6. Juni 2017, 08:41

Der Klassiker für Läufe:
Einmal punktiert und einmal umgekehrt-punktiert (Punktierte Achtel + Sechzehntel; dann Sechzehntel + punktierte Achtel).
Damit übst Du immer zwei unterschiedliche Tonwechsel mit jeweils einem schnellen und einem langsamen Wechsel.
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Re: Schwierige Läufe

Beitragvon Trompetter » Samstag 30. Dezember 2017, 18:20

Hallo,

Vielleicht kann ich dir ein paar Tipps geben. Jeder übt mit einem anderen System und auf seine Weise. Da ich auch Klarinettist bin und in jedem Stück sehr viele techn. Läufe und Schwierigkeiten habe, die ich üben muss, bin ich solche ziemlich gewohnt und kann ein bisschen was dazu sagen.

Die üblichen Verdächtigen Methoden wurden oben schon genannt. Mit verschiedenen Bindungen, Betonungen und Rhythmen zu üben. Mir hilft es meistens das Stück in YouTube mehrmals anzuhören und darauf zu achten, wie sich Läufe in das Gesamtkonzept des Stückes einfügen. Zudem entsteht dies auch beim Spielen im Orchester. Dadurch entwickelt sich ein Gefühl für diese Läufe, ähnlich wenn du ein Weihnachtslied spielst und dabei in deinem Kopf den Text dazu singst. Die Folge daraus ist, dass die Melodie, die du spielst mehr gesanglich und dadurch schöner klingt. Ähnlich ist es hier. Man fokussiert sich nicht auf einzelne Rhythmus- und Tongruppen, sondern auf das Gesamte. Mir fällt es danach immer leichter und nach ein bisschen üben bzw. spielen flutscht es meistens. So mache ich es zumindest immer, vielleicht hilft es ja...

Griffe musst du natürlich wissen und nicht mehr dabei überlegen was du nimmst, oder wie er geht...Das muss irgendwann einfach automatisch runterlaufen...

Hoffe ich konnte dir oder auch den anderen etwas helfen...

Mfg Trompetter
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