Frequenz beim Stimmgerät

Ansatzfragen, Welche Methode ist die beste,
Probleme, Gundlegende Techniken etc.

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Beitragvon kindofblue » Freitag 24. März 2006, 11:02

ABer es in kauf nehmen sas sämtliche Blasinstrumente in sich nicht mehr stimmen (und das ist ganz sicher der Fall wenn der Stimmzug mehr als 6cm draußen is) weil eine Klarinette das nicht auf die Reihe bekommt...
Also ich kann mich mit dem Gedanken nicht richtig anfreunden...
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Beitragvon omahatrumpet » Freitag 24. März 2006, 12:12

Ganz so arg ist es ja nicht, in der einen Egerländer Besetzung haben wir so einen Fall der kann nicht höher als 339Hz sollte für eine Trompete aber kein Problem sein 1Hz unter dem Kammerton a zu stimmen.
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Beitragvon Bess » Freitag 24. März 2006, 20:56

Miss Trumpet hat geschrieben:
In Wien wird nicht auf 445 Hz eingestimmt, sondern auf 443 Hz.

LG, Miss Trumpet


Ich kann mich halt nur auf meine eigenen Erfahrungen verlassen.
An dem Ort, wo ich meinen 1. Studienabschnitt absolviert habe waren sämtliche Klaviere auf 445 Hz eingestimmt, im Orchester stimmten wir auch nach diesem Stimmton und die Wiener Philharmoniker stimmen auch höher ein als 443 Hz. Nicht dass ich diese Stimmung propagieren möchte. Ich selbst fühle mich bei 442 Hz wohler. Ich glaube aber so allgemein kann man das nicht formulieren.

Lg, Bess
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Re: Frequenz beim Stimmgerät

Beitragvon Blechnase » Mittwoch 31. Mai 2017, 20:51

Alter Thread, schon klar, aber meine Frage passt wahrscheinlich trotzdem: wurden alte Trompeten vor ca. 1950 auf eine andere (höhere) Grundstimmung gebaut? Kann man die heute noch nutzen?
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Re: Frequenz beim Stimmgerät

Beitragvon GT-Karl » Donnerstag 1. Juni 2017, 08:21

Genau kann ich dir das nicht sagen, ich erinnere mich aber, dass in den siebziger Jahren die älteren Musiker in unserem Musikverein öfter erwähnt haben, dass man vor dem Krieg in "hoher Stimmung" gespielt habe. Ich als kleiner Jungspund habe damals nicht weiter nachgefragt! Vielleicht weiss ja ein Experte hier das Rätsel aufzulösen.

Gruß

Karl
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Re: Frequenz beim Stimmgerät

Beitragvon Singvögelchen » Donnerstag 1. Juni 2017, 23:27

Höher als 444 Hz ist mir außer historischen Orgeln eigentlich noch nichts über den Weg gelaufen. . Gewandhausorchester zum Beispiel. Meine musealen Trompetenschätze (60-80 Jahre alt) funktionieren in einem großen Spektrum zwischen 435 und 443, also alles drin.
Ganz interessant: Slavko Avsenik hat eine historische Aufnahme vom legendären Trompetenecho einen Halbton höher eingespielt, um mehr Brillanz reinzukriegen. Also nicht centweiswe hochgepitcht, sondern hochtransponiert, technisch also höchst anspruchsvoll. https://youtu.be/vwLdjv5Ml5M klingt immer noch frischer als wenn heutzutage in "Originaltonart" gespielt wird. Also reine Geschmackssache :)
Liebe Grüße vom Singvögelchen!


"Blas schön rein, dann kommts schön raus!"
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Re: Frequenz beim Stimmgerät

Beitragvon Alien » Freitag 2. Juni 2017, 09:09

Seit ungefähr 80jahre gibt es 440Hz als stimmungs ton für A
Vor dieser Zeit 432 Hz war als A Stimmungs frequenz fest gelegt. https://youtu.be/1zw0uWCNsyw
Heute zu Tage wird 444Hz für den A als normal betrachtet.
Ich finde 432 entschpannter...
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Re: Frequenz beim Stimmgerät

Beitragvon Schneefredo » Samstag 3. Juni 2017, 14:04

Servus

wurden alte Trompeten vor ca. 1950 auf eine andere (höhere) Grundstimmung gebaut?


Nicht alle, aber:

"Während sich nach dem Krieg die meisten verbliebenen Militärkapellen der international gebräuchlichen Stimmung anpassten, behielten die Hoch- und Deutschmeister die um einen Halbton höher liegende „hohe Stimmung“, den Cornettton, bei. Diese geht auf die alten Feld- und Militärmusiken zurück, die vor allem im Freien und in der marschierenden Truppe gehört werden mussten."

https://de.wikipedia.org/wiki/Original_Hoch-_und_Deutschmeister
http://www.deutschmeister.at/orchester/
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